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Lautsprecher ohne Box - "Open Baffle", was ist davon zu halten?

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    Lautsprecher ohne Box - "Open Baffle", was ist davon zu halten?

    Schon ein paarmal wurde ich per eMail gefragt, was ich von diesem Konzept halte und auch ich habe schon viele Bilder dazu im Internet gesehen, aber außer dass so etwas im Bassbereich physikalisch nicht funktionieren kann (akustischer Kurzschluss bei großen Wellenlängen), kann ich dazu nichts sagen. Was sich dabei ergibt, das ist ein Dipol-Effekt wie bei Flächenlautsprechern, der mir auch immer recht gut gefällt.

    Eventuell sinnvoll könnte ich mir so etwas in "Hybrid-Ausführung" vorstellen, also entweder mit einem üblichen Subwoofer unten im Sockel kombiniert (wie es auch Martin Logan macht) oder getrennt, im Zusammenhang mit einem Sub-/Sat System als Front-LS.

    Messtechnisch kann so etwas nur zu einem ziemlichen Chaos führen, aber wie wir wissen, hat das damit wie etwas gefällt nicht viel zu tun, solange die Balance zwischen TT/MT/ und HT passt.

    Wer hat so etwas schon gehört und kann dazu etwas sagen?

    Hier Bilder dazu: https://www.google.com/search?q=Laut...=1926&biw=2235
    Gruß
    David


    WEBSEITE HiFiAKTIV: Klick mich
    GÄSTE können Beiträge schreiben, diese werden aber vor Freischaltung geprüft.
    Einen „Audio-Laien“ erkennt man daran, dass er sich viel mehr mit Audiokomponenten beschäftigt als mit Raumakustik, LS-Aufstellung und Hörplatzwahl.
    Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
    Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich - Wann gefällt mir ein Musikstück? - Klick mich
    Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich nur, wenn sie messtechnisch nachvollziehbar sind und wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten.
    Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
    Wichtig: zumindest versuchen, beim Thema bleiben!

    #2
    hier, ma muss a weng scrollen, an text zu den bildern...

    https://www.linkwitzlab.com/conclusions.htm

    gruss
    LowIQ

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      #3
      Ich war genau so skeptisch damals, habe aber, nachdem ich die JAMO R-909 gehört habe (sie beinhaltet pro Seite zwei 38er Basstreiber), die Vorurteile über Bord geworfen. Wenn sie hinter sich min. 1m Abstand zur Rückwand hat, funktioniert sie ohne im Bass etwas zu vermissen. Ist wie mit der Hummel, die anatomisch eigentlich nicht fliegen sollte...und sie fliegt doch.

      Kommentar


        #4
        wie du schon richtig geschrieben hast, sind das dipole und müssen so aufgestellt werden, nach hinten ist der schall natürlich phasenverkehrt.
        wie sich das mit dem schall vorne bei welchen frequenzen mischt? keine ahnung. kommt auf die wandabstände an und auf die raumabmessungen.
        nur grob, die aufstellung hat mit den punkten der schallschnelle zu tun, also nicht mit dem druck.
        und da fängts an einrichtungskritisch zu werden, sie stehen optimal sozusagen auf einem drittel des raums, mit ein grund, warum die meisten dipole einen "normalen" bass haben. dadurch findet man auch eine schallschnelle mit geringeren abständen, weil kürzere wellenlänge.
        aber wie schon geschrieben, meine einschau ist nur maximal oberflächlich.
        Zuletzt geändert von longueval; 04.02.2022, 10:22.
        ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)

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          #5
          Beim Bass allein geht das ganz gut mit dem Brett, aber über den ganzen Bereich? Brett oder Box hinten offen? Denkst Du an Breitbänder oder HMT in einem Brett?
          Im letzteren Falle, wer's kann vielleicht mit Edge mal simulieren, bevor da mehr geschieht?

          LG
          Bernd

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            #6
            Bernd, ich habe (zumindest aktuell) nicht vor, so etwas zu bauen, obwohl es vom handwerklichen Aufwand her eine relativ einfache Sache wäre. Es geht mir nur um's Grundsätzliche.
            Gruß
            David


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              #7
              Wer bestimmt viel dazu sagen kann, ist "Dipol-Audio" - er hat ja selber welche gebaut.
              http://www.dipol-audio.de/
              Zuletzt geändert von respice finem; 04.02.2022, 13:35.
              Glauben ist gut, Wissen ist besser.
              Mit steigendem Alter sinkt mein Hörvermögen und meine Geduld. Sapienti sat.

