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  • David
    antwortet
    Oliver schrieb:
    .....doch, das "K" steht m.E für "Kardioid" oder "nierenförmige Abstrahlcharakteristik".
    OK, habe ich nicht gleich erkannt, erst jetzt, nach genauerem Hinsehen, die machen das mit einer "winzigen Schallwand".

    Leider gibt es auf der Webseite keine genaueren Messungen, werde noch danach googeln (habe keinerlei Kaufinteresse, wollte nur mit den Produkten anderer Herstellern vergleichen).
    Zuletzt geändert von David; 23.03.2024, 06:50.

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  • dipol-audio
    antwortet
    Hallo David,

    doch, das "K" steht m.E für "Kardioid" oder "nierenförmige Abstrahlcharakteristik".

    Was aber auch hier interessant ist:

    Schau dir mal die Außenabmessungen etwa der 2..3 kleinsten "K" Modelle an und vergleiche sie
    mit den kompaktesten Modellen ...

    Bei den kompakteren Modellen findet man in Tendenz kein "K" mehr und bei den kleinsten gar nicht.


    MEG baut Kardioide im Wesentlichen nach dem Prinzip der "Resistance Box" und da gilt für alle
    auf der Welt die gleiche Physik: Das Verschiebevolumen für die Dipolkomponente des Kardioids
    muss "irgendwoher kommen".

    Herstellerunabhängig gesprochen:

    Es fällt bei größeren Gehäusen außerdem leichter, eine geeignete Pfadlänge aufzubauen.

    Man kann natürlich Kompromisse darin machen, wie ausgeprägt die "Nierencharakteristik" speziell
    im Tiefton sein soll: Für eine "breite Niere" muss man z.B. nicht soviel Verschiebevolumen "opfern" ...

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  • David
    antwortet
    Oliver es gibt da noch etwas durchaus Beachtenswertes. Wirst du sicher kennen, nur der Ordnung halber (ist aber kein Kardioid LS):


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  • respice finem
    antwortet
    Groß und teuer, bedeutet IMHO, in der heutigen Multikrise - "kauft keine Sau" und deswegen die "Enthaltung".
    Viele Hersteller sind froh, daß sie nicht untergegangen sind, größere Risiken werden sie sich nicht leisten können.
    Wenn überhaupt, ev. ein global player wie Harman (Samsung).

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  • dipol-audio
    antwortet
    Zitat von David Beitrag anzeigen
    Oliver schrieb:

    Ganz richtig!

    Es gibt nur wenige Ausnahmen, die aber im HiFi-Bereich sozusagen "bedeutungslos" sind.

    Ein Beispiel, leider sehr teuer, aber vollaktiv und Paarpreis:

    The 8c Studio delivers superior sound quality with its adaptive, room matching and cardioid features for a professional studio experience. Easily attach it to the D&D bracket system for enhanced installation options. The 8c Studio does not support streaming services.


    Hallo David,

    Dutch & Dutch haben eine Kompetenz darin, Kardioid LS aufzubauen:



    Allerdings ist der o.g. LS nur oberhalb ca. 100Hz wirklich ein Kardioid:

    Die rückwärtigen Subwoofer arbeiten "konventionell" als CB.

    Bei der Kii ist die Situation vergleichbar, d.h. bei sehr tiefen Frequenzen wird die
    Kardioid Richtcharakterisitik aufgegeben.


    Die o.g. Hersteller zeigen mit ihren Modellen sicherlich in eine interessante und
    durchaus wegweisende Richtung, indem sie demonstrieren, wie lohnenswert und
    praktisch anwendbar eine Kardioid Richtcharakteristik auch ab dem "mittleren Bass"
    bis in den Mittelton sein kann ...

    Kompromisse in vergleichbarer Art gab es jedoch auch schon länger zurückliegend
    von anderen Herstellern, wie etwa bei Amphion, wo man mit Kardioid Mittelton-
    Einheiten bei relativ niedrig liegender Übernahmefrequenz gearbeitet hat.

    Jedoch zeigen derartige Modelle m.E. nicht, wie man

    - einen "Fullrange" Kardioid machen kann
    - der zudem auch noch für eine breiteres Publikum verfügbar wäre


    Das wäre jedoch der Schritt, den ich von der LS-Industrie erwarten würde d.h. hier
    etwa hinsichtlich Baugröße, Preis, Aufwand so etwas wie einen "Durchbruch" zu
    erzielen.

