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    Zitat von Holger Kaletha Beitrag anzeigen
    Also bitte, wenn dann lege die Karten mal auf den Tisch. Ansonsten bleibt diese Geheimniskrämerei auf dem Niveau einer ordinären Verschwörungstheorie.......

    Im Pelmazzo-Stil müsstest Du eigentlich Kumazawa als einen Verbrecher und Betrüger der bitterbösen Hifi-Szene hinstellen, weil ja nach der Auffassung hier im Forum der teuerste Verstärker von Yamaha schlicht nur ganz genauso klingen kann wie der billigste. Kumazawas Produkt ist demnach letztlich nur Fake, um dem blöden Kunden Geld aus der Tasche zu ziehen. Wer die Vor-Endstufe für 15000 Euro kauft, der wird also betrogen!

    Schöne Grüße
    Holger
    Ich bin immer noch als Arbeitnehmer tief drin in der Branche, arbeite für ein Unternehmen, das überregional HIFI-Geräte und Zubehör vertreibt. Und dabei absolut seriös ist und wenn, leicht überprüfbare Versprechen macht, die ein geneigter Kunde selbst in den eigenen vier Wänden prüfen kann.Trotzdem würde ich den Arbeitsplatz riskieren, wenn ich ohne Avatar auftreten würde. Sei froh über deine komfortable Lage, ebenso wie David, keinen mehr Rede und Antwort bezüglich deines öffentlichen Auftretens machen zu müssen.

    Du schreibst hier übrigens von "Betrug". Das ist juristisch eine strafbare Handlung. Und diese Diskussion wurde schon oft im deutschen HIFI-Forum geführt. Mit der Erkenntnis, dass das Handelsgebaren eben nicht juristisch anfechtbar ist. Ich habe unter einem anderen Avatar viel länger als hier einen Account beim dt. HIFI-Forum. Viel Spaß beim suchen.

    Und warum sollte ich Kumazawa als Betrüger erkennen? Er macht seinen Job und ich bin mir sicher, er ist davon überzeugt, das Beste daraus zu machen. Er hat sicher sehr viele begeisterte Kunden, wie auch Dieter Burmester es hatte, oder Jochen Räke, oder die Familie Suchy oder, oder, oder.....
    Übertragen auf die Kfz-Branche, die nimmst du ja gerne mal als Vergleich, bauen die genannten Personen halt Porsche, Ferrari, Lamborghini ect. und keinen Golf, i30, C2 ect.
    Die Performance vieler HighEnd-geräte geht nur nach meinem Dafürhalten weit über das hinaus, was für den "normalen" Gebrauch sinnvoll ist.
    Und auch das meine ich bei den Luxussportwagen erkennen zu können: Performance, die ich niemals im öffentlichen Verkehr ausspielen könnte. Dafür hätte ich mit einem typischen Ferrari oder Lamborgini ein Pkw, in dem ich kaum rein, und noch schwieriger raus komme. Die Übersicht ist aufgrund der tiefen Sitzposition auch "unterirdisch". Mein Opa-Golf (Golf Plus) kommt meinem Alter viel mehr entgegen.

    Was ich im HIFI-Bereich aber immer wieder feststellen konnte, sind Anbieter von für mich nicht nachvollziehbarer Artikelversprechungen wie man sie hier lesen kann:

    https://www.phonosophie.de/index.htm einfach mal weiter folgen....

    Und Vergleichbares fand sich bis vor einiger Zeit verstärkt in der Branche und wird aktuell immer weniger auffällig. Warum nur?
    best regards

    Mark von der Waterkant

    Kommentar


      Zitat von E.M. Beitrag anzeigen
      Lieber Mark von der Waterkant, vielen Dank, dass Du mich so am Rande doch noch ein wenig zu den Insidern der HiFi-Branche zählst. Allerdings bin ich mit 40 Dienstjahren als selbstständiger Händler und 23 Jahren als freier Vertriebsmitarbeiter doch noch etwas länger dabei als David und Du.
      Wenn Du mir also nicht völlige Inkompetenz und Dummheit unterstellst, müsstest Du einsehen, dass sich dabei einiges Insiderwissen angesammelt hat.
      Der Unterschied zwischen uns ist allerdings der, dass Du ein Servicemann bist (genau wie der gelernte Werkzeugmacher und autodidaktisch ausgebildete Elektroniker) und ich auf der kaufmannischen Seite stehe. Wir sind aber keine prinzipiellen Gegner, sondern aufeinander angewiesen - den Einen bräuchte man nicht ohne den Anderen (natürlich auch den Anderen nicht ohne den Einen).

      LG
      E.M.
      Edward, ich unterstelle dir nichts. Die Art, wie du handelst finde ich sogar außerordentlich gut und engagiert.

