Eine von der alten "Focal" Frontplatte abgeleitete Form wäre zwar ganz praktisch
gewesen - auch im Hinblick darauf, wie ich die Kammer und Schallwandausschnitte
für das MHT-Array funktional ausführen möchte - aber ich fürchte, das kann man
sich nicht anschauen.
Hier mal grobe Variationen ...
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Keine Ankündigung bisher.
Wohnraumlautsprecher: Festlegungen für eine erste Umsetzung
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Sidekick: Inverskalotte "Focal T120 FC II"
Edit: "FC" steht hier für "Ferro Cobalt" und bezieht sich auf das Material des Magneten.
Ich war eben im "Lager" und habe etwas hervorgeholt, von dem ich bereits vor Jahrzehnten
einige Exemplare eingelagert hatte ...
Damals war ich selbst bei Jacques Mahul (Focal) in St. Etienne - als "Abstecher" auf einer
Urlaubsreise durch Frankreich - und konnte dort auch in seinem Hörraum einige noch in
Entwicklung befindliche Lautsprecher Modelle hören. Focal hatte damals u.a. noch für den
Selbstbau Markt entwickelt. Während ich mit meiner damaligen Begleitung im Hörraum war,
wurden diese Hochtöner tatsächlich für mich angefertigt, weil "keine mehr da waren":
Deshalb fehlt bei diesen Exemplaren die Glanzschicht auf den Frontplatten, denn diese
hätte längere Zeit zum Trocknen benötigt: Dann hätte ich sie aber nicht am gleichen Tag
mitnehmen können.
Sein Werkstatt-/Fertigungsleiter drückte mir damals eine Fernbedienung für den CD-Player
in die Hand und weihte mich ein, dass dort im Hörraum die Lautsprechervarianten einzeln
und monofon miteinander verglichen würden:
Für mich war das nicht ungewöhnlich, weil ich selbst bei Neukonstruktionen meist erst ein
einzelnes Exemplar fertiggestellt (gemessen und gehört) habe, bevor es weiterging ...
Warum man dies in der Entwicklung und Bewertung von Lautsprechern tatsächlich auch
"zur Methode" machen sollte, habe ich erst später vollumfänglich verstanden.
Focal Hochtöner hatte ich früher gelegentlich in Projekten verwendet und habe mich jetzt
an die Form der Frontplatten erinnert, man könnte es inzwischen als "Jugenderinnerung"
bezeichnen. Jetzt kann ich das Bauteil sogar anfassen:
Bei der Gestaltung der Frontplatten für die Treiber des Mittel-/Hochtonarrays werde ich
vermutlich diese Form aufnehmen und etwas modifizieren. Die Grundform ist für meine
Zwecke im aktuellen Projekt gut geeignet und ein wenig Reminiszenz an meine Anfänge
im Lautsprecherbau kann m.E. auch nicht schaden.
Ich lasse Euch mal beim "Auspacken" teilhaben. Bevor ich die Teile damals eingelagert
hatte, habe wohl noch die Gleichstromwiderstände der Schwingspulen und die Resonanz-
Frequenz nachgemessen und auf den Exemplaren vermerkt.
Damals konnte ich noch nicht wissen, dass ich mich vom Konzept "Hochtöner" ebenso
verabschieden würde wie vom "konventionellen" Mehrwege Lautsprecher.
Zuletzt geändert von dipol-audio; 17.05.2025, 09:50.
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Danke für dem Tipp, das war mir bisher so nicht bewusst.Zitat von dipol-audio Beitrag anzeigen[B]
Desweiteren halte ich das Vorhandensein einer Frontbespannung bei einem Wohnraum-
Lautsprecher für ein "Muss". Es geht dabei hauptsächlich um Schutz gegen UV:
Lautsprechermembranen und deren Sicken mögen auf Dauer keine direkte Sonnen-
einstrahlung und das betrifft selbst die etwas "beständigeren" Materialien.
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Montage der Einzelstrahler des Mittel-/Hochtonarray
Ursprünglich hatte ich geplant, die 3 Einzeltreiber der MHT-Array auf einer gemeinsamen
Montageplatte anzuordnen: Diese wäre dann als Ganzes von vorn auf der Schallwand
montiert worden.
Die Baulemente für die raumabhängige Anpassung der Abstrahlcharakteristik des MHT-
Array wären dann ebenfalls (von innen) auf die gemeinsame Montaplatte gekommen.
