Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Wohnraumlautsprecher: Festlegungen für eine erste Umsetzung

Einklappen
Dieses Thema ist geschlossen.
X
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • dipol-audio
    antwortet
    Eine von der alten "Focal" Frontplatte abgeleitete Form wäre zwar ganz praktisch
    gewesen - auch im Hinblick darauf, wie ich die Kammer und Schallwandausschnitte
    für das MHT-Array funktional ausführen möchte - aber ich fürchte, das kann man
    sich nicht anschauen.

    Hier mal grobe Variationen ...
    Angehängte Dateien

    Einen Kommentar schreiben:


  • dipol-audio
    antwortet
    Sidekick: Inverskalotte "Focal T120 FC II"

    Edit: "FC" steht hier für "Ferro Cobalt" und bezieht sich auf das Material des Magneten.


    Ich war eben im "Lager" und habe etwas hervorgeholt, von dem ich bereits vor Jahrzehnten
    einige Exemplare eingelagert hatte ...

    Damals war ich selbst bei Jacques Mahul (Focal) in St. Etienne - als "Abstecher" auf einer
    Urlaubsreise durch Frankreich - und konnte dort auch in seinem Hörraum einige noch in
    Entwicklung befindliche Lautsprecher Modelle hören. Focal hatte damals u.a. noch für den
    Selbstbau Markt entwickelt. Während ich mit meiner damaligen Begleitung im Hörraum war,
    wurden diese Hochtöner tatsächlich für mich angefertigt, weil "keine mehr da waren":

    Deshalb fehlt bei diesen Exemplaren die Glanzschicht auf den Frontplatten, denn diese
    hätte längere Zeit zum Trocknen benötigt: Dann hätte ich sie aber nicht am gleichen Tag
    mitnehmen können.

    Sein Werkstatt-/Fertigungsleiter drückte mir damals eine Fernbedienung für den CD-Player
    in die Hand und weihte mich ein, dass dort im Hörraum die Lautsprechervarianten einzeln
    und monofon
    miteinander verglichen würden:

    Für mich war das nicht ungewöhnlich, weil ich selbst bei Neukonstruktionen meist erst ein
    einzelnes Exemplar fertiggestellt (gemessen und gehört) habe, bevor es weiterging ...

    Warum man dies in der Entwicklung und Bewertung von Lautsprechern tatsächlich auch
    "zur Methode" machen sollte, habe ich erst später vollumfänglich verstanden.

    Focal Hochtöner hatte ich früher gelegentlich in Projekten verwendet und habe mich jetzt
    an die Form der Frontplatten erinnert, man könnte es inzwischen als "Jugenderinnerung"
    bezeichnen. Jetzt kann ich das Bauteil sogar anfassen:

    Bei der Gestaltung der Frontplatten für die Treiber des Mittel-/Hochtonarrays werde ich
    vermutlich diese Form aufnehmen und etwas modifizieren. Die Grundform ist für meine
    Zwecke im aktuellen Projekt gut geeignet und ein wenig Reminiszenz an meine Anfänge
    im Lautsprecherbau kann m.E. auch nicht schaden.

    Ich lasse Euch mal beim "Auspacken" teilhaben. Bevor ich die Teile damals eingelagert
    hatte, habe wohl noch die Gleichstromwiderstände der Schwingspulen und die Resonanz-
    Frequenz nachgemessen und auf den Exemplaren vermerkt.

    Damals konnte ich noch nicht wissen, dass ich mich vom Konzept "Hochtöner" ebenso
    verabschieden würde wie vom "konventionellen" Mehrwege Lautsprecher.
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von dipol-audio; 17.05.2025, 09:50.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Uemmel
    antwortet
    Zitat von dipol-audio Beitrag anzeigen
    [B]
    Desweiteren halte ich das Vorhandensein einer Frontbespannung bei einem Wohnraum-
    Lautsprecher für ein "Muss". Es geht dabei hauptsächlich um Schutz gegen UV:
    Lautsprechermembranen und deren Sicken mögen auf Dauer keine direkte Sonnen-
    einstrahlung und das betrifft selbst die etwas "beständigeren" Materialien.
    Danke für dem Tipp, das war mir bisher so nicht bewusst.

