Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Vorstellung der Anlage. Wie ein Blitzschlag vieles verändern kann.

Einklappen
X
  •  
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Vorstellung der Anlage. Wie ein Blitzschlag vieles verändern kann.









    Nachdem im letzten Sommer nach vielen Jahren ein Blitzeinschlag in der Nachbarschaft eingeschlagen war und die damit verbundene Überspannung einige meiner Geräte irreparabel unbrauchbar gemacht hatte, mußten diese ersetzt werden.

    Da es meine Geräte, Arcam A85, in Vorverstärker und Endverstärker auf Knopfdruck auftrennbar, und P85 offenbar so nicht mehr gibt - selbst im Gebrauchtmarkt habe ich keinen vernünftigen Ersatz finden können - bin mittlerweile ich auf Rotel und Denon umgestiegen, weil ich von den HIFI-Profis in Wiesbaden sofort ein ziemlich gutes Angebot erhalten hatte. Es mussten vormals zwei Geräte durch drei neue ersetzt werden, weil jetzt auch noch ein Vorverstärker gebraucht wurde.
    Dort erfuhr ich tatsächlich eine sehr gute Beratung und daß sie die Blitzschäden ordentlich dokumentierten hat auch sehr geholfen.
    Die Versicherung hat mich in der Folge nämlich nicht im Stich gelassen.



    Ein Rotel RB-1552 MK II übernimmt von nun an bei meinen halbaktiven Gradient Revolution die Mitten und Höhen, der Rotel RB-1590 kontrolliert die Bässe bis 200Hz.
    Möglicherweise hätten es auch zwei Rotel RB-1552 MK II getan, aber da wäre ich mir nicht sicher gewesen, ob die Betriebssicherheit für die Gradient Revolution gewährleistet gewesen wäre, denn meine alten Arcam Verstärker hatten mit max 800W und 950 W je ein viel stärkeres Netzteil als die Rotel zu bieten und zu schwache Leistung und mangelnde Stromstabilität kann ja manchmal Lautsprecher zerstören.

    Der noch vorhandene simple Linn Sondek LP12 wird aus rein nostalgischen Gründen behalten. Er ist noch aus den Jahren 1974 bis 1978 mit Rega/Koshin R200 Tonarm von 1976 und mit einem original Stanton Tonabnehmer spielt er die Vinyl AACV2 ganz locker und sauber ins Ohr. Das kann so entspannt noch lange nicht jedes modernere Vinyl-Ensemble.

    Mich wundert, wie die die 16-hz Bässe (Sub-Contra-C einer 64 Fuß Pfeife) der Montrealer Orgel so sauber auf diese Vinyl bekommen haben. Das nenne ich Tonkunst. Diese massiven Pfeifen der Orgel werden ja nicht umsonst anekdotisch „Demutspfeifen“ genannt, da sie ein „Seekrankheitliches“ Befinden auslösen können…
    und nur wenige sie tatsächlich hören.
    Bei Home-Stereo braucht diese ca. 20m lange Welle natürlich auch gehörig Platz, um sich entwickeln zu können und „übliche Subwoofer“ schaffen die Wiedergabe dieses „Erdbebens“ in der Regel auch nicht ordentlich sondern segnen lieber das Zeitliche. Ausreichend große Membranfläche von guter Qualität und ihre gute Kontrolle durch den Endverstärker sind da angesagt.

    Als Phonopre dient bislang der fest im Rotel RC-1572 MK II eingebaute, dem ich ca 220-250 pF Eingangskapazität zuordne., sodaß sich mit Phonokabel vom Linn LP 12 etwa 320- 350pF Gesamtkapazität ergeben mag. Funktioniert aber tadellos, sogar auch mit dem AT VM95 hs , der wie die meisten AT MM Tonabnehmer nominell ca 150 pF verlangt.

    Beim Vergleich der Sheherezade , Karajan, DG, auf Vinyl mit der gleichen Aufnahme auf CD kommt der Klang mit dem AT VM95HS ununterscheidbar nahe an die CD heran. Man könnte sich aber einbilden, daß beim Abmischen auf CD die Dynamik besser ausgenutzt wurde und daher die Lautstärkeunterschiede etwas betonter sind.

