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Ein Träumchen von einem Lautsprecher

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    Ein Träumchen von einem Lautsprecher

    Also denn ...... auf die Schnelle.

    Ich habe es mir wirklich nicht leicht gemacht. Was bin ich alles rumgefahren, wochenlang jeden Samstag. Gesehen und gehört habe ich viel, nur wirklich fündig wurde ich nicht. Alles trübe Tassen, langweilig (im Sinne von mir nicht innovativ genug). Und so blieb meine Tournee letztendlich ergebnislos.

    Einen guten Freund von mir bat ich dann Augen und Ohren für mich offen zu halten falls er mal etwas sieht was meinen Anforderungen entspricht. Dann kam auch irgendwann der Anruf der alles verändern sollte. Ich solle doch mal in die Nestorstrasse fahren. Und was ich dort dann zu hören bekam verschlug mir die Sprache, der Lautsprecher um den es sich dabei handelt schimpft sich Focal Diva Utopia (Insider!!! ) und jetzt kommts, ein voll DSP gesteuerter Aktivlautsprecher. Haben die da einen über den Durst getrunken oder was ist los mit den Franzosen. Mit mir als ehemaligen focalschen Außenminister wäre das jedenfalls nicht passiert (DSP ist pöööse). Die Diva läuft im übrigen vollkommen autonom, d.h. sie hat alles was man für die Musikwiedergabe braucht integriert. Gebraucht wird nur ein Handy.

    Zu den technischen Daten:
    400 W Class A/B Pro Lautsprecher. 250 W für den Tieftöner und je 75 W für den Mittel,- und Hochtonbereich.

    Das patentierte Einmesssystem ist wirklich sagenhaft gut, ist kinderleicht und macht sogar Spaß (alles ist schön graphisch untermalt und die Messungen mit der Handy Cam tun ihr übriges). Gesamtdauer etwa 10 - 15 min. Das geniale daran, es kommt komplett ohne Mikrofon aus (ja ihr habt richtig gehört ). Und zum Schluss wenn alles ausgewertet wurde hat man dann die Möglichkeit bei nichtgefallen die Intensität der Korrektur prozentual nach seinen akustischen Vorlieben anzupassen, um diese dann in Echtzeit binnen von Sekunden vergleichen zu können. Das Anpassen der Korrektur ist auch nach dem Messvorgang jederzeit möglich. Interessanterweise lagen die meisten Betatester bei 71 % Raumkorrektur, mal sehen wo die Reise bei mir hingeht( werde berichten). Die Echtzeitkorektur wird zukünftig in jedem guten Einmesssystem integriert sein, dessen bin ich mir sehr sicher. Und um David und Klaus gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: ja, ich weiss Dirac ist profunder in seiner Anwendung (Stichwort Phasenkorrektur) dafür aber nicht so flexibel.

    Hier mal der Ablauf im Detail




    Was mir auch richtig gut gefällt ist das Anheben des Basses bei leisen Pegeln, hierbei überwacht ein Chip die Lautstärke um den Bass dann sanft dynamisch anzupassen. In der App wird dann ange zeigt wenn der Chip die Loudness - Funktion aktiviert oder deaktiviert. Wer dieses nützliche Feature dennoch nicht nutzen möchte kann es nach belieben abschalten.

    Das Design ist wirklich sehr gut gelungen, gefällt mir ausgesprochen gut. Die Seitenteile wurden quasi "schwebend" montiert, wodurch das Ganze einen technisch futuristischen Touch bekommt. Was mich nur stört ist der graue triste Filz weshalb ich mich letztendlich für die Premium Version in " off White" hochglanz entschieden habe. Jetzt kommts auch nicht mehr drauf an. Welturaufführung im Februar!

