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  • respice finem
    antwortet
    Meine 3 Cent am Rande (als alter "Kopfhörerkonsument"):

    Zitat von E.M. Beitrag anzeigen
    ...Allerdings sind mir bisher noch keine Tonträger untergekommen, die nur für Kopfhörerwiedergabe geeignet waren - wer sollte das warum produzieren, das gäbe doch keine vernünftigen Stückzahlen zusammen...
    Das ist richtig ("Nischenprodukt"). Aber:
    1. Nur, weil eine Kunstkopfaufnahme "nicht richtig" klingt mit Lautsprechern, bedeutet nicht, daß sie subjektiv schlecht klingen muß - denn man hat nicht den unmittelbaren Vergleich mit konventionell mikrofoniertem Material. Crossfeed sollte man allerdings abschalten.
    2. Es ist nicht verboten, dieselbe Darbietung zweierlei zu mikrofonieren (also 1x konventionell und 1x Kunstkopf) und zwei Versionen zu edieren - das dürfte sogar den Umsatz steigern und es wundert mich, warum es so selten gemacht wird.
    3. "Multimikrofonierung" bedeutet mehr "Freiheiten" beim Mixing/Mastering, und das ist wohl die Hauptursache des Nischendaseins von Kunstkopfaufnahmen.
    Zitat von Observer Beitrag anzeigen
    ...Am besten gelingt es mir daher mit offenen Overearkopfhörern diffusfeldentzerrt mit Harmanfrequenzgang...
    Hier kleiner Catch-22: Es gibt nur wenige offene Overear KH, die ohne EQ die "Harman Curve" einhalten. Des Pudels Kern ist der gewisse Bassmangel. Mit EQ verzerren die meisten wiederum "gnadenlos" im Bass. Halboffen ist schon ein Kompromiss. Nichts Irdisches ist perfekt...

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  • Observer
    antwortet
    Zitat von E.M. Beitrag anzeigen
    Frage an longueval den Tontechniker/Ingenieur:
    An anderer Stelle wurde geschrieben, dass Aufnahmen mit Kunstkopf nur mit Kopfhörern abgehört gut/richtig klingen.

    Das ist für mich so nicht offensichtlich, denn den Kunstkopf sehe ich als nichts anderes an, als zwei Mikrofone in A-B Position aber in einem, dem menschlichen Kopf nachgebildetem "Gehäuse". Man mag ihn als Weiterentwicklung der Anordnung mit der Jaecklin-Scheibe ansehen.
    Zweikanalaufnahmen mit nur einem Mirofonpaar in XY oder A-B oder mit Jaecklin Scheibe oder mit Kunstkopf sind doch nicht von vornherein nur für Wiedergabe über Lautsprecher oder Kopfhörer, über Stereo- oder Surround-Anlage geeignet. Wird ein spezielles Wiedergabeformat gewünscht, wird das beim Mastering entsprechend bearbeitet - so ist es doch ein leichtes aus einem Zweikanalsignal einen Surroundmix 5.1 zu erstellen. Genauso denke ich mir, ist es möglich einen speziellen Kopfhörermix zu machen. Allerdings sind mir bisher noch keine Tonträger untergekommen, die nur für Kopfhörerwiedergabe geeignet waren - wer sollte das warum produzieren, das gäbe doch keine vernünftigen
    Stückzahlen zusammen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mich nie um Musikwiedergabe über Kopfhörer
    gekümmert habe. Der Kopfhörer ist für mich lediglich ein Werkzeug zur Kontrolle/Überwachung bei Tonaufzeichnungen.

    Lieber longueval, ich bitte um Aufklärung, ob ich mit meinem oben beschriebenen "Wissen" völlig auf dem Holzweg bin oder wie es sich mit diesem Thema tatsächlich verhält.

    LG
    E.M.
    Moin Edward, wohlwissend, dass du meine Kompetenz wehement in Abrede stellst hier eine kurze Erklärung bezüglich Kunstkopf:

    es ist ein fundamentaler Unterschied, ob man eine Aufnahme mit typischen Decca-Baum mikrofoniert oder mit einem Kunstkopf. Der Kunstkopf bildet fakteisch den Otto-Normalkopf nach, mit Ohrmuscheln im richtigen Abstand und einem Kopf in richtiger Größe. Damit wird ein Aufnahmeraum aufgenommen, der durch den Abhörraum nicht mehr beeinflusst werden darf, um korrekt abgebildet zu werden. Jeglichen Abhörraum kann man nur im reflexionsarmen Meßraum oder einfacher, mit geeigneten Kopfhörern ausblenden. Dabei sind Kopfhörer, die den Ohrkanal als Resonanzkammer benötigen, schon ungeeignet. Am besten gelingt es mir daher mit offenen Overearkopfhörern diffusfeldentzerrt mit Harmanfrequenzgang.

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  • respice finem
    antwortet
    Auf sehr kurze Distanz kann durchaus "die Maus brüllen" und je nach Schreibtisch kann man unter 1 Meter kommen.