    Der neue Denon DCD 1600NE, der einen Arcam CD72T ersetzt hat, passt sich sehr gut in die Gesamtanlage ein.
    Funktioniert sowohl über QED -Toslink, Oehlbach-S/PDIF und auch Sommer Epilogue-analog mit dem Rotel RC-1572 MK II gleichermassen ausgezeichnet.

    Bin ausserdem von VdH (Integration-Hybrid-RCA - unsymmetrisch) endgültig auf Sommer (Epilogue-XLR - symmetrisch) für Interconnect zwischen der aktiven Frequenzweiche von GamuT und den drei Rotel umgestiegen.
    Klingt alles genau so gut wie vorher, gibt mir aber ein gutes Gefühl und hat vor allem meine Neugier befriedigt.
    Rein technisch ist XLR ja eigentlich der vernünftigere Anschluss.

    Bestellt, wegen „Haben Wollen“, ist ein Plattenspieler Technics sl1210 gr , der mit einem AT VM740ML über einen externen Phonopre Trigon Vanguard 2 laufen soll. Soll alles noch diese Woche angeliefert werden.

    Klanglich ist bei mir immer noch CD der unübertroffene Standard.

    Ich höre aber auch Youtube über Bluetooth und Apple. Das geht nämlich sehr gut mit dem neuen Rotel Vorverstärker.

    Einen Netzwerkplayer und streaming habe ich bisher noch nicht ins Auge gefasst.
    Ist für mich noch nicht nötig, solange die anderen Sachen bei mir gut funktionieren.


    So, jetzt wisst Ihr, was bei mir herum- und ansteht.

    LG

    Bernd
    Zuletzt geändert von Palisanderwolf; 05.01.2022, 19:07.

    #2
    Willkommen hier im Forum,

    mich würde interessieren ob Du Schutzleisten oder andere Überspannungsschutz Maßnahmen verbaut hattest. Ich habe ähnliches trotz aufwändiger Schutzgeräte erleben müssen.

    LG
    karl

    Kommentar


      #3
      Klassik? Dann Nahfeld! Markennamen sind nebensächlich.

      Alles Gute

      Kommentar


        #4


        Hallo Karl,

        Danke fürs Willkommen.

        Schutzleisten waren und sind verbaut. Allerdings keine „audiophilen“ sondern von Brennenstuhl. Ich benutze sie auch immer zum allgemeinen Ein- und Ausschalten.
        An der jetzigen Hauptanlage verwende ich sogar zwei, um die Endverstärker getrennt vom Rest schalten zu können, weil mir sonst trotz Einschaltverzögerung zu oft eine Haus-Sicherung anspricht.

        Normalerweise ziehe ich bei argem Gewitter immer die Stecker, aber in dem Falle war nichts vorauszusehen, da nachts, nur Wetterleuchten und dann ein heftiger Donnerschlag. Danach war Ruhe und ich habe erst mal einfach weitergeschlafen.

        Aber tatsächlich hatte die Überspannung bei mir sogar zwei Anlagen durchgehauen.
        Meine Hauptanlage im Obergeschoss und meine kleine Arcam Solo ein Stockwerk tiefer. Obwohl die Stromkreise getrennt sind. Glücklicherweise hatten die Lautsprecher nichts abbekommen.

        Ich brachte also 4 Geräte zur Überprüfung und Reparatur. Zwei Geräte davon konnten repariert werden, das Solo und die aktive Frequenzweiche der Hauptanlage. Die Reparatur der Frequenzweiche war mir sehr wichtig. Sonst wäre es mit den halbaktiven Lautsprechern schwierig geworden. Ich hatte Glück im Unglück, denn der Reparateur war quasi ein Genie, der den Ruf hat, alles reparieren zu können.. Die beiden Verstärker aber trotzdem wirtschaftlicher Totalschaden. Es wären daraus allenfalls ganz „neue Geräte in der alten Schale“ geworden. Das machte natürlich keinen Sinn.

        In den Verstärkern die Sicherungen waren übrigens alle intakt. Sie waren sozusagen „stehend“ KO gegangen.

        Zu Gast #3
        Nahfeldhören funktioniert tatsächlich ausserordentlich gut. Im Idealfall ist es besser als ein ausgezeichneter Kopfhörer. Aber mit meiner Anlage brauche ich das nicht. Viele Leute hören "Zweikanal", aber ich höre wirklich großes Stereo..:)


        LG

        Bernd








        Zuletzt geändert von Palisanderwolf; 06.01.2022, 18:27.