    Kommen wir nun zum Geschäftlichen: die Standard Version bekommt man für 35.000,- die Premium Version hingegen für 42.000,- (kommt mitte Februar). Ja, ich weiß ist sehr viel Geld aber im Vergleich zu dem was z.B. YG Acoustics, den sogenannten Ultra - High - Endern, für ihre Einsteiger All In One Box verlangen (nämlich 69.000) ist das ein wahres Schnäppchen. Gerade mal 8,2 Zoll pro Box. Nie würde ich soviel Geld für so wenig Membranfläche ausgeben wollen. Mir ein Rätsel wie sich so etwas überhaupt verkaufen lässt. Vielleicht sind es ja die 2100W je Lautsprecher.

    Und wie klingt denn nun ein DSP gesteuerter Aktivlautsprecher? Das meine lieben Freunde interessiert mich mit am meisten.Morgen oder übermorgen komme ich dazu, da nehme ich mir dann die Zeit ( bevor das Rückgaberecht abläuft ).

    Es gibt noch einiges mehr zu berichten kommt dann alles die Tage.


    Das sind ganz schöne Trümmer, ich habe echt schlucken müssen. Auf dem Bild kommt das leider nicht so zur Geltung.
    Nicht täuschen lassen, der linke Lautsprecher ist ca 35 cm von den Bassabsorbern entfernt. Abstand der Lautsprecher 2 m .


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Screenshot_20260118_182354_Gallery.jpg
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Größe: 2272 KB
ID: 726867

    #2
    viel Spaß damit. Man lebt nur einmal.

    Übrigens, es ist nicht die erste "Heresie" von Focal, sie haben sogar Studiomonitore etc. gebaut*. Nur über die Hochtöner scheiden sich die Geister. Ich habe IIRC zwei gehört, und auch recht lange her, Hochton war für mich "koscher".

    *Monitore getestet bei ASR:
    This is a review, listening tests and detailed measurements of the Focal ST6 SOLO6 powered studio monitor/speaker. It was sent to me by the company and costs US $1,599 each. This generation of SOLO6 looks gorgeous especially in this market where a lot of speakers are utilitarian. It would look...

    This is a review and detailed measurements of the Focal Alpha 65 EVO powered monitor (speaker). I purchased it recently for US $404 from Amazon (with kind support from members). I like the look and feel of this monitor: It has a very wide stance for this size speaker which likely helps with...

    This is a review and detailed measurements of the Focal Solo6 Be studio monitor (powered active speaker). It is on kind loan from a member and costs US $1,499 each. Unlike most studio monitors that have industrial looks, the Solo6 Be comes across as a high-end home speaker with its nice wood...
    Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

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      #3
      Milon, jetzt bin ich baff! So baff, das ich momentan nichts weiter dazu sagen kann.

      ---------------------------------------------------------------------

      Oder doch, aber nur eine Kleinigkeit: als ich das letzte Mal in meinem Leben eine HiFi-Messe besucht habe, hat es mir im Raum von Focal am besten gefallen. Nicht klanglich (nie hat mich bei derartigen Veranstaltungen interessiert, was irgendwo wie "rausgedudelt", denn so kann man nichts beurteilen, schade um die Zeit) sondern diese (passiven) Lautsprecher an sich, vor allem optisch und wie sie gebaut und bestückt sind.

      Bin jedenfalls schon gespannt, was (bei dir) jetzt weiter passiert. An deiner Stelle hätte ich vermutlich eine schlaflose Nacht.
      Zuletzt geändert von David; 19.01.2026, 18:41.
      Gruß
      David


      WEBSEITE HiFiAKTIV: Klick mich
      Wirklich hochwertige Audiowiedergabe erfordert tadellose Messwerte beim Hörplatz. Das muss einmal die Basis sein. Danach hört man die Aufnahmen weitgehend so, wie sie produziert wurden, aber nur so gut, wie es die Umstände im Hörraum und beim Hörplatz zulassen. Diese "Deckelung" setzt in üblichen Wohnräumen sehr früh ein, da helfen auch die besten und schönsten Geräte nichts!
      Was bei schlechten Bedingungen immer hilft, das ist ein möglichst kleines Hördreieck.

