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Was ist für das Aussterben in Hifi-Foren verantwortlich?

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    apopo

    komisch dass mir immer das da einfällt. als ich das letzte mal in london war. obwohl die durchsichtige die hauptperson war



    ich dürfte auch erotisch der auditive typ sein.
    egal
    mir wrzählt man ....
    ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)

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      Was müsste die Branche eigentlich tun um den HiFi-Boom wieder aufleben zu lassen? Oder was müsste generell geschehen damit das Thema wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt(was ja letztendlich auch dazu führen würde dass in den Foren wieder mehr los ist)? ?Es kann sich ja wohl nicht alles nur über den Preis definieren oder?

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        Die Elektronikheimwerkermärkte sind geschlossen (für immer!), die Handwerkskammern haben die Abteilungen für Radio- und Fernsehtechnik aufgelöst, selbst die großen Kistenschieber für UE haben massive Probleme und der Nachwuchs hört überhaupt nur noch mit IT als Quelle und mobile Lautsprecher und Kopfhörer. Wer soll sich da noch für "HIFI" interessieren. Nur wir alten Recken.

        acta est fabula
        best regards

        Mark von der Waterkant

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          Trotzdem ist es IMHO nicht der komplette Untergang, sondern eine (unfreiwillige) Neuordnung. Wenn sich jemand eine "bessere" Anlage anschafft, dann aus echtem Interesse, und nicht, weil der Kumpel oder Nachbar schon eine hat. Außerdem, die "Masse" wurde von Streaming und asozialen Medien abgeholt, die kommt kaum wieder. Last but not least - immer mehr potentielle Kunden haben derzeit ganz andere Sorgen.

          Inter arma silent leges, inter arma silent Musae.
          Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

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            Meine Frage war ja nicht was dazu führt dass es der Branche und den Foren immer schlechter geht, sondern was man tun müsste damit es wieder aufwärts geht oder der Boom wieder anrollt. Bei den Kopfhörern erleben wir doch gerade eine ähnliche Renaissance. Warum sollte das bei HiFi nicht auch möglich sein?
            Zuletzt geändert von David; 05.05.2026, 13:33.

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              Nichts ist ewig, alles in Fluss (panta rhei). Und alles tendiert dazu, wiederzukommen. Wenngleich in anderer Form, als erwartet.
              Machen können wir wohl, hier und jetzt, gar nichts.

              Am Rande: "Renaissance" bei Kopfhörern? Oder eher Minimalismus-Trend? Bei solchen Trends kann schnell passieren, daß andere Trends "neutralisiert" werden, also bspw. Kopfhörer statt Lautsprecher, Streaming statt Datenträger, etc. "Renaissance" naja...

              Noch so ein Trend (@Topic): erst Influencer, danach KI, statt Foren.
              Verstehend lesen ist mühsam geworden, bei der um sich greifenden Unbildung.
              Zuletzt geändert von respice finem; 05.05.2026, 13:24.
              Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

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                Kaum wer denkt auch daran, aber einer der Gründe könnte auch sein, dass kaum noch irgendwo gute neue Musik entsteht. Wer starke Nerven hat, der sollte sich den Song Contest ansehen und anhören, der demnächst in Wien stattfindet.
                Gruß
                David


                WEBSEITE HiFiAKTIV: Klick mich
                Wirklich hochwertige Audiowiedergabe erfordert tadellose Messwerte beim Hörplatz. Das muss einmal die Basis sein. Danach hört man die Aufnahmen weitgehend so, wie sie produziert wurden, aber nur so gut, wie es die Umstände im Hörraum und beim Hörplatz zulassen. Diese "Deckelung" setzt in üblichen Wohnräumen sehr früh ein, da helfen auch die besten und schönsten Geräte nichts!
                Was bei schlechten Bedingungen immer hilft, das ist ein möglichst kleines Hördreieck.