        Kommentar


          #5
          Unglaublich! Solch Schutzleisten hatte ich auch und noch eine Oelbach. Dazu später noch einen Furman Trenntrafo, den großen Brocken, nicht die kleinen Dinger.
          Trotzdem hatte es mir die teilaktiven MartinLogan Summit X Elektrostaten zwei mal zerlegt.

          Nun stecke ich einige Gerätschaften nach Gebrauch eben aus.

          LG
          Karl

          Kommentar


            #6
            Audiokarl schrieb:

            Trotzdem hatte es mir die teilaktiven MartinLogan Summit X Elektrostaten zwei mal zerlegt.
            Nun stecke ich einige Gerätschaften nach Gebrauch eben aus.
            Wahrscheinlich tatsächlich der einzig wirksame Schutz.

            Tolle Lautsprecher übrigens, wahrscheinlich würdest Du auch mit Stax als Kopfhörer Deine Freude haben. Flächen oder auch Bändchenhochtöner können schon überzeugen..

            Früher konnte ich auch mal so gut hören, aber jetzt in meinem Alter....
            Musikhören ist aber weiterhin wichtig für mich. Dennoch - bevor ich mich nochmal entschlossen habe nach dem beschriebenen Desaster mit HiFi weiterzumachen, habe ich erst nochmal mein Hörvermögen getestet.
            Ich habe da eigens eine CD dafür, die Tests aus dem Internet taugen nicht immer, weil sie manchmal bei etwa 15khz einfach abschneiden, so daß Du Dir einbilden kannst, daß Du noch was wahrnimmst, aber in Wirklichkeit ist da nichts.

            Wie dem auch sei, 8000 geht sicher, 12000 auch noch und an guten Tagen sogar auch noch (unsicher) bis annähernd 14/15Khz, aber da muß ich auch ganz schön aufdrehen. Alles darüber wäre in meinem Falle Einbildung.

            Naja, zum genussvollen Musikhören reicht es also noch, aber nicht mehr, um das volle Potential z.B. Deiner Lautsprecher würdigen zu können.

            LG
            Bernd

            Kommentar


              #7
              So gut wird mein Gehör wohl auch nicht mehr sein, doch gefallen mir die Flächenstrahler und Bändchenhochtöner sehr. Da ist viel persönliche Vorliebe und auch die Wahl des MusikGenere ausschlaggebend.

              Du hast richtig vermutet, die Stax Kopfhörer gehören auch zum Inventar. SRM 007mkII, 009, 009s, angetrieben mit einem Blue Hawaii aus USA ist die Option für Late Night Sessions.

              Richtig auch für mich, genussvolles Musikhören ist das Ziel und das kann ich, wenn ich mal lust auf Ambient Chillout, RnB oder Acid Jazz habe, auch mit den Bose EarBuds oder den Airpods pro haben.

              LG
              Karl

              Kommentar


                #8


                Also, wie man sieht, kommt es bei mir in der Hauptsache auf passend gute Lautsprecher und gute Ausgangsquellen/Aufnahmen an. Da endet dann aber auch schon mein HiFi-Fimmel.

                Der Rest ist so ausgesucht, daß er in einem bezahlbaren (für mich) Verhältnis zum Hörerfolg steht und leistet, was er in meinem Wunsch-Rahmen soll. Also bleibt alles ein wenig in Richtung „down to earth“. Wobei ich aber auch daraus keine Religion mache. Und auch schon mal, rein aus Neugier, etwas Unsinniges (siehe verschiedene Kabel ) ausprobiere.


                Obwohl der Gradient Revolution zu Recht nachgesagt wird, daß sie mit der Raumaufstellung „keine“ Schwierigkeiten hat, denn darauf ist sie unter anderem auch konzipiert, hat man es dennoch viel leichter und kommt zu besseren Ergebnissen, wenn man genügend Platz und einen nicht zu hellhörigen/schalligen Raum zur Verfügung hat.

                Ich habe also auch mit diesen Lautsprechern innerhalb meiner Möglichkeiten akribisch nach der besten Aufstellung gesucht und nachdem ich sie endlich gefunden hatte, war das Ergebnis in meinen Ohren phänomenal.