Ich habe mich jedoch umentschieden:
Alles, was in irgendeiner Form "klangbeeinflussende" Elektronik ist, wird aus dem
Gehäuse des Lautsprechers ausgelagert: Damit entfällt ein Teil der praktischen Gründe
für die gemeinsame Montageplatte des MHT-Array.
Es gibt aber auch optische Gründe:
Wenn die Schallwand ggf. in späteren Varianten einmal aus einem exklusiveren Material
hergestellt würde - ich verwende im Demonstrationsmodell immerhin bereits Multiplex-
platten mit Furnier in "Eiche hell" - dann möchte man das jeweilige Material auch zur
Geltung kommen lassen und nicht zu ca. 1/3 mit einer Montageplatte aus einem anderen
Material verdecken.
Daher bekommen die Einzeltreiber des MHT-Array nun jeweils einen einzelnen kleinen
"Montageflansch" ähnlich wie die Frontplatte eines gewöhnlichen Hochtöners.
Desweiteren halte ich das Vorhandensein einer Frontbespannung bei einem Wohnraum-
Lautsprecher für ein "Muss". Es geht dabei hauptsächlich um Schutz gegen UV:
Lautsprechermembranen und deren Sicken mögen auf Dauer keine direkte Sonnen-
einstrahlung und das betrifft selbst die etwas "beständigeren" Materialien.
Ich werde hier eine "minimale Bespannung" umsetzen, die nur die Treibermembranen
selbst abdeckt und schützt.
Der zugehörige Anhang zeigt eine "testweise" Umsetzung, handwerklich wird das noch
etwas schöner umgesetzt werden.
Anhänge:
- Schallwandkonfiguration (schematisch) des Wohnraumlautsprechers
- altes Probebrettchen (als Platzhalter für spätere Frontplatten der Einzeltreiber) mit
..Bespannstoff hinterlegt, Treiber plan montiertZuletzt geändert von dipol-audio; 16.05.2025, 11:51.
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Das war wohl - rückwirkend betrachtet - eher ein Witz ...Zitat von dipol-audio Beitrag anzeigen...
Dies könnte der letzte Schritt gewesen sein, den ich zum Test von Montage-
schritten oder Materialien an diesem Mockup durchgeführt habe.
Ich zähle jetzt einfach nicht mehr mit, wie oft ich die Mockup Teile montiert
und wieder demontiert habe.
Hier habe ich nochmals geprüft, wie das "Ablängen" der (seitlichen) Rahmen-
teile per Bandschleifmaschine (nebst Nachbearbeitung) funktioniert (siehe
obere sichtbare Kante des HPL Rahmenteils) und habe auch den im "End-
produkt" einsetzbaren Filz - so wie aktuell lieferbar - in der simulierten End-
montage "realistisch gestaucht" ...
Zuletzt geändert von dipol-audio; 08.05.2025, 00:20.
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Ja Bernd, das denke ich auch.Zitat von Palisanderwolf Beitrag anzeigen...
Aber es sieht immer noch "machbar" aus.
...
Würde ich auf etwas stoßen, das (so) "nicht machbar" wäre, dann müsste ich
es anders machen: Es muss alles in meiner rel. einfachen Werkstatt durch-
führbar sein.
Ich habe auch selbst darüber nachgedacht, woher die Anforderung kommt,
zumindest "einigermaßen genau" zu arbeiten:
Das ist hauptsächlich der Aufbau der Rahmenteile aus einem Material, dass
bei der Montage wenig verzeiht. Selbst Buchenholz ist im Vergleich zu HPL
ein "weiches" und sehr nachgiebiges Material.
Dadurch, dass das Gehäuse verschraubt wird (dämpfende Fugen) mit
Schrauben, die in der Ebene der Holzteile (Schallwand und Rückwand) liegen
und allesamt sauber vorgebohrt werden, müssen auch die (Durchgangs-)
Bohrungen im Rahmen recht genau passen. Eine leicht verkantete Schraube
würde bei der Montage Probleme bereiten. In Holz zieht sich eine Schraube
mit Senkkopf immer noch "etwas rein" und nicht jede kleine Abweichung fällt
gleich auf.