    Einen Kommentar schreiben:


  • dipol-audio
    antwortet
    Montage der Einzelstrahler des Mittel-/Hochtonarray

    Ursprünglich hatte ich geplant, die 3 Einzeltreiber der MHT-Array auf einer gemeinsamen
    Montageplatte anzuordnen: Diese wäre dann als Ganzes von vorn auf der Schallwand
    montiert worden.

    Die Baulemente für die raumabhängige Anpassung der Abstrahlcharakteristik des MHT-
    Array wären dann ebenfalls (von innen) auf die gemeinsame Montaplatte gekommen.

    Ich habe mich jedoch umentschieden:

    Alles, was in irgendeiner Form "klangbeeinflussende" Elektronik ist, wird aus dem
    Gehäuse des Lautsprechers ausgelagert: Damit entfällt ein Teil der praktischen Gründe
    für die gemeinsame Montageplatte des MHT-Array.

    Es gibt aber auch optische Gründe:

    Wenn die Schallwand ggf. in späteren Varianten einmal aus einem exklusiveren Material
    hergestellt würde - ich verwende im Demonstrationsmodell immerhin bereits Multiplex-
    platten mit Furnier in "Eiche hell" - dann möchte man das jeweilige Material auch zur
    Geltung kommen lassen und nicht zu ca. 1/3 mit einer Montageplatte aus einem anderen
    Material verdecken.

    Daher bekommen die Einzeltreiber des MHT-Array nun jeweils einen einzelnen kleinen
    "Montageflansch" ähnlich wie die Frontplatte eines gewöhnlichen Hochtöners.

    Desweiteren halte ich das Vorhandensein einer Frontbespannung bei einem Wohnraum-
    Lautsprecher für ein "Muss". Es geht dabei hauptsächlich um Schutz gegen UV:
    Lautsprechermembranen und deren Sicken mögen auf Dauer keine direkte Sonnen-
    einstrahlung und das betrifft selbst die etwas "beständigeren" Materialien.

    Ich werde hier eine "minimale Bespannung" umsetzen, die nur die Treibermembranen
    selbst abdeckt und schützt.

    Der zugehörige Anhang zeigt eine "testweise" Umsetzung, handwerklich wird das noch
    etwas schöner umgesetzt werden.


    Anhänge:

    - Schallwandkonfiguration (schematisch) des Wohnraumlautsprechers
    - altes Probebrettchen (als Platzhalter für spätere Frontplatten der Einzeltreiber) mit
    ..Bespannstoff hinterlegt, Treiber plan montiert
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von dipol-audio; 16.05.2025, 11:51.

    Einen Kommentar schreiben:


  • dipol-audio
    antwortet
    Zitat von dipol-audio Beitrag anzeigen
    ...
    Dies könnte der letzte Schritt gewesen sein, den ich zum Test von Montage-
    schritten oder Materialien an diesem Mockup durchgeführt habe.
    Das war wohl - rückwirkend betrachtet - eher ein Witz ...

    Ich zähle jetzt einfach nicht mehr mit, wie oft ich die Mockup Teile montiert
    und wieder demontiert habe.


    Hier habe ich nochmals geprüft, wie das "Ablängen" der (seitlichen) Rahmen-
    teile per Bandschleifmaschine (nebst Nachbearbeitung) funktioniert (siehe
    obere sichtbare Kante des HPL Rahmenteils) und habe auch den im "End-
    produkt" einsetzbaren Filz - so wie aktuell lieferbar - in der simulierten End-
    montage "realistisch gestaucht" ...
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von dipol-audio; 08.05.2025, 00:20.

    Einen Kommentar schreiben:


  • dipol-audio
    antwortet
    Zitat von Palisanderwolf Beitrag anzeigen
    ...
    Aber es sieht immer noch "machbar" aus.
    ...
    Ja Bernd, das denke ich auch.

