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Die überfällige Krise der Audiophilen

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  • respice finem
    antwortet
    Die "Internet Generation" vielleicht noch nicht ganz, aber spätestens die "Smartphone App und Streaming" Generation kauft, wenn überhaupt, "eierlegende Wollmilchsäue". Der "Turm" ist Geschichte. Manche Vertreter dieser Gerätegattung sind durchaus fein gemacht, auch optisch/haptisch, die Parameter sind mehr als gut genug, und die Preise sind dementsprechend "gesalzen", obwohl im Vergleich mit "good old Panzer-HiFi" noch vertretbar. Daß sie kleiner sind, ist oft auch ein Vorteil.

    So gesehen, leben wir in guten Zeiten als Konsumenten - wäre da nicht der chilling effect der Alltäglichkeit des Ganzen.
    Es hat nicht mehr "den Reiz des Besonderen" von früher. Heute kauft man solche Geräte wie Kühlschränke oder dgl.

    Der Haken an der Sache: Wenn die Dinger haltbar sind, kann die Industrie davon kaum leben. Sind sie nicht haltbar, wurden sie von vielen Kunden 2x gekauft - das erste Mal und das letzte, denn Schrott (Gewärhleistungszeitraum + 6 Mo. Sicherheitsspanne) kriegt man viel billiger...

    https://www.audiosciencereview.com/forum/index.php?threads/eversolo-dmp-a8-balanced-streamer-dac-review.55826/

    Wer nicht alles braucht, kommt noch günstiger weg


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    Zuletzt geändert von respice finem; 10.01.2025, 17:19.

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  • David
    antwortet
    Die typischen "HiFi-Menschen" leben in einer Blase, in der nichts real oder logisch ist. Diese Feststellung habe ich schon vor Jahrzehnten gemacht und deshalb bin ich für mich und meine private Audioanlage einen ganz anderen Weg gegangen. Ich war sicher einer der ersten, der im Privatbereich einen DSP verwendet hat.

    Mir ist klar, dass mein Weg in Fachkreisen kein Ideal darstellt, aber ich will es genau so und jeder der meine Anlage hört (obwohl ich versuche das zu verhindern, habe kein Interesse daran, sie wen vorzuführen, denn wozu?), ist so richtig "von den Socken".

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  • Micha L
    antwortet
    Die Internetgeneration ist davon weitgehend unberührt:

    - Erst genügten ihnen PC-LS völlig
    - Inzwischen sind es Smartphone und Ohrstöpsel-Kopfhörer.

    HiFi/Highend-Komponenten sind offensichtlich aussterbende Dinosaurier (Nun ja, vielleicht nicht vollkommen).

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  • dipol-audio
    antwortet
    Fand das Video ganz unterhaltsam. Keine Ahnung, ob ihr"s kennt... https://youtu.be/pZLXr0Tl3mo?si=Booo_b98B3CwnPhJ


    Ungefähr bei 07:12 im Video (siehe Eingangspost) geht es um das "Objektivieren"
    von (eigentlich rein) emotionalen Entscheidungen:

    (Als zugrundeliegendes Problem)

    Zitat:

    "Es ist das Verlangen, emotionale Enscheidungen immer objektivieren zu können.
    Es reicht aus irgendwelchen Gründen nicht aus, eine Sache rein aus persönlichem
    Gefallen zu tun, man muss immer einen möglichst allgemeingültigen Vortrag bereit
    haben, um sich in fantasier(t)en Szenarien rechtfertigen zu können.
    ..."


    (Das "t" wurde von mir eingefügt ...)

    Es lohnt sich m.E. , einmal anzuschauen welches die o.g. "irgendwelchen
    Gründe" sein können, aus denen z.B. (manche) "audiophile Analogliebhaber"
    ihren Standpunkt so vehement auch nach außen vertreten.

    Denn:

    Typische Vertreter dieser Gruppe können nach meiner Erfahrung weder die
    Analogtechik noch die Digitaltechnik (zur Audiowiedergabe) auch nur in
    Grundzügen erklären.

    Beispiel digital:
    Sie kennen z.B. nicht das Shannon'sche Abtasttheorem und können die
    Funktionsweise von AD und DA Wandlern nicht erklären.

    Beispiel analog:
    Auf der analogen Seite können sie jedoch ebenso nicht erklären, was z.B.
    die "RIAA Kurve" ist und wozu sie beim Schnitt und der Wiedergabe von
    Schallplatten dient.


    Verteter dieser und ähnlich definierter (Glaubens-) Gruppen oder
    Gemeinschaften "objektivieren" also i.d.R. nicht selbst, sondern geben nur
    wieder (d.h. "plappern nach"), was andere ihnen zuvor als "objektive
    Argumente" nahegebracht haben.


    Die zugrundeliegenden Motivationen, etwas zu konsumieren, womit man
    sich ggf. von einem "Mainstream" abheben kann, können dabei vielfältig sein.