                Große Bühne, wenn auf der Aufnahme, einwandfreie Ortbarkeit, unspektakulärer unaufdringlicher Klang (kein Zischeln, kein offensichtlicher Horn- und kein Boxenklang) und dabei auch noch ein nicht zu eng festgelegter Sweetspot.

                Genau das hatte mich beeindruckt, als ich diese Lautsprecher zum ersten Mal an einem exzellenten Hörplatz gehört hatte. Ich fragte damals, ob da in der Mitte noch versteckt irgendein Zentrallautsprecher in der Wand dahinter versteckt am werkeln wäre.

                Schlechte Aufnahmen hört man sofort heraus, aber es ist dennoch nicht so, daß nur noch ganz wenige Aufnahmen zu ertragen sind.

                Hier hilft natürlich auch , daß bei Klassik und Jazz anscheinend relativ mehr Sorgfalt eingesetzt wird. Aber es gibt auch, wenn auch in meinen Ohren weniger, sehr sehr gute Aufnahmen in anderen Musikrichtungen.

                Damit kann ich wirklich genussvoll Musik hören.


                Wenn man allerdings die volle, manchmal gewollte dreckige Härte mancher Musikstücke erleben will, dann gibt es aber sicherlich spezieller darauf passende Wiedergabegeräte. Das kann bisweilen sogar das Autoradio sein, wenn darauf bei der Aufnahme/Abmischung gezielt wurde.

                LG
                Bernd



                Zuletzt geändert von Palisanderwolf; 07.01.2022, 10:17.

                Kommentar


                  #9
                  Sehr cool, offene Schallwand Lautsprecher. Hab nur wenige hören können aber einiges darüber gelesen. Ein Bekannter von mir war immer sehr angetan von dieser Systemvariante und plante lange ein DYS Projekt. Wenn mich die Summit X nochmal nervt wäre das eine Alternative.

                  Dann hätt ich auch einen schnellen Mid und Tiefbass im Nearfield, ohne das leichte Rauschen der billigen Schaltvertärker der Logan-Bassunit, das ist nicht die Schkoladenseite der MartinLogan. Der etwas großzügigere Sweetspot ist ebenfalls angenehm. Will ich die ganze Raffinesse meiner Flächenstrahler erleben, muss ich diesen Spot zentimetergenau einhalten.

                  Ein interessantes Erkundungsprojekt für die „nach Corona“ Zeit.

                  LG
                  Karl

                  Kommentar


                    #10
                    Vinyl spielte bei mir seit langem nur noch eine Nebenrolle. Das erklärt sich daraus, daß technisch die CD der Schallplatte haushoch überlegen ist und auch die Bedienung des CD-Players so unprätentiös per Knopfdruck geht. Ausserdem lieferte der alte Linn Lp12 bestenfalls ein ähnliches Ergebnis ab. Das heisst, er spielte ähnlich "neutral" und das hatte ich ja mit der CD so wie so.

                    Also hatte ich so ziemlich alle LPs schon recht bald entsorgt. Der Linn blieb aber aus Nostalgie und vielleicht auch, weil die Anlage so etwas vollständiger aussah.

                    Nachdem ich aber durch die Folgen der Überspannung und der ausserordentlich positiven und für mich erfreulichen Abwicklung des notwendig gewordenen Geräteaustauschs einen kompetenten Händler gefunden hatte, kam auch diese Seite unseres Hobbys irgendwann zur Sprache und ich erwähnte, daß ich eigentlich meinen Plattenspieler und Vinyl nach 40 Jahren ehrenvollen Daseins jetzt endlich ganz aufgeben wollte.

                    Er riet mir, doch noch einmal abzuwarten und gab mir eine Schallplatte mit mit den Worten, daß ich, wenn ich dann immer noch mit Vinyl aufhören wollte , ihm doch einfach den alten LP12 überlassen sollte. Er war "teuflisch geschickt vorgegangen und wir mußten beide lachen..

                    Also warf ich den alten Dreher noch einmal an und wie es so geht, war ich überrascht, was er doch noch so zu Stande brachte. Ich hatte wohl ganz vergessen, was für ein gutes Stück ich da noch hatte.

