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Messpraxis am Hörplatz: Relevanz und Gewichtung der Messkurven bei 85, 90 & 96 dB

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    #31
    Zitat von David Beitrag anzeigen

    Kann ich gut verstehen.

    Mit meinem heutigen Wissen könnte ich unmöglich noch ein erfolgreiches HiFi-Geschäft führen, denn ich müsste von allem abraten, das in meinen Vorführräumen steht.

    Wäre aber irgendwie lustig, denn ich müsste Jeden der mein Geschäft betritt sagen: "sie können sich gerne alles anschauen und ich führe ihnen auch gerne alles vor, aber mein Gewissen lässt es nicht zu, dass ich Ihnen Irgendwas davon verkaufe, weil es technisch komplett veraltet ist.
    Es wäre m.E. vor allem deshalb aus wirtschaftlicher Sicht sinnlos, da die Preise für sowas so kaputt sind, wie schon vor 20 Jahren bei Computerhardware. Da sind die Margen so klein, da könntest Du als kleiner Händler nicht von leben. Hier mal ein Beispiel:

    AMPAPA D1 Bluetooth Verstärker 300W×2 mit digitalem VU-Meter?

    Mir ist vollkommen unverständlich wie man sowas überhaupt kostendeckend geschweige denn mit Gewinn zu dem Preis anbieten kann...wie soll da noch was für den Händler übrig bleiben? OK, bei den Schnittstellen sieht es eher sparsam aus, insbesondere fehlt da der Kopfhöreranschluss. Anyway, das Teil ist wirklich eine Wucht, technisch wie optisch.

    Gruß

    RD

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      #32
      Frisches Beispiel dazu - wie will ein Händler noch Geld verdienen dabei?
      EQ, Streaming, HDMI, sub-out, XLR, ADC, Toslink-out, alles an Bord, für 1-2x volltanken.

      Fosi Audio S3: Wi-Fi 6 & Bluetooth 5.3 streamer w/ flagship chipset, balanced circuit. NAS/online, App control. streamer/DAC/preamp. Clean, detailed sound.


      This is a review and measurements of the Fosi S3 streamer and DAC. It was sent to me by the company and costs US $260. The labels are hard to read but otherwise, the unit fits the "ID" of other Fosi products. What put a smile on my face was not the front, but the back: Did not expect the XLR...
      Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

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        #33
        Mir ist vollkommen unverständlich wie man sowas überhaupt kostendeckend geschweige denn mit Gewinn zu dem Preis anbieten kann...wie soll da noch was für den Händler übrig bleiben? OK, bei den Schnittstellen sieht es eher sparsam aus, insbesondere fehlt da der Kopfhöreranschluss. Anyway, das Teil ist wirklich eine Wucht, technisch wie optisch.
        Dazu kommt, dass so etwas oft unvergleichlich schöner gebaut ist als fast jedes Gerät aus dem "ach so tollen HiFi-Bereich".

        Hier das Innenleben des genannten:

        Gruß
        David

        Private Audioanlage: Lautsprecher und 8-Kanal Verstärker sind Eigenbau. Das "Herzstück" ist ein Mac Mini und ein miniDSP Flex Eight mit Dirac Live


        WEBSEITE HiFiAKTIV: Klick mich
        Wirklich hochwertige Audiowiedergabe erfordert tadellose Messwerte beim Hörplatz. Das muss einmal die Basis sein. Danach hört man die Aufnahmen weitgehend so, wie sie produziert wurden, aber nur so gut, wie es die Umstände im Hörraum und beim Hörplatz zulassen. Diese "Deckelung" setzt in üblichen Wohnräumen sehr früh ein, da helfen auch die besten und schönsten Geräte nichts!
        Was bei schlechten Bedingungen immer hilft, das ist ein möglichst kleines Hördreieck.

        Es spricht aber nichts dagegen (gehört für mich sogar standardmäßig dazu) sich nach Optimierung der Messdaten abschließend einen „besser gefallenden“ Klang mit breitbandigen Anhebungen oder Absenkungen einzustellen als lineare Wiedergabe es meist ist. Oft (auch für mich) reicht dazu nur eine Anhebung der Tiefbässe um ein paar dB. An den tadellosen Messdaten ändert sich deshalb nichts.

