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Die Anlagen unserer Mitglieder Anlagenbeschreibungen und Bilder

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Alt 19.03.2017, 11:59   #46
dipol-audio
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Standard Zu Schwingungen und unerwünschter Schallabstrahlung von Lautsprechergehäusen

Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
Das heisst, bei einem Subwoofer ist - natürlich geringes - Mitschwingen weitgehend egal, weil es ja letztlich nur - und auch das nur minimal - "Pegel frisst".
Hallo David,

ich wäre schon dafür, auch Subwoofer nach Möglichkeit so aufzubauen, daß innerhalb des Übertragungsbereiches keine Resonanzen des eingeschlossenen "Luftkörpers" oder der Gehäusewände auftreten: Gerade hier ist das - mit etwas gutem Willen - recht gut und einfach umzusetzen: Auch wenn es nicht "ganz so kritisch" wie etwa im Mittelton sein mag, warum es nicht einfach so "tun" ?



Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
...
Bei einem Hochtöner, der hinten geschlossen ist, der also ohne Gehäuse bzw. zusätzlichem Luftvolumen auskommt, sind Gehäuseresonanzen ebenfalls egal.
...

Bei Hochtönern (nehmen wir Kalotten als Beispiel) sind "Gehäuseresonanzen" zwar seltener (oft gibt es hier - wie du es beschreibst - nur den Magneten ggf. mit einer Polkernbohrung als "Gehäuse"). Jedoch bestehen bei einigen Modellen Resonanzen der inneren Kammern, also des eingeschlossenen "Luftkörpers" in oder hinter der Polkernbohrung (manche Modelle haben auch hinten "aufgesetzte" Kammern).

Gelegentlich ist hier auch eine "lieblose" Bedämpfung der Hohlräume die Ursache für Resonanzen, die sich dann auf die Bewegung der Membran auswirken. Das kann es übrigens auch bei anderen Bauarten von Hochtönern geben, u.a. Bändchen sind dabei prinzipiell auch mit eingeschlossen.

Man bekommt aber heute auch für rel. kleines Geld z.B. Kalotten, die "so gut wie resonanzfrei" sind und das sind inzwischen gar nicht wenige.

Es braucht übrigens keineswegs zwingend "exotische" Materialien, um Schallwandler aufzubauen, die "so gut wie perfekt" sind. Es sind hier eher die Sorgalt im Kontruktionsdetail und der kundige Umgang mit einem Material, der hervorragende Ergebnisse möglich macht.



Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
...
Bleibt - wieder mal - der Frequenzbereich untere Mitten bis obere Mitten als "heikel" übrig.
...
So ist es,

bezüglich Gehäuseresonanzen bleibt das sicher kritischste Bereich und dafür gibt es m.E. einige erstaunlich einfache Gründe:

  • man benötigt hier oft ein Gehäuse für die Tief-/Mitteltöner bzw. Mitteltöner
  • die Eigenfrequenzen von Gehäusen landen mit üblichen Materialien und Abmessungen immer "irgendwo" in diesem Bereich und selbst mit "exotischen" Materialien und Dimensionierungen ändert sich oftmals erstaunlich wenig daran ...
  • mit ein wenig "Pech" (d.h. ohne Berücksichtigung in der Konstruktion ...) können Koinzidenzfrequenzen der Gehäusewände in diesem Bereich liegen, d.h. die Wände beginnen "irgendwo" in diesem Bereich ihre Eigenschwingungen wesentlich "effizienter" (unerwünscht) als im Tiefton abzustrahlen (*)



Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
Wäre es da nicht sinnvoll, Gehäuse in Gehäuse zu bauen?

Eine sinnvolle Grundstrategie wäre m.E. (Teil-) Gehäuse für ihre jeweils unterschiedlichen Frequenzbereiche auszulegen und zu optimieren - damit die Angelegenheit technisch wirklich handhabbar zu machen - und voneinander zu entkoppeln.

Ein kompaktes Subwoofergehäuse nach der "Steifigkeit pur" Strategie (s.o.) wäre für den oberen Bass und den Mittelton nicht sehr gut. Steht der Subwoofer aber getrennt (ist ausgelagert), dann ist die mangelnde Eignung eines solchen Gehäuses für den oberen Bass und Mittelton nicht mehr relevant und das Problem ist vom Tisch.