      Es spricht aber nichts dagegen (gehört für mich sogar standardmäßig dazu) sich nach Optimierung der Messdaten abschließend einen „besser gefallenden“ Klang mit breitbandigen Anhebungen oder Absenkungen einzustellen als lineare Wiedergabe es meist ist. Oft (auch für mich) reicht dazu nur eine Anhebung der Tiefbässe um ein paar dB. An den tadellosen Messdaten ändert sich deshalb nichts.

      Alles das ist „Standard-Profitechnik“, die auf digitaler Basis funktioniert und wozu ein PC und ein DSP notwendig sind.

      Alles was unter den Sammelbegriff „HiFi“ fällt, ist für mich schon vor sehr langer Zeit komplett uninteressant geworden, weil damit nie das erreicht wurde, was ursprünglich angestrebt war und weil es auf die uralte Art auch gar nicht geht, die sich bis heute nicht verändert hat.

      Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst dann, wenn sie physikalisch und messtechnisch nachvollziehbar sind und wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen wurden. Das war bisher nach unzähligen solcher Tests noch nie der Fall!

      Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich -

      Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
      Wichtig: zumindest versuchen, beim Thema zu bleiben!

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        #4
        Herzlichen Glückwunsch, Dr. Who . Der Vertrieb für Focal Deutschland ist ganz in meiner Nähe. Focal kann auch ganz professionell, Endstufen ähnlich wie bei Neumann, hier aber von Naim. Viel Spaß. Wohl dem, der solche mächtigen Lautsprecher artgerecht im Wohnzimmer unterbringen und betreiben kann .
        best regards

        Mark von der Waterkant

        Kommentar


          #5
          Gratulation Dr. WHO, das da was großes kommt war mir bei den teuren Absorbern schon ziemlich klar.

          Bist du jetzt Lager „audiophil muss es sein“ oder Lager „egal, DSP richtets schon“, weil irgendwie vermischt sich das jetzt bei dir

          Kommentar


            #6
            Herzlichen Glückwunsch Milon,

            Sicher sehr gute LS, wenngleich "utopia" nomen est omen, sich vom Preis her abzuleiten scheint.

            Ich habe deine Anmerkung bez. dem ADAPT System in meine Richtung gelesen und verkneife mir eine Stellungnahme dazu. So ein neues Spielzeug will ja erstmals genossen werden und technisch sind die LS bestimmt ohne Tadel.
            Ich hatte mal 2 Jahre Focal Chassis in einem Auto, die waren super. Die in deiner Utopia verbauten sind nochmals eine andere Liga.

            Gerade bei so einem Budget fände ich es allerdings schade, wenn man auf den letzten Metern spart und auf ein "echtes" DRC System verzichtet. Das ginge sehr wohl auch damit. Reden wir weiter, wenn dich das überhaupt interessiert.
            Vorerst viel Spaß damit. Hoffe, der Ozon Generator hat es gebracht.

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              #7
              Hallo Jungs , ich danke euch recht schön.

              respice finem

              Genau! Das letzte Hemd hat keine Taschen.

              mikep70


              Ich will das mal so beantworten: ich habe noch nie so gut Musik gehört wie mit diesen Lautsprechern. Dieser Lautsprecher ist anders, anders als alle mir bekannten Utopias. So habe ich bei den Franzosen immer so etwas wie einen Familienklang wahrgenommen, egal welches Modell. Nicht so aber bei diesen Lautsprecher der spielt neutraler, ich nenne das mal jetzt Hifi- neutral. Das ist mir sofort aufgefallen. Auch habe ich stets das Gefühl gehabt einen Großlautsprecher akustisch vor mir stehen zu haben ( im übrigen ist der Hochtöner eine Wonne, butterweich). Und dann diese Urgewalt, mit Worten kann man das nicht erklären, so etwas muss man einfach gehört haben. Was ich dir damit eigentlich nur sagen will, wenn all das auf einen DSP gesteuerten Aktivlautsprecher zurückzuführen ist dann, ja dann will ich nie wieder anders hören.

