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Messfraktion oder Voodoo?

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    Messfraktion oder Voodoo?

    Guten Morgen an alle,

    ich komme mit meiner akustischen Optimierung im "Musikzimmer" zur Zeit nicht richtig weiter > anderes Projekt > PV Anlage wird installiert...
    ... aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben...

    Nun aber zum Thema, "Messfraktion oder Voodoo?"

    Beim herumstöbern im Internet habe ich ein Video gefunden.
    Ich finde das Video fast schon "grenzgenial" zum vorliegenden Thema, und es erklärt, zumindest für mich, warum die 2 "Fraktionen" > ich hörs aber... messtechnisch nicht feststellbar, daher auch nicht hörbar... eigentlich beide recht haben!

    Die Hörbeispiele sind wirklich gut...

    Und ich finde es hilfreich, wenn mans eben weiss...was man dann daraus macht, entscheidet jeder selber...

    Es muss letztendlich jeder für sich seinen idealen Musik-Sound realisieren, mit dem dafür eben "erforderlichen" finanziellen Einsatz...

    Überspitzt könnte man feststellen >...wenn der Kopf sagt es klingt gut, dann klingt es gut!




    Chris

    ps.: zur referierenden "Person" im Video passt > nomen est omen...

    ?
    Zuletzt geändert von David; 23.06.2025, 16:04.

    #2
    Wurde hier schon gefühlt 10x verlinkt, aber repetitio est mater studiorum.
    Die Falle dabei, nur "nach Gehör" arbeiten zu wollen: Der "shiny new thing" Effekt: Nachdem der anf?ngliche Enthusiasmus verflogen ist, klingt es nicht mehr so gut. So ergeht es vielen Gerätekäufern - nach 3 Monaten sind sie wieder auf der Suche...
    Andererseits, was in Messungen mittelprächtig aussieht, kann immer noch gut gefallen, denn wir hören nicht alles, was gemessen werden kann.
    Zuletzt geändert von David; 23.06.2025, 18:48.
    Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

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      #3
      Ups, sorry, aber bei der Vielzahl der Beiträge habe ich es bisher noch nicht entdeckt...

      ... Wiederholung ist immer gut, verfestigt das Erlente

      Und ja, aber es erklärt, warum es, wenn auch nur für kurze Zeit, eben besser klingt...
      Und mir als Techniker gefallen eben auch solche Tests mit "Fallen" > da man sich dabei ertappt, doch hereingefallen zu sein...
      .. aber als techniker neige ich dazu, etwas nachhaltigem, reproduzierbarem den Vorzug zu geben
      Zuletzt geändert von David; 23.06.2025, 18:48.

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        #4
        Hi, jetzt weiss ich auch, wie man verlinkte Videos, z.B.: bei youtube, im Forum gezielt suchen kann, für obiges Video in der Suchfunktion > v=jbyw7SmoKTA

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Screenshot 2025-06-22 074146.png Ansichten: 91 Größe: 3364 KB ID: 715902
        Zuletzt geändert von David; 23.06.2025, 16:06.

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          #5
          Nur einen Umlaut dürfen sie nicht enthalten, sonst versagt die Suche - aber das dürfte selten, wenn überhaupt, der Fall sein.

          Bei Tests mit Fallen schreit die "Glaubensgemeinschaft" wie am Spieß - dabei dürfte es ja für einen, der "mehr hört", gar kein Problem sein
          Zuletzt geändert von David; 23.06.2025, 16:06.
          Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

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            #6
            zu den Tests, bin selber Schlagzeuger, bin aber beim Test mit der Takterhöhung zuerst grandios gescheitert... klar, wird schneller

            - beim 2. Hören, konzentriert uns aufmerksam, aha.., der Takt ist unverändert...

            - man könnte daraus folgern, wenn man nur mal schnell hinhört, wird es eben schneller... ist eben so, auch gut...
            - oder, ein paar Bier, und oder ein paar Freunde, und oder.... , und die Musik wird nahezu ein überwältigendes Ereignis... egal wies klingt
            Zuletzt geändert von David; 23.06.2025, 16:08.

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              #7
              Ist ja bei manchem Open Air Konzert so, nüchtern betrachtet ist die Qualität meist ähm, durchwachsen, stört aber nicht das "Gesamterlebnis".

              Daß Musik nur "perfekt" gefallen kann, ist genauso ein Mythos, wie alles hören zu können.

              Das Bessere bleibt der Feind des Guten, aber den Perfektions-"Zahn" kann man sich getrost ziehen (IMHO).
              Zuletzt geändert von David; 23.06.2025, 18:49.
              Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

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                #8
                oder wie ich als Techniker zum Thema Qualität am Bau gerne auf der Baustelle festhalte >> die Qualität muss man während dem Bau erschaffen, bei der Abnahme wird sie nur mehr festgestellt....

                ... die Perfektion sollte aber immer das Ziel sein...um Platz für Unvorhergesehenes zu haben...

                .. die Musik, die man hört, ist das Ergebnis der Wiedergabe-Technik, plus Sensorik und die "Modulierung" im Gehirn > welcher Anteil am "Gesamterlebnis" Musik wo, wieviel, dazu beiträgt, das ist der "variable" Teil...und wahrscheinlich so viele Lösungsansätze, wie es Musikhörende gibt...