                    Tatsächlich hatte ich den LP12 irgendwann mal selbst ganz auseinandergenommen, überholt und offensichtlich auch wieder ordentlich zusammenbekommen, eine Sache, die sonst bei der „Sekte der Linnianer“ anscheinend nur ganz Auserwählte tun dürfen. Ich hatte noch nicht mal eine Katze über meine linke Schulter geworfen und trotzdem klang alles stimmig, selbst im Vergleich zur CD. Mein Linn ist noch einer der ganz frühen und der braucht offensichtlich noch nicht die für spätere Modelle nachgereichten hardwaremässigen Updates, die die ganze Sache bis in den 5-stelligen Kostenbereich treiben können. Der macht dasselbe auch so.

                    Und so fing ich wieder ganz sachte mit Vinyl an und es machte Spass.

                    Aber ich wollte nicht zweimal dasselbe haben, also guten Klang auf CD und fast dieselbe Qualität auf Vinyl, da reichte mir dann allein das Ritual des Plattenauflegens doch nicht aus. Aber ich war wieder neugierig und dann entdeckte ich den neuen Technics SL 1210 G. Der sprach mich an, alleine schon von der Machart. Der Preis war mir für Vinyl und seine Begrenzungen dann aber doch schon wieder zu hoch.

                    Aber dann gab es da noch den SL 1210GR . Ausserdem hatte ich mir schon einen Tonabnehmer für den mittelschweren Tonarm ausgeguckt, den AT VM740ML, dessen nicht ganz linearer Frequenzgang im Internet veröffentlicht ist und von dem ich mir deshalb eine feine echte klangliche Alternative zum „neutralen“ CD Klang versprach.
                    Auch ein externer Phonopre mußte her, denn der Linn belegte ja schon den Phonoeingang des Rotel Vorverstärkers. Aber da war ich hier im Forum schon lange vorher auf den Trigon Audio Vanguard 2 aufmerksam geworden.

                    Und so rief ich den Händler an, der mittlerweile ja auch der meines Vertrauens geworden ist, und in weniger als 5 Minuten waren wir uns am Telefon zur beidseitigen Zufriedenheit einig geworden. Allerdings konnte er mir nicht versprechen, daß ich die Geräte noch rechtzeitig zu Weihnacht erhalten könnte.

                    Die Anlieferung erfolgte tatsächlich erst gestern früh, aber ich brauchte den Dreher nicht selbst auszupacken. Er wurde vom Fachmann vor meinen Augen zusammengebaut und auch noch der Tonkopf nach allen Regeln der Kunst montiert und angepasst. Michael Fremer von Stereophile hätte es nicht besser machen können, aber sicher den ganzen Tag dafür gebraucht…



                    Den Rest wollte ich dann aber selber übernehmen.

                    So und wie klingt es nun?
                    Super, ich sage nur Eins, super.

                    Ich hatte das Ganze ja ausschliesslich passend für meine Anlage und meine Vorlieben kalkuliert.
                    Es war trotzdem ein wenig wie ein Lotteriespiel. Aber die Rechnung ist total aufgegangen.

                    Der alte Linn kommt aufs ehrenvolle nostalgische „Altenteil“ und darf sicher auch ab und zu noch mal was sagen, aber so richtig mitreden kann er nicht mehr.

                    LG
                    Bernd
                    Zuletzt geändert von Palisanderwolf; 08.01.2022, 11:26.

                    Kommentar


                      #11
                      Um das Thema Vinyl-Scheibe und Plattenspieler hier für mich erst mal abzuschliessen:

                      Trotz Spieltrieb und aller „Haben-Wollen-Freude“ wollte ich es doch noch ein bisschen genauer wissen und daher hat der Linn auch nochmal seine Chance mit dem Trigon Vanguard als externem Phonopre bekommen. Ich habe also mit beiden Drehern unter vergleichbaren Bedingungen Musik gehört. Das Umstecken der Tonabnehmer mit Headshell geht trotz Waage und sonstigem Brimborium innerhalb von max. 3-4 Minuten. So etwas wie Einspielzeit gibt es bei mir nicht, das ist in wenigen Minuten erledigt und dann kommt eben Musik.

                      Fazit?

