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    #16
    Edward schrieb:
    Man sollte allerdings auch jedes relevante Instrument einige Male in Natura gehört haben, sowohl solo, als auch im Orchester.
    Das stimmt. Und ich kenne alle ziemlich genau und auch wie sie in der Praxis verwendet werden. Extrem hohe und tiefe Töne kaum bis gar nicht, weil sie musikalisch nichts bringen und auch deshalb, weil sie bei Live-Konzerten nicht hörbar werden.
    Gruß
    David


    WEBSEITE HiFiAKTIV: Klick mich
    Wirklich hochwertige Audiowiedergabe erfordert tadellose Messwerte beim Hörplatz. Das muss einmal die Basis sein. Danach hört man die Aufnahmen weitgehend so, wie sie produziert wurden, aber nur so gut, wie es die Umstände im Hörraum und beim Hörplatz zulassen. Diese "Deckelung" setzt in üblichen Wohnräumen sehr früh ein, da helfen auch die besten und schönsten Geräte nichts!
    Was bei schlechten Bedingungen immer hilft, das ist ein möglichst kleines Hördreieck.

    Es spricht aber nichts dagegen (gehört für mich sogar standardmäßig dazu) sich nach Optimierung der Messdaten abschließend einen „besser gefallenden“ Klang mit breitbandigen Anhebungen oder Absenkungen einzustellen als lineare Wiedergabe es meist ist. Oft (auch für mich) reicht dazu nur eine Anhebung der Tiefbässe um ein paar dB. An den tadellosen Messdaten ändert sich deshalb nichts.

    Alles das ist „Standard-Profitechnik“, die auf digitaler Basis funktioniert und wozu ein PC und ein DSP notwendig sind.

    Alles was unter den Sammelbegriff „HiFi“ fällt, ist für mich schon vor sehr langer Zeit komplett uninteressant geworden, weil damit nie das erreicht wurde, was ursprünglich angestrebt war und weil es auf die uralte Art auch gar nicht geht, die sich bis heute nicht verändert hat.

    Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst dann, wenn sie physikalisch und messtechnisch nachvollziehbar sind und wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen wurden. Das war bisher nach unzähligen solcher Tests noch nie der Fall!

    Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich -

    Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
    Wichtig: zumindest versuchen, beim Thema zu bleiben!

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      #17
      Weil damit seit Jahren fix die Argumentation untermauert wird, dass ein Frequenzgang unter 50 Hz sinnlos ist.
      Gemeint ist damit, dass es genügt, wenn eine Audioanlage mit Vollpegel bis 50Hz runterreicht, denn danach ist nicht abrupt Schluss, auch 40Hz (42Hz ist der tiefste Ton den ein 4-Saitiger E-Bass erzeugen kann - wird aber nur ganz selten in der Praxis gespielt) werden dann noch wiedergegeben, nur etwas leiser und das fällt nicht einmal auf.

      Ich selbst spiele E-Bass, fast schon mein Leben lang, sogar jetzt noch in meiner Band, die alles Andere als schlecht ist. Ich weiß also, wovon ich da rede und zwar aus der Praxis.

      Aber siehe da in dem Diagramm:
      Klavier geht drunter
      Kontrabass auch
      Orgel wurde ausgelassen?
      Kontrabass befindet sich unter Streichinstrunmente und "Bass".

      Klavier (eher Konzertflügel) geht drunter, ja. Und? Hast du schon mal genau zugesehen, wenn Jemand Klavier spielt? Ich schon, unendlich oft sogar, weil mich dieses Instrument besonders interessiert und auch fasziniert. Ein Keyboard ebenso. Haben wir sogar in der Band. Noch nie! Wirklich noch nie habe ich je gesehen, dass Jemand weder sowohl die ganz tiefen als auch die ganz hohen Tasten verwendet. Fast Jeder spielt nur im mittleren Tastenbereich. Vom Tonumfang her maximal über drei Oktaven. Man könnte die insgesamt vielleicht zwei Meter breite Tastatur auf nur ein Meter Breite verringern und es würde sich deshalb nichts ändern oder dabei etwas abgehen. Das ist wieder Mal die Realität.

