Panikmache von der BNetzA? Wenn wir so weit sind, dann "gute Nacht Marie"...
Als Unternehmer kann man allerdings "Muffensausen" bekommen -- und über ähm, Verlegung von energieintensiven Betrieben nachdenken.
Es soll nicht mal so selten vorkommen, dass stromintensive Unternehmen vom Netz genommen werden, damit die Stromversorgung nicht zusammenbricht. Natürlich hört man darüber sehr wenig, vor allem von offizieller Seite. Man will ja keine Panik schüren.
Da hätte ich aber echt gerne mal eine solide Quelle, die belegt, dass in Deutschland ein Industrieunternehmen vom Netz genommen wurde, einfach so, weil es sonst zusammengebrochen wäre. Ein UFLA ist meines Wissens in Deutschland noch nie aktiv geworden. Vertraglich vereinbarte Lastverschiebung on Demand (Demanded Response), ja, aber ein "vom Netz nehmen", weil es sonst zusammenbricht, wäre ein hoheitlicher Eingriff in das Netz, der mWn noch nie vorgekommen ist. Panikmache entsteht, wenn komplizierte Sachverhalte, wie das europäische Verbundnetz und dessen Regelung, auf simple Schlagzeilen reduziert werden. Für die Realität sind 99% der Bevölkerung schlichtweg nicht ausgebildet.
Zuletzt geändert von Paradiser; 01.08.2026, 11:54.
Wann und wo und aus welchen Gründen so etwas praktiziert wird, wird aus genannten Gründen nicht öffentlich gemacht.
Es gab da den bekannten Vorfall, das muss so Anfang der 2000er gewesen sein, wo das Netz in weiten Teilen Europas automatisch abgeschaltet worden ist, als für die Überführung eines neuen Kreuzfahrtschiffs eine 150 KV-Hauptleitung kontrolliert abgeschaltet wurde, weil man einen Lichtbogen von der Leitung auf das darunter fahrende Schiff vermeiden wollte. Leider haben die Netzredundanzen versagt. Man hat alles im Griff...meistens...
Mehr als 96 Prozent des grünen Stroms erreichen die Verbraucher – doch Netzengpässe führen weiterhin zu Abschaltungen und steigenden Kosten: Knapp 3,1 Milliarden Euro fielen 2025 an.
Schweigen ist Einsicht in die Sinnlosigkeit, oder Wirkung der Ignorierliste.
Also rein von der "Krisenfestigkeit" halte ich verteilte Netze mit kleineren Regelgebieten für deutlich robuster. Aber das ist halt auch teuer. Im Krisenfall ist unsere Infrastruktur extrem anfällig. Wir sollten es nicht darauf anlegen.
kleinere regelgebiete? auf welcher netzebene? wo kriegst denn zb auf der mittelebene dann die regelenergie her?
Über Reserveerzeuger und Microgridmanagment. Aber wie gesagt, das ist was für den "Krisenfall" (siehe Ukraine) und viel viel zu teuer. Also nur ein Gedankenspiel, kein ernsthafter Vorschlag (ich gehöre auch nicht zu den 1%, vielleicht zu 10% :-) )
das schlüsselwort heißt schnellstartfähig und schnell speicherfähig und phasenschieflauf ausgleich. das müsste alles vernünftiger weise auf den unteren 2 netzebenen geregelt gespeichert und pipa po werden. auf den oberen netzebenen ist das enorm träge, ausnahme unsere pumpspeicherkraftwerke in austriastan. aber da haben sich ja auch die alternaiven, die trachtenölis und die mir san mirs gegen die salzburg ringleitung gewehrt jahrelang.
und
liftmasten stelln ma auf, aber gegen windquirler samma. is wegn der gäschte.
ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)
Die Donau führt derzeit nur ein Drittel der im Hochsommer üblichen Wassermenge. Das bedroht nun auch die Stromversorgung in Osteuropa. Rumänien lässt das Militär anrücken.
"Schönwetterdenke" kann sich eben rächen. Gut, daß nur so, und nicht wie damals in Fukushima, oder in Chernobyl. Speziell AKW bergen auch Risiken bei Terroranschlag oder Beschuß, nichts Menschengemachtes wird je perfekt sein. Man kann es zwar mitigieren, ist nur weder günstig noch geht es schnell.
Übrigens, Solar hat solche Probleme nicht, aber schaltet nachts automatisch ab, mangels Sonnenlicht. Jede Nacht für mehrere Stunden.
Ein "gesunder" Mix aus Energiequellen hilft.
Ich bin im konkreten Fall gespannt, ob "EU grid" einen Blackout abwenden kann.
ich bin dafür es technisch und finanziell zu betrachten. alle versuche damit politisches kleingeld zu wechseln erzählen von retrovaginalen vollpfosten auf größenwahn ...
ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)
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