                      Nun, die beiden Dreher drehen und spielen unter den selben Bedingungen genau gleich. Zwar höre ich nur noch bis ca. max 15 Khz und ein wahrer Vinyl-Freak mit noch voll jugendlich intaktem Gehörsinn mag das ganz anders empfinden, aber das ist mein erstes Fazit. Das ist unter den selben Bedingungen so gleich, daß ich es schon irgendwie messen müßte, wenn ich einen Unterschied finden und bewerten wollte.

                      Natürlich gibt es merkliche klangliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Tonabnehmern, aber wenn ich jetzt mal AT MV740ML ( MIcroline) mit dem kleinen neuen sehr preiswerten AT 95SH (Shibata) vergleiche, dann wollte ich da nicht von einem merklichen Qualitäsunterschied sprechen - trotz des merklichen Preisunterschiedes. Beide Systeme spielen in etwa auf dem selbem Niveau und es bleibt einfach Geschmacksache. Das kleine System hat mich tatsächlich positiv überrascht.

                      Eine weitere frühe Erkenntnis ist, dass ich zwar nicht zum richtigen Vinyl - Freak tauge, aber dennoch wieder viel Spass an der Sache entwickelt habe. Ich kann auch mit Vinyl richtig gut Musik geniessen. Und dazu darf dann der Linn dennoch in der ehrenvollen Ruhestand. Der neue schöne SL1210 macht Freude, ist robuster und soll sich sein Geld bei mir jetzt erst mal verdienen.

                      Sollte ein Vinyl - Liebhaber unter meinen Bekannten und Freunden mir künftig eine LP schenken, von der er begeistert ist, so bin ich sicher, daß ich dann aber mit beiden Plattenspielern über das richtige Werkzeug verfüge, um das Geschenk mit ihm gemeinsam ordentlich zu würdigen, auf Wunsch mit Riemen- oder Direktantrieb..

                      LG
                      Bernd

                      Kommentar


                        #12
                        Es ist schon erstaunlich, wieder zu erleben, was sauber gespülte Ohren ausmachen, solange das Gehör insgesamt noch nicht all zu sehr geschädigt ist. Vielleicht sollte man sich tatsächlich überlegen, die Ohren alle 10 Jahre beim HNO überprüfen und die Watscheln reinigen zu lassen.
                        Ich bin wie gewandelt: rechne mich nun fast den Goldohren zu, zumindest höre ich wieder fast das Gras wachsen…

                        Und so richtet sich das Folgende nur und ausschließlich an die Goldohren unter Euch.

                        Also rein physikalisch ist es ja doch so, daß Kabel ein paar meßbare Eigenschaften haben. Im allgemeinen hört man da aber nicht viel davon beim HiFi-Heimstereo, da die Kabel kurz genug sind und wir uns ja auch nicht mit hohen Frequenzen beschäftigen. „Kabelklang“ gibt es nur, wenn etwas nicht stimmt. Bei Lautsprecherkabeln können die Kabel nach meiner Erfahrung z.B. ohne weiteres ungleich lang sein, solange der Querschnitt ausreicht. Bei Interconnect spielt es bei normalen Längen ( um 1m) keine Rolle ob sie über RCA oder XLR verbunden sind, solange die Stecker eine gute Verbindung herstellen , aber es kann stören, wenn sie nicht gut genug geschirmt sind.

                        Aber:
                        Es gibt eine Stelle in der Stereo-Kette, wo es sich gut macht, wenn das Kabel so kurz wie möglich ist , wo es wünschenswert sein kann, daß Kapazität und Impedanz möglichst klein sind und wo schlechte Schirmung zur Folge haben kann, daß man neben seiner schönen Musik unerwünschtes Radio oder Funk mithören kann.
                        Ich spreche vom Verbindungskabel zwischen Plattenspieler und Phono-Pre.

                        Genau da habe ich angesetzt, als ich jetzt auf einmal nicht mehr richtig zufrieden war beim Vergleich zwischen CD und LP der legendären Aufnahme der 9. Symphonie, Mahler, Bernstein, BP.

                        Die Cd wurde 1992 herausgegeben und bekam damals zwei Grammy Awards ( Best OrchestralPerformance and Classical Album of the Year). Nachdem nun DG 2021 diese Aufnahme auch als LP (180g Vinyl Pressing) herausgab, dachte ich mir, damit könnte ich meine neue Plattenspieler-Einheit SL1210GR mir AT VM 740ML und dem Phono-Pre Vanguard II von Trigon Audio testen.
                        Ich hatte entsprechend hohe Erwartungen.

