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Sind Studiomonitore für den Heimbetrieb "die besseren Lautsprecher"?

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    Sind Studiomonitore für den Heimbetrieb "die besseren Lautsprecher"?

    Diese Frage finde ich durchaus interessant. Dass es technisch die besseren Lautsprecher sind, das ist klar. Und ich würde mir auch - wenn ich so etwas bräuchte - nur so etwas kaufen.

    Aber hört man in der Realität auch, dass sie etwas besser machen als übliche Lautsprecher in etwa gleicher Größe, wenn man sie neu kauft, aus den Schachteln nimmt, beim vorgesehenen Platz aufstellt und in Betrieb nimmt? Ich denke, dass nicht. Warum auch? Mir fällt dazu nichts ein.

    Wenn man es ganz genau nimmt, dann bleibt nur übrig, dass der jeweilige Hersteller eine Software dazu anbietet (meist kostenpflichtig), mit der man eine hörplatzbezogene Anpassung machen kann. Auch eine persönliche Zielkurve kann eingegeben werden. Und dann arbeiten sie so gut, wie es die Umstände zulassen. Das könnte man mit passiven HiFi-Lautsprechern (die praktisch immer "gesoundet" sind und alleine schon deshalb von Haus aus meist besser gefallen) genau so machen, allerdings muss man dann schon viel von der Sache verstehen, möglichst viel Erfahrung haben und es muss ein DSP und ein PC in die Kette eingebunden werden.

    Kann man das nicht und will man das so nicht, ist man sogar mit gesoundeten HiFi-Lautsprechern trotz entsetzlicher Messdaten beim Hörplatz besser dran.
    Zuletzt geändert von David; 15.05.2026, 08:21.
    Gruß
    David

    Private Audioanlage: Lautsprecher und 8-Kanal Verstärker sind Eigenbau. Das "Herzstück" ist ein Mac Mini und ein miniDSP Flex Eight mit Dirac Live


    WEBSEITE HiFiAKTIV: Klick mich
    Wirklich hochwertige Audiowiedergabe erfordert tadellose Messwerte beim Hörplatz. Das muss einmal die Basis sein. Danach hört man die Aufnahmen weitgehend so, wie sie produziert wurden, aber nur so gut, wie es die Umstände im Hörraum und beim Hörplatz zulassen. Diese "Deckelung" setzt in üblichen Wohnräumen sehr früh ein, da helfen auch die besten und schönsten Geräte nichts!
    Was bei schlechten Bedingungen immer hilft, das ist ein möglichst kleines Hördreieck.

    Es spricht aber nichts dagegen (gehört für mich sogar standardmäßig dazu) sich nach Optimierung der Messdaten abschließend einen „besser gefallenden“ Klang mit breitbandigen Anhebungen oder Absenkungen einzustellen als lineare Wiedergabe es meist ist. Oft (auch für mich) reicht dazu nur eine Anhebung der Tiefbässe um ein paar dB. An den tadellosen Messdaten ändert sich deshalb nichts.

    Alles das ist „Standard-Profitechnik“, die auf digitaler Basis funktioniert und wozu ein PC und ein DSP notwendig sind.

    Alles was unter den Sammelbegriff „HiFi“ fällt, ist für mich schon vor sehr langer Zeit komplett uninteressant geworden, weil damit nie das erreicht wurde, was ursprünglich angestrebt war und weil es auf die uralte Art auch gar nicht geht, die sich bis heute nicht verändert hat.
    ​
    Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst dann, wenn sie physikalisch und messtechnisch nachvollziehbar sind und wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen wurden. Das war bisher nach unzähligen solcher Tests noch nie der Fall!

    Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich - ​

    Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
    Wichtig: zumindest versuchen, beim Thema zu bleiben!

    #2
    Jein, das einzige was man hört ist evtl das die Monitore härter klingen als normale HiFi Lautsprecher - so meine Erfahrung.

    Ich benutze ja Neumann Lautsprecher und die klingen definitiv „Straff“ weil ja linear abgestimmt. Ein HiFi Lautsprecher klingt ob seines (meist) welligen Frequenzgangs und breitem Abstrahlverhalten erstmal entspannter.

