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Alt 20.10.2019, 10:32   #166
respice finem
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Standard AW: Ist unsere Zukunft "bargeldlos"?

Ich kenne einen, der ist am 29.02. geboren, der spart unheimlich bei seinen Geburtstagen
Für Ärzte auch vorteilhaft, Querulanten bekommen den Termin 30. Februar
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Alt 20.10.2019, 17:43   #167
dipol-audio
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Standard AW: Ist unsere Zukunft "bargeldlos"?

Zitat:
Zitat von respice finem Beitrag anzeigen
...
Für Ärzte auch vorteilhaft, Querulanten bekommen den Termin 30. Februar
= "Kassenpatienten" ?


Wobei ich sagen muss: "Qualitätssoftware" sollte "nicht existente" Termine über eine vernünftige Kalenderfunktion erst gar nicht vergeben können ...
__________________
Grüße aus Reinheim, Oliver Mertineit
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Alt 20.10.2019, 17:48   #168
respice finem
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Standard AW: Ist unsere Zukunft "bargeldlos"?

Hält sich so die Waage K/P, hier in der Pampa zum Glück eh weniger vorhanden als in den Großstädten. Termine über Software, wozu, außer für apparative Sachen macht man "Wildsprechstunde", läuft (verringert Wartezeiten, Logistik und "Meckerfreudigkeit").
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Alt 27.10.2019, 12:33   #169
JoachimA
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Standard AW: Ist unsere Zukunft "bargeldlos"?

Machen wir uns nichts vor, virtuelles Bezahlen mag ja bequem sein und für die Unternehmen Kosten sparen. Das sind neben Kriminalitätsbekämpfung und Trockenlegung von Schwarzarbeit einige der Schei**hausparolen, die von der Finanztechliga und anderen grauen Eminenzen in Hinterzimmern gebetsmühlenartig runtergeleiert und propagiert werden. Tatsache ist, wir bräuchten dann nur noch den Strick kaufen, natürlich bargeldlos, um den Sack zuzubinden in dem wir uns selbst gesteckt haben. Gläserner ginge es dann nicht mehr, weil buchstäblich alles über jegliche unserer Aktivitäten oder Transaktionen lückenlos digital und einsehbar erfasst würde. Unsere Privatautonomie wäre buchstäblich zum Teufel, auf Gedeih und Verderb einem wie auch immer geartetem System ausgeliefert und kein Notgroschen, der im Ernstfall vielleicht noch vorhanden wäre. Es wäre ein Schrecken-Szenario das ich mir lieber nicht vorstellen möchte, wenn wirklich alles nur noch abhängig wäre von Null oder eins, rot oder blau. Mit einem Computersystem kann man nicht verhandeln mit Menschen schon, die jetzt bei den Banken zu zehntausenden eingespart werden inklusive massiver Filialschließungen, alles untrügliche Vorboten auf das wohin die Reise am Ende gehen soll. Ist nicht die Frage ob, sondern wann der Schritt zu völlig bargeldlos vollzogen wird. Es sind letzlich kaum merkliche subtile Schritte, immer ein bißchen mehr, irgendwann wird es Läden geben, die kein Bargeld mehr annehmen usw. usw., so wird dem Bargeld sozusagen kalt immer mehr der Boden entzogen. - Naja und sollten die Netze mal wirklich über mehrere Tage ausfallen, möchte ich mir das unbeschreibliche Chaos erst gar nicht vorstellen, auf das wir uns bereits jetzt eingelassen haben, tönerner gehts nicht mehr und ich wüsste nicht das man für den Fall einen Plan B hat. - Das heißt ich kann mir gut vorstellen wie ein inoffizieller Plan B aussehen könnte. Ein mögliches Beispiel, man müßte wohl entsprechendes Werkzeug mitnehmen wenn man einkaufen will (muß), um die Tür beim örtlichen Supermarkt aufzubekommen, danach Selbstbedienung wie gehabt, nur bezahlen ginge ja nicht, wenn keine Kasse mehr funktioniert, dabei wäre es höchstwahrscheinlich ziemlich egal ob nur das Internet ausgefallen oder auch der Strom weg wäre. Die Frage ob diese Art Selbstbedienung in der Krise vom Ladeninhaber dann einfach so hingenommen würde, wäre dabei höchst interessant, wäre bei einem längerem Ausfall der Stromnetze aufgrund der allgegenwärtigen Panik aber wohl zunehmend irrelevant.