    ____________

    Das Folgende bitte hersteller- und/oder markenunabhängig zu verstehen:

    Da fehlen entweder die Ideen oder der Wille dazu, ich fürchte aber, es fehlt beides.

    Vgl.

    H. Kalusche: "Eine Lautsprecheranordnung mit einseitiger Richtwirkung",
    Zeitschrift für angewandte Physik 1950, Bd. 2, Heft 10, S.111-114



    Ca. 75 Jahre nach Veröffentlichung eines Prinzips, hätte ich erwartet, dass man ein
    Konzept insoweit weiterentwickeln kann, dass es effizient und allgemein verfügbar
    wird.

    Die notwendigen Schritte dazu fehlen m.E. bis heute.

    Der Einsatz von DSP "Frequenzweichen" ermöglicht es m.E. vielmehr, sich weiter um
    das eigentliche Entwurfs- und Konstruktionsproblem "herumzudrücken", indem man
    letztlich ein "nicht voll tieftontaugliches" Kardioid System mit einer konventionell
    arbeitenden (rundumstrahlenden) Einheit für den Tiefbass kombiniert bei einer relativ
    niedrigen Übernahmefrequenz (*).

    Es gibt Nischen, in denen auch für den Studio- und Heimbereich Fullrange Kardioide
    angeboten wurden und werden, aber hier ist zu sagen, dass die Lösungen zumeist
    "groß und teuer" sind.

    _______________

    (*) Mit DSP basierten Filtern fällt naturgemäß die Realisierung tiefer
    Übernahmefrequenenzen leichter.
    Zuletzt geändert von dipol-audio; 22.03.2024, 10:44.

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  • Jolpe
    antwortet
    Hallo Uwe, TÜV Konform, war das bestimmt nicht, um ehrlich zu sein in der Zeit hat da keiner wirklich darüber nachgedacht, es wurde das gemacht was der Kunde wollte und irgendwie machbar war, unsere Privatfahrzeuge waren da meistens sponsert by Hersteller, hätte ich damals gar nicht das Kleingeld gehabt für…..
    die meisten sind aber gegen Ende der 90 er ausgestiegen, an Wettbewerben hab ich jetzt nicht teilgenommen, aber zum Teil die Kundenfahrzeuge mitaufgebaut,
    Zu der Zeit war ich aber auch schon mehr im HiFi Bereich tätig, Achtung Ironie war seriöser……..
    heutzutage geht es bei diesen Wettbewerben nur noch um Brachiale Lautstärke, Messgerät reinwerfen, Tür zu und über Fernbedienung die Lautstärke, hat nichts mit gutem Klang zu tun

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  • Uwe JAM
    antwortet
    Hallo Jolpe -​ Beitrag #46
    ...aha da weiß ich endlich wo der Wind damals herkam.

    Ich habe mit der IASCA Wettbewerbsteilnahme ab Ende 93 in der Amateurklasse aufgehört nachdem u.a. Kollegen mit 2 Stück 12" Subwoofer je Tür des Golf auftauchten und behaupteten dies sei alles noch TÜV konform verbaut.
    Oder aber mit 18 Karat vergoldeten Endstufen​++++
    Wie du schreibst, da gab es dann auch schon "Amateure" deren Fahrzeuginstallation überstieg den Fahrzeugwert um das 2-3 fache!!!!
    Ganz getreu dem Motto wie es bei den HIFI-isti nicht unüblich ist, was viel kostet muss zwangsläufig gut sein (klingen)

    Gruß UWE

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  • respice finem
    antwortet
    Was mich ein wenig nachdenklich macht, ist (abgesehen vom Preis der "großen" Variante), die Komplexität des Ganzen. Man liest zwar nicht von Ausfällen, aber irgendwie "selbsterfüllende Prophezeiung", da wohl nicht so viele gekauft werden.

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  • David
    antwortet
    @r. f.
    Ja, die Kii LS sind auch etwas Besonderes. Gefällt mir alles sehr gut. Ich glaube auch, dass sie gut gefertigt sind.