    Würde ich auf etwas stoßen, das (so) "nicht machbar" wäre, dann müsste ich
    es anders machen: Es muss alles in meiner rel. einfachen Werkstatt durch-
    führbar sein.

    Ich habe auch selbst darüber nachgedacht, woher die Anforderung kommt,
    zumindest "einigermaßen genau" zu arbeiten:

    Das ist hauptsächlich der Aufbau der Rahmenteile aus einem Material, dass
    bei der Montage wenig verzeiht. Selbst Buchenholz ist im Vergleich zu HPL
    ein "weiches" und sehr nachgiebiges Material.

    Dadurch, dass das Gehäuse verschraubt wird (dämpfende Fugen) mit
    Schrauben, die in der Ebene der Holzteile (Schallwand und Rückwand) liegen
    und allesamt sauber vorgebohrt werden, müssen auch die (Durchgangs-)
    Bohrungen im Rahmen recht genau passen. Eine leicht verkantete Schraube
    würde bei der Montage Probleme bereiten. In Holz zieht sich eine Schraube
    mit Senkkopf immer noch "etwas rein" und nicht jede kleine Abweichung fällt
    gleich auf.

    Das Hochdrucklaminat lässt sich zwar mit Holzwerkzeugen (Bohrer, Sägen,
    Fräsköpfe, Schleifmittel, ...) sehr gut und m.E. auch "angenehm" bearbeiten,
    aber in der Montage verhalten sich die Teile eher "metallartig".

    Das wusste ich natürlich vorher, wollte aber die umlaufenden Teile nicht aus
    Holz machen:

    Da hätte ich umlaufend das Material dicker wählen müssen, allein dadurch
    wäre das Gehäuse ca. 2cm breiter und 2cm höher geworden, das ging mir
    bereits zu sehr in Richtung "plump".

    Außerdem wäre der Rahmen dann extrem steif geworden (wegen der ge-
    ringen Tiefe des Gehäuses) und hätte die Eigenresonanzen des Gesamt-
    gehäuses weiter "nach oben" (Richtung Mittelton) verschoben: Auch das
    wäre ungünstig gewesen. Die Eigenresonanzen der Platten sollten relativ
    niedrig liegen und zudem hochbedämpft sein, was durch die Fugen-
    dämpfung (Filzeinlage) erreicht wird.

    Ansonsten hat das HPL einen angenehmen "Nebeneffekt":

    Die Teile kommen mit einer einwandfreien und sehr widerstandsfähigen
    Oberflächenbeschichtung - sofern man selbige bei Zuschnitt und Transport
    nicht "verhunzt" - und kaschieren nach der Montage umlaufend die Kanten
    der Holzwände aus Multiplex, so dass von außen nur die HPL Teile und die
    Deck- bzw. Furnierschicht von Schallwand und Rückwand sichtbar werden.

    Außer einer leichten Nachbearbeitung im Bereich der Kanten ist bei dem
    Gehäuse keine weitere Oberflächenbearbeitung oder Lackierung mehr
    vorgesehen: Mit so einem "Quatsch" möchte ich mich nämlich weder selbst
    befassen, noch ihn in Auftrag geben müssen.
    Zuletzt geändert von dipol-audio; 07.05.2025, 23:01.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Palisanderwolf
    antwortet
    Im Vergleich zum (Selbst-)Bau eines "LePetit" sind das schon Anforderungen, die mehrere Herausforderungen beinhalten. Diese Genauigkeit muß wohl sein, damit das angestrebte Endergebnis nicht "verwässert" wird bzw. überhaupt garantiert werden kann.
    Aber es sieht immer noch "machbar" aus.
    LG
    Bernd

    Einen Kommentar schreiben:


  • dipol-audio
    antwortet
    Nach dem Bandschleifen

    Durch Nachbearbeitung mit einem feineren Schleifklotz bekommt man eine recht
    vernünftige Kante hin.