Das Hochdrucklaminat lässt sich zwar mit Holzwerkzeugen (Bohrer, Sägen,
Fräsköpfe, Schleifmittel, ...) sehr gut und m.E. auch "angenehm" bearbeiten,
aber in der Montage verhalten sich die Teile eher "metallartig".
Das wusste ich natürlich vorher, wollte aber die umlaufenden Teile nicht aus
Holz machen:
Da hätte ich umlaufend das Material dicker wählen müssen, allein dadurch
wäre das Gehäuse ca. 2cm breiter und 2cm höher geworden, das ging mir
bereits zu sehr in Richtung "plump".
Außerdem wäre der Rahmen dann extrem steif geworden (wegen der ge-
ringen Tiefe des Gehäuses) und hätte die Eigenresonanzen des Gesamt-
gehäuses weiter "nach oben" (Richtung Mittelton) verschoben: Auch das
wäre ungünstig gewesen. Die Eigenresonanzen der Platten sollten relativ
niedrig liegen und zudem hochbedämpft sein, was durch die Fugen-
dämpfung (Filzeinlage) erreicht wird.
Ansonsten hat das HPL einen angenehmen "Nebeneffekt":
Die Teile kommen mit einer einwandfreien und sehr widerstandsfähigen
Oberflächenbeschichtung - sofern man selbige bei Zuschnitt und Transport
nicht "verhunzt" - und kaschieren nach der Montage umlaufend die Kanten
der Holzwände aus Multiplex, so dass von außen nur die HPL Teile und die
Deck- bzw. Furnierschicht von Schallwand und Rückwand sichtbar werden.
Außer einer leichten Nachbearbeitung im Bereich der Kanten ist bei dem
Gehäuse keine weitere Oberflächenbearbeitung oder Lackierung mehr
vorgesehen: Mit so einem "Quatsch" möchte ich mich nämlich weder selbst
befassen, noch ihn in Auftrag geben müssen.Zuletzt geändert von dipol-audio; 07.05.2025, 23:01.
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Im Vergleich zum (Selbst-)Bau eines "LePetit" sind das schon Anforderungen, die mehrere Herausforderungen beinhalten. Diese Genauigkeit muß wohl sein, damit das angestrebte Endergebnis nicht "verwässert" wird bzw. überhaupt garantiert werden kann.
Aber es sieht immer noch "machbar" aus.
LG
Bernd
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Hier mal wieder etwas "Handfestes":
Für die Rahmenteile aus HPL habe ich keinen Lieferanten gefunden, der
Präzisionszuschnitte auf einer Formatkreissäge liefert.
Allerdings habe ich die Zusage vom Lieferanten erhalten können, dass ein
neuwertiges Sägeblatt verwendet wird (wichtig wg. Oberflächenbeschichtung
der HPL Platte und Vermeidung von "Abplatzern" an den Schnittkanten) und
dass das gemeinsame Maß von 180mm (das ist im Wesentlichen die Tiefe
der Box) mit einer einzigen Einstellung der Säge durchgeführt wird.
Die Maße der Rahmenteile in Breite und Höhe werden daher zur Sicherheit
mit leichtem "Übermaß" (1mm) angegeben, dann werden sie vor Weiterbear-
beitung und Montage mit einem stationär montierten Bandschleifer ggf. auf
das jeweilige Sollmaß "abgetragen" (was willste machen?).
Die Vorgehensweise habe ich an den "Mockup Teilen" ausprobiert, 1mm
holt man so sehr schnell herunter ...
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Die Posts 174 bis 177 kann man als Motivation verstehen, warum ich die Schaltung
aus
Das Grundkonzept eines "Wohnraumlautsprechers" hatte ich ja hier in den letzten Wochen schon mehrfach angedacht und zur Diskussion gestellt. Es waren jedoch noch einige "Variablen" im Spiel, die vor einer ersten Festlegung von Dimensionen, Detaillösungen etc. geklärt werden mussten. Eine Frage war für mich,
jetzt noch etwas modifizieren werde:
Der Anwendungsbereich der Beschaltung des Mittel-/Hochton Arrays wird jetzt um-
fassender verstanden, um mit der Variabilität realer Hörsituationen (s.o.) noch
besser umzugehen. Deshalb wird- die Abstufung feiner gestaltet
- der Einstellbereich erweitert
In den Anhängen sieht man den Spannungsverlauf des obersten Mittel-/Hochtöners
im 3er Array. Die Schaltung arbeitet so, dass die Vektorsumme der Spannungen an
allen 3 Mittel-/Hochtönern des Arrays im Wesentlichen konstant bleibt, womit dies
auch (im Wesentlichen) für den Direktschall "auf Achse" gilt.