                Daher aus meiner Sicht, Grundlage muss das sein, was die Physik zum Thema hergibt, reproduzierbar, messbar, dazu dann noch eben ein persönlicher "Wohlfühlfaktor" zum Thema, und das alles in einer vernünftigen, verhältnismässigen persönlichen Mischung, und alles ist PERFEKT!
                Zuletzt geändert von David; 23.06.2025, 16:11.

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                  #9
                  Ja. Allerdings ist das persönliche "gut genug" sehr breit gestreut.
                  Manche sind mit Ergebnissen zufrieden, bei denen Andere schreiend weglaufen würden.
                  Zuletzt geändert von David; 23.06.2025, 16:12.
                  Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

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                    #10
                    ist eben alles immer eine Frage des "Anspruches"..
                    - ich zumindest möchte immer gerne wissen, was prinzipiell technisch möglich ist (oder anderer Ansatz > mit welchem Aufwand erreicht man was...) > wieviel davon ich dann für mich in Anspruch nehme, ist eben ein Kompromiss zwischen Einsatz und Ergebnis... aber damit kann ich dann gut leben

                    > sozusagen, die letzten 5 % muss man nicht haben
                    Zuletzt geändert von David; 23.06.2025, 16:12.

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                      #11
                      Moin Chris, die Zweiteilung, die nicht nur Foren sondern überhaupt die Musikhörergemeinde spaltet, ist auch in Gold- und Holzohr hinreichend falsch beschrieben. Wie eben auch Voodoo- und Messfraktion.
                      Ich beschäftige mich mit Musikwiedergabe seit 55 Jahren, 45 Jahre beruflich. Es hat etwas gedauert, aber irgendwann ist mir aufgefallen, dass mehrere Geschäftsmodelle damit gutes Geld machten und z.T. noch machen.

                      Nun aber mal Butter bei die Fische: wie viele Musikhörer kann man den den Voodoo-HIFI-Freaks und den Messfetischisten zuordnen? Meine Erfahrung, mit mehr als 10tausend Kunden in der Vergangenheit: die wenigsten. Ja, bei den HIFI- und HighEnd-Messen trifft man auf viele Menschen. Aber doch sind diese Interessierten doch eine kleine Minderheit.

                      Ich gehöre aus beruflichen und Interessengründen zu dieser Minderheit. Ich messe aber schon lange nur noch beruflich, nicht Zuhause. Und ich werde mit UE- und IT-Equipment überschüttet und kann damit gut vergleichen. Für Voodoo wird man da schnell unerreichbar. Hier in Hamburg wohnt ein Meister des Voodoos. Ich bin mir nicht sicher, ob er zynisch sein früheres geschäftliches HIFI-Leben im Alter auslebt und alle Involvierten nur verar***en will. Oder ob er eine Obzession auslebt.

                      Meine Erfahrung zeigte mir übrigens mehr, dass es Gerätenutzer (Gerätehörer) und Musikhörer gibt. Der Gerätehörer braucht ausserordentliche Haptik und Optik, um Musikhören zu geniessen. Ein Notebook und ein guter Kopfhoerer oder ein Paar guter Audiomonitore genügen da nicht. Da müssen schon 27cm Spulen auf der ASC-, Revox oder Technics-Bandmaschine drehen. Oder Vinylplatten auf dem massiven Transrotor rotieren. Oft schaut der Gerätehoerer dabei auf seinen Altar aus dicken Verstärkern und massigen Quellgeräten.

                      Was kannst du daraus mitnehmen? Messen ist nicht alles, man kann sogar ohne auskommen. Zuerst kommen die akustischen Hausaufgaben, die man nachlesen kann: wo sitze ich beim Hören, wie platziere ich die Lautsprecher. Dann kommt das Hören der bevorzugten Musik. Stört da irgendwas extrem? Z.B. bestimmte Raummoden? Das kann man oft schon mit mit variieren des Hörplatzes begegnen. Die einfachst Möglichkeiten den Raum zu ignorieren ist der Kopfhörer. Will man den nicht nutzen (Inkopfortung ect.), hilft Nahfeldhören, also ein möglichst kleines Dreieck zwischen Lautsprechern und Hörplatz.

                      Ach ja, so wichtig wie der Hörraum ist natürlich die Aufnahmequalität. Manchmal ist die Aufnahme (eigentlich sogar sehr oft) einfach grenzwertig schlecht. Was will man da noch rausholen.

                      Kann ich Klangqualität relativ objektiv werten? Höre einfach blind, also betrete den Hörraum blind, ohne zu sehen, womit du hörst. Die Erkenntnis daraus wird so manchen überraschen.
                      Zuletzt geändert von David; 23.06.2025, 18:51.
                      best regards

                      Mark von der Waterkant

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                        #12
                        Was bei "Kategorisierung" oft vergessen wird: a) Niemand wird mit Wissen geboren und b) die dominante Form von Bildung ist die Einbildung.
                        Die Masse will nicht frickeln - sie will möglichst günstig und schnell fertig werden.
                        Und frickeln ist schon für viele, ein halbwegs brauchbares Stereodreieck aufzustellen - wie es in der BDA hoffentlich steht, die sie hoffentlich lesen.
                        Aber oft bleibt sie in der Folie, samt Messmikrofon.