              Mit Hilfe der Loudness Funktion kann man die Vorteile die sich mit DSP ergeben sehr schön vorführen, anhand eines Direktvergleichs. Die Loudness setzt bei 50 % Lautstärke ein und nimmt dynamisch an Intensität zu je leiser es wird. Ab einen gewissen Punkt macht sich das dann mittels Umschaltung auch akustisch bemerkbar. Unfassbar wie falsch ein Standlautsprecher ohne Loudness spielt. Das ist so deutlich da kann es keine zwei Meinungen geben. Warum also die Vorzüge die sich mittels DSP bieten nicht nutzen.

              Daher mein Fazit: Ein DSP gesteuerter Lautsprecher ist die logische Konsequenz im Lautsprecherbau.

              Was das glattbügeln mittels Dirac auf der Hörposition betrifft, dazu kann ich nichts sagen. Am besten wäre runter regeln bei nichtgefallen aber soweit ist man noch nicht.

              Ansonsten bin ich fraktionslos, wie eh und jeh.








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                #8
                @ Klaus:
                erst einmal Danke . Kannst hier ruhig schreiben wie dir der Schnabel wächst ich bin nicht so empfindlich. Ausserdem habe Nehmerqualitäten

                Der Ozongenerator hat es mal richtig gebracht. Nach drei Sitzungen war der Spuk vorbei.
                Klasse Tipp

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                  #9
                  Unfassbar wie falsch ein Standlautsprecher ohne Loudness spielt. Das ist so deutlich da kann es keine zwei Meinungen geben. Warum also die Vorzüge die sich mittels DSP bieten nicht nutzen.
                  Ich hoffe, dir glaubt man mehr als mir.

                  Jedenfalls Gratulation zu deiner neuen Erkenntnis.

                  Was das glattbügeln mittels Dirac auf der Hörposition betrifft, dazu kann ich nichts sagen.
                  Ich schon. Damit geht fast alles was man haben möchte. Eine automatische Loudnesskorrektur allerdings nicht. Brauche ich nicht, aber für Leute die in sehr unterschiedlichen Lautstärken Musik hören, ist es sicher praktisch.
                  Gruß
                  David


                  WEBSEITE HiFiAKTIV: Klick mich
                  Wirklich hochwertige Audiowiedergabe erfordert tadellose Messwerte beim Hörplatz. Das muss einmal die Basis sein. Danach hört man die Aufnahmen weitgehend so, wie sie produziert wurden, aber nur so gut, wie es die Umstände im Hörraum und beim Hörplatz zulassen. Diese "Deckelung" setzt in üblichen Wohnräumen sehr früh ein, da helfen auch die besten und schönsten Geräte nichts!
                  Was bei schlechten Bedingungen immer hilft, das ist ein möglichst kleines Hördreieck.

                  Es spricht aber nichts dagegen (gehört für mich sogar standardmäßig dazu) sich nach Optimierung der Messdaten abschließend einen „besser gefallenden“ Klang mit breitbandigen Anhebungen oder Absenkungen einzustellen als lineare Wiedergabe es meist ist. Oft (auch für mich) reicht dazu nur eine Anhebung der Tiefbässe um ein paar dB. An den tadellosen Messdaten ändert sich deshalb nichts.

                  Alles das ist „Standard-Profitechnik“, die auf digitaler Basis funktioniert und wozu ein PC und ein DSP notwendig sind.

                  Alles was unter den Sammelbegriff „HiFi“ fällt, ist für mich schon vor sehr langer Zeit komplett uninteressant geworden, weil damit nie das erreicht wurde, was ursprünglich angestrebt war und weil es auf die uralte Art auch gar nicht geht, die sich bis heute nicht verändert hat.

                  Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst dann, wenn sie physikalisch und messtechnisch nachvollziehbar sind und wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen wurden. Das war bisher nach unzähligen solcher Tests noch nie der Fall!

                  Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich -

                  Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
                  Wichtig: zumindest versuchen, beim Thema zu bleiben!

                  Kommentar


                    #10
                    Zitat von David Beitrag anzeigen
                    Ich hoffe, dir glaubt man mehr als mir.

                    Jedenfalls Gratulation zu deiner neuen Erkenntnis.