Wird der oberste Mittel-/Hochtöner jedoch zum Hochton hin im Pegel angehoben, so
werden die beiden übrigen Mittel-/Hochtöner in Proportion dazu geeignet abgesenkt:
Der akustisch wirksame Umfang des Array "schrumpft" damit in Abhängigkeit von
der Frequenz, was eine frequenzabhängige Steuerung des Bündelungsmaßes und
damit des Energiefrequenzgangs erlaubt.
Ich zeige zur Vereinfachung nur die Spannungsverläufe am oberen Mittel-/Hochtöner:
Diese lassen sich im aktuellen Entwurf in 6 Stufen einstellen.
Aspekte einer Verwandschaft mit üblichen "Höhenreglern" dürften erkennbar sein
- keine schmalbandigen Eingriffe, weitestgehend neutral um 1Khz und darunter -
jedoch funktioniert dieses Konzept unter weitgehender Beibehaltung eines flachen
Frequenzgangs im Direktschall, was so nur mit einem speziellen Lautsprecher
realisiert werden kann und nicht über übliche Klangsteller, Equalizer oder anderweitige
DSP Eingriffe (z.B. durch Wahl einer "Raumkurve") an konventionellen Lautsprechern.
Anhänge:
Einstellbereich des Spannungsverlaufs am oberen Mittel-/Hochtöner zur Beeinflussung
des Bündelungsmaßes im Hochton.
Anmerkung: Da nur 5 Anhänge je Post erlaubt sind, habe ich die "Grundeinstellung"
weggelassen. In dieser Einstellung verläuft die Spannung an allen 3 Mittel-/Hochtönern
"gleich und flach", damit ist die Bündelung im Hochton maximal.
Diese Einstellung kann man sich wohl am leichtesten vorstellen, deshalb habe ich diese
als Anhang weggelassen.
Zuletzt geändert von dipol-audio; 06.05.2025, 00:48.
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In der Welt des Harman Hörlabors wird die Hörerpräferenz für Lautsprecher ermittelt samt der dazu
beitragenden Größen, welche die Beschaffenheit des Schallfeldes ausmachen.
In Wahrheit werden Schallfelder bewertet, welche vom jeweiligen Lautsprecher erzeugt werden, und
nicht "der Lautsprecher" im engeren Sinne.
Dabei wird jedoch von der Variabilität einiger Größen abstrahiert, die in realen Hörsituationen eine
Rolle spielen:
>> Im Hörlabor wird durch die Ausstattung mit Diffusoren eine rel. hohe und gleichbleibende Diffusität
.... des Schallfeldes hergestellt, die in realen Wohnräumen so nicht immer gegeben ist.
>> Es wird eine weitgehend gleichförmige Nachhallzeit über der Frequenz hergestellt, während ins-
.... besondere der Verlauf der Nachhallzeit im Hochton in Wohnräumen sehr stark von der jeweiligen
.... Ausstattung abhängt.
>> Es werden trainierte und durch Audiogramm nachgewiesen normalhörende Personen in der
....."Hörerjury" eingesetzt, was die Variabilität "gewöhnlicher" Hörer hinsichtlich Hörerfahrung,
..... Hörgewohnheiten und ggf. auch altersbedingter Hörminderung bewusst ausblendet.
Durch diese Variabilität realer Hörsituationen ensteht im konkreten Einzelfall potenziell der Bedarf, u.a.
den Hochtonbereich deutlich anzupassen.
Über lange Zeit haben sich hierfür konventionelle Klangregelungen bewährt, die nicht auf schmalban-
diger Ebene eingreifen, sondern meist sanft verlaufende "Shelving Filter" (Kuhschwanzfilter) darstellen,
die sich um 1Khz herum "neutral" verhalten.
Diese Filter greifen jedoch ebenso in den Direktschall ein: Eine Differenzierung zwischen Direktschall
und Raumanteil ist nicht möglich. Damit bewirkt eine Klangregelung - etwa im Falle einer Hochton-
anhebung - potenziell auch eine Herabsetzung der Hörerpräferenz des Lautsprechers, denn ein
flacher Verlauf des Direktschalls ist (s.o. Variable AAD_ON) "ein Wert an sich", der nun nicht mehr
eingehalten werden kann.