Für den mittleren Bass bis in den Mittel-/ Hochton verfolge ich persönlich bei einem aktuellen Projekt folgendes Konzept:

  • die Tieftoneinheiten der Haupt-Lautsprecher (2 Kardioid-Module je Seite) bestehen aus Außengehäusen und Innenkammern (die werden zur Verfeinerung der Kardioid Charakeristik benötigt), welche als kompakte "Untermodule" intern mit nachgiebigen und hochdämpfenden Materialien zusammengefügt und entkoppelt sind. Bei diesen Tiefton Modulen ist nicht einmal die Schallwand - welche je 2 Tieftöner pro Modul trägt - "fest" mit dem Gehäuse verbunden, sondern ebenfalls "schwimmend" über dämpfende Fugen gelagert. Dafür wurde u.a. eine spezielle Art der Klemmung/Verschraubung entwickelt und getestet, welche die hohe "Fugendämpfung" (das ist übrigens eine "Standardmaßnahme" zur Minderung von Körperschall auch an Maschinen) zwischen den Wänden nicht "kaputtmacht", jedoch das Gehäuse trotzdem zu einem "handhabbaren und soliden Ganzen" zusammenfügt. Desweiteren haben bestimmte Gehäusewände innen zusätzlich "flächig" dämpfende (viskoelastische) Einlagen.
  • Das Gehäuse für die Mittel-/Hochtoneinheit ist hingegen relativ "biegeweich", dafür hochdämpfend (u.a. Auflage plastischer Matten, Fugendämpfung zwischen Gehäusehälften, ...) und mit einer nicht zu geringen Massebelegung der Wände ausgestattet. Das sorgt für eine langsame Ausbreitung von Biegewellen auf den Gehäusewänden, so daß Schwingungen nicht abgestrahlt werden. Dabei sind übrigens auch die (nicht unerheblichen) Massen der auf der Schallwand verteilten kleinen Mittel-/Hochtöner dieses Mittel-/Hochton Arrays mit einkalkuliert, welche die Massebelegung dieser Wand mit erhöhen.


Beide Tiefton Module und die Mittel-/Hochton Einheit sind ihrerseits über dämpfende Zwischenlagen/Fugen entkoppelt, wenn sie gemeinsam zu einem Stereo Haupt-LS (Satelliten) verbunden werden.

Die ganze Gehäuse ist durch den Aufbau im gesamten Bass bis Mittelton äußerst "abstrahlungsarm", und es konnten gleichzeitig übermäßig "dicke" Wandaufbauten und allzu große Außenabmessungen gut vermieden werden:

Ausladende Abmessungen hätten nämlich speziell beim Tiefton-Kardioid die Funktion gestört, weil hier bestimmte Pfadlängen zwischen den vorderen Schallquellen und denen auf der Rückseite - zur Herstellung der Kardioid Charakteristik dieses Moduls vom Tiefton bis in den unteren Mittelton - zwingend eingehalten werden mussten.


__________________

(*) Daher ist es m.E. wichtig zu verstehen, daß das Ziel ein bezüglich Eigenresonanzen (Schall-) "abstrahlungsarmes" Gehäuse sein sollte. Ein "schwingungsarmes" Gehäuse ist nicht unbedingt das Gleiche:

Wenn eine geringe Schwingungsamplitude "unerwünscht effizient abgestrahlt" wird (aufgund zu großer Biegewellenlängen), kann das trotzdem negative Auswirkungen haben. Gerade hier sind übrigens "steife Wände mit in Relation zu geringer Massebelegung" (und zu geringer Eigendämpfung) sehr deutlich im Nachteil.
__________________
Grüße aus Reinheim, Oliver Mertineit

Geändert von dipol-audio (19.03.2017 um 12:58 Uhr).
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Alt 19.03.2017, 12:41   #47
David
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Danke Oliver für die Erklärungen.

