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Was hat bei High-End-HiFi-Geräten wirklich Einfluss auf richtigen Klang ...

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    #31
    #29 schauki
    Die Aussage ist Teil eines Beitrages zur Celestion SL 600 - dieser LS ist im Test sehr schlecht gemessen worden und wurde entsprechend schlecht bewertet. Trotzdem hat mir und meinen Besuchern das Musikhören darüber sehr viel Spass bereitet.
    Es gibt seither sehr viele Tests weltweit (vermutlich auch von dem hier so gehypten Amir), die Lautsprecher (oder andere Komponenten) messtechnisch nicht gut dastehen lassen aber trotzdem Verkaufserfolge wurden/sind - ein Beispiel hat Bernd vor kurzem als Video verlinkt, da ging es um die Vienna acoustics Mozart - furchtbare Messungen aber ein Liebling bei den Käufern.

    Wenn ich jetzt einmal, wohl zu Recht, unterstelle, dass ein rein technisch orientierter Mensch sich diese Messkrücken nicht ins Wohnzimmer stellen würden, kann ich doch wohl auch feststellen, dass der sog. Normalkäufer nur auf das vertraut, was er hört und somit auch mit einer Messkrücke glücklich werden kann.

    Damit verurteile ich keine der beiden Handlungsweisen und favorisiere auch keine.

    Was mich selbst angeht, stelle ich fest, dass die LS, die mir persönlich besonders gefallen, auffallende Gemeinsamkeiten in den (nicht perfekten) Messergebnissen zeigen.

    LG
    E.M.

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      #32
      Es wäre/ist nahezu ausgeschlossen, dass die Mehrheit der Hörer, einen Lautsprecher gut finden der sich messtechnisch "schlecht" darstellt.
      Jedoch, die passenden Messungen muss es geben. Welche das sind, ist eben nachzulesen.

      Ich weiß nicht auf welche Messungen sich da im Falle der SL 600 berufen wurde.

      Zitat von E.M. Beitrag anzeigen
      ... aber ein Liebling bei den Käufern........ dass der sog. Normalkäufer nur auf das vertraut, was er hört und somit auch mit einer Messkrücke glücklich werden kann.
      Der "Normalkäufer" ist aber einer bei dem "das was er hört" nur ein Punkt, und nach meiner Erfahrung nicht mal der gewichtigste, ist wenn es um eine Kaufentscheidung geht.

      D.h. wenn sich etwas gut verkauft ist das nicht zwangsläufig ein Zeichen für "guten Klang" bzw. Klang den die Mehrheit (oder die definierte statistische Größe) bevorzugt.
      Es zeigt vorerst nur, dass es von der Mehrheit gerne gekauft wird.

      Verkaufszahlen stehen also nicht zwingend in Verhältnis zur klanglichen Qualität.


      Wenn man diese rausfinden will, dann muss man (wieder mal) passende Hörtests machen.

      Und um den Kreis zu schließen...
      Das wurde gemacht. Man weiß was der Mehrheit klanglich an einem Lautsprecher gefällt und was nicht.
      D.h. man kann anhand Messungen (nicht eine einzelne sondern recht aufwändig) sogar sehr gut vorhersagen ob der Lautsprecher klanglich gefällt.

      Zitat von E.M. Beitrag anzeigen
      #...
      Was mich selbst angeht, stelle ich fest, dass die LS, die mir persönlich besonders gefallen, auffallende Gemeinsamkeiten in den (nicht perfekten) Messergebnissen zeigen.
      ..
      Ich denke da liegt ein gewisses Missverstädnis vor.
      Ein Lautsprecher der primär für Musikwiedergabe gedacht ist, einem Menschen Spaß zu bringen, dessen Messergebnisse sind dann "perfekt" wenn sie den maximalen Spaß ergeben.
      Ja hier im Forum wird "perfektes" Messergebnis oft mit technisch perfekten Daten gleichgesetzt. Z.B. schnurgerader Amplituden-FG auf Ache, am Hörplatz,....

      Nur das ist mMn. ein falscher Ansatz. Ja bei Lautsprechern für irgendwelche technischen Anwendungen da kann das eher stimmen, aber für den Menschen doch nicht.