Eine andere Art, Klangregelung und Raumanpassung im Hochton zu realisieren, wäre die Anpassung
des Energiefrequenzganges möglichst ohne Beeinflussung des Direktschalls:
Dies ist nur möglich, wenn der Lautsprecher über ein einstellbares Bündelungsmaß im Hochton
verfügt.
Beim Energiefrequenzgang geht es im Sinne einer hohen Hörerpräferenz für einen Lautsprecher eher
darum, dass schmalbandige Abweichungen lautsprecherseitig vermieden werden (s.o. Variable
SM_SP für "Glattheit"), eine "Flachheit" des Energiefrequenzganges selbst geht nicht direkt in die Prä-
ferenzkriterien des Lautsprechers an sich ein, vielmehr muss der Energiefrequenzgang zur Hochton-
absorption des jeweiligen Raumes passen.
Diese Form einer raumbezogenen Hochtonanpassung, welche nicht in den Direktschall auf Achse
eingreift, sondern primär in die Frequenzabhängigkeit des Bündelungsmaßes im Hochton, wird von
mir im Wohnraumlautsprecher realisiert.
Zuletzt geändert von dipol-audio; 05.05.2025, 18:25.
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Zu Harman Patentschrift US 8,311,232 B2 "Method for Predicting Loudspeaker Preference"
Zu Deutsch etwa "Methode zur Vorhersage einer Hörerpräferenz für Lautsprecher"
A general model is provided for predicting a loudspeaker preference rating, where the model's predicted loudspeaker preference rating is calculated based upon the sum of a plurality of weighted independent variables that statistically quantify amplitude deviations in a loudspeaker frequency response. The independent variables selected may be independent variables determined as maximizing the ability of a loudspeaker preference variable to predict a loudspeaker preference rating. A multiple regression analysis is performed to determine respective weights for the selected independent variables. The weighted independent variables are arranged into a linear relationship on which the loudspeaker preference variable depends.
Die Patentschrift wurde eingereicht im Jahr 2005 von Harman International Industries, Incorporated,
Northridge, CA (US), Erfinder ist Sean Olive
Tabelle 13 dieser Patentschrift enthält Modellvariablen und deren ermittelte Gewichte, mit denen die
Variablen jeweils zur Hörerpräferenz beitragen.
Ich übersetze die Erläuterungen zu dieser Tabelle auf Seite 15 des PDF (Übersetzung mit DeepL,
deutlich nachbearbeitet):
"
Die Variablen, die sich auf die Glattheit (SM_: "smoothness") und die durchschnittliche absolute
Abweichung (AAD_: "absolute average deviation") des "Auf Achse" Frequenzgangs (_ON) beziehen,
haben eine kombinierte Gewichtung von ca. 45% im Modell.
Dies zeigt, dass flacher Verlauf und Glattheit des Direktschall-Frequenzgangs ein wichtiger
Faktor bei der Vorhersage der Klangqualität ist.
Den nächstgrößeren Beitrag leistet die Glattheit des Energiefrequenzgangs (SM_SP: "smooth-
ness sound power), die mit ca. 30 % gewichtet ist.
Die beiden verbleibenden Variablen, die sich auf Abweichungen bei tiefen Frequenzen beziehen,
tragen zusammen etwa 25% zum Modell bei (LFQ=19 %, LFX=6 %, in etwa).
"
Ich zähle nochmals die Modellvariablen in der gleichen Reihenfolge auf, wie sie in Tabelle 13
gelistet sind und gebe jeweils eine Erläuterung auf Deutsch zur Übersicht:
AAD_ON : Durchschnittliche absolute Abweichung des Direktschall-Frequenzganges
..................Dies bezieht sich auf den Freifeld Frequenzgang "auf Achse" und berücksichtigt
..................insbesondere dessen "flachen Verlauf über alles"
LFX.........: "Low Frequency Extension": Tieftonausehnung berücksichtigt, wie tiefreichend
..................die Tieftonwiedergabe mit dem betreffenden Lautsprecher im Raum ist.
