Das war eine generelle Aussage von mir. An einem Lautsprecher angeschlossen, ist die Höhe der Gleichspannung sehr wohl ein Thema und da kann schon das passieren, was du schreibst.
Wer sich einmal den Durchmesser eines Schwingspulendrahts angesehen hat, der wundert sich, dass so etwas reicht.
Aber Hauptsache, davor sind dicke Kabel, sehen ja "schick" aus.
LS-Zeilen sind ja schon etwas "Uraltes" und sie machen in besonderen Fälle (eher Großveranstaltungen) durchaus Sinn.
Aber im Wohnbereich?
Zwei mögliche Ansatzpunkte, um so etwas verkaufen zu können, fallen mir dazu at hoc ein:
1.) Man will etwas Ungewöhnliches auf den Markt bringen, das Interesse weckt und das man mit gekonnten Argumenten als "das Bessere" präsentieren kann.
2.) Man versucht (wie so viele Andere auch) die übliche und katastrophale Raumakustik zumindest teilweise auszublenden.
Fragt sich nur (auch wie so oft) "zu welchem Preis". Ehrliche Messergebnisse, bis ins Detail gehend, wären interessant. Ich denke, dass so etwas gegen einen guten Studiomonitor "nicht den Funken einer Chance" hat. Aber vielleicht täusche ich mich auch, ich habe mit so etwas keine Erfahrung.
War damals, Anfang bis Mitte der 70er, als ich mit Stereo anfing, ein klanglich sehr überzeugendes Konzept,
das ich aber leider nicht gebrauchen konnte, da ich nicht die „räumlichen“ Voraussetzungen dafür hatte. Das wurde auch von den Brüdern Braasch so gesehen, von denen ich mich hatte beraten lassen - und die damals in Deutschland zu den begeisterten „Bosehändlern“ (und die auch Linn vorantrieben) gehörten, und bei denen ich schliesslich auch meine erste "Stereo" Anlage gekauft hatte.
(Auszug aus https://www.hififorum.at/node/648683/page3 #39 )
Meine erste richtige „HiFi“- Kette bestand aus meinem heute noch vorhandenen - aber nicht weiter genutzten - Linn LP12 und dem Harman/Kardon, Model 730 Twin Powered Solid State Receiver, der dann zwei schlicht verkabelte geschlossene Boxen AR-8 von Acoustic Research, Boston Massachusetts, antrieb. Der Harman/Kardon ist heute noch funktionsfähig, aber ebenfalls „ausgemustert“. Die Boxen spielten auf, bis die Sicken auseinander fielen. https://www.hifi-wiki.de/index.php/A..._Research_AR-8
Bose war imho insofern „ehrlicher“ zu seinen Kunden als ein Großteil der HIFI-Industrie, indem er eigentlich kein HIFI versprach und auch keine zweifelhaften Messungen anbot, die das Marketing vorantreiben sollten, was im Prinzip ja auch David seit langem, fast pauschal aber nicht unberechtigt, dieser Industrie und den damit immer mehr sehr „verbundenen“ (sagen wir mal) „Fachzeitschriften“vor(wirft)hält.
Zumindest "Plopt" der Speaker bei Gleichspannung einmal.
Danach vielleicht nie wieder.
Das war eine generelle Aussage von mir. An einem Lautsprecher angeschlossen, ist die Höhe der Gleichspannung sehr wohl ein Thema und da kann schon das passieren, was du schreibst.
Wer sich einmal den Durchmesser eines Schwingspulendrahts angesehen hat, der wundert sich, dass so etwas reicht.
Aber Hauptsache, davor sind dicke Kabel, sehen ja "schick" aus.
Bei passiven Lautsprechern verschaltet man mehrere Chassis parallel oder seriell in einemGehäuse, weil man die große Membranfläche braucht ohne die Nachteile sehr großer Chassis. Vier brauchbare kleine Chassis können dann schon mal preiswerter als ein hochwertiges großes Chassis sein. Diese kleinen Chassis haben ein bestimmte Impedanz und nach Außen soll für den Verstärker ja eine genormte Impedanz "sichtbar" werden, meist 4 oder 8Ohm. Moderne Soundbars, in denen auch mehrere Chassis arbeiten, bekommt jedes Chassis einen eigenen, kleinen Verstärker. Das geht natürlich nur bei Aktivlautsprechern.
Hilfsweise können die üblichen Formeln für die Berechnung der Widerstandsstandwerte für Gleichstrom genutzt werden.
Reihenschaltung, Parallelschaltung, Reihenparallelschaltung.
Ist aber nicht ganz richtig. Lautsprecher sind reine Wechselstromtechnik.
Hallo Clara,
Nur als Ergänzung zu Deinen Bildern:
Deine Frage habe ich mir auch mal gestellt und bin zu dem Schluss gekommen, daß sie für mich irrelevant ist, da ich ja nur in meinem bewohnbaren Hörraum höre.
Normale "heimische" Hörräume sind aber üblicherweise , was den Bass angeht, relativ kleine Räume. Bei meiner halbaktiven Gradient Revolution ist vorgesehen, daß man zwei Zusatz-Bass-Einheiten dazu schalten kann, was dann z.B. bei Claus Bücher ( https://cba-audio.de ) in seinem Vorführraum so aussah ( je zwei Zusatzeinheiten aufeinander "getürmt" aussen, ein Poweramp bedient die Basseinheiten, ein Poweramp die Cardioid-Einheit für Mitten und Höhen), was ich aber bei mir ganz bewußt nicht wahrnehme, weil mir die zwei Haupt-Lautsprecher für feinstes HiFi dicke ausreichen.
