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Glatter Frequenzgang = verbogener HiFi Klang?

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  • longueval
    antwortet
    i man jo nur

    high fidelity heißt ja nix anderes. als dass die kette zu den musikdaten nix hinzufügt oder weglässt. was in den musikdaten zb steckt. eigen"klang" färbt und das ist nicht hifi im sinne des wortes.
    ergo ist möglichst glatter frequenzgang der kombination raum und lautsprecher hifi. wasn sonst. voodoo?
    wenn dir das nicht gefällt, mach es anders, ist ja nicht das 11. gebot gottes. wenn dir die fehler des tonis oder der musiker nicht gefallen, hör was anderes. damit ist dann die unsichtbare hand des marktes am werkeln.

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  • Marty
    antwortet
    Hallo,
    ich denke das wenn der Raum einigermaßen passt und man die Moden in den Griff bekommen hat, der Bass dann auch bei unterschiedlicher Musik in Ordnung ist. Dann gibt es keine Bassschwache oder Basslastige Musik mehr, soll heißen man muss dann nicht dauernd nachjustieren. Ich habe bei mir das Target nach Toole gewählt, sprich keine Bassüberhöhung sondern nur stetig zu den Höhen hin abfallend, da die Harmankurve mit der ca 6 db Bassüberhöhung mir zu Basslastig ist.
    Aber das ist Geschmacksache. Und wie immer natürlich, ausnahmen bestätigen die Regel!

    Viele Grüße
    Marty

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  • Dr. Who
    antwortet
    Zitat von FrankG Beitrag anzeigen
    Dr. Who

    Der Kommentar zeigt mir das du in dieser Hinsicht keinerlei Erfahrung hast.
    Selbst weitverbreitete Systeme wie in AV Receivern sind weit manuell anpassbar.


    GrußFrank
    Mag sein, macht die Sache aber nicht richtiger. In einem optimierten Raum sind diese ganzen AVR-Einmesssysteme eher ein Fluch als alles andere. Ein guter Lautsprecher in einem guten Raum sollte am Hörplatz zu den Höhen hin leicht abfallen. Die AVR-Einmesssysteme heben diesen natürlichen Abfall aber einfach wieder künstlich an, nur um ihre Zielkurve zu erreichen.

    Was mir fehlt, ist die Differenzierung in der Korrekturintensität. In einem optimierten Raum ist meist nur der Bassbereich die Schwachstelle. Der Automatik hingegen ist es jedoch völlig egal, ob 60 Hz oder 6 kHz – hier wird ohne Rücksicht auf Verluste alles gleich glatt gebügelt, Murks durch und durch. 99,9% sind sich dessen überhaupt nicht bewusst, was sie da messen beziehungsweise was da korrigiert wird. Für den Bassbereich mag eine solche Korrektur ganz gut sein, okay, die Laufzeit auch noch. Der Rest jedoch ist Murks.

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  • ruedi01
    antwortet
    Das was die Automatik falsch macht.
    Wird auch manuell falsch gemacht.
    Das meine ich nicht...

    Man kann mit der besten Automatik einmessen wie man will. Bei der einen Software sind die Dialoge zu leise, bei der nächsten zu laut. Genau so läuft es nicht selten beim Bass. Da muss man immer wieder manuell korrigieren.

    Falsch oder richtig gibt es da eigentlich nicht, nur passt oder passt nicht...Das gilt natürlich für Mehrkanal, nicht für Stereo.

    Gruß

    RD
    Zuletzt geändert von ruedi01; 03.03.2026, 10:18.

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  • David
    antwortet
    Aber immer ist das Egebnis schonmal besser sofern der Bass Bereich mit eingemessen wird.
    Das ist das absolute Minimum und wer nicht einmal die Raummoden bestmöglich "entfernt" (dazu gibt es sogar ein Gerät, das es praktisch alleine macht), der hat entweder Lautsprecher die gar keinen Bass können, oder er hört nur "basslose Musik" oder.....keine Ahnung.

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  • FrankG
    antwortet
    Das was die Automatik falsch macht.
    Wird auch manuell falsch gemacht.

    Einen LS mit Tannenbaum Abstrahl Charakteristik auf geraden Direktschall einzumessen.
    Wird schief gehen, aber durch die mehrfach Messungen kann das schon besser als manuell sein.
    Es ist aber egal, da eine Einmessung dann eh nicht optimal wird.
    Nur bis 2..300hz einzumessen kann dann bessere Ergebnisse erzielen.
    Es ist aber egal, da eine Einmessung dann eh nicht optimal wird.

    Aber immer ist das Egebnis schonmal besser sofern der Bass Bereich mit eingemessen wird.
    Halt die billigste Art eine Verbesserung zu erzielen.
    Wenn die LS Konstruktion passt, sind die Korrekturen oberhalb 300..400 Hz gering und kaum messbar.
    Und zudem meist überflüssig.