                Es spricht aber nichts dagegen (gehört für mich sogar standardmäßig dazu) sich nach Optimierung der Messdaten abschließend einen „besser gefallenden“ Klang mit breitbandigen Anhebungen oder Absenkungen einzustellen als lineare Wiedergabe es meist ist. Oft (auch für mich) reicht dazu nur eine Anhebung der Tiefbässe um ein paar dB. An den tadellosen Messdaten ändert sich deshalb nichts.

                Alles das ist „Standard-Profitechnik“, die auf digitaler Basis funktioniert und wozu ein PC und ein DSP notwendig sind.

                Alles was unter den Sammelbegriff „HiFi“ fällt, ist für mich schon vor sehr langer Zeit komplett uninteressant geworden, weil damit nie das erreicht wurde, was ursprünglich angestrebt war und weil es auf die uralte Art auch gar nicht geht, die sich bis heute nicht verändert hat.

                Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst dann, wenn sie physikalisch und messtechnisch nachvollziehbar sind und wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen wurden. Das war bisher nach unzähligen solcher Tests noch nie der Fall!

                Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich -

                Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
                Wichtig: zumindest versuchen, beim Thema zu bleiben!

                Kommentar


                  Zitat von David Beitrag anzeigen
                  Kaum wer denkt auch daran, aber einer der Gründe könnte auch sein, dass kaum noch irgendwo gute neue Musik entsteht. Wer starke Nerven hat, der sollte sich den Song Contest ansehen und anhören, der demnächst in Wien stattfindet.
                  Das sowieso. Oder wir werden zu alt für den Shice
                  Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

                  Kommentar


                    Es gibt doch sowas wie eine Renaissance von Hifi. Bei analogen Medien schon länger, bei Schallplatten schon seit rund 20 Jahren. Jetzt geht es bei analogen Bandmaschine so richtig los. Vor rund 15 Jahren habe ich eine Denon DRS-810 auf dem Flohmarkt gekauft, äußerlich in praktisch perfektem Zustand, so ca. 80 € habe ich dafür hingelegt, dann nochmal rund 60 € für eine Revision. Jetzt funktioniert sie perfekt. Wenn man sich die Preise heute ansieht ....Vintage ist allgemein richtig hipp.

                    Daneben gibt es eine neue Entwicklung, billiges aber erstaunlich gutes China-Hifi. Sowas z.B.:

                    AIYIMA A80: 300Wx2 HiFi Stereo Verstärker mit Bluetooth?

                    Das verkauft sich richtig gut. Wobei man sagen muss, Hifi, in welcher Form auch immer, ist heute nur noch Nische. Nur noch so Bekloppte wie wir alten Säcke beschäftigen sich damit. Die anderen, Gen-Z, sagt man doch so (?!?, haben heute ihre Taschen-Computer und Ohrstöpsel, bestenfalls hören sie noch mit sowas

                    JBL Xtreme 4 | Tragbarer wasserdichter Lautsprecher?

                    Musik. Wasserdicht isser und praktisch vielleicht auch aber Hifi ist das wohl kaum...

                    Gruß

                    RD

                    Kommentar


                      Oder wir werden zu alt für den Shice
                      Klar sind (nicht werden) wir zu alt für sowas. Diesen shice anzuhören würde für mich mittelalterlicher Foltermethoden nahekommen...

                      Gruß

                      RD

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                        Das fällt alles unter die Kategorie.
                        Das war dann mal weg.

                        Wir benutzen heute andere Dinge als vor 20 Jahren.

                        Als Beispiel das Smartphone hat viele andere Dinge verdrängt.
                        Die Kleinbild Kamera, Uhr, Musik Abspieler von Schallplatte, Kassette bis CD, Taschenrechner, Navigation, und vieles mehr.
                        Dank moderner Kommunikation überall nutzbar.

                        Auch unterwegs wo früher Walkman und Ghettoblaster herhalten mussten.
                        Smartphone, Bluetooth Kopfhörer oder Lautsprecher, für den Grill Abend am See.
                        Selbst hier auf der Terasse benutze ich den Bluetooth LS hin und wieder.

                        Die Kommunikation, DSL, Glasfaser, Mobilfunk hat alles verändert.
                        Plattenläden und Videotheken sind ausgestorben.