      Generell gilt, dass Musiker ihre Instrumente - praktisch egal um welches es geht - nur im mittleren Tonbereich spielen. Ausnahmen gibt es bei Solos, mehr oder weniger als Gag, aber nicht weil es für die jeweilige Musik oder das jeweilige Musikstück wichtig ist.

      Gleiches gilt für den Gesang. Maximal zwei Oktaven reichen für "Supergesang" völlig aus. Viele der weltberühmten Sänger und Sängerinnen haben gar keinen größeren Tonumfang, wenn nicht sogar weniger. Dazu kommt noch eine Oktave "Kopfstimme" und ganz, ganz selten bei Frauen zwei weitere Oktaven (!!!) mit sogenanntem "Pfeifgesang" hinzu. Mariah Carey ist so ein Phänomen, die das in jungen Jahren sehr konnte, ob heute auch noch, das weiß ich nicht.

      Des Weiteren: welche Komposition geht generell über zwei Oktaven hinaus? Im Pop-Bereich fast keine. Im klassischen Bereich schon, aber nur deshalb, weil es zum Arrangement bei großer Besetzung dazu gehört. Soll ja "pompös" klingen (nicht negativ gemeint, ist gut so).

      So, das sollte reichen.

      Alles was ich jetzt dazu geschrieben habe sind Fakten und nicht nur etwas das ich wo gelesen habe und deshalb glaube, weil es mir gefällt und weil ich es so haben will.
      Zuletzt geändert von David; 08.02.2026, 08:09.
      Gruß
      David


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        #18
        Bei der gezeigten Tabelle sieht man genau, dass wenn es nur um die Grundtöne der Musikinstrumente geht, die mittlere Frequenz bei ca. 350Hz liegt.

        Nimmt man dagegen das (noch gesunde) menschliche Hörvermögen als Bezugsfaktor (neun Oktaven), sind es ca. 640 Hz.
        Gruß
        David


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          #19
          Ich kann es nur vermuten und kann es nicht beweisen.

          Ich hatte das auch versucht, da die Front LS bis 50 Hz runter spielen.
          Das die Subwoofer so Rauminformationen übertragen, die nicht der Musik zuzuordnen ist.
          Es klingt einfach erwachsener, auch wenn der Pegel eher gering ist.
          Man kann besser zuordnen ob ein Dialog in einer Turnhalle oder Büro stattfindet.
          Bei allem unter 30Hz macht das keinen Unterschied mehr.
          Ganz im Gegenteil, es entlastet das System, von Schrott.

          Gruß Frank

          Kommentar


            #20
            bissi info zu instrumentalfarben und obertönen

            oberwellen sind vielfache (ganzzahlige)

            wobei je höher der grundton desto leiser die oberwellen und desto weiter im sinne der zahlen auseinander

            den klang eines instruments wird eher durch resonanzspitzen definiert als durch oberwellen, das hab ich oft genug mit verschiedenen geigen gemessen und ausprobiert

            bei streichern kenn ich mich ein bissi mehr aus.

            bissi beispiele von einem geigenbauer wissenschaftlich betrachtet


            Das MEISTERATELIER FÜR GEIGENBAU MARTIN SCHLESKE steht als Hersteller hochwertiger Geigen, Bratschen und Violoncelli für eine kreative Verbindung aus Geigenbaukunst und akustischer Forschung. Seine als Einzelstücke angefertigten Streichinstrumente begreift der Geigenbaumeister Martin Schleske stets als individuelle "Klangskulpturen".


            ich bin mir jetzt nicht ganz sicher aber den höchsten flagelette hab ich mit 4700 als grundton gemessen, wenn ich mich richtig erinnere. wenn man sich die messungen da oben anschaut, frag ich mich, wo die obertöne sind, und mit welchem pegel.

            weiters

            von mir gemessen in einem kleinen konertsaal war das grundrauschen verursacht durch das atmen usw des publikums stischprobenartig 36db .... hoffentlich ersticken die nicht, wenn sie den atem anhalten müssen, damit sich das behauptete durchsetzen kann bis zu den ultraschall detektoren, mit denen manche zu lauschen scheinen.

            weiters
            redets mal mit einem hno, was das hörhirn durch gewohnheit alles ausblendet, damit wir in den schwall von auditiven eindrücken aus unserem körperinneren versumpfen.
            oder hört wer den kalk von der herzklappe tieseln?
            ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)

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              #21
              Ganz im Gegenteil, es entlastet das System, von Schrott.
              Genau! Und man kann den idealen Schallentstehungsort auch dazu finden.

