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Alt 25.06.2012, 11:30   #14
Dr. Holger Kaletha
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Die Schubert Liszt-Trankriptionen - da ist sie in ihrem Element. Die Mondscheinsonate: Der erste Satz liegt ihr, ein romantisches Stimmungsbild. Das Scherzo dagegen geht völlig an Beethoven vorbei: statt messerscharfen Kontrastierungen eine romantisch-weibliche Verzärtelung und merkwürdige Dehnungen, statt präzise zu artikulieren. Im Finale kommt auch keine richtige Dramatik auf. Da ist einfach nix Aufrührerisches drin - ein Gewitter als Wetterleuchten, vom wohlig-warmen Sessel aus der Ferne betrachtet. Es fehlt so etwas wie eine durchgehende, sich beständig weiter aufstauende Spannung.

Beste Grüße
Holger

Geändert von Dr. Holger Kaletha (25.06.2012 um 11:51 Uhr).
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