                        Der SL 1210GR bietet die Möglichkeit zur Verbindung mit dem Phonovorverstärker Kabel eigener Wahl zu verwenden, da er dafür über RCA Anschluss verfügt. Anfangs hatte ich als Verbindungskabel das beim SL 1210GR mitgelieferte Beipack-Kabel eingesetzt, das sich von der Kapazität her sehr vernünftig mass ( siehe unter Messungen und Messergebnisse) und auch zum AT VM 740ML passte.
                        Aber mit 1,50m war es mir zu lang. Dazu kam jetzt meine „Wandlung“ zum Goldohr und ich befand, daß es besser gehen müsste.

                        Mit der Kapazität kann man auf verschiedene Weise spielen, eine davon ist über Kabelwechsel. Oder man versucht verschiedene Längen.

                        Ich habe mich also vorgearbeitet:

                        1. Supra Kabel aus Schweden. Das war mir mit 1m immer noch zu lang. Sehr fester Sitz der Stecker, Klang wie beim Beipack-Kabel, Hatte ich so auch erwartet. Gestört hat mich aber, daß die Schweden 52pF pro Meter angeben, aber ich 104pF gemessen habe. Sie haben imho werbewirksam den Kapazitätsanteil der allerdings einwandfreien Schirmung unterschlagen.

                        2. VDHUL The integration Hybrid, das ich jahrelang zu meiner vollsten Zufriedenheit als Interconnect verwendet habe, bis ich es durch XLR Sommer Epilogue ersetzt habe. 80cm Länge haben mit Steckern ca 110pF. Hier merkte ich zum ersten Mal auf: die Platte atmete durch, Instrumente erschienen mir mit mehr Zwischenraum und sehr natürlich. Die Pausen sind „schwärzer“. Das Instrumenten-Chaos klart sich auf. Das Kabel hätte bleiben können. Es ist zwar teuer, aber aus der Sicht „des Goldohres“ sein Geld allemal wert.

                        3. Uwe Mettmann im Messungen Thread hatte mir die Phono-Kabel der Firma Funk Tontechnik / Berlin empfohlen, die eine niedrige Kapazität bieten. Im Gegensatz zu den Schweden messen sich diese Kabel bei mir Angabe konform: 0,5m mit ca 33pF und 0,8m mit ca 47pF inclusive RCA. Diese Werte mag der Tonabnehmer von AT anscheinend am liebsten. Das ist mir sehr sympathisch. Mit dem 0,5m Kabel ist auch der Lautstärke-Unterschied zwischen CD und LP nicht mehr so gravierend. Das Kabel von Funk ist für mich momentan, auch in der Rolle als Goldohr, die beste Wahl.

                        Natürlich geht es hier um Nuancen, alle Kabel waren ordentlich verarbeitet, aber wenn man erst mal anfängt, das Gras wachsen zu hören, dann spielen auch kleine Unterschiede und das persönliche Empfinden eine Rolle. Und so bin ich wieder zufrieden, denn jetzt wird auch diese LP bei mir den außerordentlich großen Erwartungen gerecht.

                        LG
                        Bernd
                        Zuletzt geändert von Palisanderwolf; 08.02.2022, 21:07.

                        Kommentar


                          #13
                          Hallo Bernd,
                          zwei Dinge in Deinem Bericht stören bzw. verwundern mich.

                          1. Ein XLR-Kabel zu verwenden bei nicht symetrisch aufgebauten Geräten kann natürlich nichts bringen gegenüber Cinch.
                          Sehr wohl aber ist eine XLR-Verbindung technisch und klanglich die einzig richtige Verbindung zwischen symetrisch aufgebauten Geräten.

                          2. Es ist mir völlig unerklärlich, warum ein Kabel an der Ausgangsspannung eines Phono-Pre soviel (oder überhaupt etwas) verändern kann, dass eine wahrnehmbare Veränderung zum Pegel eines CD-Spielers entsteht.

                          Vermutlich ist Dein Bericht aber eh satirisch gemeint.

                          LG
                          E.M.

