Anlässlich zweier Beiträge von David im "Henning"-Thread und der Beobachtung im dt. HiFi-Forum, sehe ich
mich genötigt zu einem Uraltthema meinen Senf (sprich eigene Praxiserfahrung aus über vierzig Jahren
HiFi-Handel) dazuzugeben.
Es geht um die berühmt berüchtigten Watt (aus Verstärker raus und in Lautsprecher rein - viele glauben aber auch,
dass die aus dem Lautsprecher rauskommen).
Zu Davids 1-Watt-reicht-völlig aus-Theorie. David geht von Hochwirkungsgrad LS aus, weil er sowas baut -
vor längerer Zeit habe ich ihn schon widerlegt, dass der Wirkungsgrad bei den gängigen HiFi-LS, nicht
bei 91 dB/1W/1m liegt, sondern im Bereich um 85 dB/1W/1m.
Ich gebe David völlig Recht, dass die Wiedergabe eines Messtones (1 kHz oder Kammerton A) mit einem Watt
ziemlich unangenehm laut ist. Spielt man aber eine dynamische Musik mit der gleichen Lautstärkeeinstellung ab,
wird die nicht als besonders laut empfunden.
Abgesehen von auf hohen Pegel totremasterten Musiken, kann eine gute Aufnahme einen Dynamikumfang von
bis über 30dB aufweisen.
Jetzt können die Techniker leicht errechnen, wie hoch die erforderlichen Leistungssprünge, die der Amp dazu
abgeben muss, sein müssen (ich rechne hier nichts, weil ich mir den Shitstorm ersparen will, falls mir dabei
versehentlich ein Fehler unterlaufen sollte
).
In meinem Berufsleben sind mir etliche durchgebrannte Hochtonschwingspulen* untergekommen, aber nur ein
einziger durch Überlastung defekter TMT (den habe ich selber geschrottet bei einer Super-Vorführung**).
Interessant dabei war, dass stets ein Amp im Spiel war, dessen max. Leistung unterhalb der angegebenen
Belastbarkeit der LS lag.
Ich kenne aus meiner Praxis keinen einzigen Fall, bei dem ein LS-Defekt auftrat in einer Kombi, wo der Amp eine deutlich höhere Leistung abzugeben vermochte, als die angegebene max. LS-Belastbarkeit (einzige Ausnahme -
she. oben).
Die Gründe für LS-Defekte stellten sich dabei immer gleich dar - Familienfete, Party und irgendein Beschwippster
meint - "komm dreh' mal weiter auf, kann ja nichts passieren".
*Eingedrückte Hochtonkalotten zählen in dem hier angesprochenen Zusammenhang nicht.
Seit ich an die Fans keine "schwachen" Verstärker mehr verkaufe, treten keine LS-Defekte mehr auf.
Ein kleiner Rega Brio oder Vincent SV-200/500 gehen in die Haushalte "gesitteter" Hörer, wo Pegel über Zimmerlautstärke undenkbar sind.
Mein Fazit zum Thema: Ein überdimensionierter Amp ist ein Garant für die Erhaltung der LS und erspart dem
Eigner die Kosten für Hochtönerersatz (durchgebrannte HT sind niemals Garantie, sondern gehen immer zu Lasten
des Eigners).
Ausserdem spielt dieser Amp stets in einem Bereich, wo er weit unterhalb klangschädlicher Verzerrungen bleibt.
So, das waren meine Gedanken hierzu - es darf nun widersprochen oder auch gern dem zugestimmt werden.
LG
E.M.
** LS war Dynaudio Crafft, Endstufe Nakamichi PA 7 E II, Musik Dire Straits "Calling Elvis" aus der CD
"On Every Streets" in der Urfassung von 1991. Selbstverständlich hat Dynaudio mir das defekte Chassis nicht
kulanterweise kostenlos ersetzt, sondern ca. 400 DM abgerechnet, schliesslich hätte ich ja mit der Vorführung
auch einen Verkaufsabschluss erzielt ....
mich genötigt zu einem Uraltthema meinen Senf (sprich eigene Praxiserfahrung aus über vierzig Jahren
HiFi-Handel) dazuzugeben.