                        Wie man sich bettet, so schläft man...
                        Zuletzt geändert von David; 23.06.2025, 18:52.
                        Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

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                          #13
                          Hi,

                          man könnte vielleicht sogar noch einen anderen Ansatz hernehmen:
                          - ist man eher schnell zu begeistern...
                          - oder will man sich mit der Sachlage eingehend beschäftigen...
                          oder>
                          - was weiss man...
                          - was glaubt man...
                          oder>
                          - welche persönlichen Eigenschaften hat man...

                          also, fast unendliche Möglichkeiten.

                          Mit gefällt der Ansatz mit dem Altar der Geräte!!! Ist irgendwie sehr menschlich...

                          Ich als Techniker bevorzuge natuerlich zuerst die Ausschöpfung der technischen Möglichkeiten > z.B.: eine Raummode an einem Hörplatz kann man sicher durch andere Platzierung der Quelle im Raum beeinflussen > daher der Ansatz > problematische, tiefe Frequenzen durch verteilen auf alle LS > die Abhörposition dadurch positiv zu beeinflussen...gefallen dem Techniker
                          - andererseits: unerwünschten Reflexionen, ungünstigen Nachhallzeiten usw. kann man nur durch Änderungen im Raum entgegenwirken...
                          - Hilfsmittel Reflexionen finden > Schnurmethode usw... da nimmt der Techniker auch gerne techn. Hilfsmittel zur ersten Grobabschätzung, z.B.:
                          Klicke auf die Grafik für eine vergröÃerte Ansicht  Name: Screenshot 2025-06-22 095408.png Ansichten: 0 GröÃe: 2714 KB ID: 715917

                          Also ich befinde mich gerade am Anfang einer raumakustischen Optimierung meines "Musikzimmers". Daher bin ich sozusagen mitten drin, nur zeitlich geht im Moment nicht wirklich viel > PV Anlage wird montiert...

                          So, und jetzt ab in den Garten, ein kühles Bier, Musik nach Lust und Laune, zwischendurch ins Pool, und das "Gesamtergebnis" geniessen...

                          Chris
                          Zuletzt geändert von David; 23.06.2025, 16:24.

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                            #14
                            Nebenbei: der "Altar" ist aus einem säkularen Grund entstanden - die Geräte damals waren ziemlich raumgreifend, so daß es naheliegend oder gar notwendig war, sie zu stapeln.



                            Ich kann mich noch gut erinnern, damals im Bürgerschließfach, das Zimmer so "groß" wie mein heutiges Bad, darin Amp, Tuner, Bandmaschine, Cassettendeck, Plattenspieler... Und Platten, Bänder...
                            Zuletzt geändert von David; 23.06.2025, 16:25.
                            Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.

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                              #15
                              Zitat von chris black Beitrag anzeigen
                              Ich als Techniker bevorzuge natürlich zuerst die Ausschöpfung der technischen Möglichkeiten ,
                              Würde ich ähnlich machen.
                              Ob Hifi Anlage, PV oder auch die geplante Wärmepumpe.
                              Hier hilft eine Vorab Simulation der geplanten Massnahmen.

                              Einfach um zu sehen funktioniert das wie gewünscht.
                              Ob das akustische Parameter sind oder wie bei der Heizung die Dimensionierung der Hardware.

                              Hier werde ich mir mal eine Education Version der Polysun Designer Software besorgen.
                              Und die PV Stromerzeugung mit dem Waermebedarf des Hauses simulieren.
                              Eine spätere Fehlerbeseitigung ist meist teuer oder endet in einer ineffizienten Anlage.
                              Noch kann ich Planungsfehler vermeiden, und eine problematische Komponente ändern.
                              Leider ist das so, das auch hier die Handwerker wenig Überblick haben.
                              Und natürlich nicht unseren Wärme, Kälte und Warmwasser Bedarf kennen.

                              Bei Hifi halt mal im Raum messen und danach schauen was optimiert werden kann ohne den Wohnraum zu zerstören.
                              Bei mir hat das nach raumakustischen Behandlung und ordentlicher Aufstellung schon sehr ordentlich funktioniert.
                              So das die DSP Korrekturen moderat ausfielen.
                              Ich habe auch damit angefangen 2 LS im Raum aufzustellen und einfach Daten gesammelt.
                              Hier hat sich rausgestellt das halt das Hauptproblem im Mitteltonbereich liegt.

                              Mit der Heizung habe ich das mit 2 Elektro Heizern gemacht im Winter.
                              Um ein Gefühl dafür zu bekommen über den Wärmebedarf der Räume.
                              Dadurch weiß ich das die vorhandene Heizung weit überdimensioniert ist.

                              Es geht einfach nur darum für eine technische Anlage gute Arbeitsbedingungen zu schaffen.

                              Gruss Frank
                              Zuletzt geändert von David; 23.06.2025, 16:28.

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