      Zu meiner Vita: ich bin seit 1982 der HIFI-Branche "verhaftet". Erst als reiner Servicemann, aber dann recht schnell, parallel zum Ingenieursstudium, auch als Händler (Miteigentümer eines entsprechenden Geschäftes). Das Geschäft ging pleite, wie so viele solcher Kleinunternehmen, weil wir uns vermehrt im Massenmarkt mit den Auswüchsen der Wegwirfgesellschaft arrangieren müssen. Und das ist im Wesentlichen das Geschäft der Kistenschieber Saturn/MM. Die, und nicht das frühe Internetgeschäft, haben uns das finanzielle Genick gebrochen.
      Um sich von denen abzugrenzen, sind einige Händler auf für mich bedenkliche Geschäftsideen gekommen, muss ja nicht Jeder so sehen.

      best regards

      Mark von der Waterkant

      Kommentar


        Zitat von E.M.;n690060 Der sog. Otto Normalverbraucher (gibt es dazu eigentlich eine genderkonforme aktuelle Bezeichnung?) hat keinerlei Ambitionen, sich daheim ein Tonstudio einzurichten um dann exakt so zu hören wie der Toni bei der Aufnahme/Abmischung. Er/sie wollen einfach nur gut Musik hören und zwar, sofern sie Freude an schöner Gerätschaft haben, mit einer, nach ihrem Geschmack, guten HiFi-Anlage. Was das gut Hören und schöne Geräte angeht entscheiden sie ganz allein nach individuellem Empfinden, schliesslich müssen sie das alles auch selbst bezahlen (ob das jetzt aus technischer Sicht gut oder Murks ist, spielt dabei überhaupt keine Rolle, es zählt allein der Kundenanspruch). Die Aufgabe des Händlers ist es nun ganz einfach, eine ordentliche Bedarfsanalyse des Kunden zu erstellen, die Hörumgebung zu ermitteln (am besten per Augenschein) und dann aus seinem Warenangebot dem Kunden dazu passende Vorschläge zusammenzustellen und akustisch vorzuführen. Ist eine Lösung gefunden, wird auf Wunsch eine Probeinstallation beim Kunden zuhause aufgebaut, damit er sich seiner Wahl sicher ist. Die meisten Kunden verzeichten auf eine Heimprobe, haben es aber trotzdem gern, wenn die gekaufte Anlage bei ihnen fachgerecht aufgebaut wird.
        Das fachgerechte Aufbauen ist für den Kunden nicht eine Installation nach Tonstudionorm, sondern ein Aufbau, der [U
        auch[/U] einen Musikgenuss in der ganzen Wohnung erlaubt (das ist einfach gängiger Wunsch). Der aufbauende Händler sollte allerdings darauf achten, dass es auch einen optimalen Hörplatz für das Stereohören gibt - denn dieses Erlebniss hat der Kunde ja im Studio beim Händler gehabt und will es zuhause näherungsweise auch.
        Solche Alltagshörer als unwissende Deppen zu diskriminieren halte ich für unzulässig, denn ohne diese und deren Umsatz, bräuchte es weder Tonstudios und Tonis, noch Reparateure etc.
        Die Umsätze, die Kunden wie die Protagonisten hier im Forum, erwirtschaften sind vernachlässigbar und deshalb sind deren Wünsche für die HiFi-Industrie und den Handel ebenfalls vernachlässigbar - auch wen sie sich selber selbstverständlich für sehr wichtig halten.

        LG
        E.M.
        Wer bezeichnet die Kunden hier als als unwissende Deppen?

        Ich habe übrigens genau das viele Jahre gemacht: Kunden erst im Laden ihre Wünsche darlegen lassen. Und dann beim Kunden eine angepasste Bedarfsanalyse gemacht. Dabei ging es oft um Gesamtkonzepte mit Loewe, Bose und ganz umfangreich mit B&O. B&O war immer schon ein UE-Universum für sich. Und hat so garnichts mit Hörstudio zu tun. B&O war und ist immer einfach Wohndesign mit dem Zweck Unterhaltungselektronik auf hohem Niveau im Wohnraum zu integrieren.

        Allerdings hat David hier im Forum etwas Anderes präferiert, wenn er mit seinem eigenem Perfektionismus die Wiedergabe gemäß maximalem Realismus fordert. Das musst du einfach akzeptieren. Niemand hier behauptet, dass allein das für Musikhörer als Maßstab dient. Eigentlich hatte ich bisher den Eindruck, das wäre hier hinreichend kommuniziert?