      Aber genauso wie du nun diese Gemeinsamkeiten kennst die dir gefallen, kennt man die Gemeinsamkeiten die "der Mehrheit" gefallen.
      Und genau das ist das Prinzip dahinter.
      Je genauer man das nun machen kann, also detaillierte Messungen und diese dann zuordnen kann, desto weniger relevant/nötig wird dann ein vorab hören.
      Suche ich einen neuen Lautsprecher dann schaue ich also gleich mal diese Messungen an und es fallen ganz viele durch den Rost von denen ich mit großer Sicherheit sagen kann, die sind nichts für mich.

      Für eine Kaufentscheidung spielen, wie oben gesagt, aber auch noch viele andere Faktoren rein - nicht zuletzt auch der Preis.


      mfg


      Zuletzt geändert von schauki; 15.11.2022, 17:22.

      Kommentar


        #33
        Zitat von E.M. Beitrag anzeigen
        ...
        Es gibt seither sehr viele Tests weltweit (vermutlich auch von dem hier so gehypten Amir), die Lautsprecher (oder andere Komponenten) messtechnisch nicht gut dastehen lassen aber trotzdem Verkaufserfolge wurden/sind - ein Beispiel hat Bernd vor kurzem als Video verlinkt, da ging es um die Vienna acoustics Mozart - furchtbare Messungen aber ein Liebling bei den Käufern.
        ...
        Hier gibt es Messungen zu den LS:

        https://www.stereophile.com/content/...r-measurements

        Ich weiß natürlich nicht, ob diese Messungen (noch) aktuell sind oder sich auf aktuelle Modellversionen beziehen.

        Wenn man sich die Geschichte mal durchliest, fühle ich mich an Zeiten erinnert (1-2 Jahrzehnte zurückliegend),
        als ich noch gelegentlich "HiFi-Magazine" gelesen habe.

        __________

        Da gab es ab und an Fälle (andere Geräte, andere Lautsprecher), wo man sich das messtechnische Verhalten eines Testlings nicht
        ganz erklären konnte und man dann den Telefonhörer - zum Vertrieb bzw. zum Hersteller/Entwickler - in die Hand nahm zwecks Klärung
        der Frage "soll das so sein oder läuft hier was schief ?" bevor man ggf. Messungen veröffentlicht, die aufgrund von Missverständnissen
        oder Fehlern (ganz gleich bei wem) zustande kommen.

        Die o.g. Messungen und die Geschichte ihrer Entstehung wären für mich ganz klar "ein Fall für den Telefonhörer" gewesen.
        Zuletzt geändert von dipol-audio; 16.11.2022, 00:32.
        Grüße aus Reinheim, Oliver Mertineit

        Kommentar


          #34
          #32 schauki
          Das es hier offensichtlich nicht um Klärung eines Standpunktes geht, sondern darum, die Diskussion am Laufen zu halten (ist im Prinzip löblich, damit dieses kleine Forum überlebt), mein letzter Beitrag hierzu - möchte lieber an anderer Stelle weitermachen.

          Da es hier um "Was hat Einfluss auf den Klang ..." geht, habe ich andere Kaufentscheidungen unberücksichtigt gelassen.
          In meinen 38 HiFi-Berufsjahren (die 40 mache ich auf jeden Fall noch voll) habe ich einige tausend LS verkauft und habe so ein ganz klein wenig Einblick gewonnen, auf was der Käufer (Endkunde und Händler) bei seiner Entscheidung achtet. Messergebnisse spielen da so gut wie keine Rolle, ausser "Wieviel Watt hat die denn so".

          #33 Oliver
          Die Messungen der VA Mozart betreffen das Vorgängermodell der (noch) aktuellen Mozart SE. Diese Version kannte ich nicht. Das aktuelle Modell (SE) spielt sicher nicht neutral wie ein Monitor, aber doch so, dass sie das populärste Modell der Baureihe ist. Ein Musikerpaar, das mich einmal besuchte, erklärte das so:
          "Die LS spielen Klassik nicht so wie sie ist, sondern so, wie sich der Laie das vorstellt". Aus Sicht eines LS-Verkäufers also ein idealer LS - der Käufer kommt, hört und sagt "genauso hab' ich mir das vorgestellt" und die Partnerin "und dann sieht sie auch noch so hübsch aus".
          Einem Verkäufer, der dann versucht den Kunden aufzuklären, das diese Meinung definitiv falsch sei, den würde ich fristlos entlassen.

          Auch ein Kündigungsgrund wäre, wenn der Verkäufer einem offensichtlichen Kenner versuchen würde zu überzeugen, dass der Kenner keine Ahnung von wahrem Klang hat.

