Der Hamburger Filmregisseur Hark Bohm verbrachte als Kind die letzten Kriegsmonate auf der Nordseeinsel Amrum. Seine Eltern waren überzeugte Nazis, und noch später hat er darunter gelitten, dass sie überzeugte Hitler-Anhänger waren. Diese Erfahrung bildet die Grundlage für den Spielfilm 'Amrum', angelehnt an Bohms Kindheitserinnerungen: Im Mittelpunkt steht ein Junge namens Nanning, der in den letzten Kriegsmonaten auf der Insel lebt, zwischen Einheimischen, die auf das Kriegsende hoffen und seiner fanatischen Mutter. Eigentlich wollte Bohm selbst Regie führen, doch aus Altersgründen übergab er das Projekt an seinen Freund Fatih Akin. In Cannes wurde 'Amrum' gefeiert, dann beim Hamburger Filmfest, und seit Oktober läuft er in den Kinos. Den Kinostart erlebte Bohm noch, bevor er am 14. November verstarb. 'NDR Kultur - Das Journal' stellt den Film vor und spricht mit Fatih Akin.