Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Klassiktips vom Onkel

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Klassiktips vom Onkel

    Zu Brahms Musik fehlte mir immer der richtige Zugang. Oft war mir seine Musik zu " dröge " Er wurde ja als Nachfolger Beethoven eingeschätzt.
    Das Er auch ganz anders konnte zeigt sein 2. Klavierkonzert. Besonders der 3. Satz, das Andante ist von unglaublicher Schönheit.

    Johannes Brahms, Maurizio Pollini, Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann · Brahms: Klavierkonzert Nr. 2 (Live at Semperoper, Dresden, 2013) · Song · 2014


    l.g. werner

    #2
    Habe selten so eine gute und lehrreiche Musikkritik gesehen und gehört wie diese hier.



    l.g. werner

    Kommentar


      #3
      brahms war eigentlich pianist mit hang zum komponieren. vielleicht deshalb und wie beethoven eigentlich deutscher, der sitzt mit bruckner und schubert und lizt auf einem wolkal und schimpft, weil der beethofen nix mit ihnen zu tun haben will und seit er wieder hört mozart und haydn lauscht. der parnass ist auch ein ort der wirrniss und bach grinst still in sivh hinein.
      die ganze wiener mischpoche ist dem papa bach zu kindisch. wenns gerecht zugeht, dann hat er da oben eine silbermannorgel, die er vergnügt des nachmittags nach dem mittahsschläfchen munter zu fugen anstiftend schlägt. da wird der bruckner ganz blass vor neid ...

      come sulla terre come nell parnaso (gluck paraphrasierend)
      ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)

      Kommentar


        #4
        Bruckner würde ich jetzt nicht mit Schubert vergleichen wohlen. Der katholische Anton hat Musik für den lieben Gott gemacht. Erfüllung bekommt man bei ihm nicht.
        Mahlers berühmte Zitat über ihm
        Halb Gott......halb Trottel ! trifft den Nagel auf den Kopf. Schubert......eben nicht in elitären Kreisen wie Beethoven war wohl von den hier genannten, der geheimnisvollste. Und mir deutlich lieber als Beethoven.
        l.g. werner

        Kommentar


          #5
          der bruckner war in einem dorf hier in der nähe hilfslehrer in seiner jugend, er war ein schrull, verbogen von seiner st.florianer klösterlichkeit.
          ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)

          Kommentar


            #6
            Seine 8te ist schon nen Brocken.Wie so viele seiner Kompositionen hat er bei leisester Kritik seine Werke umgeschrieben. Wie gesagt, zwiespältig. Das krasse Gegenteil....Mahler, mein Lieblings Komponist. Allerdings auch nicht alles von ihm. Seine ersten 6 Sinfonien und seine nicht vollendete 10 te sind der Hammer.
            l.g. werner

            Kommentar


              #7
              Im Oktober habe ich mir wieder einmal sämtliche Streichquartette von Joseph Haydn angehört; war so eigentlich nicht geplant,
              da ich vermutete, dass das langweilig werden würde, ohne Abwechslung zwischendurch - war aber spannend bis zum Schluss.
              Gesamtaufnahme mit dem Auryn Quartett unter dem TACET-Label - auch klanglich eine Wohltat.

              In den letzten acht Tagen waren die Sinfonien 1-8 von Beethoven dran - für die Neunte brauche ich einen besonderen Tag,
              wahrscheinlich Samstag oder Sonntag zum Kaffee.
              Die 6. (Pastorale) zählt für mich zu den schönsten Musiken, die ich kenne.
              Meine Lieblingsaufnahmen sind die mit René Leibowitz von 1961 in der Neuauflage von Chesky-Records.

              Ab nächster Woche ist das Programm noch unklar.

              LG
              E.M.

              Lieber Werner, falls Du nicht willst, dass andere TN hier ihre Tipps reinschreiben, teile das einfach mit
              und ich werde mich zurückziehen.

              Kommentar


                #8
                Hallo Edward
                Warum sollte ich was da gegen haben. Das bereichert doch das Forum. Ja, der Haydn überrascht mich auch immer wieder. Man muss sich ja nicht alle der über 100 Sinfonien reinziehen.
                Beethoven Sinfonien, wenn ich ehrlich bin......alles andere von ihm gefällt mir deutlich besser. Wenn überhaupt, die 6te ist wirklich schön, die 9te für mich unerträglich. Dieser ganze Pathos und Sturm und Drang......nee, nix für mich.
                Ach Karajan......bin jetzt lieber still, wenn überhaupt, dann Bruno Walter.
                Falls es dich interessiert. Mag die Ouvertüren von Wagner sehr gern. Es gibt im Netz ein ganz seltenes Video von dem legendären Dirigenten Fritz Busch. Leider fast vergessen....von den ****s aus Amt und Würden gejagt, bis 1933 Chefdirigent und Operndirektor der Semperoper in Dresden?.
                Hier 2 Links





                Viel Spass beim hören.
                l.g. werner

                Kommentar


                  #9
                  Die 6-te war sozusagen das Country Album der damaligen Zeit
                  Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit. Es bedeutet selten Zustimmung.

                  Kommentar


                    #10
                    Mal 5 Kompositionen die mir wirklich gefallen. Quer durch die Bank.











                    und wenn sich das jemand nochmals alles durch den Kopf gehen lassen möchte.....hier der absolute Abräumer



                    Musik Musik Musik.....wo bist du gebleibt ? Könnte doch bei den Amigos mitmachen, dann wäre es ein Trio Infernal?.
                    l.g. werner


                    Kommentar


                      #11
                      Hallo,

                      Geil! Ricky King - Legendenstatus.
                      Dann brauche ich ja keinen Thread mehr eröffnen, umso besser. Klangtipps folgen.