Gruß,
Joachim
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Geändert von JoachimA (27.10.2019 um 14:29 Uhr).
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Alt 27.10.2019, 14:37   #170
JoachimA
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Standard AW: Ist unsere Zukunft "bargeldlos"?

Im letzen Satz fehlte noch was:
...wäre bei einem längerem Ausfall der Stromnetze aufgrund der allgegenwärtigen Panik und möglicherweise "schlagkräftiger Argumente" aber wohl zunehmend irrelevant. - Soll heißen, in so einer Ausnahmesituation würden nur die "edelsten" aller menschlichen Eigenschaften voll durchschlagen, da bin ich mir absolut sicher.

Gruss,
Joachim
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Alt 27.10.2019, 14:53   #171
Klaus
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Standard AW: Ist unsere Zukunft "bargeldlos"?

Joachim, genau so ist es.
Es ist unfassbar, wie abhängig die Menschheit schon ist und wie bereit sie ist, sich noch abhängiger zu machen.
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Alt 27.10.2019, 15:33   #172
JoachimA
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Standard AW: Ist unsere Zukunft "bargeldlos"?

Ja Klaus, wir sind vollkommen abhängig vom stetigen Funktionieren der Netze, das ist auch keine Panikmache sondern Fakt. Wenn auch der vollständige Ausfall nach Expertenmeinung wenig wahrscheinlich ist, so könnte es nach deren Auffassung durch Verkettung unglücklicher Umstände, Naturkathastrophen o. ä. dennoch irgendwann dazu kommen. Hinzu kommt, das die riesigen staatenübergreifenden Stromverbundnetze durch den immer größeren Anteil an erneuerbaren Energien, Windkraft, Photovoltaik etc., mittlerweile sehr komplex und empfindlich geworden sind. Die Konstanz der Netzfrequenz muß quasi ständig überwacht und geregelt werden. Als Beispiel, fällt irgendwo ein Kraftwerk oder Netz aus, muß sofort Ersatz bereitgestellt und eventuell Reservekraftwerke hochgefahren werden, um die Netzfrequenz konstant bei etwa 50 Hertz zu halten. Ungekehrt kann auch zuviel Strom im Netz sein, hier muß ebenfalls geregelt werden und ggf. überschüssige Kapazitäten vom Netz genommen werden, keine leichte Aufgabe also für die Leitstellen, die das alles im Blick haben müssen und das rund um die Uhr. Wenn es hier zu Fehlern kommt oder zu unvorhersehbaren Ereignissen, kann es im Extremfall zum teilweisen oder auch vollständigen Zusammenbruch eines Netzes auch staatenübegreifend führen, eine Art Kettenreaktion, die dann nicht mehr steuerbar oder aufzuhalten ist. In diesem Falle müßte das Netz dann Schritt für Schritt wieder behutsam aufgebaut werden, falls die Infrastruktur noch intakt und keine allzu großen Schäden eingetreten sind. Hierfür bedient man sich sogenannter schwarzstartfähiger Kraftwerke, die auch ohne Strom wieder hochfahren können, Wasserkraft o.ä. - Das kann je nach Größe des betroffenen Gebietes Stunden, Tage oder im Extremfall sogar Wochen dauern! - Bisher haben wir in Europa Glück gehabt, das der worst case, das ein ganzer Kontinent stromlos ist, nicht eingetreten ist, das muß aber nicht so bleiben. Kanada und die USA haben mehrfach bereits grossflächige Stromausfälle in den letzten Jahrzehnten gehabt und sind ein Beispiel dafür, wie schnell so etwas u. U. gehen kann.

Gruß,
Joachim
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Geändert von JoachimA (27.10.2019 um 15:42 Uhr).
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