Die Themen Gehäuse, Gehäuseformen und Schallwände finde ich sehr interessant. Ich glaube auch, dass sich da viel an Qualität rausholen lässt, wenn man es richtig macht. Messbar sowieso, inwieweit auch hörbar, das ist halt immer die Frage, die man sich aber als ernsthafter Konstrukteur, der alles so optimal wie möglich machen will, sowieso nicht stellt.
__________________
Gruß
David


Einen „Audio-Laien“ erkennt man daran, dass er sich viel mehr mit Audiokomponenten beschäftigt als mit Raumakustik, LS-Aufstellung und Hörplatzwahl.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
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Alt 19.03.2017, 13:14   #48
dipol-audio
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Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
Danke Oliver für die Erklärungen.

Die Themen Gehäuse, Gehäuseformen und Schallwände finde ich sehr interessant. Ich glaube auch, dass sich da viel an Qualität rausholen lässt, wenn man es richtig macht. Messbar sowieso, inwieweit auch hörbar, das ist halt immer die Frage, die man sich aber als ernsthafter Konstrukteur, der alles so optimal wie möglich machen will, sowieso nicht stellt.

Hallo David,

es ist möglich, mit venünftigen Maßnahmen - die übrigens nicht alle "vollkommen neu erfunden" werden müssten, wenn man etwa an Standard Vorgehensweisen aus dem Maschinenbau denkt - das Thema "Körperschall, Abstrahlung von Gehäusevibrationen" gänzlich in die "Unhörbarkeit" zu verbannen.

Aber es ist eben auch so:

Eine einzige Resonanz, die sich typischerweise "irgendwo zwischen oberem Bass bis oberem Mittelton" in die Nähe der Hörbarkeit wagt, degradiert am Ende einen ganzen Lautsprecher und sei er ansonsten noch so "gut" ausgelegt.

Auch eine repräsentative Optik oder "extra teuer" aussehende - und schön vorgezeigte - Chassis helfen dann nicht mehr weiter: Es bleibt eine "Resonanzkiste" und ist zum genussvollen Hören von manchen Musikaufnahmen nicht mehr geeignet (*).

Gerade der Frequenzbereich, wo typische Raumprobleme meist "aufhören" (sich zumindest relativieren) - ab "wenigen hundert" Hz - ist hier m.E. sehr kritisch. Für Verfärbungen etwa bei einem Cello Solo (und der jeweils wiedergegebenen Klangfarbe des Instruments auch durch seine Obertöne) kann man nämlich den Raum hier oft nicht mehr (allein) verantwortlich machen ...

Es gibt Lautsprecher mit schlecht aufgebauten bzw. schlecht bedämpften Gehäusen, über die ich mir bestimmte Aufnahmen tatsächlich nicht anhören kann und will.

Für mich war es vor mehr als 10 Jahren, als ich viel mit "offenen Schallwänden" gearbeitet habe, eine der Hauptmotivationen sämtliche möglichen "gehäusebedingten" Verfärbungen" sicher zu vermeiden, was durchaus gelingen kann bei vernünftigem Aufbau einer "OB".

Die Dipol Charakteristik war anfangs gar nicht mein Hauptziel, sondern ich hatte von allen potentiell möglichen Verfärbungen schlicht "die Nase voll".

Seitdem bin ich etwas verwöhnt und möchte, wenn ich jetzt wieder - allerdings ganz andere - Gehäuse baue, tatsächlich keinerlei Artefakte im Zusammenhang damit hören.


____________________

Das hier wäre für mich persönlich eines von vielen Beispielen für Aufnahmen mit relativ hohen Anforderungen in diesem Bereich, die mir von den einzelnen Einspielungen her sehr gut gefällt:

Jörg Baumann · Klaus Stoll ‎– Originalwerke Für Vioncello & Kontrabaß

https://www.discogs.com/J%C3%B6rg-Ba...elease/5194723


Wenn man hier einen - wirklich - guten Kopfhörer mal spaßeshalber als Maßstab für "verfärbungsarme" Wiedergabe vor allem im Bass bis Mittelton nimmt, dann wissen die meisten Lautsprecher/Raum Setups hier bereits, welches Stündchen für sie geschlagen hat ... man braucht dafür weder unbedingt "besonders" (möchtegern-) audiophile (Showeffekt-) Aufnahmen noch Testsignale.

Wer gelegentlich Kammermusik in kleinen bis mittleren Sälen hört, kann i.d.R. ebenso ganz gut einschätzen, welche Klangfarben/Effekte/Besonderheiten "aufnahmeseitig" sein könnten und welche u.U. bei der Wiedergabe (durch Lautsprecher und/oder Hörraum) entstehen.