    Extrembeispiel geschlossene Kopfhörer, 2x4 cm Membrandurchmesser bringen den Hörer problemlos an die Schmerzschwelle.

    Weniger extremes Beispiel, meine JBL 308er, was die für einen "Radau" machen können, ist doch recht beachtlich IMHO, in Relation zu ihrem Volumen. Gut, ganz ohne "Doping" ist das nicht (Bassmode bei ca 50 Hz)

    P.S. Ebenfalls https://www.hififorum.at/node/635444...747#post704747
    Zuletzt geändert von respice finem; 24.12.2024, 09:22.

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  • Observer
    antwortet
    Ich nehme an, Debonoo hat andere Vorstellungen davon, was ein heftiger "Bumms" ist (kräftiger Tiefbass) als du, David. Er hatte wohl nie mehrere 12 bis 18"-Lautsprecher ans Limit gefahren. Ich weiß (leider) zu gut, was das bedeutet. Aber auch kleine Chassis von hoher Qualität in einem geeigneten Gehäuse mit hinreichend Verstärkerleistung dahinter können mächtig Rumms haben. Solche Kravallkisten stehen bei mir im Keller, und da stehen sie gut, für's Wohnzimmer einfach zu heftig. Wenn nun Jemand auf YT eine bearbeitete Musikdatei (Tiefbass extrem überhöht) einstellt, kann bei bestimmten Bässen, die ausgerechnet die schlimmsten Raummoden anregen beim Hörer, beeindruckende Effekte zu beobachten sein. Eine kommerziell produzierte CD wird nie solche schlecht gemixten Aufnahmen beinhalten.
    Youtube liefert alles: fast perfekte Aufnahmen und den aller größten Mist. Youtube repräsentiert das Internet in all seinen Facetten. Findet die Diamanten und meidet die Fäkalien. Frohe Festtage
    Zuletzt geändert von Observer; 24.12.2024, 09:26.

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  • David
    antwortet
    Und dann kommt plötzlich so ein richtiger BUMMS...​
    Über die KH 80, die "Kinderschuhschachtel" klein sind? Wie geht das????? Bitte so etwas hätte ich auch gerne.

    Wieso können das meine nicht?

    Andreas, Fasching kommt doch erst, wenn mich nicht alles täuscht.

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  • debonoo
    antwortet
    Ich hätte da eine Frage:

    ich bekommen über YT und meine KH 80 manchmal derart starke Bassimpulse, das ist unglaublich, ich habe sowas über CD Aufnahmen noch nie gehört...

    Natürlich ist der Pegelsteller am PC manchmal auf Maximum, weil Stimmen auf YT/NETFLIX oder AMAZON oft unterschiedlich laut bzw. leise sind.

    Und dann kommt plötzlich so ein richtiger BUMMS...

    Stichwort Dynamik.

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  • tf11972
    antwortet
    E.M.:
    Wikipedia hilft auch weiter:

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  • debonoo
    antwortet
    Zitat von E.M. Beitrag anzeigen

    An anderer Stelle wurde geschrieben, dass Aufnahmen mit Kunstkopf nur mit Kopfhörern abgehört gut/richtig klingen.
    Habe gerade diese Chesky CD entdeckt

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Frage an longueval den Tontechniker/Ingenieur:
    An anderer Stelle wurde geschrieben, dass Aufnahmen mit Kunstkopf nur mit Kopfhörern abgehört gut/richtig klingen.

    Das ist für mich so nicht offensichtlich, denn den Kunstkopf sehe ich als nichts anderes an, als zwei Mikrofone in A-B Position aber in einem, dem menschlichen Kopf nachgebildetem "Gehäuse". Man mag ihn als Weiterentwicklung der Anordnung mit der Jaecklin-Scheibe ansehen.
    Zweikanalaufnahmen mit nur einem Mirofonpaar in XY oder A-B oder mit Jaecklin Scheibe oder mit Kunstkopf sind doch nicht von vornherein nur für Wiedergabe über Lautsprecher oder Kopfhörer, über Stereo- oder Surround-Anlage geeignet. Wird ein spezielles Wiedergabeformat gewünscht, wird das beim Mastering entsprechend bearbeitet - so ist es doch ein leichtes aus einem Zweikanalsignal einen Surroundmix 5.1 zu erstellen. Genauso denke ich mir, ist es möglich einen speziellen Kopfhörermix zu machen. Allerdings sind mir bisher noch keine Tonträger untergekommen, die nur für Kopfhörerwiedergabe geeignet waren - wer sollte das warum produzieren, das gäbe doch keine vernünftigen
    Stückzahlen zusammen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mich nie um Musikwiedergabe über Kopfhörer
    gekümmert habe. Der Kopfhörer ist für mich lediglich ein Werkzeug zur Kontrolle/Überwachung bei Tonaufzeichnungen.

    Lieber longueval, ich bitte um Aufklärung, ob ich mit meinem oben beschriebenen "Wissen" völlig auf dem Holzweg bin oder wie es sich mit diesem Thema tatsächlich verhält.

    LG
    E.M.