                      Kommentar


                        #12
                        Zu "Beitrag" 10 und viele ähnliche:

                        Ein Musikvorschlag ohne jeden Kommentar dazu (wenigstens Titel-Komponist-Interpret*in), nur als youtube Link, ist für mich völlig
                        wertlos, denn ich sehe den Aufwand nicht ein, nur um dann festzustellen, dass es sich u.U. um eine völlig für mich unpassende
                        Musik handelt.

                        debonoo ist so ein Verlinkungskünstler, dessen Links vermutlich kaum jemand anklickt. Das könnte hier auch passieren.

                        Vielleicht bin ich aber auch nur eine seltene Ausnahme mit zuwenig Zeit für solche Tätigkeit.

                        LG
                        E.M.

                        Kommentar


                          #13
                          Edward
                          Werde mich bessern.
                          l.g. werner

                          Kommentar


                            #14
                            Hallo zusammen

                            Obwohl wir hier ein eher auf Technik basierendes Forum sind, möchte ich ab und an dafür sorgen, das die Musik nicht zu kurz kommt. Insbesondere die klassische Musik.
                            Wohl keine Sparte hat es geschafft über 2-3-4 hundert Jahren Zuhörer so zu begeistern. Ob BACH, von dem Max Reger sagte. ER ist gleichzeitig-der Anfang und das Ende aller Musik. Beethoven, das Universalgenie, Schubert der geheimnisvolle, Mozart der unbegreifliche, Bruckner mit seinen Klangorgien u.v.a. mehr.
                            Hier soll es aber um einen anderen Komponisten gehen.
                            Einer der alle gängigen Konventionen über den Haufen warf. Dem nichts heilig war, der munter alle Genres zusammen modellierte. Der 1860 geboren und 1911 viel zu früh an einem Herzfehler starb.
                            Der von sich selber sagte, es wird 50 Jahre dauern bis meine Musik verstanden wird. Komisch, die Hippis und Alt-68ger lösten einen waren Boom über seine Person aus.
                            Ähnlich wie bei Franz Kafka.
                            Er war sehr abergläubisch, hatte, die seit Beethovens 9ter Symphonie als Unglückszahl benannte 9 durch die Umbenennung seiner 9ten in, das Lied von der Erde, trotzdem das Pech, seine 10te nicht mehr vollenden zu können.
                            Er komponierte zahlreiche Lieder. In seinen Symphonien verarbeitete er oft Gedichte, unter anderen von Nietzsche.

                            O Mensch! Gib acht!
                            Was spricht die tiefe Mitternacht?
                            Ich schlief!
                            Aus tiefem Traum bin ich erwacht!
                            Die Welt ist tief,
                            und tiefer als der Tag gedacht!
                            O Mensch! Tief!
                            Tief ist ihr Weh!
                            Lust tiefer noch als Herzeleid!
                            Weh spricht – Vergeh!
                            Doch alle Lust will Ewigkeit,
                            will tiefe, tiefe Ewigkeit!

                            Wohl kein anderer Komponist hat solche Spuren hinterlassen und hat anderseits so viel in seine Musik gelegt, die sich später bewahrheiten sollte, wie ER.
                            Leonard Bernstein , der ebenfalls wie ER, jüdischen Glaubens war, sagt über ihn. Er hat alles voraus gesehen und in seinen Kompositionen verarbeitet.
                            Den Untergang der Donaumonarchie, dem zuvor grauenhaften 1ten Weltkrieg......bis hin zu den rauchenden Schloten von Auschwitz.
                            Er hat Musik komponiert, die dem Zuhörer einiges abverlangt.
                            Man ist sich nie sicher auf was für ein Terrain man sich begibt. Gerade noch in Walzer-Polka- Ländler Rhythmen seelig schwelgend, ist da schon das Unheimliche, das Böse, die grauenhafte Fratze der Ungeheuerlichkeit.
                            Musik von abgrundtiefer Trauer und dann wieder von unglaublicher Schönheit. Ein Wechselbad der Gefühle.
                            Seine 2te durfte ich dieses Jahr in Leipzig erleben. Im Gewandhaus zu Ehren seines 150ten Geburtstags.
                            Ein riesengrosses Orchester, Chor, Sopran und Altstimme müssen ca. 1 Stunde warten bis sie ihren Auftritt haben.
                            Ein Erlebnis, was ich niemals vergessen werde.
                            Und wer war es nun ???

                            Denke mal, viele werden es wissen

                            GUSTAV MAHLER.

                            Verlinke hier mal ein You Tube Video von seiner 2ten Symphonie unter der Leitung von Lenni Bernstein.
                            Viel Spass beim hören und gucken



                            l.g. werner?

                            Kommentar


                              #15
                              Die Mahler Sinfonien sind durchaus auch für mich immer wieder einmal ein Hörthema.
                              1988 habe ich mir die damals neu erschienene Gesamtaufnahme mit dem Frankfurter Radio Sinfonieorchester
                              unter Eliahu Inbal (DENON CO-72589-592) gekauft, auch weil es ein aufnahmetechnischer Meilenstein sein sollte.
                              Diese Einspielung hat mich in keiner Weise enttäuscht und reicht mir für immer aus, denn Werkvergleiche mache
                              ich nicht (zu dumm für sowas und zu uneinsichtig wozu, wo mir diese ja gefällt).

                              LG
                              E.M.

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X
                              👍