        Alles das ist „Standard-Profitechnik“, die auf digitaler Basis funktioniert und wozu ein PC und ein DSP notwendig sind.

        Alles was unter den Sammelbegriff „HiFi“ fällt, ist für mich schon vor sehr langer Zeit komplett uninteressant geworden, weil damit nie das erreicht wurde, was ursprünglich angestrebt war und weil es auf die uralte Art auch gar nicht geht, die sich bis heute nicht verändert hat.

        Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst dann, wenn sie physikalisch und messtechnisch nachvollziehbar sind und wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen wurden. Das war bisher nach unzähligen solcher Tests noch nie der Fall!

        Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich -

        Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
        Wichtig: zumindest versuchen, beim Thema zu bleiben!

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          #34
          Diese kleinen Kästchen mit hochintegrierter Elektronik liefern meist Excelente Messwerte jenseits gut und böse - regelmässig bei ASR getestet... Ob DAC, Kopfhörer AMP, Preamp oder Class D Verstärker.

          Die moderne Technik erlaubt da Hochstleistung auf kleinem Raum.
          Messtechnisch ist das nix mehr zu holen - sprich jedoch mal einen "audiophilen" darauf und du wirst gesagt bekommen das diese Topping und Co. Liga miserabel klingen. Geht gar nicht bla bla usw.

          Da zeigt sich sehr schön die Diskrepanz der High End Szene die ihren Geräte Porno unverdrossen weiterführt obwohl sie klangtechnisch - oder sagen wir besser - Messtechnisch längst von der modernen Technik überholt wurde.

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            #35
            Immer recht geben, bis der Arzt kommt
            Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

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              #36
              Dazu kommt, dass so etwas oft unvergleichlich schöner gebaut ist als fast jedes Gerät aus dem "ach so tollen HiFi-Bereich".

              Hier das Innenleben des genannten:
              Ja, das ist nahezu perfekt gemacht. Aber genau daran liegt wohl das Geheimnis des extrem niedrigen Preises. Die übersichtlich gemachte Platine wird von Automaten bestückt und es gibt keine komplizierte Verkabelung. Das geht extrem schnell, da brauchen die Brötchen beim Bäcker länger, es handelt sich um Massenbauteile die man billig bekommen kann, obwohl sie qualitativ sehr hochwertig sind. Das wird in großen Stückzahlen produziert und es gibt kein teures Marketing. Alles Gründe für den niedrigen Preis. Dennoch, der Preis ist insbesondere angesichts der Machart, geradezu unanständig klein. Da muss man kein Experte zu sein, um zu vermuten, dass diejenigen die das bauen kaum gerecht und fair bezahlt werden.

              Eine Haken gibt es aber bei diesem Zeug, ist das mal kaputt, ist es kaum und erst recht nicht wirtschaftlich reparabel. Einen Service, hier in Europa wird es bei diesen chinesischen Produkten kaum geben und die SMD Bauweise ist bei Reparaturen auch nicht hilfreich. Was soll's, auch wenn es natürlich nicht 'nachhaltig' ist, wer erwartet schon von sowas, dass es 'ewig' hält, so wie mein Yamaha CX-630? Ist das Ding nach ein paar Jahren kaputt, kauft man sich halt was Neues. Auch bleibt der technische Fortschritt, z.B. beim Bluetooth Standard, ja auch nicht auf der Stelle stehen. Die Zeiten, wo man Hifi-Hardware, z.B. einen Technics SL-1210 'für's Leben' gekauft hat sind eben weitgehend vorbei.

              Das ist ja bei Autos auch fast vorbei...oder denkt tatsächlich jemand so ein günstiges chinesisches Elektroauto wäre nach zehn Jahren noch reparabel? Der Witz ist wirklich gut...

              Gruß

              RD
              Zuletzt geändert von ruedi01; 23.04.2026, 10:39.