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  • longueval
    antwortet
    AW: Aufnahmestandards

    das wissen viele nicht, dass das bearbeitungsformat auch bei dsd pcm ist

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    AW: Aufnahmestandards

    Zitat von Unregistriert Beitrag anzeigen
    Was mich bei TACET irritiert:

    Hier die Auflösung im einzelnen:

    SACD: 1 Bit (DSD). Übertragung meist von PCM mit der dort vorhandenen Auflösung.

    Wieso Übertragung meist von PCM?

    Mein Chip im AVR kann DSD-Direkt. Und TACET schreibt von DSD über haupt nichts, nur über ihren komischen Real-Surround-Sound.

    Bis auf die SACD S74 Die Röhre, bei der das Analogband direkt auf DSD übertragen wurde, sind alle TACET-SACDs unter Mitwirkung von PCM entstanden. Und zwar, wie oben ausgeführt, praktisch alle in 24 Bit und 96 kHz von Anfang bis zur Wandlung in DSD.

    Warum das so ist? Weil DSD nur DSD ist und bleibt, wenn man nichts am Signal ändert. Z. B. die Software, die wir zum Mastern der SACDs benutzen, wandelt für jeden Schnitt, jede Pegelanpassung, jede winzig kleine Veränderung den gesamten betroffenen Bereich um die Veränderung herum in PCM und danach wieder zurück. Auch eine Ein- oder Ausblende am Anfang oder Schluss ist ohne PCM nicht möglich.

    TACET-Aufnahmen sind keine Mitschnitte, sondern Produktionen von mehreren Tagen Länge. Da wird an den Stücken gearbeitet und es werden viele Takes aufgenommen. Und natürlich wird geschnitten.

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  • Markus Berzborn
    Ein Gast antwortete
    AW: Aufnahmestandards

    Ich kann mich noch an einen Bandschnitt-Workshop mit Andreas Spreer beim Analog-Forum in Krefeld entsinnen, ist schon einige Jahre her. Das hat Spaß gemacht und war eine tolle Idee.

    Gruß
    Markus

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  • longueval
    antwortet
    AW: Aufnahmestandards

    für mich ist das thema durch, mir fällt was auf, ich sag es, ich verbreite nicht die 10 gebote gottes, entscheiden muss sich jeder selbst.

    und, mit einer erzählung eines falls kann ich allgemein gültig nix anfangen.
    "mein bruder hat nicht geraucht und ist schon mit 3 monaten gestorben", ist auch kein beweis, dass rauchen gesund ist.

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  • Der Schwarzwälder
    Ein Gast antwortete
    AW: Aufnahmestandards

    #34 Metallicahasser - das macht nichts.


    Falls Ihr einmal TACET Tonträger anhören wollt, hier ein paar Tipps:


    TACET CD 208 Beethoven Sonaten mit E. Koroliov - als ich die zum Ersten mal eingelegt hatte, reichten schon drei Takte, um zu erkennen, das das hier etwas künstlerisch Herausragendes ist - eine meiner liebsten Pianoaufnahmen.


    Ein TACET Klassiker ist die CD/LP "Die Röhre" (Tube only recording)


    Von den "rückwarts laufenden" LP's würde ich Mussorgkys "Bilder einer Ausstellung" mit Markus Schirmer empfehlen oder Beethovens Neunte.
    Diese LP's sind völlig gefahrlos auf jedem Plattenspieler abzuspielen, gehen sogar mit Automatikspieler, weil die Innenrille noch vor dem Abschaltpunkt liegt.


    Ich war vorhin nochmal auf der TACET Homepage - die ist voll umfänglich informativ und übersichtlich, mehr brauche ich zur Information über die lieferbaren Tonträger nicht - auf zusätzliche bunte Bildchen und Banner kann ich und viele andere auch gern verzichten.


    E.M.


    longueval: dein kollege wird vermutlich nicht mode sondern stil gemeint haben.


    Macht das einen Unterschied bei den Umsätzen - ich mein in der wissenschaftlichen Theorie - in der Praxis hat der stilsichere und modischere Kollege trotzdem hinten gelegen.

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  • longueval
    antwortet
    AW: Aufnahmestandards

    wenn du matura hast, wirst vermutlich nix von typographie und gestaltung wissen und wenn du technik studierst, auch nicht. insofern geht dein einwand ins leere.
    wenn ich aber was für die außenwirkung mache, wärs net schlecht die grundsätze zu verinnerlichen.
    wenn du dir selbst eine heizung baust, brauchst kein studium, aber wär nicht schlecht, wenn du über die zollmaße bescheid wüsstest und über den hydrostatischen ausgleich.
    für sowas brauchts kein studium.
    wenn ich texte für die verkaufsförderung mache, dann sollte man was über aida und typografie wissen (grundsätze). jeder hat nur eine chance einen ersten eindruck zu machen.
    insofern, keine panik, das schiff brennt nur hinten
    dein kollege wird vermutlich nicht mode sondern stil gemeint haben.
    Zuletzt geändert von longueval; 14.11.2019, 20:04.

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