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Analoger Plattenspieler, aus alt wird neu

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  • Analoger Plattenspieler, aus alt wird neu

    Da ich momentan nichts Wichtigeres zu tun habe und schon länger daran denke, dass ich gerne wieder ein paar meiner analogen Platten spielen möchte, werde ich mir aus alten Beständen einen mehr oder weniger "zeitgemäßen" Plattenspieler erstellen.

    Dazu nehme ich einen "Dachbodenfund". Das ist ein sehr kompaktes, aber schweres Vollmetall-Laufwerk, das ich vor ca. 30 Jahren gebaut habe. Das war ungefähr zu dem Zeitpunkt, wo ich mir die große Emco Fräsmaschine gekauft habe. Damals hatte ich auch noch die Emco Maximat 11 Drehbank, zwischenzeitlich habe ich eine neuere, die jetzt ca. 7 Jahre alt ist.

    Ich kann mich noch erinnern, dass dieser Plattenspieler damals auch in Funktion war, aber welcher Arm (SME ist klar) da drauf war und welcher Tonabnehmer, das weiß ich nicht mehr.

    Nach vielleicht 25 Jahren auf dem Dachboden sieht dieses "Ding" noch hässlicher aus als es ist (der fehlende Arm macht da auch viel aus), aber eines ist es allemal, nämlich (sogar bestens!) zweckmäßig.

    Da meine private Anlage immer schon "nur zweckmäßig" und ziemlich hässlich war/ist, passt dieser schon ganz gut dazu.

    Mal sehen, was sich daraus machen lässt.

    Die Basis:

    Gruß
    David


    WEBSEITE HiFiAKTIV: Klick mich
    Einen „Audio-Laien“ erkennt man daran, dass er sich viel mehr mit Audiokomponenten beschäftigt als mit Raumakustik, LS-Aufstellung und Hörplatzwahl.
    Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
    Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich -Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich -Private Anlage: Klick mich -
    Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
    Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
    Wichtig: zumindest versuchen, beim Thema bleiben!

  • #2
    Als Erstes habe ich einmal alles komplett zerlegt. Dabei habe ich schnell erkannt, dass das damals eine recht aufwändige und langwierig Sache gewesen sein muss, denn jedes Teil ist aus Rohmaterialien selbst hergestellt (Tonarm und Motor natürlich nicht) und da gab es viel zu zerspanen.
    Die Dreh- und Fräsarbeiten haben sich etwa die Waage gehalten.

    Alles was ich bis jetzt vermessen habe ist extrem genau, beispielsweise beträgt das Lagerspiel 2 hundertstel Millimeter bei einer Führungslänge von 50mm und einem Durchmesser von 10mm. Dieses Spiel ist für den Ölfilm notwendig. Da wackelt nichts, der Teller läuft völlig ruhig und es gibt selbstverständlich keinerlei Geräusch dabei.
    Unten im Lager habe ich eine Hartmetallkugel verwendet (in den Lagerdorn eingepresst) und diese läuft auf einer gleichen Kugel als Gegenlager.

    Mit dem linken kleinen Messingknopf lassen sich die beiden wichtigsten Geschwindigkeiten 33 1/3 und 45U/min schalten. Neben diesem Knopf gibt es zwei kleine Bohrungen, in die man mit einem Schraubenzieher rein kann zum Betätigen von Trimmern.

    Ob ich die Elektronik damals auch selbst gemacht habe, das weiß ich nicht mehr. Aussehen würde sie danach, aber ich glaube trotzdem eher, dass ich die von einem Thorens samt Motor ausgebaut habe.

    Alle Teile sind unzerkratzt, es gibt keine Dellen oder sonstigen Unzulänglichkeiten, nur die Oberflächen sind teilweise durch die Umwelteinflüsse "angeknabbert". Auch deshalb, weil sie völlig natur sind, also nur feinst geschliffen und poliert. Es ist kein farbloser Lack drauf.