Es geht um die berühmt berüchtigten Watt (aus Verstärker raus und in Lautsprecher rein - viele glauben aber auch,
dass die aus dem Lautsprecher rauskommen).
Zu Davids 1-Watt-reicht-völlig aus-Theorie. David geht von Hochwirkungsgrad LS aus, weil er sowas baut -
vor längerer Zeit habe ich ihn schon widerlegt, dass der Wirkungsgrad bei den gängigen HiFi-LS, nicht
bei 91 dB/1W/1m liegt, sondern im Bereich um 85 dB/1W/1m.
Ich gebe David völlig Recht, dass die Wiedergabe eines Messtones (1 kHz oder Kammerton A) mit einem Watt
ziemlich unangenehm laut ist. Spielt man aber eine dynamische Musik mit der gleichen Lautstärkeeinstellung ab,
wird die nicht als besonders laut empfunden.
Abgesehen von auf hohen Pegel totremasterten Musiken, kann eine gute Aufnahme einen Dynamikumfang von
bis über 30dB aufweisen.
Jetzt können die Techniker leicht errechnen, wie hoch die erforderlichen Leistungssprünge, die der Amp dazu
abgeben muss, sein müssen (ich rechne hier nichts, weil ich mir den Shitstorm ersparen will, falls mir dabei
versehentlich ein Fehler unterlaufen sollte
).In meinem Berufsleben sind mir etliche durchgebrannte Hochtonschwingspulen* untergekommen, aber nur ein
einziger durch Überlastung defekter TMT (den habe ich selber geschrottet bei einer Super-Vorführung**).
Interessant dabei war, dass stets ein Amp im Spiel war, dessen max. Leistung unterhalb der angegebenen
Belastbarkeit der LS lag.
Ich kenne aus meiner Praxis keinen einzigen Fall, bei dem ein LS-Defekt auftrat in einer Kombi, wo der Amp eine deutlich höhere Leistung abzugeben vermochte, als die angegebene max. LS-Belastbarkeit (einzige Ausnahme -
she. oben).
Die Gründe für LS-Defekte stellten sich dabei immer gleich dar - Familienfete, Party und irgendein Beschwippster
meint - "komm dreh' mal weiter auf, kann ja nichts passieren".
*Eingedrückte Hochtonkalotten zählen in dem hier angesprochenen Zusammenhang nicht.
Seit ich an die Fans keine "schwachen" Verstärker mehr verkaufe, treten keine LS-Defekte mehr auf.
Ein kleiner Rega Brio oder Vincent SV-200/500 gehen in die Haushalte "gesitteter" Hörer, wo Pegel über Zimmerlautstärke undenkbar sind.
Mein Fazit zum Thema: Ein überdimensionierter Amp ist ein Garant für die Erhaltung der LS und erspart dem
Eigner die Kosten für Hochtönerersatz (durchgebrannte HT sind niemals Garantie, sondern gehen immer zu Lasten
des Eigners).
Ausserdem spielt dieser Amp stets in einem Bereich, wo er weit unterhalb klangschädlicher Verzerrungen bleibt.
So, das waren meine Gedanken hierzu - es darf nun widersprochen oder auch gern dem zugestimmt werden.
LG
E.M.
** LS war Dynaudio Crafft, Endstufe Nakamichi PA 7 E II, Musik Dire Straits "Calling Elvis" aus der CD
"On Every Streets" in der Urfassung von 1991. Selbstverständlich hat Dynaudio mir das defekte Chassis nicht
kulanterweise kostenlos ersetzt, sondern ca. 400 DM abgerechnet, schliesslich hätte ich ja mit der Vorführung
auch einen Verkaufsabschluss erzielt ....

) alles anhören musste war fern von jedweder Realität . Das Pärchen was zeitgleich beraten wurde tat mir nur leid, am liebsten wäre ich dazwischen gegangen nur was sollte ich machen. Von solchen Leuten beraten zu werden ist das Schlimmste was einem passieren kann.



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