    Angehängte Dateien

    Einen Kommentar schreiben:


  • dipol-audio
    antwortet
    Hier mal wieder etwas "Handfestes":

    Für die Rahmenteile aus HPL habe ich keinen Lieferanten gefunden, der
    Präzisionszuschnitte auf einer Formatkreissäge liefert.

    Allerdings habe ich die Zusage vom Lieferanten erhalten können, dass ein
    neuwertiges Sägeblatt verwendet wird (wichtig wg. Oberflächenbeschichtung
    der HPL Platte und Vermeidung von "Abplatzern" an den Schnittkanten) und
    dass das gemeinsame Maß von 180mm (das ist im Wesentlichen die Tiefe
    der Box) mit einer einzigen Einstellung der Säge durchgeführt wird.

    Die Maße der Rahmenteile in Breite und Höhe werden daher zur Sicherheit
    mit leichtem "Übermaß" (1mm) angegeben, dann werden sie vor Weiterbear-
    beitung und Montage mit einem stationär montierten Bandschleifer ggf. auf
    das jeweilige Sollmaß "abgetragen" (was willste machen?).

    Die Vorgehensweise habe ich an den "Mockup Teilen" ausprobiert, 1mm
    holt man so sehr schnell herunter ...
    Angehängte Dateien

    Einen Kommentar schreiben:


  • dipol-audio
    antwortet
    Die Posts 174 bis 177 kann man als Motivation verstehen, warum ich die Schaltung
    aus

    Das Grundkonzept eines "Wohnraumlautsprechers" hatte ich ja hier in den letzten Wochen schon mehrfach angedacht und zur Diskussion gestellt. Es waren jedoch noch einige "Variablen" im Spiel, die vor einer ersten Festlegung von Dimensionen, Detaillösungen etc. geklärt werden mussten. Eine Frage war für mich,


    jetzt noch etwas modifizieren werde:

    Der Anwendungsbereich der Beschaltung des Mittel-/Hochton Arrays wird jetzt um-
    fassender verstanden, um mit der Variabilität realer Hörsituationen (s.o.) noch
    besser umzugehen. Deshalb wird
    • die Abstufung feiner gestaltet
    • der Einstellbereich erweitert

    In den Anhängen sieht man den Spannungsverlauf des obersten Mittel-/Hochtöners
    im 3er Array. Die Schaltung arbeitet so, dass die Vektorsumme der Spannungen an
    allen 3 Mittel-/Hochtönern des Arrays im Wesentlichen konstant bleibt, womit dies
    auch (im Wesentlichen) für den Direktschall "auf Achse" gilt.

    Wird der oberste Mittel-/Hochtöner jedoch zum Hochton hin im Pegel angehoben, so
    werden die beiden übrigen Mittel-/Hochtöner in Proportion dazu geeignet abgesenkt:

    Der akustisch wirksame Umfang des Array "schrumpft" damit in Abhängigkeit von
    der Frequenz, was eine frequenzabhängige Steuerung des Bündelungsmaßes und
    damit des Energiefrequenzgangs erlaubt.

    Ich zeige zur Vereinfachung nur die Spannungsverläufe am oberen Mittel-/Hochtöner:
    Diese lassen sich im aktuellen Entwurf in 6 Stufen einstellen.

    Aspekte einer Verwandschaft mit üblichen "Höhenreglern" dürften erkennbar sein
    - keine schmalbandigen Eingriffe, weitestgehend neutral um 1Khz und darunter -
    jedoch funktioniert dieses Konzept unter weitgehender Beibehaltung eines flachen
    Frequenzgangs im Direktschall, was so nur mit einem speziellen Lautsprecher
    realisiert werden kann und nicht über übliche Klangsteller, Equalizer oder anderweitige
    DSP Eingriffe (z.B. durch Wahl einer "Raumkurve") an konventionellen Lautsprechern.



    Anhänge:

    Einstellbereich des Spannungsverlaufs am oberen Mittel-/Hochtöner zur Beeinflussung
    des Bündelungsmaßes im Hochton.