              Kommentar


                #8
                Ich habe bisher nur zwei vollbereichs Dipole mit dynamischen LS hören können. Das ist lang bis sehr lange her. Erst die Soundwall von THORENS
                https://www.springair.de/media/image...73_600x600.jpg
                Das muss Ende der 70er gewesen sein. Ich weiß nur noch dass die sehr beeindruckend unspektakulär geklungen haben. Für viele Leute zu ''schlank'' ...
                Viel später dann die JAMO R909.
                http://www.hifiworldkessello.be/wp-c...09-980x460.jpg
                Da passt der Klang nicht zur Optik . Aufgrund der großen Bässe erwartet man automatisch ein Tieftongewitter - das spielt's aber nicht. Der TT klingt sehr kontrolliert trocken, aber nicht vorlaut und auch nicht extrem tief. Hoch- und Mittelton mit einer sehr hohen aber nicht übertriebenen Auflösung. Mit mehr Eindrücken kann ich aus dem Gedächtnis leider nicht dienen. ....

                LG, dB
                Der Klügere gibt nach ...
                Wenn die Klugen nachgeben passiert das, was die Dummen wollen :G ...

                Kommentar


                  #9
                  Zitat von David Beitrag anzeigen
                  Bernd, ich habe (zumindest aktuell) nicht vor, so etwas zu bauen, obwohl es vom handwerklichen Aufwand her eine relativ einfache Sache wäre. Es geht mir nur um's Grundsätzliche.
                  Eigentlich finde ich persönlich, das was Du im Moment machst und gemacht hast(mit Erfolg), viel interessanter.
                  Schon allein vom Handwerklichen her. So etwas kriegt man im Großen nur mit automatisierter computergesteuerter Präzisions-Fertigung hin, wenn nicht der Betriebswirt auf Kostenminimierung drängt.
                  Kann man eigentlich gar nicht vergleichen... denn auch technisch ist es imho jeweils vom Feinsten.

                  Vom Grundsätzlichen her habe ich zwar mit dem Bassbrett sehr gute Erfahrung gemacht, vermute aber, daß Open Baffle als Vollbereichslautsprecher problematisch wird und ev. nur in rel. kleinen Räumen und leise einigermassen befriedigend funktioniert. Da kann ich aber völlig schief liegen.



                  LG
                  Bernd
                  Zuletzt geändert von Palisanderwolf; 04.02.2022, 14:35.

                  Kommentar


                    #10
                    Dass mit der Hummel stimmt seit einigen Jahren nicht mehr. Eine Gruppe Physiker hat berechnet, wie die Hummel fliegt.
                    Und der Bass bei Open Baffle ist wie der Bass von Kompaktboxen. Kein tiefer Bass, aber was wir hören ist dennoch eindrucksvoll. Meist reichen für den Hörspass kräftige 70 Hertz.

                    Kommentar


                      #11
                      Gast # 10 schrieb:
                      Meist reichen für den Hörspass kräftige 70 Hertz.
                      Dem stimme ich zu, wenn es darunter nicht sehr steil bergab geht. Bei den üblichen Kompaktboxen ist es ohnehin so, auch wenn im Prospekt und in den technischen Angaben Anderes steht.
                      Gruß
                      David


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                      Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
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                        #12
                        Guten Morgen,

                        Zitat von Gast Beitrag anzeigen
                        Kein tiefer Bass, aber was wir hören ist dennoch eindrucksvoll. Meist reichen für den Hörspass kräftige 70 Hertz.
                        Darf ich dann nach dem Sinn solcher Konstruktionen fragen? Größe und Standplatzbedarf einer Standbox, aber Volumen einer Regalbox? Ist das bloß Design oder eine exzentrische Idee, neue Käufer mit Hang zum ungewöhnlichen abzuholen, oder ist hier der Raum und die richtige Aufstellung ein Garant für einen speziellen Sound?