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  • Jolpe
    antwortet
    Hallo Uwe Jam,
    ja im Car HiFi Bereich war man Mitte der 80/90 Iger völlig bekloppt unterwegs, bin ja eigentlich gelernter KFZ- Elektriker und hab nach der Lehre, mein Hobby zum Beruf gemacht, heuerte in dem angesagten High End Laden für Car HiFi an, wenn man das so nennen darf,
    heute gruselt es mich manchmal was wir damals so professionell verbrochen haben, wir waren die Meister der Pressluftschere, ein geht nicht gab es nicht, Kunde wollte 4 16 er in der Tür kein Problem, was nicht passt wurde passend gemacht, sicher optisch alles vom feinsten, Doorboards angefertigt aus MDF mit Leder in Fahrzeugoptik bezogen, aber was wir da vielen Fahrzeugen an Blech rausschnitten, BMW Dreier Max. 20 er Bässe auf die Ablage, Kunde wollte aber 4 25 er auf die Hutablage, also alles Blech raus, Platte rein, bei 180 auf der Autobahn hat sich die ganze Karre verwunden, aber Klang gut,
    meine extremste Karre war sponsert bei Alpine voll Aktiv mit 14 Endstufen, Subwoofern wo sie reinpassten, C Netz Telefon, so ein kleiner Krüppel Fernseher von Philips mit Videorecorder,
    reines Showfahrzeug zum zeigen was technisch machbar ist, Anlage hatte den fünffachen Wert des Autos…….

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  • respice finem
    antwortet
    Das sind "nur" 14 k€, auf dem Niveau von Kii (ohne das Sub Paket).
    Die Glaubenskongregation kauft einen Satz Kabel für den Preis

    Kii Audio’s handcrafted speakers represent decades of research and intelligently integrated technology. The result is the most advanced speakers in the world.

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  • David
    antwortet
    Oliver schrieb:
    Aus meiner Sicht sind daher die meisten heutigen Lautsprecher eigentlich "für Wohnräume ungeeignet" (sorry). In dieser Hinsicht gibt
    es m.E. seit Jahrzehnten keinen Fortschritt, obwohl er möglich wäre.​
    Ganz richtig!

    Es gibt nur wenige Ausnahmen, die aber im HiFi-Bereich sozusagen "bedeutungslos" sind.

    Ein Beispiel, leider sehr teuer, aber vollaktiv und Paarpreis:

    The 8c Studio delivers superior sound quality with its adaptive, room matching and cardioid features for a professional studio experience. Easily attach it to the D&D bracket system for enhanced installation options. The 8c Studio does not support streaming services.


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  • dipol-audio
    antwortet
    Zitat von Observer Beitrag anzeigen
    Dazu nur eine kurze Frage: wie meint ihr, klangen die alten "Dampfradios" der fünfziger und sechziger Jahre? Also die Röhrenradios, die schon UKW-Stereo konnten und oft bis zu fünf Lautsprecher innen verbaut hatten? Mir haben sie damals klanglich gefallen, und im Vergleich zu moderneren HIFI-Anlagen schlagen sie sich erstaunlich gut. Wenn man nur gefällige Raumbeschallung erwartet.
    Und erst im Vergleich zu modernen Soundbars, mir graut immer davor, diese zu messen, klingen alte Röhrenradios oft deutlich angenehmer.

    Ich habe tatsächlich viele unterschiedliche dieser Röhrenradios auch in verschiedenen Räumen gehört:
    • wir hatten einen Jugendraum, wo wir welche "gesammelt" haben
    • im Erwachsenenalter hat ein Freund von mir welche gesammelt und auf professionellem Niveau wieder "in Schuss gebracht"


    Also erstmal muss man sagen: Nicht alle waren wirklich soo gut.

    Aber es gibt eine ganze Reihe - frag' mich nicht mehr nach Modellen - die auch m.E. wirklich sehr angenehm klangen.


    Es gibt sogar einen wichtigen Teilaspekt, bei dem mit heute üblicher Technik eher ein Rückschritt zu verzeichnen ist:

    Oft hat das Dampfradio hinten eine teilperforierte Rückwand (meist aus Hartfaserplatte hergestellt).

    Wenn's "gut gepasst hat", ist der Innenraum durch das Radiochassis und seine Aufbauten (Röhren, Trafos, Elkos, Trimmkondensator
    etc.) relativ "zerklüftet" gestaltet, so dass trotz fehlender Bedämpfung kein extremer "Kastenklang" zustandekam.