          Wie man sieht, Verkäufer leben gefährlich in einer scheinbar heilen HiFi-Welt .

          LG
          E.M.

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            #35
            E.M.
            Und wie viele Kaufentscheidungen wurden denn allein anhand des Klangs getroffen?
            Andersrum, wie vielen käufen ist ein Hörtest vorangegangen der ausschließlich den Klang abgefragt hat?

            Dass der Laie und wenig interessierte sich keine Gedanken über Messungen macht ist klar. Zumindest eben nicht über das was in den Heftchen steht.
            Nur das was in den Heftchen steht ist zu 99,9% unbrauchbar.

            Aber ich verstehe schon wenn man auch nur indirekt Nutznießer ist, wird man daran auch nichts ändern wollen.
            Erst Recht wenn man "glaubt".

            Und ja speziell in so einem Fall ist es sicher besser wissenschaftliche Arbeiten zu meiden.

            mfg
            ​​​​​​

            Kommentar


              #36
              Zitat von E.M. Beitrag anzeigen
              ..., auf was der Käufer (Endkunde und Händler) bei seiner Entscheidung achtet. Messergebnisse spielen da so gut wie keine Rolle, ausser "Wieviel Watt hat die denn so".
              Klasse, völlig ahnungslose Kunden, Feuer frei für den Verkäufer.

              LG
              K

              Kommentar


                #37
                Zitat von E.M. Beitrag anzeigen
                ...
                "Die LS spielen Klassik nicht so wie sie ist, sondern so, wie sich der Laie das vorstellt". Aus Sicht eines LS-Verkäufers also ein idealer LS - der Käufer kommt, hört und sagt "genauso hab' ich mir das vorgestellt" und die Partnerin "und dann sieht sie auch noch so hübsch aus".
                Einem Verkäufer, der dann versucht den Kunden aufzuklären, das diese Meinung definitiv falsch sei, den würde ich fristlos entlassen.
                ...

                Lieber Edward,

                da sage ich mal vorsichtig, "ich glaube zu verstehen".

                Dein Statement wirkt jedenfalls ehrlich, wenn vielleicht auch "leicht ironisch zugespitzt".

                Grüße aus Reinheim, Oliver Mertineit

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                  #38
                  Die meisten Käufer von Lautsprechern sind wohl gar keine Hifi-Fans, sondern einfach nur Musikliebhaber, die etwas für Zuhause haben wollen, womit sie ihre Lieblingsplatten genießen können. Sie kaufen schlicht, was ihnen gefällt ohne weitere Nachfragen. Dann kommt die deutlich kleinere Gruppe der Hifi-Hobbyisten. Die haben doch was Lautsprecher angeht meist schon dutzende bei verschiedenen Händlern gehört und entsprechend ganz bestimmte Vorstellungen und Erwartungen entwickelt. Sie kommen also gar nicht voraussetzungslos zum Händler, um schließlich etwas zu kaufen. Der gute Händler ist dann der, welcher ihnen etwas bietet ihren Erwartungen entsprechend oder ihnen vielleicht Möglichkeiten aufzeigt, die so noch nicht auf dem Schirm hatten, die sie noch glücklicher machen könnten. Das ist dann der sehr gute Händler, bei dem man auch gerne Stammkunde wird. Messdaten spielen da vielleicht eine Rolle, wenn einer unbedingt einen Orgel-Tiefbass wiedergeben will. Dann schaut er auf den Messschrieb. Das ist aber eher die Ausnahme als die Regel. Ansonsten ist bei Messdaten speziell bei Lautsprechern das Problem, das sie der Laie, der kein Lautsprecher-Entwickler ist, sie gar nicht eindeutig zu seinen Höreindrücken in Beziehung setzen kann. Er ist schlicht außer Stande, sie "richtig" zu interpretieren. Es ist eben nicht garantiert, dass ein glatterer Frequenzgang z.B. notwendig bedeutet, dass dies der bessere Lautsprecher ist, der dann auch noch mehr gefällt gegenüber einem, wo der Messschrieb mehr Welligkeiten aufweist. Außerdem: Bei der heutigen digitalen Messtechnik gibt es wohl kaum einen Lautsprecher, der messtechnisch wirklich schlecht ist. Das können sich die Hersteller, die immer in einem Konkurrenzverhätlnis zu anderen stehen, auch gar nicht leisten. Damit relativiert sich aber auch die Aussagekraft der Messdaten für die Kaufentscheidung sehr erheblich - sie sagen noch weniger aus, als vielleicht einmal vor 25 Jahren.

