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Alt 29.10.2018, 08:15   #10
longueval
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longueval befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: Lowther, ein außergewöhnlicher Lautsprecher

soviel ich weiß ist lowther eigentlich der hersteller der chassis für englische musiktruhen (mit backloaded horn) und gestackten kinolautsprechern der röhrenzeit rund um den wk2 gewesen, da war wirkungsgrad alles. daher auch die grundkonstruktion, engster luftspalt, leichteste papiermembrane, kleiner hub, irre magnete. dann belieferte lowther die englischen radiobastler. das hauptproblem der chassis dürfte meiner meinung nach sozusagen da schon in der wiege liegen, die leichte papiermembrane, das ding schwingt in sich, wie es ihm grad einfällt, sobald nur irgendwas an hub auftritt. daher kommen auch die verzerrungswerte. die grundkonstruktion ist für heutige pegelgewohnheiten überhaupt nicht gedacht gewesen. es sind also die spleenigen engländer, die an sowas hängen bleiben. die resonanzprobleme sieht man eigentlich schon im impedanzverlauf. mein bekannter gibt das alles ja auch offen zu, da gibts keinen streit. er hat ja auch versucht mal so ein chassis in ein schmackshorn einzubauen, das hat er schnell aufgegeben und hat ein fostex eingebaut, das bei weitem weniger verfärbt. da es so sehr in sich selbst walkt, hätte ich auch mit dsp wenig hoffnung, das verhalten ist immer wieder sehr überraschend und wenig voraussagbar, das haben auch die vielen versuche mit regelnetzwerken gezeigt. irgendwie ist das immer loch auf loch zu.
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ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)

Geändert von longueval (29.10.2018 um 08:25 Uhr).
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