    Anmerkung: Da nur 5 Anhänge je Post erlaubt sind, habe ich die "Grundeinstellung"
    weggelassen. In dieser Einstellung verläuft die Spannung an allen 3 Mittel-/Hochtönern
    "gleich und flach", damit ist die Bündelung im Hochton maximal.

    Diese Einstellung kann man sich wohl am leichtesten vorstellen, deshalb habe ich diese
    als Anhang weggelassen.

    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von dipol-audio; 06.05.2025, 00:48.

    Einen Kommentar schreiben:


  • dipol-audio
    antwortet
    In der Welt des Harman Hörlabors wird die Hörerpräferenz für Lautsprecher ermittelt samt der dazu
    beitragenden Größen, welche die Beschaffenheit des Schallfeldes ausmachen.

    In Wahrheit werden Schallfelder bewertet, welche vom jeweiligen Lautsprecher erzeugt werden, und
    nicht "der Lautsprecher" im engeren Sinne.

    Dabei wird jedoch von der Variabilität einiger Größen abstrahiert, die in realen Hörsituationen eine
    Rolle spielen:


    >> Im Hörlabor wird durch die Ausstattung mit Diffusoren eine rel. hohe und gleichbleibende Diffusität
    .... des Schallfeldes hergestellt, die in realen Wohnräumen so nicht immer gegeben ist.

    >> Es wird eine weitgehend gleichförmige Nachhallzeit über der Frequenz hergestellt, während ins-
    .... besondere der Verlauf der Nachhallzeit im Hochton in Wohnräumen sehr stark von der jeweiligen
    .... Ausstattung abhängt.

    >> Es werden trainierte und durch Audiogramm nachgewiesen normalhörende Personen in der
    ....."Hörerjury" eingesetzt, was die Variabilität "gewöhnlicher" Hörer hinsichtlich Hörerfahrung,
    ..... Hörgewohnheiten und ggf. auch altersbedingter Hörminderung bewusst ausblendet.



    Durch diese Variabilität realer Hörsituationen ensteht im konkreten Einzelfall potenziell der Bedarf, u.a.
    den Hochtonbereich deutlich anzupassen.

    Über lange Zeit haben sich hierfür konventionelle Klangregelungen bewährt, die nicht auf schmalban-
    diger Ebene eingreifen, sondern meist sanft verlaufende "Shelving Filter" (Kuhschwanzfilter) darstellen,
    die sich um 1Khz herum "neutral" verhalten.

    Diese Filter greifen jedoch ebenso in den Direktschall ein: Eine Differenzierung zwischen Direktschall
    und Raumanteil ist nicht möglich. Damit bewirkt eine Klangregelung - etwa im Falle einer Hochton-
    anhebung - potenziell auch eine Herabsetzung der Hörerpräferenz des Lautsprechers, denn ein
    flacher Verlauf des Direktschalls ist (s.o. Variable AAD_ON) "ein Wert an sich", der nun nicht mehr
    eingehalten werden kann.

    Eine andere Art, Klangregelung und Raumanpassung im Hochton zu realisieren, wäre die Anpassung
    des Energiefrequenzganges möglichst ohne Beeinflussung des Direktschalls:
    Dies ist nur möglich, wenn der Lautsprecher über ein einstellbares Bündelungsmaß im Hochton
    verfügt.

    Beim Energiefrequenzgang geht es im Sinne einer hohen Hörerpräferenz für einen Lautsprecher eher
    darum, dass schmalbandige Abweichungen lautsprecherseitig vermieden werden (s.o. Variable
    SM_SP für "Glattheit"), eine "Flachheit" des Energiefrequenzganges selbst geht nicht direkt in die Prä-
    ferenzkriterien des Lautsprechers an sich ein, vielmehr muss der Energiefrequenzgang zur Hochton-
    absorption des jeweiligen Raumes passen.