LFQ.........: "Low Frequency Quality": Qualität der Tieftonwiedergabe u.a. Welligkeit
SM_SP....: "Smoothness Sound Power": Glattheit des Energiefrequenzganges, d.h.
................. insbesondere das Fehlen von deutlichen schmalbandigen Abweichungen im
................. Energiefrequenzgang (abgestrahlte Schallleistung über alle Raumwinkel)
SM_ON...: "Smoothness On Axis": Glattheit des Direktschall-Frequenzganges (s.o.) d.h.
................. insbesondere das Fehlen von deutlichen schmalbandigen Abweichungen im
................. Direktschall-Frequenzgang
Anhang: Tabelle 13 aus PatentschriftZuletzt geändert von dipol-audio; 05.05.2025, 15:29.
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Fortsetzung: Raumkurven und Einflussfaktoren
Raumkurve nach Brüel &Kjaer:
Raumkurven nach Olive et al. für "trainierte Hörer" vs. "untrainierte Hörer":
Zum Verlauf der Nachhallzeit in Wohnräumen (siehe u.a. Bild 7, Seite 2):
Statistische Aussagen zur Hörminderung im Alter:

____________________________________
Nehme ich die Präferenzkriterien für Lautsprecher nach Harman/Toole, so muss m.E. festgehalten
werden:
>> Das Ranking eines LS nach Harman/Toole findet hörerseitig in einem massiv mit Diffusoren
.... ausgestatteten Hörlabor statt: Die Kriterien können also bezogen auf "gewöhnliche Wohnräume"
.... lediglich ein "Potenzial" für den jeweiligen LS ermitteln, denn eine "Zielraumkompatibilität", welche
.... Kammfiltereffekte in einem konkreten quaderförmigen Raum und einer konkreten Abhörsituation
.... berücksichtigen würde, wird nicht ermittelt.
>> Die Testgruppen bestehen aus trainierten Normalhörenden, d.h. Personen ohne auffälligen audio-
... logischen Befund: Es ist m.E. anzunehmen, dass ein Einfluss altersbedingter Hörminderung
... bei mittelalten bis älteren Hörern in den Harman/Toole Raninkings kaum Niederschlag findet.
Zuletzt geändert von dipol-audio; 03.05.2025, 20:01.
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Memo zur Beeinflussung des Bündelungsmaßes im Hochton
Das hier anfangs vorgestellte Verhalten der Schaltung
Das Grundkonzept eines "Wohnraumlautsprechers" hatte ich ja hier in den letzten Wochen schon mehrfach angedacht und zur Diskussion gestellt. Es waren jedoch noch einige "Variablen" im Spiel, die vor einer ersten Festlegung von Dimensionen, Detaillösungen etc. geklärt werden mussten. Eine Frage war für mich,
werde ich hinsichtlich der zu erfüllenden Anforderungen und der Auslegung im
Detail noch modifizieren.
Mir ist hier ein Potenzial bewusst geworden, das über die ürsprüngliche Primär-
funktion einer reinen
Anpassung der Richtwirkung (d.h. des Bündelungsmaßes) im Hochton
an die Hochtonabsorption im Raum, um eine bevorzugte Raumkurve
(ähnlich Brüel & Kjaer) unter Beibehaltung eines flachen Schalldruck-
Frequenzgangs im Direktschall (auf Achse) zu ermöglichen (*)
deutlich hinaus gehen kann.
Das Thema ist jedoch vielschichtig und berührt m.E. auch wichtige Punkte,
über die im Umgang mit HiFi Setups nicht gern gesprochen wird. Deshalb
möchte ich später noch etwas dazu schreiben.
__________________________
(*) Dies ist in etwa die "puristische" Beschreibung vom ursprünglichen Sinn
und Zweck dieser Beschaltungsoption des Mittel-/Hochtonarrays.Zuletzt geändert von dipol-audio; 03.05.2025, 12:52.
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Dichtungsfuge demontieren und inspizieren
Auch auf der HPL Seite ist die Haftung hervorragend:
Ich muss die Dichtungsmasse mit einem scharfen Beitel herunterschaben,
und trotzdem bleibt stellenweise noch etwas haften.
Dies könnte der letzte Schritt gewesen sein, den ich zum Test von Montage-
schritten oder Materialien an diesem Mockup durchgeführt habe.
Zuletzt geändert von dipol-audio; 02.05.2025, 12:15.
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