    Jetzt kommt jedoch das Aber: Das alles egalisiert sich sobald man die Teile in den Raum einmisst und mit einer präferierten Hörkurve versieht.

    Es bleibt die technische Überlegenheit des Monitors bzgl Abstrahverhalten bzw. EQ Tauglichkeit und oft auch Pegelfestigkeit. Und vor allem -> der Preis.

    Natürlich muss man beim Look Abstriche machen

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      #3
      Professionelle Studiomonitore für den heimischen Hifi-Einsatz halte ich für suboptimal. Die Teile sind nun mal für's Studio gemacht. Der ganze Einmesskram interessiert die wenigsten Heimanwender, die Schnittstellen sind idR. begrenzt, so dass der Heimanwender zum Betrieb oft noch sowas wie einen Vorverstärker benötigt. Das bringt Zusatzkosten und zusätzliche Hardware, die irgendwo rumsteht.

      Es gibt aber vollaktive Systeme einschlägiger Hersteller (Nubert, Teufel, Canton usw.), die alle erforderlichen Schnittstellen, sowohl digital als auch analog inkl. Bluetooth besitzen. Mit solchen Produkten kommt der Heimanwender besser klar.

      Was das Klangliche betrifft, da weiß ich nicht ob professionelle Studiomonitore grundsätzlich so viel anders sind als gut gemachte passive Hifitröten. Lediglich der Basstiefgang ist oft größer als bei Passiven, das hat technische Gründe. Wenn ich die Bassperformance meiner kleinen Nuberts auf dem Schreibtisch betrachte, wären die passiv, hätten die sicher nicht so einen Tiefgang.

      Gruß

      RD

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        #4
        Aktivmonitore haben schon ihre Vorteile:
        • Kein bzw. minimaler "Eigenklang" im Vergleich zu Passiven
        • Rationale (berechnete) Direktivität (immer noch die Ausnahme im "schöner wohnen" Bereich
        • "Schlüssigeres" Konzept (insb. Weichen und Verstärker)
        • oft Preis/Leistung (wenn man mitdenkt, daß Verstärkung inklusive ist).
        Ob man das immer hört = gute Frage, wahrscheinlich nicht, insbesondere nicht in klassischen Wohnzimmerszenarien, also Boxen an eine Wand geklatscht, die Couch an die Andere. Murks ist Murks und Murks bleibt Murks.

        Die Passiven haben wiederum praktische Vorteile wie Lebensdauer, oder im erschwinglichen Heimkinobereich.
        Ist immer eine Einzelfallentscheidung.
        Zuletzt geändert von respice finem; 15.05.2026, 10:49.
        Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

        Kommentar


          #5
          Ich würde mir auch keine nehmen

          Wenn ich das Ganze mit einem Komplett anderen Bereich vergleiche, kann ich meinen Standpunkt besser erklären.

          zB Druck.

          Was im Studio passiert, ist.
          1. Produktion (Grafik, Foto, inkl. Post Production) - Aufnahme
          2. Druckvorstufe - Mastering
          3. Druck - Produktion der Tonträger bzw. Veröffentlichung auf der Streaming Plattform
          4. Gebrauch durch Kunden - Drucksorten ansehen - Musik anhören
          Jeder dieser Schritte verwendet unterschiedliche Werkzeuge.

          1-3 finden beim Druck unter kontrollierten Bedingungen statt, um relevante Details gut einstellen zu können.

          Kalibrierte Geräte
          Farbmanagementsystem
          Densitometer und Colorimeter, um die Farben zu kontrollieren
          Fadenzähler für das Druckbild
          Räume mit diffusem Weißen Licht
          Blenden um die Monitore
          Neutralgraue Hintergründe auch auf dem Arbeitsplätzen

          Wenn ich ein Fotobuch anschaue, hab ich weder weißes Licht, noch schaue ich das auf einem grauen Tisch an, und erst recht schaue ich mir weder die Farbtreue des Drucks an, noch schaue ich mir mit dem Fadenzähler den Druckraster an.