                  Kommentar


                    #39
                    [QUOTE=E.M.;n665156
                    Einem Verkäufer, der dann versucht den Kunden aufzuklären, das diese Meinung definitiv falsch sei, den würde ich fristlos entlassen.

                    Auch ein Kündigungsgrund wäre, wenn der Verkäufer einem offensichtlichen Kenner versuchen würde zu überzeugen, dass der Kenner keine Ahnung von wahrem Klang hat.

                    Wie man sieht, Verkäufer leben gefährlich in einer scheinbar heilen HiFi-Welt .

                    LG
                    E.M.[/QUOTE]

                    Es wäre auch respektlos gegenüber einem Kunden, der dort ein Produkt kauft, wovon er überzeugt ist, daß es zu ihm paßt, ihm dies ausreden zu sollen. Wer käme denn auf so eine merkwürdige Idee? Eine "HiFi-Sittenpolizei" vielleicht, aber davon sind wir hier noch weit entfernt.



                    Kommentar


                      #40
                      Zitat von Gast Beitrag anzeigen
                      ...Es ist eben nicht garantiert, dass ein glatterer Frequenzgang z.B. notwendig bedeutet, dass dies der bessere Lautsprecher ist, der dann auch noch mehr gefällt gegenüber einem, wo der Messschrieb mehr Welligkeiten aufweist. .... Damit relativiert sich aber auch die Aussagekraft der Messdaten für die Kaufentscheidung sehr erheblich - sie sagen noch weniger aus, als vielleicht einmal vor 25 Jahren.
                      Wenn man nur eine Einzelperson heranzieht mag das zutreffen.
                      Aber das war nicht der Ausganspunkt - der war "die Mehrheit der Musikhörer".
                      Und da ist es klar welche Messungen wie sein müssen um dieser Mehrheit zu gefallen.

                      Aber noch mal, eine Kaufentscheidung setzt sich ja nicht nur durch einen Punkt - in dem Fall "Klang = Messungen" zusammen.
                      Ich würde für den Großteil der Käufe sogar andere Punkte als weit wichtiger sehen. Gerade in Wohnzimmern spielt z.B. die Optik eine sehr große Rolle.

                      Das ist jedoch die Krux an der Sache, wenn man Klang irgendwie in Zusammenhang mit Verkäufen bringen will.

                      Bei Hifi wird das aber immer wieder gebracht.
                      Bei Fleisch kommt hingegen kaum jemand auf die Idee zu sagen "das billig Fleisch muss ja auch geschmacklich besser sein als das Kobe Filet, weil es ja total viel verkauft wird".

                      mfg

                      Kommentar


                        #41
                        Zitat von Gast Beitrag anzeigen
                        Es wäre auch respektlos gegenüber einem Kunden, der dort ein Produkt kauft, wovon er überzeugt ist, daß es zu ihm paßt, ihm dies ausreden zu sollen.
                        Ich weiß von einem noch aktiven Händler, der genau das macht.
                        Kommt ein Kunde und sagt z.B. er möchte einen neuen CD-Player oder einen neuen Verstärker, dann fragt er, warum der Kunde das haben möchte. Wenn der Verkäufer und Geschäftsinhaber die Ansicht vertritt, dass das Produkt die gewünschten Ziele des Kunden nicht erfüllt, dann sagt er, dass der Kunde das Geld besser für etwas anderes ausgeben soll und er ihm das gewünschte Gerät nicht verkauft. Er berichtet auch öfter davon, dass Kunden dann zum nahe gelegenen Mitbewerber gingen und sich ihr Wunschgerät kauften. Nach einer längeren Zeit kamen einige der Kunden zu ihm zurück und sagten, dass sie besser auf ihn gehört hätten und er doch Recht hatte. Er ist so eingestellt, dass er Kunden nur dann etwas verkauft, wenn er die Ansicht vertritt, dass die Kunden damit zuhause auch wirklich besser Musik hören können, oder wenn andere Ziele damit erfüllt werden, wie z.B. gewünschte Ausstattung oder gewünschtes Design.
                        Er ist aber dennoch kein Gleichmacher, er ist überzeugt, dass es Klangunterschiede bei Zuspielgeräten gibt und er hat auch eine eigene Werkstatt, in der Reparaturen und auch Klangtuning durchgeführt wird.
                        Wenn Kunden unbedingt einen besseren Klang zuhause haben wollen, dann fragt er, was sie ausgeben möchten und bietet den Kunden an, dafür zu sorgen, dass es bei ihnen zuhause besser klingt. Er besucht die Kunden dann zuhause und führt Klangverbesserungen im Rahmen des genannten Budgets herbei. Das können raumakustische Maßnahmen sein, das kann die Aufstellung sein, das kann der Hörplatz sein, das kann eine andere Röhre im Röhrenverstärker sein, das kann ein anderer Tonabnehmer sein, ....
                        Er schöpft in der Regel das Budget aus und holt dafür dann bei den Leuten zuhause raus, was er im Rahmen des Budgets gut machen kann.
                        Die Kunden bekommen meistens auch die Möglichkeit, Produkte für ein paar Tage zuhause probezuhören und müssen keinen Sofortkauf tätigen.