Ansonsten ist "Kopfhörerwiedergabe" von Aufnahmen mit "Lautsprecherstereofonie" hinsichtlich Räumlichkeit und Gesamteindruck tatsächlich nicht mein Maßstab. Als Orientierung zur "Verfärbungsarmut" eines Lautsprecher/Raum Setups oft jedoch schon ganz interessant.


Am Ende profitiert natürlich jede Art von Musik von einer verfärbungsarmen Wiedergabe, aber es gibt - für mich jedenfalls - bestimmte Aufnahmen bzw. Genres, wo es m.E. nochmal "eine Spur kritischer" ist, daß es "passt".

________________


(*) Und Folgendes nur nebenbei: 'Geregelte' LS Chassis (Tieftontreiber), bewirken bei Artefakten durch Gehäusevibrationen keine Verbesserung, denn hier wird nur die relative Geschwindigkeit zw. Antriebssystem und Membran überwacht. Gerät z.B. die gesamte Schallwand mit dem Treiber als Ganzes ins Schwingen oder betrifft dies andere Teile des Gehäuses, dann ist eine Regelung an dieser Stelle nicht nur ohne Einfluss, sondern kann u.U. in bestimmten Situationen sogar noch weiter degadierend wirken.

Gleiches gilt übrigens für Resonanzen der Treiberkörbe selbst, deren genaue Frequenzbereiche und Ausprägungen erst mit dem Einbau des Treibers in ein konkretes Gehäuse (Art der Montage am Korbflansch, Biegesteifigkeit der Schallwand, ...) feststehen:

Sobald resonanzbedingt eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Antrieb (Magnet) und Montageflansch (Ebene der Membranaufhängung / Sicke) auftritt, wird eine Regelung dazu tendieren, die Membran "zusätzlich mit dem Antrieb mitzunehmen", anstatt sie "im Raum ruhig zu stellen", denn ihre Regelstrecke "sieht" nur die relative Geschwindigkeit zwischen Antriebsmagnet und Membran und nicht alles, was im Gesamtsystem "Lautsprecher" gerade vor sich geht.


Vgl. hierzu auch:

http://www.linkwitzlab.com/images/ph...er-mountg1.gif
__________________
Grüße aus Reinheim, Oliver Mertineit

Geändert von dipol-audio (19.03.2017 um 15:11 Uhr).
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Alt 19.03.2017, 14:58   #49
Ellesound
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Zitat:
Bei einem Hochtöner, der hinten geschlossen ist, der also ohne Gehäuse bzw. zusätzlichem Luftvolumen auskommt, sind Gehäuseresonanzen ebenfalls egal. Was aber nicht heisst , dass es da kein Mitschwingen geben kann, aber ich nehme an, einerseits nicht in dessen Frequenzbereich und andererseits wird Klirr (unkontrolliertes Mitschwingen ist ja nichts Anderes) in diesem Bereich nicht (mehr) wahrgenommen.
Wenn die Membran es verkraftet stört "wenig" Luftvolumen wenig, im Normalfall betrifft das den Bereich oberhalb von ca. 2Khz, darunter wird's aber schwieriger, weil der Druck auf die Membran immer größer wird, also will man ein einzelnes Chassis breitbandig betreiben wird ein Gehäuse nötig(oder als Dipol), dieses sollte dann auch innen bedämpft sein, die Membran inkl. Aufhängung muss dann klarerweise auch für tiefere Frequenzen geeignet sein, sonst steigt der Klirr natürlich an.

Gruß, Felix
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Alt 19.03.2017, 16:14   #50
David
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Scheint mir alles logisch, Oliver.

Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass alles das kaum ein LS-Konstrukteur berücksichtigt. Die aus dem HiFi-Bereich schon gar nicht, wahrscheinlich nicht einmal die Hersteller von Studiomonitoren.

Ich habe schon hunderte LS von innen gesehen, auch "sündteure". Bis auf die 800er Serie von B&W mit den Matrix-Versteifungen waren alles nur "leere Kisten", sonst nichts - ausgenommen Backloaded -Hornkostruktionen, die ja zwangsläufig komplizierter sind.