    Hier die Teile, die angeblich auf den Müll gehören (so hat mir das hier Jemand geraten), noch unbehandelt:



    Meine hauptsächliche Arbeit wird somit sein, jedes Teil komplett zu überarbeiten. So wie es jetzt aussieht, muss ich nichts neu machen.

    Was leider jetzt schon sicher ist, ist das Nichtvorhandensein eines Tonarmlifts, denn der war im Thorens 316 eingebaut und ist Bestandteil vom Chassis. Das Ausbauen und Übertragen ist praktisch unmöglich weil viel zu groß, das habe ich mir schon angesehen.

    Sicher gäbe es für diesen Tonarm einen dazugehörigen integrierten Lift, aber ich werde eher händisch auflegen und abheben, bevor ich da jetzt großartig auf die Suche gehe. Viel eher kaufe ich dann gleich einen neuen und vor allem aktuellen SME-Arm, aber dazu müsste mich das Abspielen von analogen Platten schon sehr begeistern und da bin ich vorerst einmal skeptisch.
    Gruß
    David


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    • #3
      Heute vormittag habe ich alle Teile überarbeitet. Der Sockel und auch die kleineren rechteckigen Teile waren reine Handarbeit, die runden Teile habe ich dazu in die Drehbank gespannt.

      Da die Spitzenhöhe meiner Drehbank für den Durchmesser des Tellers nicht ausreicht, habe ich ihn in die Drechselmaschine gespannt und den Spindelstock um 90 Grad gedreht.
      Den Teller habe ich ganz bewusst nicht mehr hochglanzpoliert, er gefällt mir leicht matt besser.

      Ist alles wieder recht schön geworden, ich bin schon beim Zusammenbau.

      Fotos folgen.
      Gruß
      David


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      • #4
        Nach der Kosmetik.

        Von unten:


        Noch nackt:


        Mit Subteller und auch schon Öl im Lager:


        Mit Teller:


        Mit Arm:


        Rudi schreib "ein Fall für den Schrottplatz"......Ich weiß nicht.......
        Gruß
        David


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        • #5
          So, jetzt ist er wirklich fertig und es funktioniert alles bestens.





          Gemessen habe ich ihn dann auch noch.



          Naja und was da rauskommt, da hüllen wir besser ein Tuch des Schweigens drüber......
          Das liegt aber nicht am Plattenspieler, sondern an der analogen Platte - bzw. an der mechanischen Abtastung.

          Mit einem Digitalplayer oder PC als Tonquelle kann man das nicht einmal im Entferntesten vergleichen.

          Wie auch immer, ich bereue den jetzt getätigten Aufwand in keinster Weise und freue mich schon darauf, wieder mein Platten hören zu können.
          Messtechnik hin oder her, die interessiert mich dann wenn das Plattenhören Spaß macht, überhaupt nicht mehr.

          Sollte sich aber herausstellen, dass der Tonkopf nicht mehr optimal ist, werde ich auf einen anderen wechseln. In einer Schachtel die am Dachboden stand, habe ich noch viele Zubehörteile von Plattenspielern gefunden, bis zu weiteren Tonabnehmern (sogar mehrere MCs dabei), Einstelllehren, Mitlaufbürsten, Libellen, Schablonen, eine Schachtel voller Schrauben und Beilagen zum Tonkopf montieren und sogar eine ganz tolle Waage zum Messen vom Auflagedruck:



          Ich berichte eventuell noch wie mir das Schallplattenhören gefällt.
          Gruß
          David


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          • #6
            AW: Analoger Plattenspieler, aus alt wird neu

            Nachtrag: weil der Antriebsriemen ab und zu beim Starten (Plattenteller wiegt ca. 5 Kilo, der ganze Plattenspieler über 15 Kilo) vom Motorritzel "runterfiel", habe ich noch ein kleines Teil hergestellt (Riemenführung) und eingebaut, jetzt passiert das nicht mehr.
            Gruß
            David


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