        Ich betreibe Zuhause ein recht einfaches Surroundset bestehend aus Yamaha-Receiver und kompakten Nubert-Speakern zusammen mit einem kleinen Yamaha-SW. In keiner meiner bisherigen Wohnungen konnten Standlautsprecher zufriedenstellend performen. Mein aktuelles Wohnzimmer, auch Hör- und Arbeitszimmer, ist so ausgerichtet, dass es grundsätzlich dem Hören zugute kommt. Hatte ich meiner Partnernin nie so kommuniziert, gemütlich ist es trotzdem, nur eben etwas ungewöhnlich. Das Sofa ohne davor stehendem Tisch mitten im Raum musste ich nicht weiter begründen .

        Das ist trotzdem weit weg von einem Studio. Will ich Musik für mich genießen, setze ich einen meiner vielen Kopfhörer auf. Das studionahe Hören mit Nahfeldmonitore habe ich einstweilen aufgegeben, weil ich dafür keine Notwendigkeit mehr sehe. Ist auch nur wieder mein persönliches Vorgehen.
        best regards

        Mark von der Waterkant

        Kommentar


          Ob sich ein "vom Glauben abgefallener" Käufer nachträglich betrogen fühlt, ist im Grunde irrelevant, das Geld ist nicht weg, es hat nur ein Anderer. Im Zweifel als Lehrgeld verbuchen.

          Es wird, wie immer, Ausnahmen geben, aber ich meine, die jüngeren Musikfans mit gehobenem Anspruch kennen, dank Internet, die Argumente beider "Fraktionen". Wenn sie Luxus kaufen, dann vor allem, weil sie sich den leisten können und wollen, und weniger, weil sie irgendwelche "Klangwunder" erwarten.
          Glauben ist gut, Wissen ist besser. Wer lieber glaubt, soll glauben, volenti non fit iniuria.

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            Solche Leute hatte ich im Geschäft immer wieder. Sie wollten edle Geräte haben, aber ihnen war klar (dank meiner Aufklärung), dass sie deshalb nicht "besser" werden hören können als mit billigen, aber gut gemachten Geräten, alleine schon deshalb, weil ihre Wohnräume das gar nicht ermöglichen.
            Dafür hatte ich immer Verständnis, bin ja auch so.

            Mich stört immer nur der naive Glaube, dass teuere Geräte irgendwas besser machen, wenn das Umfeld eine akustische Katastrophe ist und das ist fast überall so.
            Gruß
            David


            WEBSEITE HiFiAKTIV: Klick mich
            Einen "Audio-Laien" erkennt man daran, dass er sich viel mehr mit Audiokomponenten beschäftigt als mit Raumakustik, LS-Aufstellung und Hörplatzwahl.
            Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
            Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich - Wann gefällt mir ein Musikstück? - Klick mich
            Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich nur, wenn sie messtechnisch nachvollziehbar sind und wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten.
            Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
            Wichtig: zumindest versuchen, beim Thema bleiben!

            Kommentar


              Ceterum censeo: Der Audio Atheismus siegt
              Glauben ist gut, Wissen ist besser. Wer lieber glaubt, soll glauben, volenti non fit iniuria.

              Kommentar


                Ich hatte mal einen Orchesterpianisten als Kunde, dem ich auf seinem Wunsch hin neben dem Flügel eine bose 3-2-1-Anlage aufgestellt hatte. Der fühlte sich absolut betrogen wenn er die Werbeversprechen von Bose ansprach. Und, na klar, habe ich das Geraffel wieder mitgenommen.
                Selten, sehr selten, beschwerten sich Kunden, dass nicht das gehalten wurde, was der Katalog behauptete. Und die meisten Verkäufer nehmen unter solchen Umständen die Ware zurück.

                Soweit also alles okay.
                best regards

                Mark von der Waterkant

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                  Zitat von Observer Beitrag anzeigen

                  Ich bin immer noch als Arbeitnehmer tief drin in der Branche, arbeite für ein Unternehmen, das überregional HIFI-Geräte und Zubehör vertreibt. Und dabei absolut seriös ist und wenn, leicht überprüfbare Versprechen macht, die ein geneigter Kunde selbst in den eigenen vier Wänden prüfen kann.Trotzdem würde ich den Arbeitsplatz riskieren, wenn ich ohne Avatar auftreten würde. Sei froh über deine komfortable Lage, ebenso wie David, keinen mehr Rede und Antwort bezüglich deines öffentlichen Auftretens machen zu müssen.
                  Marc, es ist einfach diskursiv nicht überzeugend, Hifi-Freunden und Kunden wie mir Ahnungslosigkeit, Naivität usw. zu unterstellen und die Gründe dafür nicht zu nennen. Du magst Deine Gründe haben (bei David verstehe ich das eher weniger, denn er ist pensioniert ), Deine "Informationen" nicht preiszugeben, nur wenn Du sie nicht nennst bleibt Deine Argumentation rein suggestiv bzw. was Du schreibst wird dann zwangsläufig so aufgenommen, dass es Dir darum geht, etwas nur immer wieder kräftig zu suggerieren, sprich: die Branche schlecht zu reden und Käufern suggestiv einzureden, sie wüssten nicht, was sie tun ohne das mit Gründen ihnen auch zu belegen. Da finde ich es besser, einfach nichts zu sagen, wenn man eigentlich nicht sagen will, was man sagen will und das nur immer wieder zu betonen.