                        Ich weiß nicht ob es so falsch ist.
                        Es ist eine andere Art, als es die meisten Verkäufer der Branche machen.
                        Diese andere Art kann Neukunden zunächsteinmal vor den Kopf stoßen, sie kann aber auch auf lange Sicht genau das richtige für manche Kunden sein.

                        Da er das in seinem eigenen Geschäft so macht, kann ihn keiner rauswerfen.
                        Zuletzt geändert von Klaus; 16.11.2022, 11:34.

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                          #42
                          Zitat von schauki Beitrag anzeigen
                          Wenn man nur eine Einzelperson heranzieht mag das zutreffen.
                          Aber das war nicht der Ausganspunkt - der war "die Mehrheit der Musikhörer".
                          Und da ist es klar welche Messungen wie sein müssen um dieser Mehrheit zu gefallen.
                          ...

                          Hallo Schauki,

                          nun muss man der Ehrlichkeit halber dazusagen, dass die bei Harman (Toole, Olive) durchgeführten
                          "subjektiven Messungen" - d.h. blinde Hörvergleiche von Lautsprechern vor einer "Jury" - mit
                          ausgewählten Hörern stattfinden. Es sind Hörer, die

                          - "Normalhörer" sind, d.h. es ist ein audiologischer Nachweis vohanden, dass keine Auffälligkeiten
                          wie z.B. fortgeschrittener Altershörverlust oder Hörschäden bestehen.

                          und

                          - "trainierte Hörer" sind, d.h. die Hörer haben gelernt, bestimmte Differenzierungen bei
                          Musik (und ggf. Testsignalen im Training) herauszuhören und diese Differenzierungen auch
                          begrifflich einigermaßen "einheitlich" zu beschreiben.



                          Es hat sich für Toole/Olive herausgestellt, dass die Arbeit mit derart ausgewählten und
                          trainierten Hörern zu aussagefähigeren (u.a. reproduzierbareren) Ergebnissen führte und
                          man auf diese Weise auch die Größe der "Testgruppe" auf ein praktikables Maß reduzieren
                          konnte.

                          Eine Übertragung auf größere Gruppen "unspezifischer" Hörer war möglich
                          (Rückschluss auf eine "Mehrheit").

                          Das heißt aber auch, dass das (geschmackliche) Urteil von beliebig ausgewählten Einzelhörern
                          sehr stark abweichen kann.

                          Dabei gibt es übrigens auch "systematische Tendenzen" wie z.B. , dass unerfahrene Hörer
                          Amplitudenfrequenzgänge bevorzugen, welche u.a. zum Tiefbass hin sehr viel deutlicher
                          ansteigen und oftmals von dieser Gruppe auch eine Anhebung zum obersten Hochton hin
                          bevorzugt wird.

                          (@Schauki , "ich weiß, dass du das wusstest", wollte es an dieser Stelle nur nochmals
                          erläutern u.a. für manche, die "erst später dazugekommen sind".)


                          Klicke auf die Grafik fÃÃÃÃür eine vergrÃÃÃÃöÃerte Ansicht  Name: 3c249ee2-1b30-46a2-8b27-a89eb885aff2-jpeg.46607.jpg Ansichten: 0 GrÃÃÃÃöÃe: 767 KB ID: 665212


                          Kurze Übersetzung der Beschriftungen:

                          "Subjektiv bevorzugte Raumkurven"

                          - - - - - - Nur untrainierte Hörer

                          ----------- Alle Hörer

                          ----- ----- Nur trainierte Hörer

                          ----------- Idealisierte Raumkurve
                          Zuletzt geändert von dipol-audio; 16.11.2022, 14:37.
                          Grüße aus Reinheim, Oliver Mertineit

                          Kommentar


                            #43
                            Genau, irgendein statistisches Maß muss man ja verwenden wenn man von "Mehrheit" spricht.