    Man möchte evt.
    - zu einer Gruppe gehören, die einen "verfeinerten Lebensstil" pflegt
    - sich sozial abgrenzen

    Wir wären damit bei den klassischen Bedürfnissen von Benutzergruppen, die
    bestimmte Güter kaufen (sollen).

    Daher kennt man u.a. im Industriedesign auch die "Repräsentationsfunktion"
    eines Produktes, welche das Produkt neben seiner reinen Gebrauchsfunktion
    erfüllen muss, um bestimmte (Ziel-) Gruppen anzusprechen.

    Insbesondere wenn Repräsentation und der Wunsch nach sozialer Abgrenzung
    im Vordergrund stehen, reicht ein "weil es mir gefällt" (etwa als Grund für eine
    Kaufentscheidung) nicht mehr aus:

    Die jeweilige Konsumentscheidung muss dann offenbar gerechtfertigt
    ("objektiviert") werden.

    Die Argumentationen dazu, werden dann von den Designern/Herstellern/
    Vertreibern der Produkte gleich mitgeliefert, denn diese Argumentationen
    gehören zum Produkt untrennbar mit dazu.


    Der Kunde hat dann nicht nur das Produkt gekauft, sondern auch die dazu-
    gehörige Argumentation, warum dies Produkt "anderen überlegen" sei.

    Und es ist unter diesen Umständen im Beispiel oben zu verstehen, dass
    der Käufer einer (geglaubt) "rein analogen" Schallplattenproduktion sich
    betrogen fühlt
    , wenn sich herausstellt, dass Digitaltechnik im Prozess
    verwendet wurde: Er hat schließlich die Argumentation(en) zur
    Grundaussage/Grundbehauptung "analog ist überlegen" mitgekauft​.

    Edit: "Deshalb erwarb/erwerbe ich ein rein analoges oder besser noch
    'digitalfreies'(?) Produkt ..."
    .
    Edit: "Mitgekauft" bedeutet nicht "mitverstanden" und auch nicht "mitgeprüft".
    Es bedeutet eher "mitgeglaubt".


    Dass die Audioqualität des gekauften Tonträgers objektiv nicht durch die
    digitalen Schritte in der Herstellung beeinträchtigt wurde, spielt hier keine
    Rolle: Vielmehr ist das Hauptargument für den Kauf nachträglich
    "aufgeflogen", da das Produkt im o.g. Beispiel tatsächlich nicht "digitalfrei"
    war/ist.

    Somit könnte man evt. juristisch klären lassen, ob im o.g. konkreten Szenario
    ein "Mangel an der Sache" begründbar wäre: Ich bin kein Jurist.

    Wichtig ist aber m.E.: Es geht - ganz allgemein bei Diskussionen zu dieser
    Thematik - nicht primär um Audioqualität.
    Zuletzt geändert von dipol-audio; 10.01.2025, 16:23.

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  • respice finem
    antwortet

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  • Palisanderwolf
    antwortet
    Eine leichte, gesund erhaltende "Verrücktheit".

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  • Onkel Werner
    antwortet
    Denke mal....du bist der letzte, der sich hier rechtfertigen musst. Ach lackieren...Autofüller, ca, 1-2mm auftragen, nass Schleifen, dann Lack und dann ists perfekt. l.g. werner

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  • respice finem
    antwortet
    Zitat von David Beitrag anzeigen
    ...Man hat dann sozusagen "Narrenfreiheit"...
    Die hat man so oder so, im Rahmen der Glaubens - und Meinungsfreiheit.
    Zoff ist erst, wenn man den Glauben und die Meinung über das erhebt, was sie sind.

    Ihre Dachschäden zugeben - das ist viel verlangt. Gefühlt 1% sind dazu überhaupt fähig.
    Dabei sind Hobbies per se schon zumindest dicht dran

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  • David
    antwortet
    Werner, wie gesagt finde ich, dass es reicht, wenn man seinen "Dachschaden" zugibt. Dann kann man den (aus technischer Sicht komplett unsinnigen) "HiFi-Spleen" ausleben wie man möchte und Niemand hat das Recht, das zu kritisieren. Man hat dann sozusagen "Narrenfreiheit".

    Zumindest ich sehe das so.

    Das was ich mache (bin damit zur Zeit voll beschäftigt), ist das Ausleben meines "Dachschadens", das betone ich immer wieder. Aber es macht mir Spass und es interessiert mich, ob ich es schaffe, eine weitere Steigerung zu erzielen. Wobei das schon lange nichts mehr mit "noch besser klingen oder "messtechnisch noch besser" zu tun hat, denn da geht aus meiner Sicht sowieso nichts mehr. Ich strebe nur eine noch bessere Machart - (ich kenne nur ganz wenige Serienprodukte die da mithalten können), sowie eine noch sinnvollere Aufteilung und Anordnung der dazu notwendigen Komponenten an.