                    Ich habe im übrigen noch eine weitere Erkenntnis, nämlich das ich mir nie wieder Gedanken um die Elektronik machen muss. Das ist wie Ballast abwerfen. Jetzt muss ich nur noch mein Gehirn umerziehen, es begreift einfach noch nicht das wenn ich auf Play drücke (Handy)die Musik wie aus dem Nichts erscheint. Kein einschalten kein nichts kein gar nichts.
                    Zuletzt geändert von Dr. Who; 20.01.2026, 20:35.

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                      #11
                      Lieber Milon,

                      Freut mich, dass das Ozon Dings ein guter Tipp war. Wie lange hast den pro session laufen lassen?

                      Um zu beurteilen, was genau deine neuen Lautsprecher so gut klingen lässt müsste man tiefer gehen. Aktiv mit DSP ist ein Mittel, ein tolles Mittel, aber nicht zwingend der ausschlaggebende Grund. Eher ein Weg dahin.
                      Wenn ich das nach meinen bisherigen laienhaften Studien reihen sollte, spielen folgende Punkte eine Rolle für ein über alle Maßen besseres Musikerlebnis im Vergleich zu üblichen, gesoundeten Hupen in irgendwelchen Räumen:

                      1) Raum - was genau - gleichmäßige Nachhallzeit, leise Erstreflexionen oder deren Einbindung ins Konzept, im Tiefbass elektronische Entzerrung mit möglichst viel Membranfläche
                      2) Lautsprecher - deckungsgleicher on und off axis Frequenzgang (off axis linear fallend) keine Resonanzen (nicht ausregelbar)
                      3) Geringstmöglicher Klirr ohne es über-und damit falsch zu bewerten. Meistens passt das. Bei dir ganz sicher. Kannst abhaken.
                      4) realistisch betrachtetes Herstellen des Hördreiecks (bez. LS Aufstellung eigentlich Priorität 1-2) aber im Sinne vom Hörplatz. Ausloten was wirklich vertikal und horizontal an den Ohren landet und wie sich das im engeren Umkreis gestaltet. Der Rest bez. "der beste" Platz wird quasi hingerechnet. Führende DRC Systeme wie Dirac, Acourate, sicher auch Trinnov usw. stellen diesen definierten Punkt (Schraubstock oder breiter) mathematisch erstmals genauer her. Drum wehre ich mich mittlerweile gegen Begriffe wie Korrektur oder glattbügeln.

                      Ich tippe mal darauf, dass dein sauber gestalteter Raum eine große Rolle spielt. Das Abstrahlverhalten der LS konnte ich nicht finden, wird aber, so schätze ich sehr gut sein. Focal kann ja auch Studio LS und im Prinzip hast du jetzt auch einen, auch wenn er nicht so aussieht. Klar der DSP, einzelne Amps hinter jedem Weg, exakte Delays und akribisch ermittelte Übergänge samt phasengleichen Flanken können einen LS besser zu diesen Eigenschaften nötigen. Sehe ich auch nach wie vor so, heißt aber nicht, dass jemand, der es kann, das Ziel nicht auch passiv erreichen kann. Ascilab ist gerade so ein sich aufschwingendes Unternehmen, in das ich Hoffnung setze. In deren letzten, noch nicht verfügbaren Upperclass Liga gehen sie auch den DSP Weg. Ziel ist aber Klirr und Abstrahlverhalten. Sie erreichen es halt damit nochmals besser als mit ihren passiven 2 Wegern, wo es leichter ist. Die Messdaten brauchen sich hinter den besten Studio LS aber nicht verstecken. Und sie stimmen!
                      Bei marginalen Abweichungen von ideal geht so manches auch noch mit DRC in Bezug auf LS Verbesserung.
                      Was man nicht mehr los wird, wenn der LS Pfusch ist, sind lt. Toole Resonanzen, die sich auf Achse, unter Winkeln und anderen Spinorama Daten widerspiegeln. Sind sie überall, ist der LS schlichtweg nicht korrigierbar.
                      Mike hat sich da auch schon auch mit dem Thema EQ - fähigkeit auseinandergesetzt.
                      Hier ein guter Einstieg:
                      Help for the spinorama.org website. How to understand the graphs? What is a Spinorama? Why you should care?