    Bei 80% der Filme über die letzten 20.25 Jahre ist der Ton Pegel nahezu korrekt.
    Im AV Receiver ist das bei mir 63% das kann ich fast blind einstellen.
    Aber meist von Blu Ray oder UHD Blu Ray.

    Aber eine schöne Geschichte macht auch in S/W und mono Ton Spass.
    Das hat mit der Technik der Widergabe nichts zu tun.



    Gruß Frank
    Zuletzt geändert von FrankG; 02.03.2026, 22:04.

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  • ruedi01
    antwortet
    Die automatischen Einmesssysteme bei AV-Receivern sind deshalb shice, weil das Software Material (oft) shice ist. Mal passt es, mal nicht, dann muss man wieder manuell nachregeln. Ärgerlich und lästig...

    Gruß

    RD

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  • FrankG
    antwortet
    Dr. Who

    Der Kommentar zeigt mir das du in dieser Hinsicht keinerlei Erfahrung hast.
    Selbst weitverbreitete Systeme wie in AV Receivern sind weit manuell anpassbar.


    GrußFrank

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  • Dr. Who
    antwortet
    Hallo,

    Mittlerweile gibt es ja integrierte akustische Einmesssysteme in Lautsprechern. Was den Vorteil hat, dass man versteht was vor sich geht. Und ein nicht zu verachtender Vorteil ist, dass man alles selbst mitbestimmen kann. Bei einem automatischen Einmesssystem muss man es nehmen wie es kommt.

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  • Palisanderwolf
    antwortet
    Zitat von Marty Beitrag anzeigen
    Hi,
    .........
    Ich habe mich vor kurzen erst mit ihm wegen Delay im Bass unterhalten, weil bei mir hier sich keine Verbesserung eingestellt hat sondern immer nur schlechter geworden ist, mir machte er einen Sympathischen und kompetenten Eindruck.

    Viele Grüße
    Marty
    Mir scheint, er weiss zumindest, wovon er spricht und sein „wer misst, misst Mist“ trifft leider auf recht viele Möchtegern-Halb-Besserwisser zu.

    Wenn man das Gesagte als Aufforderung/Hinweis versteht , beim Messen wachsam und vor allem bei der Auswertung kompetent sein zu sollen/müssen, was ist dagegen einzuwenden?
    Die Gläubigkeit, die Manche gegenüber automatischen Messsystemen grundsätzlich an den Tag legen, ohne über deren Grenzen/Begrenztheit bescheid zu wissen, ist schon manchmal beeindruckend.
    Dennoch sind auch solche (voll-)automatischen Systeme in den richtigen (verständigen) Händen ausgezeichnete Hilfsmittel.

    Und daß wir letztlich mit unseren Ohren hören, und auch eine „Raumortung“ vornehmen, wer würde daran zweifeln wollen?
    Sobald ich nicht mehr „richtig“ hören sollte , oder die Musik wie aus der Milchkanne zu klingen beginnt, werde ich dieses Hobby jedenfalls konsequenterweise ziemlich bald aufgeben.

    LG
    Bernd
    Zuletzt geändert von Palisanderwolf; 02.03.2026, 13:14.

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  • Marty
    antwortet
    Hi,
    was will er den erzählen.
    Wenn er sagen würde mit Lautsprechern um die 5000€ das Stück, in einen optimierten Hörraum, richtig positioniert und optimalen Abhörpunkt, eventuell den Rest noch mit DSP korrigiert, schlägt jeden sündhaft teuren Lautsprecher bei dem hier geschludert wurde.
    Dann kann er seinen Laden gleich dicht machen.
    Ich habe mich vor kurzen erst mit ihm wegen Delay im Bass unterhalten, weil bei mir hier sich keine Verbesserung eingestellt hat sondern immer nur schlechter geworden ist, mir machte er einen Sympathischen und kompetenten Eindruck.

    Viele Grüße
    Marty

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  • David
    antwortet
    In Beitrag 7 von Mike steht nichts, dem ich nicht zustimmen kann.

    Eventuell stört mich der letzte Punkt mit den Lautsprecher Blindtests. Denn wenn es nur darum geht, welcher besser gefällt, dann sind wir wieder bei individuell und subjektiv. Messtechnisch kann das wieder ganz schlecht sein. Wozu also?

    Ich bleibe dabei: zuerst muss alles so perfekt wie möglich sein und danach nur an ein oder zwei Stellen nach bekanntem Muster "gefällig nachbessern". Erledigt!