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                #37
                Theoretisch reparabel, vielleicht, praktisch eher nicht, schon gar nicht wirtschaftlich. Was den Umweltaspekt auch wieder relativiert... Zurück zu Audio - die "eierlegenden Wollmilchsäue" können lange halten, wenn keine "Sollbruchstellen" eingebaut sind. Aber auch dann wird sie die Obsoleszenz einholen - Streaming vom Anbieter eingestellt etc. Oder die App (Löwenanteil der Funktionalität) wird nicht mehr unterstützt. So läuft das heutzutage...
                Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

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                  #38
                  Der Ampapa hat zwar keine Schnittstelle zu Streaming Diensten, aber grundsätzlich ist das ein großes Thema. Damit wird der Konsument in Abhängigkeiten gelockt aus denen er nicht mehr heraus kommt. Nicht bloß die Hardware veraltet ziemlich schnell, auch gehört einem das Zeug nicht mehr, das man konsumiert. Denn physische Medien, die man besitzen würde gibt es ja nicht mehr. Was konsumiert werden darf bestimmt einzig und alleine der Anbieter.

                  ...aber jetzt sind wir endgültig vollkommen offtopic...

                  Gruß

                  RD

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                    #39
                    Stimmt alles, was hier geschrieben wird.

                    Schon lange haben für mich - so wie im Profibereich - Verstärker kaum noch einen höheren Status als Kabel. Dieses "Zeugs" hat zu funktionieren und weiter interessiert es nicht. Die wirklichen Problemstellen und Stellschrauben für gutes Funktionieren befinden sich ganz wo anders.
                    Gruß
                    David

                    Private Audioanlage: Lautsprecher und 8-Kanal Verstärker sind Eigenbau. Das "Herzstück" ist ein Mac Mini und ein miniDSP Flex Eight mit Dirac Live


                    WEBSEITE HiFiAKTIV: Klick mich
                    Wirklich hochwertige Audiowiedergabe erfordert tadellose Messwerte beim Hörplatz. Das muss einmal die Basis sein. Danach hört man die Aufnahmen weitgehend so, wie sie produziert wurden, aber nur so gut, wie es die Umstände im Hörraum und beim Hörplatz zulassen. Diese "Deckelung" setzt in üblichen Wohnräumen sehr früh ein, da helfen auch die besten und schönsten Geräte nichts!
                    Was bei schlechten Bedingungen immer hilft, das ist ein möglichst kleines Hördreieck.

                    Es spricht aber nichts dagegen (gehört für mich sogar standardmäßig dazu) sich nach Optimierung der Messdaten abschließend einen „besser gefallenden“ Klang mit breitbandigen Anhebungen oder Absenkungen einzustellen als lineare Wiedergabe es meist ist. Oft (auch für mich) reicht dazu nur eine Anhebung der Tiefbässe um ein paar dB. An den tadellosen Messdaten ändert sich deshalb nichts.

                    Alles das ist „Standard-Profitechnik“, die auf digitaler Basis funktioniert und wozu ein PC und ein DSP notwendig sind.

                    Alles was unter den Sammelbegriff „HiFi“ fällt, ist für mich schon vor sehr langer Zeit komplett uninteressant geworden, weil damit nie das erreicht wurde, was ursprünglich angestrebt war und weil es auf die uralte Art auch gar nicht geht, die sich bis heute nicht verändert hat.

                    Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst dann, wenn sie physikalisch und messtechnisch nachvollziehbar sind und wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen wurden. Das war bisher nach unzähligen solcher Tests noch nie der Fall!

                    Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich -

                    Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
                    Wichtig: zumindest versuchen, beim Thema zu bleiben!

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                      #40
                      Ja klar, Verstärker, Elektronik allgemein hat einfach zu funktionieren und das möglichst lange.

                      Allerdings stelle ich an Hifi-Hardware noch weitere Ansprüche. Wenn es nett aussieht im Rack macht das nichts. Es sollte solide gemacht sein und bei der Funktionalität, insbesondere bei der Anschlussvielfalt habe ich gerade bei Verstärkern gewisse Ansprüche, die ich hier an anderer Stelle schon mal besprochen habe.

                      Was das Klangliche betrifft, da habe ich schon länger die Erkenntnis gewonnen, dass es keine für mich hörbaren Unterschiede gibt. Und das nicht erst seit gestern. Selbst Kram von vor rund 40 Jahren, sofern es solide Qualitätsware war, ist da vollkommen unauffällig. Klar, diese Erkenntnis passt so gar in das Konzept der Anbieter von aktuellem Edel-Hifi. Die müssen ihren meist überteuerten Kram ja irgendwie rechtfertigen und verkaufen.

                      Gruß

                      RD

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