                      Nun zum heutigen Fazit:
                      Dein aktuell eingebautes ADAPT arbeitet mit Entfernungseingaben, ob nun manuell oder per App tauglicher Handy Cam. Dann etwas Kanalgleichheit und groben Angleich vom Frequenzgang durch einige sweeps. Diese werden aber, so wie ich es lese, nicht gemessen, sondern man bestätigt das mittels Lautstärkeempfinden. In Summe eine auf Simulation aufgebaute Anpassung. Kein wirklich durch unbestechliche Messungen ermittelter Ist Zustand.
                      Ein DRC wie Dirac, da lehne ich mich raus, würde bei dir immer noch viel machen. Selbst wenn die LS einen Top FG haben, dein Raum gut ist und du perfekt platziert bist, wirkt im modalen Bereich unweigerlich ein Schall Mischmasch, der keineswegs linear sein kann. Vielleicht kann das ADAT das so ungefähr, weil du die schlimmsten Moden gehörtechnisch runterschraubst, aber genau ist das wahrscheinlich nicht. Bei solch einer finanziellen Ausgabe würde ich unbedingt wissen wollen, wie sich das tatsächlich misst. Das wäre ja möglich, ebenso wie Dirac. Über ein minidsp flex digital. Darüber per toslink in die Focal. Blöd nur, dass damit die eingebauten Streamingdienste obsolet werden und man auf einen externen Streamer gehen muss. Das kleinste Thema.

                      Aber wie gesagt, erstmals wird das vielleicht kein Thema sein. Du wirst jetzt mal genießen. Ich freue mich für dich dich.
                      Zuletzt geändert von Gast; 20.01.2026, 21:29.

                      Kommentar


                        #12
                        OK, Klaus hat damit begonnen......(gute Ausrede meinerseits ). Also schreibe ich jetzt auch alle meine Gedanken dazu, ohne Rücksicht auf Verluste (auch schon egal, bin sowieso schon als "Spielverderber" in dieser Szene bekannt und verschrien.....).

                        Aber zuerst einmal:
                        Milon, wenn du von dieser Sache total begeistert und überzeugt bist und wenn du sagst "ist mir komplett egal was Andere dazu sagen" (so wie ich es auch immer mache), dann schlage zu, denn auch du lebst nur einmal und jede Freude die man sich selbst machen kann, sollte man sich auch gönnen, wenn locker möglich.



                        -------------------------------------------------------------------------

                        Jetzt schreibe ich einfach "brutal" das, was ich mir tatsächlich dazu denke:

                        Würde ich es geschenkt nehmen? Nein! Warum? Weil es zwar "wunderhübsch" aussieht, aber noch immer weit von dem entfernt ist, was ich mir von einer hochwertigen Audioanlage vorstelle und erwarte. Und das um sehr viel Geld.

                        Denn: das was man damit zustande bringt, ist sicher "um Welten besser" als das was aus jeder (nicht an den Hörplatz angepassten) HiFi-Anlage "rausdudelt" und das ist logischer Weise hörbar, aber ebenso ist es "noch meilenweit" von dem entfernt, was technisch machbar ist.

                        Oder anders: es ist eine sehr gute Sache für "Otto-Normalverbraucher", weil es einfach bedienbar ist und schnell zu einem recht guten "klanglichen" Ergebnis führt. Dazu noch die automatische Loudness.....toll!

                        Aber:
                        Es würde mich sehr interessieren (mehr als alles Andere daran), wie das was du jetzt hast und hörst, messtechnisch aussieht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es nur annähernd das ist, was man mit guten Studiomonitoren zustande bringen kann. Und nur das ist "mein Maßstab"!

                        Das heißt: wenn es nur um das bestmögliche Endergebnis geht (messtechnisch und auch klanglich), kann man (je nach gewünschter maximal möglicher Lautstärke, denn davon hängt genau genommen fast alles ab) um etwa einem Zehntel bis etwa einem Drittel des Preises den du jetzt bereit bist zu bezahlen, eine Anlage zusammenstellen, die (auch ganz wichtig!) "unter den gegebenen Umständen" das Maximum herausholt. Allerdings nicht mit dieser hübschen Optik und nur mit einer Sub/Sat Kombination!