So betrachtet sind die meisten LS nur "Blender". Außen Hui und innen Pfui, wie man so schon sagt.

Nicht einmal runtergeronnener Leim wird entfernt, die Dämmung ist meist nur "reingeschleudert", die Kabel hängen durch wie Spinnweben und die Frequenzweichen sind oft grauenvoll "zusammengeschustert.

Der Ordnung halber: ab und zu gibt es Ausnahmen.

Schon deshalb baue ich selbst. Meine Boxen sind innen in jeder Hinsicht makellos. Schaffe ich das beim ersten Mal nicht 100%ig, kommen sie auf den Müll und ich fange von vorne an.
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Gruß
David


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Alt 19.03.2017, 18:24   #51
Atmos
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Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
Das heisst, bei einem Subwoofer ist - natürlich geringes - Mitschwingen weitgehend egal, weil es ja letztlich nur - und auch das nur minimal - "Pegel frisst".

......
... wenn meine beiden SW mitschwingen, d.h. das Gehäuse stark resoniert, dann wird der Klang der SW unerträglich und dröhnen durch's ganze Haus.
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Alt 19.03.2017, 18:32   #52
Atmos
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> Alles damit im Zusammenhang stehende darf öffentlich weder vom Ausschließer noch vom Ausgeschlossenen kommentiert oder diskutiert werden. Es darf auch keine Bezugnahmen dazu geben. <

P.Krips wurde vom Felix ausgeschlossen, und er eröffnet hier lustig einen Thread, um dem Felix doch noch Tipps zukommen zu lassen.

Ich bin der Meinung, dieses Ausschließen aus einem Thread sollte gecancelt werden. Oder aber die Forenregeln dann auch konsequent anzuwenden.

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Alt 19.03.2017, 18:32   #53
dipol-audio
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Zitat:
Zitat von Atmos Beitrag anzeigen
... wenn meine beiden SW mitschwingen, d.h. das Gehäuse stark resoniert, dann wird der Klang der SW unerträglich und dröhnen durch's ganze Haus.

@Atmos

Wobei man schauen könnte/müsste, ob das, was du beobachtest, nicht ein "Wackeln der Subwoofer am Stück" bei tiefen Frequenzen ist ("whole body motion"), was dann keine Gehäuseresonanz in dem Sinne wäre, wie es oben beschrieben war.

Wenn bei Deinen Subwoofern tatsächlich im vorgesehenen Übertragungsbereich das Gehäuse stark (hörbar ?) "in sich" resonieren würde, dann bring' sie evt. besser gleich zurück ... falls es dazu noch nicht zu spät ist.
__________________
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Alt 19.03.2017, 20:46   #54
schauki
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Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
.... Meine Boxen sind innen in jeder Hinsicht makellos. .....
Meine auch, nur außen


@all
Weil wir gerade dabei sind. Wie sieht es im MT mit einem "offenen" Konus MT aus, der nur von Basotect umgeben ist?
Wenn da z.B. ein Männergehäuse mit 50cm x 50cm vorhanden ist für den TT dann wären ja zumindest ähnlich tief diese Möglichkeit da.

Andersrum gefragt:
Wie klingt ein MT den man in einen 50cm Basotect Würfel "schraubt"?

mfg
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Alt 20.03.2017, 00:05   #55
LowIQ
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Zitat:
Zitat von Atmos Beitrag anzeigen
> Alles damit im Zusammenhang stehende darf öffentlich weder vom Ausschließer noch vom Ausgeschlossenen kommentiert oder diskutiert werden. Es darf auch keine Bezugnahmen dazu geben. <

P.Krips wurde vom Felix ausgeschlossen, und er eröffnet hier lustig einen Thread, um dem Felix doch noch Tipps zukommen zu lassen.

Ich bin der Meinung, dieses Ausschließen aus einem Thread sollte gecancelt werden. Oder aber die Forenregeln dann auch konsequent anzuwenden.

Da koennt ma sich schon Gedanken drueber machen....

Mir ists ja Wurst....

Manchmal ist mir uebrigens die Motivation ned so ganz klar, fuer so an Faden....den zu eroeffnen.......aber....unterhaeltlich ists und ma lernt auch was...!..? Ja was eigentlich..?
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Alt 20.03.2017, 07:14   #56
David
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@Atmos, du täuscht dich sehr oft, langsam fällt das auf.