                          Kommentar


                            #14
                            Schöner Bericht, aber als Organist muss ich zwei Dinge klarstellen:

                            16 Hz kommen vom Subkontra-C einer 32‘-Pfeife.
                            Die Wellenlänge einer solchen beträgt „nur“ 10 Meter.

                            Allerdings gibt es durchaus Orgeln mit 64‘-Registern, deren untere Grenzfrequenz von 8 Hz nicht mehr hör-, aber spürbar ist.
                            Viele Grüße
                            Thomas

                            www.forestpipes.de

                            Kommentar


                              #15
                              Zitat von E.M. Beitrag anzeigen
                              Hallo Bernd,
                              zwei Dinge in Deinem Bericht stören bzw. verwundern mich.

                              1. Ein XLR-Kabel zu verwenden bei nicht symetrisch aufgebauten Geräten kann natürlich nichts bringen gegenüber Cinch.
                              Sehr wohl aber ist eine XLR-Verbindung technisch und klanglich die einzig richtige Verbindung zwischen symetrisch aufgebauten Geräten.

                              2. Es ist mir völlig unerklärlich, warum ein Kabel an der Ausgangsspannung eines Phono-Pre soviel (oder überhaupt etwas) verändern kann, dass eine wahrnehmbare Veränderung zum Pegel eines CD-Spielers entsteht.

                              Vermutlich ist Dein Bericht aber eh satirisch gemeint.

                              LG
                              E.M.
                              Lieber E.M.
                              Da hast Du genau gelesen und zu
                              1. sind wir einer Meinung.
                              2. da ebenfalls, aber da habe ich mir die Freiheit genommen und mich beim Schreiben auch mal ganz von meiner Rolle als Goldohr und den zugehörigen Empfindungen leiten lassen und nicht nur von meinen physikalischen Kenntnissen. Und da kam mir die Lp nicht mehr so leise gegenüber der CD vor. Der Placebo Effekt gilt ja auch als gesichert.
                              Das halte ich also durchaus für legitim.
                              Was da wirklich los ist, könnte man ja auch ganz leicht nachmessen. Aber müssen wir das überhaupt?
                              Nein ,nein, der Bericht ist also nicht ausschließlich satirisch gemeint, sondern lediglich (teilweise) aus der Sicht eines Subjektivisten geschrieben.
                              Das wird anderen (auch Dir natürlich) ja auch zugestanden...

                              LG
                              Bernd

                              Zuletzt geändert von Palisanderwolf; 10.02.2022, 00:57.

                              Kommentar

                              Zuvor eingegebener Inhalt wurde automatisch gespeichert. Wiederherstellen oder verwerfen.
                              Auto-Speicherung
                              Alles_Käse ;A Anbeten ;B Applaus ;C Augenrollen ;D Besser_nichts_sagen ;E Blahblah ;F Boese ;G Boxen ;H Breakdance ;I Clowni ;J Cool ;K Dagegen ;L Dancer ;M Dankeschoen ;N Daumen_rauf ;O Daumen_runter ;P Erataunt ;Q Freude ;R Gefangen ;S Genau ;T Genie ;U Geschockt ;V Gnade ;W Grinsengel ;X Groesste ;Y Grosses_grinsen ;Z Gute_Idee ;;A Haarstraeubend ;;B Haben_wollwn ;;C Handschuetteln ;;D Headbanger ;;E Heul_doch ;;F Interessant ;;G Ironie ;;H Ist_schon_gut ;;I Ja ;;J Kopfkratz ;;K Kotzen ;;L Lachen ;;M Lachtot ;;N Meine_Meinung ;;O Mist ;;P Nein ;;Q Off_Topic ;;R Ohren ;;S Prost ;;T Pruegel ;;U Respekt ;;V Spassbremse ;;W Stimmt_nicht ;;X Stumm ;;Y Traeum_weiter ;;Z Traurig ;;;A Troest ;;;B Tut_mir_leid ;;;C Und_weg ;;;D Unglaublich ;;;E Unvorstellbar ;;;F Verstehe_nur_Bahnhof ;;;G Verwirrt ;;;H Willkommen ;;;I Wink ;;;J Zustimm ;;;K Zwinker ;;;L
                              x
                              Einfügen: Miniaturansicht Klein Mittel Groß Vollbild Löschen  
                              x

                              Wofür steht die Abkürzung "Hifi"?

                              Lädt...
                              X