    Diese Form einer raumbezogenen Hochtonanpassung, welche nicht in den Direktschall auf Achse
    eingreift, sondern primär in die Frequenzabhängigkeit des Bündelungsmaßes im Hochton, wird von
    mir im Wohnraumlautsprecher realisiert.
    Zuletzt geändert von dipol-audio; 05.05.2025, 18:25.

    Einen Kommentar schreiben:


  • dipol-audio
    antwortet
    Zu Harman Patentschrift US 8,311,232 B2 "Method for Predicting Loudspeaker Preference"

    Zu Deutsch etwa "Methode zur Vorhersage einer Hörerpräferenz für Lautsprecher"

    A general model is provided for predicting a loudspeaker preference rating, where the model's predicted loudspeaker preference rating is calculated based upon the sum of a plurality of weighted independent variables that statistically quantify amplitude deviations in a loudspeaker frequency response. The independent variables selected may be independent variables determined as maximizing the ability of a loudspeaker preference variable to predict a loudspeaker preference rating. A multiple regression analysis is performed to determine respective weights for the selected independent variables. The weighted independent variables are arranged into a linear relationship on which the loudspeaker preference variable depends.



    Die Patentschrift wurde eingereicht im Jahr 2005 von Harman International Industries, Incorporated,
    Northridge, CA (US)​
    , Erfinder ist Sean Olive

    Tabelle 13 dieser Patentschrift enthält Modellvariablen und deren ermittelte Gewichte, mit denen die
    Variablen jeweils zur Hörerpräferenz beitragen.


    Ich übersetze die Erläuterungen zu dieser Tabelle auf Seite 15 des PDF (Übersetzung mit DeepL,
    deutlich nachbearbeitet):

    "
    Die Variablen, die sich auf die Glattheit (SM_: "smoothness") und die durchschnittliche absolute
    Abweichung (AAD_: "absolute average deviation") des "Auf Achse" Frequenzgangs (_ON) beziehen,
    haben eine kombinierte Gewichtung von ca. 45% im Modell.

    Dies zeigt, dass flacher Verlauf und Glattheit des Direktschall-Frequenzgangs ein wichtiger
    Faktor bei der Vorhersage der Klangqualität ist.

    Den nächstgrößeren Beitrag leistet die Glattheit des Energiefrequenzgangs (SM_SP: "smooth-
    ness sound power), die mit ca. 30 % gewichtet ist.

    Die beiden verbleibenden Variablen, die sich auf Abweichungen bei tiefen Frequenzen beziehen,
    tragen zusammen etwa 25% zum Modell bei (LFQ=19 %, LFX=6 %, in etwa).​
    "


    Ich zähle nochmals die Modellvariablen in der gleichen Reihenfolge auf, wie sie in Tabelle 13
    gelistet sind und gebe jeweils eine Erläuterung auf Deutsch zur Übersicht:


    AAD_ON : Durchschnittliche absolute Abweichung des Direktschall-Frequenzganges
    ..................Dies bezieht sich auf den Freifeld Frequenzgang "auf Achse" und berücksichtigt
    ..................insbesondere dessen "flachen Verlauf über alles"
    LFX.........: "Low Frequency Extension": Tieftonausehnung berücksichtigt, wie tiefreichend
    ..................die Tieftonwiedergabe mit dem betreffenden Lautsprecher im Raum ist.
    LFQ.........: "Low Frequency Quality": Qualität der Tieftonwiedergabe u.a. Welligkeit
    SM_SP....: "Smoothness Sound Power": Glattheit des Energiefrequenzganges, d.h.
    ................. insbesondere das Fehlen von deutlichen schmalbandigen Abweichungen im
    ................. Energiefrequenzgang (abgestrahlte Schallleistung über alle Raumwinkel)
    SM_ON...: "Smoothness On Axis": Glattheit des Direktschall-Frequenzganges (s.o.) d.h.
    ................. insbesondere das Fehlen von deutlichen schmalbandigen Abweichungen im
    ................. Direktschall-Frequenzgang



    Anhang: Tabelle 13 aus Patentschrift
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von dipol-audio; 05.05.2025, 15:29.