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  • longueval
    antwortet
    B&M reiste in der geschichte mit den bassabstimmungen 6.ordnumg, schon damals war die behauptung eines alleinstellungsmerkmals ein marketingschmäh, diese techniklösung war eingeweihten bekannt, wurde aber aus kostengründen wenig angewendet.
    warum? weil verstärkertechnik teuer war.
    dass sie noch immer darauf herumreiten ist vielsagend.
    legendär die auseinandersetzungen über die sensortechnik mit dem beschleunigungsaufnehmer, als ihnen in papers nachgewiesen wurde, dass das mit einer doppelschwingspule, wobei die 2. wicklung als beschleunigungsaufnehmer dient zuverlässiger und billiger wäre.
    das ist 40 jahre her.
    die freunde reiten in digitaltechnikzeiten ein totes pferd.
    ich mags nicht, wenn jemand versucht mich für blöd zu verkaufen. daher stammt diesbezüglich mein grant.

    einmessen ist abseits der lautsprecherentwicklung die korrektur der raumantwort hauptsächlich im bass. der herr. behauptet unsinn, wel keine sau mit resthirn im mittel oder hochton die raumantwort korrigiert. was soll also das gefasel mit der phase im bass bei den vorhandenen wellenlängen und den reflexions und modalen zuständen im raum?

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  • mikep70
    antwortet
    Dazu auch immer wieder interessant die Forschungsergebnisse von Dr. Floyd Toole und Dr. Sean Olive Harman International
    • Universelle Präferenz & Messbarkeit: In verblindeten Hörtests sind sich Menschen kulturübergreifend weitgehend einig über guten Klang. Diese subjektiven Vorlieben korrelieren direkt mit spezifischen, objektiven akustischen Messdaten.
    • Direktschall und Abstrahlverhalten: Ein neutraler Frequenzgang auf der direkten Hörachse ist essenziell, muss aber zwingend mit einem gleichmäßig abfallenden Off-Axis-Verhalten (seitliche Abstrahlung) einhergehen.
    • Der Spinorama-Standard (CEA-2034): Ein 360-Grad-Messverfahren, das durch die Erfassung von Direkt-, Früh- und Diffusschall akkurat vorhersagt, wie ein Lautsprecher in einem typischen Wohnraum klingen wird.
    • Grenzen der digitalen Korrektur (DSP): DSP kann einen unebenen Frequenzgang auf Achse linearisieren, aber niemals ein schlechtes Abstrahlverhalten reparieren. Ein Lautsprecher mit ungleichmäßiger Richtwirkung bleibt auch mit Einsatz von EQ fehlerhaft.
    • Zweiteilung der Raumakustik (Schröderfrequenz): Unterhalb von etwa 300 Hz dominiert der Raum den Klang durch stehende Wellen (Raummoden). Hier sind DSP und aktive Raumkorrektur hochwirksam und zwingend erforderlich, um dröhnenden Bass zu zähmen.
    • Zurückhaltung bei Raumkorrektur ab dem Mittelton: Oberhalb der Schröderfrequenz dominiert der Lautsprecher. Messmikrofone können Direktschall und Reflexionen nicht wie das menschliche Gehirn trennen. Der Versuch, den Frequenzgang am Hörplatz per Vollbereichs-EQ zu "korrigieren", verfälscht oft den entscheidenden Direktschall.
    • Multisubwoofer und Sound Field Management: Für eine saubere, dröhnfreie Basswiedergabe über mehrere Hörplätze hinweg ist der Einsatz mehrerer Subwoofer in Kombination mit gezielter DSP-Korrektur die effektivste wissenschaftliche Methode (maßgeblich erforscht von Toole/Olive-Kollege Todd Welti).
    • Raumreflexionen sind oft nützlich: Das Gehirn trennt Direktschall von Reflexionen. Frühe seitliche Reflexionen verschlechtern den Klang nicht zwangsläufig, sondern erhöhen das räumliche Hörempfinden, sofern der Lautsprecher off-axis sauber abstrahlt.
    • Die Harman Target Curve: Da Kopfhörer den Raum ausschließen, simuliert diese Zielkurve den Frequenzgang eines idealen Lautsprechers in einem exzellenten Raum, inklusive einer von der Mehrheit bevorzugten Bassanhebung (als Ersatz für den "Room Gain").
    • Der Präferenz-Algorithmus: Eine mathematische Formel kann allein anhand objektiver Messdaten mit über 80 % Genauigkeit vorhersagen, wie gut ein Lautsprecher oder Kopfhörer in strengen, subjektiven Blindtests bewertet wird.
    Zuletzt geändert von David; 28.02.2026, 09:25.

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  • mikep70
    antwortet
    KI greift auf eine enorm grosse Wissenbasis zurück - richtig angewendet - und das ist das Problem bei vielen - kommen da zu den grossen Hifi Fragen fundierte, korrekte Antworten raus.

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👍