          Ich kann trotzdem die Qualität der Arbeit und des Drucks einschätzen und genießen

          Genausowenig will ich Musik abhören wie in Produktion und Mastering.
          Ich will sie anhören.

          Drum brauche ich weder Bedingungen noch Equipment wie in einem Studio
          Grüße
          :S

          Babak

          ------------------------------
          "Alles was wir hören ist eine Meinung, nicht ein Faktum.

          Alles was wir sehen ist eine Perspektive, nicht die Wahrheit!"


          Marcus Aurelius

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            #6
            Ich verstehe das "für's Studio gemacht" technisch nicht:

            Ja, Studiomonitore sind (meist) für das Nahfeld gemacht, aber das heißt nicht, dass sie nicht auch in normalen, kleineren Räumen funktionieren.

            Einmesskram: Nicht alle haben das, manche haben nur ein paar Dipswitches auf der Rückseite, um Frequenzgangkorrekturen vornehmen zu können.

            Vorverstärker: Ich nutze an meinem Computer ein Audiointerface (Focusrite Scarlett), das ermöglicht auch bei ausgeschaltetem Computer Eingänge (digital und analog) zu den Ausgängen über den Lautstärkeregler zu schicken. So etwas gibt es um rund 100€ und sogar noch billiger. Dafür ist keine Endstufe notwendig. Preislich sollten Aktivlautsprecher prinzipiell günstiger sein als Passivlautsprecher plus Endstufe. Aktive Weichen lassen sich auch einfacher realisieren als passive.

            Rein technisch spricht eigentlich sehr viel für Studiomonitore. Allerdings entscheidet man sich ja für ein einzelnes Produkt und nicht eine Kategorie. Da kann es gut sein, dass man (aus welchen Gründen auch immer) einen speziellen Heimlautsprecher mit Endstufe präferiert.

            lg
            Gernot

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              #7
              Wenn man bloß den Frequenzgang auf Achse will, dann passt es ja

              Es gibt halt - entgegen anderer Meinungen hier - für mich auch mehr als das.
              Ich finde eine gute Abhöre toll und beeindruckend und spannend.
              Fürs Musikhören ist es mir zu anstrengend und abseits meiner Hörerfahrung mit Live Musik.
              Akustische Ensembles, egal ob Blues, Jazz, Kammermusik oder Orchester klingen da für mich viel zu unnatürlich.

              Gute Studios haben ja auch Setups mit HiFi Lautsprechern in „normalen“ Räumen, um beurteilen u können, wie das für die Kunden klingen könnte.
              Grüße
              :S

              Babak

              ------------------------------
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              Marcus Aurelius

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                #8
                ich muss gestehen, ich habe hifimäßig schpn lange den marktüberblick verloren, auch fehlt mir der vergleich (auch preislich). mir scheint jedoch, zu mindest war das vor 10 jahre so, dass die geforderten eigenschaften etwas genauer defiiert sind. ich weiß also im vorhinein, mit welchen eigenschaften ich rechnen kann.
                „bitte hübsches teil, überrasch mich positiv“ ist eher hifi
                womit ich bei richtigen monitoren auch rechnen kann, ist die anpassbarkeit an die aufstellung im bass. damit lassen sich in grenzen vermüllungen vermeiden
                ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)

                Kommentar


                  #9
                  Da ich sehr lange am Puls des Handels fühlte und fühle und mit vielen Endkunden zu tun hatte: Lautsprecher für Heimanwendung werden oft mehr mit den Augen als mit den Ohren gekauft. Die Optik ist ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl. Und in den meisten Fällen gehen HIFI-Kunden in einschlägige Geschäfte. Und da finden sie keine Adam audio, Genelec und Co.