    Die perforierte Rückwand - wurde benötigt zur Wärmeabfuhr - bildet (nebenbei) einen akustischen "Fließwiderstand", der wiederum
    mit dem Innenvolumen des Gehäuses einen "akustischen Tiefpass" bildet:

    Wenn's also "wieder gut gepasst" hat ... wird ein Teil des Tieftons nach hinten phaseninvertiert und etwas laufzeitverzögert abgestrahlt,
    es entsteht eine "kardioid-artige " Richtwirkung im Tiefton.

    D.h. weniger Interaktion mit dem Raum, wenn das Radio etwas freier aufgestellt wird, der Tiefton kommt relativ "glaubhaft" und kann
    die Charakteristik der gespielten Aufnahme oder Übertragung gut vermitteln (*). Diesen "Luxus" hat man heute nicht mehr:

    Die meisten LS sind - auch in höheren Preisregionen - "Rundumstrahler" im Tiefton.

    Die daraus resultieren Konsequenzen - vom Tiefton bis in den Mittelton hinein - bekommt man leider auch mit "digitaler Kompensation"
    nicht mehr vollständig eingefangen​: Das ist zum Teil "Wunschdenken" mehr nicht, denn manches lässt sich nur 'ursächlich' lösen, so
    ist die Welt.

    Aus meiner Sicht sind daher die meisten heutigen Lautsprecher eigentlich "für Wohnräume ungeeignet" (sorry). In dieser Hinsicht gibt
    es m.E. seit Jahrzehnten keinen Fortschritt, obwohl er möglich wäre.

    Anderer Punkt:

    Die Schallwandler in den Röhrenradios - z.B. von SABA - beruhten z.T. auf profundem Entwurfs- und Fertigungswissen, etwa wie man
    gute Breitbandchassis macht.

    "Wunder" gab es da m.E. allerdings keine, deshalb habe ich den Hype auch nie mitgemacht, alte Radios auszuschlachten um z.B. die
    "SABA Greencones" auszubauen: Manche taten das (oder tun es noch).


    _____________

    (*) Natürlich gab man sich damals mit etwas weniger Pegel zufrieden und hatte auch keinen Anspruch an extrem tief reichende
    Basswiedergabe.​ Aber es gab "dickere Modelle", die konnten schon "ordentlich laut" ...



    Zuletzt geändert von dipol-audio; 21.03.2024, 10:03.

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  • respice finem
    antwortet
    Mir als Kind, damals, mit Null Wissen, aber garantiert besserem Gehör, als heute, gefiel der Klang von Omas Röhrenradio (mit nur zwei Breitbändern, AM, mono) am Besten. War ein ziemliches "Trumm", älter als ich (1960), klang "sonor" durch den großen hölzernen Resonanzkörper.
    Last but not least: Das Viech funktioniert immer noch! (beim Käufer von Omas Wohnung). Wurde nie repariert, unglaublich eigentlich, 64 Jahre, und die ersten 15 davon, mangels TV, meistens an. Brauchte nur beim "Kaltstart" eine gefühlte Ewigkeit.
    Rapsodia 3201 Radio Unitra ZRK, Zaklady Radiowe im. M. Kasprzaka, build 1960, 11 pictures, 1 schematics, 5 tubes, Poland, semiconductors, Broadcast Receiver


    Besser gefiel mir akustisch erst dieses "Gespann"
    https://external-content.duckduckgo.com/iu/?u=https%3A%2F%2Ftse1.mm.bing.net%2Fth%3Fid%3DOIP. Cp6SzRikDJDy0j5KIi1FzwHaJ4%26pid%3DApi&f=1&ipt=e2e dd90460190a632fb385e68692043d68d48e43de76eda4df2bb 1e711ac94aa&ipo=images

    Zuletzt geändert von respice finem; 21.03.2024, 09:39.

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  • Observer
    antwortet
    Dazu nur eine kurze Frage: wie meint ihr, klangen die alten "Dampfradios" der fünfziger und sechziger Jahre? Also die Röhrenradios, die schon UKW-Stereo konnten und oft bis zu fünf Lautsprecher innen verbaut hatten? Mir haben sie damals klanglich gefallen, und im Vergleich zu moderneren HIFI-Anlagen schlagen sie sich erstaunlich gut. Wenn man nur gefällige Raumbeschallung erwartet.
    Und erst im Vergleich zu modernen Soundbars, mir graut immer davor, diese zu messen, klingen alte Röhrenradios oft deutlich angenehmer.

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