                        Gruß, Paul

                        Kommentar


                          #13
                          Gast Paul:

                          Um diese Frage zu klären, habe ich diesen Thread eröffnet.

                          Sinn könnte sein:
                          Für DIY-Leute die einfache Machart, ansonsten der Dipoleffekt. Vielleicht noch die interessante und außergewöhnliche Optik.

                          Leute die solche Boxen gehört haben, sprechen zusätzlich noch vom schlanken, aber ungewöhnlich präzisem Bass - wobei ich vermute, dass das ein sich Schönreden ist. "Bassarm" klingt immer schlank und präzise, weil es kein Dröhnen gibt und nur die Oberwellen hörbar werden (Thema "virtueller Bass").
                          Zuletzt geändert von David; 05.02.2022, 17:19.
                          Gruß
                          David


                          WEBSEITE HiFiAKTIV: Klick mich
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                          Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
                          Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich - Wann gefällt mir ein Musikstück? - Klick mich
                          Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich nur, wenn sie messtechnisch nachvollziehbar sind und wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten.
                          Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
                          Wichtig: zumindest versuchen, beim Thema bleiben!

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                            #14
                            Gast # 10 schrieb:
                            Meist reichen für den Hörspass kräftige 70 Hertz.
                            Ich behaupte jetzt einfach mal:
                            Die Musik spielt in der Mitte. Deshalb gehen die kleinen Monitore ja auch so gut.
                            Oberhalb 12KHz und unterhalb ca. 70Hz ist nicht mehr viel bei üblicher Musik.

                            Aber:
                            Wenn oben was fehlt, merkt man das schon sehr, solange man noch einigermassen gut hört.
                            Untenrum ist es wieder anders. Normalerweise geht es bei vieler „Naturmusik“ gar nicht so tief runter.
                            Aber wenn man etwas lauter hört und da unten ist was, dann ist es fundamental. Und wenn man dieses Fundament erst mal kennt, dann vermisst man es, sobald es fehlt.

                            Meine Gradient Revolution liefert dieses Fundament mittels zweier offener Dipole. Also praktisch ein offenes Bassbrett.
                            Lautstärke im gesundheitlich erträglichen Rahmen ist kein Problem, da im Stereo Betrieb mit je zwei Langhub 12 Zöller ausreichend Fläche vorhanden ist .
                            Sie übernehmen den Bass bis hinauf zu 200Hz. Mittels der aktiven Frequenzweiche kann ich dieses Bassbrett und seine Auswirkung im Raum bei Bedarf auch allein für sich isoliert hören und messen.

                            Ganz wichtig ist ja immer das richtige Zusammenspiel zwischen den Treibern, die die von mir angesprochenen drei Bereiche der Musik liefern. Wenn das alles stimmt, dann muß aber auch noch das Zusammenspiel mit dem Raum stimmen. Für uns hier im Forum schon eine vorausgesetzte Banalität.

                            Aber genau da hat IMHO das offene Brett seine Vorteile. Der Bass ist klar, differenziert und ortbar, wenn die Aufnahme das hergibt.
                            Nur, Lautstärke im Bass wird auch hier hauptsächlich durch Fläche erzeugt, die gut kontrolliert werden muß.
                            Viele Wege führen nach Rom...

                            Gestern habe ich Alan Parsons Projekt, Tales of Mystery and Imagination auf CD und LP verglichen. Da gibt es sogar ein wenig mehr Bass. Gehört habe ich so, daß 90dB in ca. 6m Abstand gemessen nicht überschritten wurden, da ich mein Gehör nicht überstrapazieren will. Das Meiste spielt sich zwischen 65 und 85 dB ab, runter geht es ganz selten bis etwas unter 40 db.

                            Genau in so einem Falle braucht man dieses Bass Fundament, sonst braucht man sich das bei dieser Lautstärke gar nicht erst anzuhören.


                            LG
                            Bernd
                            Zuletzt geändert von Palisanderwolf; 05.02.2022, 10:01.

                            Kommentar


                              #15
                              Erklär- & Praxis-Video zum Thema



                              Infektionen & Heilungen & 🎚 WELTWEIT: Coronavirus COVID-19 Global Cases
                              Operations Dashboard for ArcGIS

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