              Denn (habe ich schon bei Leuten so gesehen die deshalb gejammert haben), wenn einerseits durch die Position von Standlautsprechern und zusätzlich noch durch ungünstige Hörplatzwahl genau dort wo man hört, ein "akustisches Loch" in einem wichtigen Bereich entsteht (angenommen bei 50-60Hz), dann kann man Energie in den Raum "pumpen" soviel man will, es wird nie reichen. Stattdessen werden andere knapp daneben liegende Bassfrequenzen viel zu laut.
              Gruß
              David


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                #22
                bissi beispiele von einem geigenbauer wissenschaftlich betrachtet
                Instrumentenbau (vor allem wenn es um "natürliche" Instrumente geht) ist eine eigene Wissenschaft. Dass man so etwas mit den heutigen Mitteln sehr gut hinbringt, das bezweifle ich nicht, aber wie haben das die Leute "anno dazumal" gemacht?
                Gruß
                David


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                  #23
                  versuch und irrtum und variationen und handwerksfleiß und andere holzeigenschaften bedingt durch die kleine eiszeit



                  zumindest beim holz im geigenbau lässt sich das vermuten. das klangholz war dichter, gespalten ist längsgesägtem vorzuziehen.

                  wennst mal einen guten geigenbauer beobachtest, wie er zb die decke einer geige abklopft und kleinste mengen holz abspant und wieder klopft und horcht, dann weißt du wo die seele der geige wohnt

                  und wer hats erfunden?

                  Zuletzt geändert von longueval; 08.02.2026, 15:32.
                  ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)

                  Kommentar


                    #24
                    Fällt einfach unter Kunst. Können sicher nicht viele wirklich gut. Fragt sich nur, wem das deutlich auffällt, den mit der Funktion an sich hat das ja nichts zu tun.
                    Gruß
                    David


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                      #25
                      die klangfarben ändern sich halt von geige zu geige bedingt durch die unterschiedlichen resonanzen siehe messkurven
                      im wesentlichen bestimmt durch die ausformung der decke, des balkens und des stimmstocks zwischen boden und decke unter dem steeg. auch das griffbrett schwingt, allerdings ist der einfluss schwächer,
                      und natürlich die saiten, ich hab mal in cremona eine guaneri mit darmsaiten bespannt ausprobiert. erstraunlich, sie klingt dann noch rauchiger als für eine guaneri im vergleich z,b zu einer stradivari typisch.
                      aber es gibt selbst innerhalb der werkstattfamilien unterschiede.

                      ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)

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                        #26
                        Es gibt ja auch Streichinstrumente, mit eingebautem Tonabnehmer, verwenden sogar anerkannte und ernst zu nehmende Musiker.

                        Wie ist es da?
                        Gruß
                        David


                        WEBSEITE HiFiAKTIV: Klick mich
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                        Was bei schlechten Bedingungen immer hilft, das ist ein möglichst kleines Hördreieck.

                        Es spricht aber nichts dagegen (gehört für mich sogar standardmäßig dazu) sich nach Optimierung der Messdaten abschließend einen „besser gefallenden“ Klang mit breitbandigen Anhebungen oder Absenkungen einzustellen als lineare Wiedergabe es meist ist. Oft (auch für mich) reicht dazu nur eine Anhebung der Tiefbässe um ein paar dB. An den tadellosen Messdaten ändert sich deshalb nichts.

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                          #27
                          anders

                          da bestimmt der tonabnehmer und die elektronik den klang, dahr brauchst keinen korpus mehr, da hast dann aber auch nicht die klangfärbenden körperresonanzen.




                          Zuletzt geändert von longueval; 08.02.2026, 18:25.
                          ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)

                          Kommentar

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