                        Milon, mir ist nur wichtig, das "gesagt" zu haben. Mehr nicht.
                        Zuletzt geändert von David; 21.01.2026, 07:17.
                        Gruß
                        David


                        WEBSEITE HiFiAKTIV: Klick mich
                        Wirklich hochwertige Audiowiedergabe erfordert tadellose Messwerte beim Hörplatz. Das muss einmal die Basis sein. Danach hört man die Aufnahmen weitgehend so, wie sie produziert wurden, aber nur so gut, wie es die Umstände im Hörraum und beim Hörplatz zulassen. Diese "Deckelung" setzt in üblichen Wohnräumen sehr früh ein, da helfen auch die besten und schönsten Geräte nichts!
                        Was bei schlechten Bedingungen immer hilft, das ist ein möglichst kleines Hördreieck.

                        Es spricht aber nichts dagegen (gehört für mich sogar standardmäßig dazu) sich nach Optimierung der Messdaten abschließend einen „besser gefallenden“ Klang mit breitbandigen Anhebungen oder Absenkungen einzustellen als lineare Wiedergabe es meist ist. Oft (auch für mich) reicht dazu nur eine Anhebung der Tiefbässe um ein paar dB. An den tadellosen Messdaten ändert sich deshalb nichts.

                        Alles das ist „Standard-Profitechnik“, die auf digitaler Basis funktioniert und wozu ein PC und ein DSP notwendig sind.

                        Alles was unter den Sammelbegriff „HiFi“ fällt, ist für mich schon vor sehr langer Zeit komplett uninteressant geworden, weil damit nie das erreicht wurde, was ursprünglich angestrebt war und weil es auf die uralte Art auch gar nicht geht, die sich bis heute nicht verändert hat.

                        Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst dann, wenn sie physikalisch und messtechnisch nachvollziehbar sind und wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen wurden. Das war bisher nach unzähligen solcher Tests noch nie der Fall!

                        Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich -

                        Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
                        Wichtig: zumindest versuchen, beim Thema zu bleiben!

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                          #13
                          Meine Erfahrung mit aktuellen HIFI-Aktivlautsprechern bekannter Hersteller: sie entsprechen zunehmend Monitorlautsprechern. Und Focal ist bekannt, gehäusemäßig interessante Konzepte zu haben. Vergleichbare Genelec und co sind auch nicht deutlich billiger. Und fast immer optisch bedenklich bezüglich WAF.
                          Was mehr zählt ist eh der Raum und was dazu gehört.
                          best regards

                          Mark von der Waterkant

                          Kommentar


                            #14
                            Genau. Das "Gesamterlebnis" ist nun mal subjektiv. Wenn man verinnerlicht hat, daß man nicht jeden "Furz" hört, plus den "audio circle of confusion", sieht man das Ganze gelassener. Ich jedenfalls. Wer nach Perfektion strebt, wird nie zufrieden sein.
                            Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

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                              #15
                              Für mich liegt das Haupt Problem darin das alles integriert.
                              Somit müsste eine lebenslange Versorgung mit Updates sichergestellt sein.
                              Sonst kann ich das nur noch funktionseingeschränkt benutzen.

                              Die meisten Geräte sind bei mir den Software Tod gestorben.
                              Neue Video, Audio Codecs, Geänderte Plattformen, oder der Hersteller existiert schlicht nicht mehr.
                              Vermutlich wird es hier als nächstes den Internet Router treffen.
                              Bintec ist pleite.

                              Aber da das Teil eh nur 30 Euro bei ebay gekostet hat, so what.
                              Aber was viel Arbeit ist das Netzwerk wieder neu aufzubauen.
                              Geräte die Remote fähig sind haben einen Namen und fest zugewiesene IP Adressen.
                              Das muss alles wieder korrekt zugeordnet werden.

                              Gruß Frank

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