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Die "Stellschrauben" für bestmögliche Musikwiedergabe im Hörraum

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    Zitat von tf11972 Beitrag anzeigen
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    Aber wer von den Konsumenten will sich denn seinen Hörraum mit so vielen Lautsprechern vollstellen? Zumal es auf Tonträgerseite ja kaum reine Multikanal-Audioaufnahmen gibt?
    Und solange sich daran nichts ändert, bleibt Zweikanal für mich lediglich ein Notbehelf. Den Begriff „Stereo“ verwende ich gar nicht, da sich dieser zwar für die zweikanalige Wiedergabe eingebürgert hat, mit dem eigentlichen Raumklang aber nur wenig zu tun hat.
    Oder um es mit dem Essen zu vergleichen: Auch wenn ich den Hamburger aus der Schnellimbisskette auf edlem Porzellan serviert bekomme und mit Silberbesteck esse, schmeckt er dadurch nicht besser.
    Viele von uns können deinen "akustischen Erlebnisraum" wahrscheinlich gar nicht nachvollziehen oder bestenfalls "erahnen".

    Ich habe bei einer (Klang) Kunst Ausstellung in Darmstadt einmal eine Mehrkanal Aufnahme eines Chors gehört, welche zum Ziel hatte, den

    Eindruck zu vermitteln, wie es wäre, "im Chor" zu stehen.

    Genaueres zur Technik weiß ich nicht mehr, aber es waren "viele Kanäle" und Lautsprecher "ringsherum".

    Ich habe mich länger in dem Raum aufgehalten und es sehr genossen, es wirkte für mich auch "gut gemacht" und technisch gut umgesetzt.

    Habe ganz früher mal in einem Chor gesungen - wenn auch nur auf bescheidenem Niveau - und konnte das ansatzweise nachvollziehen.



    Edit, Exkurs:

    "Echten (Direkt-) Schalleinfall von hinten" zu "faken" dürfte mit einem Stereo Setup wiedergabeseitig schwer fallen ...

    Was ich mir aber vorstellen könnte:

    Die vordere Orgel wie die hintere mit Mikrofonen hinreichender Richtwirkung gesondert aufzuzeichnen (evt. 2x2 Kanäle),
    und die hinteren Kanäle im Stereo Mix unter Nutzung der "Blauertschen Bänder" mit gewisser Manipulation des Frequenzgangs
    zuzumischen.

    Wird evt. nicht "ganz realistisch" aber ggf. "weniger unrealistisch".

    Das ist aber "reine Spekulation" meinerseits, da ich im Aufnahmebereich keine Erfahrung habe.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Blauertsche_B%C3%A4nder



    Zuletzt geändert von dipol-audio; 18.09.2022, 01:45.
    Grüße aus Reinheim, Oliver Mertineit

    Kommentar


      Nur um hier keinen falschen Eindruck zu vermitteln: Das von mir beschriebene Hörszenario habe ich selbst wegen WAF und fehlender finanzieller Mittel auch nicht, sondern auch nur 4.1, aber ich wollte damit ausdrücken, was denn nötig wäre, um Lautsprecherhören wirklich immersiv zu gestalten.
      Viele Grüße
      Thomas

      www.forestpipes.de

      Kommentar


        Thomas, dass Stereo "eine totale Krücke" ist, das sage ich seit Jahrzehnten und das wird jeder sagen, der nur ein bisschen Ahnung von der Materie hat und der nicht dauernd alles beschönigt, nur weil er nichts Anderes hat oder weil ihm alles darüber hinaus zu kompliziert ist oder weil er einfach konservativ ist. (Ich lege immer großen Wert darauf, bei den Fakten zu bleiben und belüge mich nicht laufend selbst, um zufrieden sein zu können).

        Kurzum: Wirklichen "Raumklang" kann man mit nur zwei Kanälen nicht herstellen, nicht einmal annähernd.

        Aber!
        Musik genießen in hoher Tonqualität, das kann man auf diese Art schon. Den meisten Leuten reicht das - mir übrigens auch.

        (Provokant ist dein Beitrag keinesfalls, genau solche Beiträge sind hier erwünscht).

        Gruß
        David


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        Einen „Audio-Laien“ erkennt man daran, dass er sich viel mehr mit Audiokomponenten beschäftigt als mit Raumakustik, LS-Aufstellung und Hörplatzwahl.
        Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
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        Kommentar


          Zitat von tf11972 Beitrag anzeigen
          .
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          Ich war letztens selbst als Musiker an einer Orgelnacht beteiligt. Das Instrument ein Traum, der Kirchenraum mit seiner nicht zu halligen Akustik veredelte den Klang zusätzlich. Dieser kam von allen Seiten, nicht zuletzt, weil die Kirche über zwei Orgeln verfügt, die tiefen Bässe spürte man auch physisch.
          Natürlich schnitt ich den Konzertabend auch mit, und zwar mit zwei Kugeln in Klein-AB auf einem hohen Stativ. Die Aufnahme ist auch sehr gut, aber wegen der lediglich zwei Kanäle kann sie halt nur einen kleinen Teil der Live-Faszination vermitteln. Wollte man dies besser machen, müsste man erstens viel mehr Mikrofone verwenden,

          .
          .
          Ned so ganz billig aber vielleicht fuer Deinen Einsatzzweck ned so schlecht...

          https://en-us.sennheiser.com/microph...o-ambeo-vr-mic

          Koennte mir vorstellen das so a Aufnahme an Deiner Nubert Orgelanlage gar ned so schlecht rueberkommt....

          Gruss
          LowIQ

          Kommentar


            Alles, was David im Eingangsbeitrag geschrieben hat, kann ich bestätigen! Nach dem Raum kommt lange nichts. Deshalb habe ich das so umgesetzt, daß ich Stereo in Perfektion (totale Symmetrie, beide LS finden gleiche Abstände zu den Wänden vor) hören kann. Hörplatz mittig im Raum, also Rückwand genau so weit weg, wie die vordere. Und gegen die sich an den Wänden reflektierenden Schallwellen kann man auch Einiges tun. Ich habe den ganzen Raum (im Raum) gedämmt mittels doppelter Akustikplatten (dazwischen Dämmung), diese sind für tiefe Frequenzen teildurchlässig. Für mittlere und höhere Frequenzen kommt man aber um Absorber und Diffusoren nicht herum. Speziell an der Decke nicht. Gegen Bodenreflektionen tut es ein hochfloriger Teppich (zwischen LS und Hörplatz). Damit komme ich ohne DSP aus, bei denen ich in den Frequenzgang (Direktschall) eingreifen müsste, um einen angemessenen Summenfrequenzgang zu bekommen. So kann ich laut und unverzerrt hören, ohne Dröhneffekte.

            Das heißt nicht, daß man in einem Wohnzimmer nicht gut hören könnte (habe ich früher auch), schließlich bricht sich der Schall mehrfach an verschiedenen Stellen (Möbel, Regale etc.) manches schluckt sogar (Polstergarnituren z.B.). Es ist aber eben nur eine Annäherung, kann man aber mit leben, weil das Gehirn großzügig ist, und reflektierten Schall kompensieren kann, sofern er nicht zu früh eintrifft. Der Raum, den David hier beschreibt (Druckkammer mit sich totlaufenden Schallwellen) dürfte der Worst-Case sein, wer hört schon in einem Raum mit drei gleichen Kantenlängen, zudem noch mit nackten Wänden und ohne Accessoires? So „schlecht“ ist die heimische Wiedergabe nicht, ich denke, hier geht es um die letzten 10%.

            Gruss
            Bernd

            Kommentar

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