                        Und auch zuhause reichen lediglich ein paar Aktiv LS oder Surround in Verbindung mit Glotze.
                        Wozu ein CD, Platten Spieler, wenn nicht Altbestände vorhanden sind.

                        Gruß Frank

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                          Richtig. Und das ist alles in der Summe zu wenig für eine wirkliche "Renaissance". Zumal jeder Anbieter auch noch nach Wachstum lechzt. Den wahren Zustand der Misere zeigen die Übernahmen, was bleibt in 10 Jahren, außer Samsung (vel Harman) übrig? Revox Bandmaschine etc. in Ehren -- machen makroökonomisch den Kohl nicht fett. Oh, und Revox ist ja auch längst Harman...
                          Zuletzt geändert von respice finem; 05.05.2026, 14:47.
                          Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

                          Kommentar


                            Als Beispiel das Smartphone hat viele andere Dinge verdrängt.
                            ...und es hat uns endgültig gläsern und damit kontrollier- und steuerbar gemacht. Und ich habe den Eindruck, genau das war die Agenda...denn demnächst geht gar nichts mehr ohne Taschen Computer. Keine Bankgeschäfte mehr, keine Behördengänge mehr, und endgültig die totale Überwachung überall und zu jeder Zeit...ohne dass wir das mitbekommen.

                            Gruß

                            RD

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                              Zitat von ruedi01 Beitrag anzeigen
                              ...ohne dass wir das mitbekommen...
                              Die Sheeple sollen es (längerfristig) mitbekommen - und dementsprechend "artig" sein.
                              Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