                            Aber selbst wenn man das auf die Waagschale legt.
                            Man ist eben schon eher beim Gegenteil von "Messungen sagen über Klang (den die Mehrheit mag) nichts aus" - zumindest so in dieser Form.

                            Dass man mit "Messungen" ggfs. nur eine einzelne (unzureichende) meint kann auch sein und dann kommt man dem schon wieder näher.

                            mfg

                            Kommentar


                              #44
                              Mal ein Querbezug unserer Posts #40, #41, #42

                              https://www.hififorum.at/node/664962...208#post665208

                              zu einem anderen Thread, der ebenfalls dies Thema streifte:


                              Zitat von E.M. Beitrag anzeigen
                              ...
                              "Die LS spielen Klassik nicht so wie sie ist, sondern so, wie sich der Laie das vorstellt". Aus Sicht eines LS-Verkäufers also ein idealer LS - der Käufer kommt, hört und sagt "genauso hab' ich mir das vorgestellt"
                              ...

                              Aus der Sicht eines Händlers muss man sich in Bezug auf #42 wahrscheinlich fragen, ob man einen LS bevorzugen soll
                              (d.h. sich einen LS "hinstellen" soll ...)

                              - der viele Hörer "dort abholt, wo sie stehen" (bezüglich wirklicher Hörerfahrung)

                              oder einen

                              - der "pädagogisch wertvoll" ist (überspitzt formuliert)


                              Kann der LS - im konkreten Raum - niemanden dort abholen, wo er steht, dann hat man womöglich
                              Schwierigkeiten mit dem Verkauf.


                              Aber mal ein gedachtes Beispiel (hier zum Hochton):

                              Angenommen ein LS produziere einen Frequenzgang, der im Hochton ab ca. 2Khz "auf Achse"
                              deutlich ansteigt, dann kann man viele (vornehmlich der unerfahreneren Hörer) damit sicherlich
                              "abholen" d.h. deren "Erwartungen" erfüllen.

                              Nimmt die Hörerfahrung zu, dann wird eine solche Betonung des oberen Hochton oft als "lästig"
                              oder "scharf" empfunden (*).

                              Nun wäre es aber ein Leichtes, eine solche Charakteristik im Hochton selbst bei einem passiven
                              LS in 2-3 Stufen "schalt- oder umsteckbar" zu gestalten, dazu sind nicht zwingend DSP Eingriffe
                              nötig.

                              Somit könnte der LS den Hörer ggf. "länger begleiten" (z.B. auf dem Weg zum erfahreneren Hörer),
                              und "verkaufen" kann man so etwas als "Raumanpassung" ... bei der es ja nicht verboten ist,
                              sie als "Geschmacksanpassung" zu verwenden, da es sich um "Heimhörer" handelt, die
                              kein Tonstudio betreiben ...


                              _________________

                              (*) Man kann dann ggf. die LS weniger auf den Hörplatz einwinkeln, wenn man keine andere
                              Möglichkeit hat, aber das hat je nach Hörsituation wieder andere "Nebenwirkungen".

                              Zuletzt geändert von dipol-audio; 16.11.2022, 15:23.
                              Grüße aus Reinheim, Oliver Mertineit

                              Kommentar


                                #45
                                dipol-audio #44

                                gedachtes obiges Beispiel am Ende vom Beitrag

                                des haben meine Nubert NuLine 264, ein Schalter fuer des obenrum, Brilliant/Neutral/Sanft und einer fuer des untenrum, Neutral/Reduziert....

                                dazu noch des Nubertsche ATM mit der Klangwaage und a professionell eingstelltes, so nehm ich jetzt mal an, mini DSP in am relativ grossen Raum diagonal aufgstellt mit Deckensegel und Teppich und am kleinen Hoerdreieck, am 2metrigen, da geht mir eigentlich nix ab....ausser dass i manchmal des ATM a weng verstell, je nach Aufnahme, sonst ruehr i nix mehr an...;-)

                                gruss
                                LowIQ

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                                Welches Musikinstrument hat Tasten, Pedale und Saiten?

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