    Einen Kommentar schreiben:


  • dipol-audio
    antwortet
    Fortsetzung: Raumkurven und Einflussfaktoren


    Raumkurve nach Brüel &Kjaer:





    Raumkurven nach Olive et al. für "trainierte Hörer" vs. "untrainierte Hörer":




    Zum Verlauf der Nachhallzeit in Wohnräumen (siehe u.a. Bild 7, Seite 2):






    Statistische Aussagen zur Hörminderung im Alter:






    ____________________________________


    Nehme ich die Präferenzkriterien für Lautsprecher nach Harman/Toole, so muss m.E. festgehalten
    werden:

    >> Das Ranking eines LS nach Harman/Toole findet hörerseitig in einem massiv mit Diffusoren
    .... ausgestatteten Hörlabor statt: Die Kriterien können also bezogen auf "gewöhnliche Wohnräume"
    .... lediglich ein "Potenzial" für den jeweiligen LS ermitteln, denn eine "Zielraumkompatibilität", welche
    .... Kammfiltereffekte in einem konkreten quaderförmigen Raum und einer konkreten Abhörsituation
    .... berücksichtigen würde, wird nicht ermittelt.

    >> Die Testgruppen bestehen aus trainierten Normalhörenden, d.h. Personen ohne auffälligen audio-
    ... logischen Befund: Es ist m.E. anzunehmen, dass ein Einfluss altersbedingter Hörminderung
    ... bei mittelalten bis älteren Hörern in den Harman/Toole Raninkings kaum Niederschlag findet.






    Zuletzt geändert von dipol-audio; 03.05.2025, 20:01.

    Einen Kommentar schreiben:


  • dipol-audio
    antwortet
    Memo zur Beeinflussung des Bündelungsmaßes im Hochton


    Das hier anfangs vorgestellte Verhalten der Schaltung

    Das Grundkonzept eines "Wohnraumlautsprechers" hatte ich ja hier in den letzten Wochen schon mehrfach angedacht und zur Diskussion gestellt. Es waren jedoch noch einige "Variablen" im Spiel, die vor einer ersten Festlegung von Dimensionen, Detaillösungen etc. geklärt werden mussten. Eine Frage war für mich,


    werde ich hinsichtlich der zu erfüllenden Anforderungen und der Auslegung im
    Detail noch modifizieren.

    Mir ist hier ein Potenzial bewusst geworden, das über die ürsprüngliche Primär-
    funktion einer reinen

    Anpassung der Richtwirkung (d.h. des Bündelungsmaßes) im Hochton
    an die Hochtonabsorption im Raum, um eine bevorzugte Raumkurve
    (ähnlich Brüel & Kjaer) unter Beibehaltung eines flachen Schalldruck-
    Frequenzgangs im Direktschall (auf Achse) zu ermöglichen (*)


    deutlich hinaus gehen kann.

    Das Thema ist jedoch vielschichtig und berührt m.E. auch wichtige Punkte,
    über die im Umgang mit HiFi Setups nicht gern gesprochen wird. Deshalb
    möchte ich später noch etwas dazu schreiben.


    __________________________

    (*) Dies ist in etwa die "puristische" Beschreibung vom ursprünglichen Sinn
    und Zweck dieser Beschaltungsoption des Mittel-/Hochtonarrays.
    Zuletzt geändert von dipol-audio; 03.05.2025, 12:52.

    Einen Kommentar schreiben:


  • dipol-audio
    antwortet
    Dichtungsfuge demontieren und inspizieren

    Auch auf der HPL Seite ist die Haftung hervorragend:

    Ich muss die Dichtungsmasse mit einem scharfen Beitel herunterschaben,
    und trotzdem bleibt stellenweise noch etwas haften.

    Dies könnte der letzte Schritt gewesen sein, den ich zum Test von Montage-
    schritten oder Materialien an diesem Mockup durchgeführt habe.
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von dipol-audio; 02.05.2025, 12:15.

    Einen Kommentar schreiben:

Lädt...
X
👍