    Daran "kiefle" ich schon seit Wochen und dazu habe ich auch schon unzählige Zeichnungen hergestellt, um endlich "klar zu sehen". Alles hat immer Vor- und Nachteile und ich erlebe ein ständiges Hin- und Her. Gerade denke ich wieder komplett um. Verrückt! Aber ich weiß es und teilweise lache ich mich deshalb sogar selbst aus.

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  • respice finem
    antwortet
    Das ist ja der Punkt - damals war es noch etwas Besonderes, Edles, Teures usw. Heute ist audiophiles (im ursprünglichen Sinn) Hören alltäglich und günstig geworden (solange man nicht "spinnt"). Digitale Quellen bekommt man quasi nebenbei (PC, Smart TV, Smartphone). Daß die Industrie Probleme bekommt dadurch, sollte nicht verwundern. Sie passt sich langsam an, bzw. das, was davon noch übrig ist.
    Zuletzt geändert von respice finem; 10.01.2025, 10:59.

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  • Onkel Werner
    antwortet
    David.....finde DU kritisierst schon und hast damit recht. Jeder bastelt sich seine Meinung so zusammen wie es ihm gefällt. Es hat doch Spass gemacht auf HIFI-Messen zu gehen, sich unbezahlbare Boliden anzuhören, mit ner Tüte voller Hochglanz Prospekte und weiter zu träumen. Als Jugendlicher mit nem Rad in die Stadt zu fahren und sich die Nase platt zu drücken an den Schaufenstern wo all die Sachen standen von denen man träumte. Schon damals ging es primär nicht mehr um die Musik, sondern um das haben wollen der Gerätschaften. Kann mich noch gut erinnern an meine erste " richtige Anlage " Stolz wie Bolle. Das hatte alles seine Berechtigung. Und die HIFI-Industrie hat das gnadenlos ausgenutzt. Viel früher als Schuljunge mit dem ersten Kasettenrekorder nach dem älteren Nachbarjungen gegangen und sich gefreut hat wenn er seine Platten überspielte. Zu Hause über ein altes Dampfradio und Überspielkabel gehört bis zu abwinken, natürlich in Mono. Es war die MUSIK !!! das was zählte. Interessant an der ganzen Sache.....mit zu nehmenden Alter gehe ich dahin zurück.
    Muss mir selbst und ganz bestimmt nicht anderen etwa beweisen und vorführen. Mein Musikgeschmack ist so wie so ein anderer. Mittlerweile lassen mich die ganzen Superlative kalt, einfach nur Spass an der Freude Musik die ich mag zu hören und gut ist.
    l.g. werner

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  • respice finem
    antwortet
    Kieferchirurgie ist halt teuer drum hat mancher Respekt davor.

    Als ich noch im Bürgerschließfach gewohnt hatte (1967-95), gab es manche tätliche Auseinandersetzung wegen Ruhestörungen.
    Ich hatt das Problem nur ein einziges Mal, habe es, nachdem verbal nichts zu erreichen war, "akustisch" gelöst mit mehr Power als der Störer, zu einer gut ausgewählten Zeit und in Absprache mit Nachbarn. Derjenige sagte nix, aber war ab dem Tag unauffällig.

    Die Bürgerschließfächer waren auch ziemlich "hellhörig".
    Zuletzt geändert von respice finem; 10.01.2025, 10:12.

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  • Mrwarpi o
    antwortet
    Manche müssen ihre Nachbarn mit 100 Dezibel und mehr beschallen und nennen das dann Audiophil.
    Diese Endstufen, diese Kabel ....

    In meinem Haus hat das Hi-Fi - Gebrülle allerdings sehr schnell ein Ende ...

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  • respice finem
    antwortet
    Zitat von Mrwarpi o Beitrag anzeigen
    ...Ansonsten Kopfhörer...
    Was als audiophil gelten darf (im ursprünglichen Sinn) nur ohne "Flair" einer dicken Anlage.
    Zuletzt geändert von respice finem; 10.01.2025, 09:48.

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  • Mrwarpi o
    antwortet
    Ich bin so ein typischer Musik neben bei leise Hörer.
    Die Lautsprecher sind irgendwie aufgestellt. Reicht mir, Punkt.
    Ansonsten Kopfhörer , Abhörmonitore von Adam am PC
    Dank einer kompletten Digital - Kette kann ich auch absurdes Zeug einstellen ...

    https://www.waves.com/plugins/abbey-road-tg-mastering-chain

    Und ja. Ich betreibe Home-Recording
    for Fun und nehme die Sachen auch zum Musik hören.
    Ich muss ja nicht alles doppelt und dreifach haben ...
    Zuletzt geändert von Mrwarpi o; 10.01.2025, 09:26.

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