Wie gesagt kann man an einen Verstärker "unendlich" viele Lautsprecher anschließen, denn den "interessiert" (und selbst da ist er sozusagen sehr tolerant) nur der gesamte Arbeitswiderstand, an dem er arbeiten muss.
Allerdings gibt es da schon noch etwas:
Ein passiver Lautsprecher ist eine komplexe Last, also nicht nur "ein Widerstand", denn in einer passiven Frequenzweiche gibt es so gut wie immer auch Spulen und Kondensatoren - und nicht nur das, jedes LS-Chassis ist ebenfalls eine komplexe Last.
Im Normalfall kommt jeder Verstärker damit zurecht. Ich hatte nur ein einziges Mal im Geschäft (wo ich fast jeden Verstärker an jeder Box irgendwann mal in Betrieb hatte) ein Problem mit einem Verstärker von Musical Fidelity, angeschlossen an einer B&W 802D. Bei Lautstärken, die durchaus auch mal im Wohnbereich zustande kommen könnten, hat der M. F. Verstärker deutlich zu verzerren begonnen. Der selbe Verstärker hat an jedem anderen Lautsprecher tadellos funktioniert, auch bei sehr hohen Lautstärken. Was dem bei der B&W nicht gepasst hat - keine Ahnung.
in summe also entwarnung, wenn also 2 8ohm seriell, mit 2 seriellen 8ohm parallel kombinierst, hast wieder ein virtuelles 8ohm häfen. bei der volumenabstimmung musst bei der berechnung vas mal 4 nehmen oder du teilst das volumen auf konstruktiv als versteifung ganz nett, bei sub bis 80hz aber wegen stehender wellen im inneren nicht zwingend notwendig, weil die wären oberhalb des übertragungsbereiches (meist)
Zuletzt geändert von longueval; 08.09.2024, 13:06.
Clara, ich war jetzt ca. 3 Stunden weg und kann erst jetzt wieder antworten.
Aber an sich wurde hier schon alles richtig beantwortet.
Was mir gar nicht einleuchtet und mir auch noch nie jemand erklären konnte warum man unterschiedliche Schaltungen macht wie 4, 8 oder 16 Ohm.
Dazu gibt es auch kaum eine Erklärung, denn die Impedanz von passiven Lautsprechern ergibt sich einfach bei der Konstruktion (die meisten Chassis gibt es mit 4 und 8 Ohm, je nach Schaltung wählt der Konstrukteur was ihm günstiger erscheint) sie ist alles Andere als "fix" (schwankt also je nach Frequenz sehr stark) und so lange sie im Schnitt (!) im Bereich zwischen 4-8 Ohm liegt, hat kein üblicher Verstärker ein Problem damit.
Kurzum, es ist weitgehend egal.
Da muss es doch Vor und/ oder Nachteile geben?
Nicht dass ich wüsste.
Gehen wir davon aus dass die Chassis keine nennenswerte Serienstreuung haben.
Die Serienstreuungen der Chassis sind bei bekannten und bewährten Herstellern eher gering. Ist man ganz "pingelig" (ich wäre so ein Fall, habe es aber noch nie gemacht), muss man selektieren.
bei subs kannst nachteile vergessen, anders bei mittel und hochtönern, da kanns bei serienschaltung dazu kommen, dass ein minimaler tiefpass entsteht, durch die schwngspuleninduktion. wie man das berücksichtigt weiß ich nicht.
Nehmen wir mal vereinfachend an, Exemplarstreuungen würden bei Reihenschaltung von Treibern / LS-
Chassis keine Rolle spielen ...
Dann bewirkt eine Reihenschaltung von 2 gleichen Treibern (egal ob Tieftöner oder Hochtöner), dass an
jedem einzelnen Treiber die halbe Eingangsspannung abfällt:
Daran ändern auch "Blindkomponenten" der Treiberimpedanz (induktiv oder kapazitiv) nichts.
D.h. auch an zwei "zusammengesetzten" Schaltungen (Ersatzschaltbild des Treibers) fällt jeweils die
halbe Eingangsspannung ab, wenn man 2 gleiche davon in Reihe (Serie) schaltet.
Extremfall ("ohne" Ohmschen Widerstand) als Beispiel:
Schaltet man 2 gleiche Spulen in Reihe, dann hat man einen "induktiven Spannungsteiler", d.h. an jeder
der beiden Spulen fällt - unabhängig von der Frequenz - die halbe Eingangsspannung ab, obgleich die
Impedanz der Schaltung natürlich mit der Frequenz ansteigt UND beide Spulen in Reihe die doppelte
Induktivität (und somit doppelte Impedanz) aufweisen wie eine einzelne der beiden.
Eine Filterwirkung kommt also auch bei Reihenschaltung zweier gleicher (das ist entscheidend) Hochtöner
nicht zustande, die man deutlich oberhalb der Resonanzfrequenz vereinfacht als "R-L Glieder" auffassen
kann (d.h. jeweils ein Ohmscher Widerstand mit induktiver Komponente in Reihe).
Zuletzt geändert von dipol-audio; 08.09.2024, 10:48.
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