                              Kommentar


                                Ich habe die ki mal darum gebeten nach den genauen Ursachen zu forschen.
                                Die Beobachtung, dass traditionsreiche HiFi-Foren zunehmend verweisen und der klassische Audio-Markt sich radikal verändert hat, lässt sich mit klaren wirtschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen belegen. Der Wandel vollzieht sich auf mehreren Ebenen gleichzeitig und hat die gesamte Branche umgekrempelt.
                                1. Das Foren-Sterben im HiFi-Bereich
                                Der Rückgang der Nutzerzahlen in ehemals florierenden Plattformen wie dem Hifi-Forum.de oder internationalen Pendants ist kein exklusives Problem der Audio-Welt, trifft diese aber besonders hart.
                                * Plattform-Wandel: Die Kommunikation hat sich von klassischen, textbasierten Foren massiv auf schnellere, visuelle Plattformen verlagert. Diskussionen finden heute in den Kommentarspalten unter YouTube-Reviews, in spezialisierten Sub-Reddits (wie r/audiophile) oder in geschlossenen Discord-Gruppen statt. Die Aufmerksamkeitsspanne für seitenlange Text-Threads ist gesunken.
                                * Überalterung der Zielgruppe: Das klassische Hobby – das Optimieren von massiven, passiven Lautsprechern und schweren Verstärkern im dedizierten Hörraum – wird maßgeblich von einer älteren Generation getragen. Jüngere Zielgruppen wachsen in dieses platzintensive und teure Hobby kaum noch nach.
                                * Wegfall des Beratungsbedarfs: Bei modernen Plug-and-Play-Systemen entfällt die Notwendigkeit, sich tagelang über die Kompatibilität von Endstufen, Impedanzen und Frequenzweichen auszutauschen. Moderne Geräte nehmen dem Nutzer das meiste Abstimmen ab.
                                2. Die wirtschaftliche Lage der Traditionshersteller
                                Der globale Audio-Markt wächst zwar enorm durch Tech-Giganten wie Apple oder Sony, aber das klassische Komponenten-HiFi schrumpft. Klassische Hersteller müssen sich extrem anpassen oder verschwinden vom Markt.
                                * Bowers & Wilkins (B&W): Die Marke steht exemplarisch für den Druck im Sektor. Nach mehreren Verkäufen (zuletzt an den Medizintechnik-Konzern Masimo) wird aktuell versucht, die Audio-Sparte wieder abzustoßen, da die Wachstumsraten im klassischen Heimaudio-Bereich hinter den Erwartungen der renditegetriebenen Investoren zurückblieben.
                                * Der Absturz der AV-Receiver-Giganten: Einstige Marktführer wie Onkyo und Pioneer durchliefen in den letzten Jahren Insolvenzen, wurden zerschlagen und an Firmenkonsortien verkauft. Der Markt für große 9.2-Heimkino-Receiver ist massiv eingebrochen, da hochwertige Soundbars für 90 % der Kunden heute völlig ausreichen.
                                * Sennheiser: Selbst im scheinbar sicheren Markt für Kopfhörer wurde der Druck zu groß. Die traditionsreiche Consumer-Sparte wurde komplett an den Schweizer Hörgerätehersteller Sonova verkauft, um im harten Wettbewerb mit den Tech-Giganten (AirPods etc.) nicht unterzugehen.
                                * Strategiewechsel europäischer Traditionsmarken: Viele Marken (wie KEF oder Dynaudio) haben überlebt, indem sie den Fokus komplett verschoben haben. Das Geld wird heute mit kabellosen Aktiv-Lautsprechern, Lifestyle-Produkten oder Systemen für Luxus-Autos verdient, während die großen passiven Holzkisten oft nur noch als prestigeträchtige Aushängeschilder dienen.
                                3. Die technische Disruption: DSP und "Chi-Fi"
                                Die Technik hat sich dermaßen demokratisiert, dass der High-End-Mythos stark gelitten hat.
                                * Der Aufstieg von Class-D und asiatischen Herstellern: Marken wie Topping oder SMSL bauen heute für 300 bis 500 Euro DACs und Class-D-Verstärker, die messtechnisch oft fehlerfreier arbeiten als 5.000-Euro-Boliden von Traditionsmarken. Das hat den Gebrauchtmarkt geflutet und die extremen Gewinnmargen im Verstärker-Bereich zerstört.
                                * Raumakustik statt Kabel-Voodoo: Die verbliebenen Enthusiasten wissen heute durch günstige Messmikrofone und Software wie REW oder Dirac Live, dass der Raum 80 % des Klangs ausmacht. Das Geld fließt eher in DSP-Raumkorrektur als in sündhaft teure Lautsprecherkabel. Dadurch sterben auch die klassischen esoterischen "Klang-Diskussionen" in Foren aus, weil heute harte, belegbare Messdaten zählen.
                                4. Veränderte Hörgewohnheiten
                                * Convenience schlägt Klassik: Soundbars und Multiroom-Systeme dominieren die Wohnzimmer. Die nahtlose Integration in Smart Homes ist vielen Käufern heute deutlich wichtiger als das letzte Quäntchen Auflösung im Hochtonbereich.
                                * Personal Audio: Kunden geben heute eher vierstellige Beträge für High-End-Kopfhörer oder In-Ears aus als für Standlautsprecher, da sie diese überall nutzen können – im Home-Office, in der Bahn oder abends auf der Couch, ohne die Familie zu stören.
                                * Streaming-Alltag: Musik wird heute oftmals konsumiert, nicht mehr zelebriert. Algorithmus-Playlists laufen im Hintergrund; das konzentrierte, stundenlange Hören eines kompletten Albums im perfekten Stereo-Dreieck ist zu einer absoluten Nische verkommen.
                                Fazit
                                Das klassische Komponenten-HiFi ist nicht tot, aber es hat sich von einem echten Massenmarkt der 80er und 90er Jahre zu einer hochspezialisierten Nische für Liebhaber zurückentwickelt. Und genau dieser Schrumpfungsprozess der Zielgruppe, gepaart mit dem unaufhaltsamen Siegeszug von Social Media und Video-Plattformen, spiegelt sich nun in der Leere der ehemals pulsierenden Web-Foren wider.


                                Der B&W Thread im hifi-forum.de ist seinerzeit so gut gelaufen wie kein anderer – wirklich verrückt. Aber dass B&W als Hersteller mittlerweile so dermaßen abrutscht hätte ich nie für möglich gehalten.
                                Zuletzt geändert von David; 05.05.2026, 17:08.

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