                  Wer es maximal richtig machen möchte und Raumakustik ansatzweise versteht, sucht besser bei Studiomonitore und wird da sicher auch optisch ansprechende finden.
                  Probleme könnten die abweichenden Schnittstellen machen. Oft wird HDMI gewünscht der einfachen Bedienung wegen.
                  best regards

                  Mark von der Waterkant

                  Kommentar


                    #10
                    Der Preisvorteil von aktiven Studiomonitoren gegenüber passiven LS relativiert sich, wenn man bedenkt, dass es meist nur eine kabelgebundene analoge Schnittstelle gibt. Für alles andere benötigt man eine Art Vorverstärker, also auch wieder Zusatztechnik wie bei Passiven. Bei den Aktiven von Nubert und Co. ist alles schon mit dabei, inkl. der Fernbedienung und Bluetooth. Da kann man dann von Vorteilen reden. Wobei das aber wieder den Nachteil beinhaltet, dass mehr kaputt gehen, wenn mehr Technik drin steckt. Wo ordentlich gemachte passive LS locker 20 Jahre und mehr halten, so lange man keine Überlast reinjagd. Bei Aktiven wäre ich mir nicht so sicher, dass die es problemlos so lange machen.

                    Das Argument, dass professionelle Studiomonitore 'richtiger' klingen als die meisten passiven Hifi-LS halte ich eher für irrelevant. Repice hat es schon angesprochen, im klassischem Wohnzimmer suboptimal aufgebaut, das ist wohl eher die Regel als die Ausnahme, spielt diese Eigenschaft keine Rolle mehr.

                    Gruß

                    RD

                    Kommentar


                      #11
                      Der Presivorteil ist immens zu Hifi - Bsp die KH120II von Neumann. Paarpreis ca 1500€ darin enthalten ist aber der Verstärker und der DSP und ein Top Lautsprecher der bis 50Hz runter geht. Sie sind halt hässlich wie die Nacht, nicht wirklich Wohnzimmertauglich, aber davon ab, kriegt man das Gleiche im Hifi Sektor längst nicht zu dem Preis.

                      Und das die Monitore und Hifiasten so verschrien sind, liegt auch daran das sie out of the Box numal ungesoundet sind und kalt, bassarm, langweilig klingen.

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                        #12
                        Der Presivorteil ist immens zu Hifi - Bsp die KH120II von Neumann. Paarpreis ca 1500€ darin enthalten ist aber der Verstärker und der DSP. Sie sind halt hässlich wie die Nacht, nicht wirklich Wohnzimmertauglich, aber davon ab, kriegt man das Gleiche im Hifi Sektor nicht zu dem Preis.
                        Doch...

                        nuPro XS-3000 RC hier kaufen | Nubert?

                        nuPro XS-4000 RC hier kaufen | Nubert?

                        Gruß

                        RD

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                          #13
                          Eigentlich diskutieren wir das hier wiederholt seit Jahren

                          Ich finde eine gute Basis ist das Buch von Floyd Toole „Sound Reproduction -Loudspeakers and Rooms“

                          Da wird das Thema auf mehr als 150 Seiten detailliert mit Messungen und Daten diskutiert, wo wir mit Meinungen daherkommen.

                          Das wäre eine gute Abkürzung in Richtung des Eingemachten ?

                          ?
                          Grüße
                          :S

                          Babak

                          ------------------------------
                          "Alles was wir hören ist eine Meinung, nicht ein Faktum.

                          Alles was wir sehen ist eine Perspektive, nicht die Wahrheit!"


                          Marcus Aurelius

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                            #14
                            ...ich will nicht studieren bevor ich mir ein Paar Lautsprecher kaufe. Ich will einfach nur gut Musik hören und das zu einem vernünftigen Preis. Da lese ich keine 150 Seiten mit synthetischen Messungen und Daten, die eher von theoretischer Bedeutung sind als von praktischer Relevanz.

                            Gruß

                            RD

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                              #15
                              Die Anregung von Babak finde ich gut.

                              Und sie ist auch nicht auf das Thema bezogen,

                              sondern auf die sich wiederholende Erörterung des Themas.

                              Dieser LS würde mir gefallen, obwohl er nicht anders sein wird als andere LS.

                              Entdecken Sie den ATC SCM25A Pro Mk2: Kompakter 3-Wege-Studiomonitor mit herausragender Klarheit, erweitertem Bass und geringster Verzerrung. Ideal für Nahfeldmonitoring.


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