Zitat:
... wenn meine beiden SW mitschwingen, d.h. das Gehäuse stark resoniert, dann wird der Klang der SW unerträglich und dröhnen durch's ganze Haus.
Wenn es "dröhnt", so hat das fast nie etwas mit dem Gehäuse zu tun. Schön wär's!

Zitat:
P.Krips wurde vom Felix ausgeschlossen, und er eröffnet hier lustig einen Thread, um dem Felix doch noch Tipps zukommen zu lassen.
Dagegen spricht nichts, denn das hier sind keine Tipps, es geht um Grundsätzliches und das kann gerne diskutiert werden.

Außerdem: ein Ausschluss heisst ja nicht, für ewig böse miteinander zu sein.
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David


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Alt 20.03.2017, 07:55   #57
David
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Das "traurige" an der ganzen Sache ist, dass selbst wenn ein Konstrukteur alles so weit wie möglich richtig macht, noch lange nicht garantiert ist, dass seine Lautsprecher bei Vergleichen auch als "die besten" bewertet werden. Im Gegenteil, oft sind es die primitivsten Kisten, die besser ankommen. Das habe ich hunderte Male erlebt.

Warum?

Weil - meine ständige Rede! - vor allem der Schalldruckverlauf (so bezeichne ich das, von mir aus auch Frequenzgang oder was auch immer) beurteilt wird. Wenn dieser (wir können das auch "Klangbalance" nennen, also das Verhältnis TT/MT/HT) nicht gefällt, ist der "noch so optimale Rest" ganz egal.
Siehe Studiomonitore. Den allerwenigsten Leuten gefällt so etwas.

Letztlich auch deshalb habe ich bei meinen Lautsprechern für den Verkauf die Möglichkeit angeboten, jeden gewünschten Schalldruckverlauf einzustellen. Ich finde, diese Möglichkeit sollte es bei allen Lautsprechern geben, auch bei passiven, wenn hier auch nur "grob".
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Alt 20.03.2017, 08:02   #58
Thelemonk
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Eigentlich sollten die meisten Lautsprechergehäuse resonanztechnisch sauber sein, wenn der Lautsprecher sich sauber messen lässt. Ich würde annehmen, dass resonierende Gehäuse in Form von Intermodulations-Verzerrungen nachweisbar wären.
Oder täusche ich mich hier?

Viele Grüße
Thelemonk
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Alt 20.03.2017, 08:32   #59
David
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Jede Art von Verzerrung bewirkt eine Klangverfälschung, allerdings sind die, die (halbwegs gute) Subwoofer machen, "nichts" gegen das was sich dann am Hörplatz abspielt. Gerade im Bassbereich würde ich bei Wiedergabefehlern sagen, 10% liegen beim Subwoofer, 90% liegen bei Raum/Aufstellung und Hörplatzwahl.
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Alt 20.03.2017, 10:32   #60
armin75
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Zitat:
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Das "traurige" an der ganzen Sache ist, dass selbst wenn ein Konstrukteur alles so weit wie möglich richtig macht, noch lange nicht garantiert ist, dass seine Lautsprecher bei Vergleichen auch als "die besten" bewertet werden. Im Gegenteil, oft sind es die primitivsten Kisten, die besser ankommen. Das habe ich hunderte Male erlebt.

Warum?

Weil - meine ständige Rede! - vor allem der Schalldruckverlauf (so bezeichne ich das, von mir aus auch Frequenzgang oder was auch immer) beurteilt wird. Wenn dieser (wir können das auch "Klangbalance" nennen, also das Verhältnis TT/MT/HT) nicht gefällt, ist der "noch so optimale Rest" ganz egal.
Siehe Studiomonitore. Den allerwenigsten Leuten gefällt so etwas.

Letztlich auch deshalb habe ich bei meinen Lautsprechern für den Verkauf die Möglichkeit angeboten, jeden gewünschten Schalldruckverlauf einzustellen. Ich finde, diese Möglichkeit sollte es bei allen Lautsprechern geben, auch bei passiven, wenn hier auch nur "grob".
Stimmt und Nubert ist einer der 1. Hersteller die das bei ihren aktiven einstellbar gemacht hat :-)
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