                  Und was die Beurteilung meine Lage angeht, da irrst Du Dich. Ich habe schon, weil ich hier mit meinem realen Namen poste, ziemlich üble Dinge erlebt wie dreiste polemische Fake-Rezensionen bezüglich eines meiner Bücher, obwohl es noch gar nicht erschienen war (Systemfehler bei Amazon) als Reaktion meiner Beiträge hier im Forum.

                  Und was sind "überprüfbare Versprechen"? Zum Versprechen gehört immer Jemend, dem etwas versprochen wird. Ob ein Käufer meint, ob das Produkt, was er kauft, das Versprechen hält, das es macht, hängt von seinen sehr speziellen Bedürfnissen und Ansprüchen ab. Da wird es dann mit dem Kriterium "Überprüfbarkeit" schwammig. Ich bin mir sicher, dass Du Deine Kunden mit ihren Absprüchen zufrieden stellst. Nur wer einen Verstärker kauft, der mehr kostet als ein preiswertes Konsumerteil, der hat sehr spezielle Ansprüche, die ganz andere sind, als Du in Deinem Kundenkreis hast.

                  Zitat von Observer Beitrag anzeigen

                  Du schreibst hier übrigens von "Betrug". Das ist juristisch eine strafbare Handlung. Und diese Diskussion wurde schon oft im deutschen HIFI-Forum geführt. Mit der Erkenntnis, dass das Handelsgebaren eben nicht juristisch anfechtbar ist. Ich habe unter einem anderen Avatar viel länger als hier einen Account beim dt. HIFI-Forum. Viel Spaß beim suchen.

                  Und warum sollte ich Kumazawa als Betrüger erkennen? Er macht seinen Job und ich bin mir sicher, er ist davon überzeugt, das Beste daraus zu machen. Er hat sicher sehr viele begeisterte Kunden, wie auch Dieter Burmester es hatte, oder Jochen Räke, oder die Familie Suchy oder, oder, oder.....
                  Um Betrug im juristischen Sinne geht es ja auch nicht. Aber wenn u.a. Du und David behaupten, in der Hifi-Branche gehe es nicht mit rechten Dingen zu und der Käufer bekäme Dinge ohne realen Gegenwert dann ist das die Unterstellung einer Täuschung des Kunden und damit Betrug zumindest im moralischen Sinne. Gerade beim Beispiel Yamaha bist Du aber nicht überzeugend. Yamaha ist erst einmal nicht Burmester, der sich immer an einen exklusiven Kreis "besserverdienender" Kunden gerichtet hat. Yamaha dagegen baut schon seit Jahrzehnten hervorragende Verstärker, die bezahlbar sind und bietet seine Modellreihen an mit aufsteigendem Preis. Für jeden Geldbeutel ist etwas dabei. Man hat also die Wahl, ob man sich z.B. mit einem 1000 Euro Verstärker zufrieden gibt oder etwas mehr Geld drauflegt für ein höherpreisiges Modell. Das ist letztlich eine sehr subjektive Angelegenheit, zu entscheiden, ob man meint, das wirklich zu brauchen, was ein Verstärker, der mehr kostet, auch mehr an Klang bringt. Deswegen ist der IFidelity-Test der Yamaha Vor-Endstufe auch so ehrlich. Die beiden Tester sagen nämlich ganz klar, dass Ihnen nur aufgrund des Tests nicht wirklich klar ist, ob die 8000 Euro Mehrpreis zum Top-Vollverstärker lohnen, weil der klangliche Unterschied zwar da ist, aber eben doch nicht so gigantisch, wie es der Mehrpreis ist. (Ich habe die C 5000/M 5000-Endstufe übrigens gehört, nicht bei einem Händler, sondern bei einer Privatperson.) Es ist letztlich so, und das wissen alte "Hifi-Hasen" wie ich ganz genau, dass je höher das Niveau das "noch ein bisschen besser" dann exponentiell teurer wird. Das zwingt letztlich dazum sich darüber klar werden, was man wirklich braucht und worauf man verzichten kann. Ich halte deshalb nichts davon (und das mit Verlaub gesagt für ziemlich dumm) einfach immer nur auf die blöden "High-Ender" zu schimpfen, nur weil sie nicht das Billigste vom Billigen kaufen.

                  Für Yamaha spricht, dass sie eine 15000 Euro-Vor-Endstufe bauen, die sich von der Leistung her vom Top-Vollverstärker praktisch nicht unterscheidet. Bei anderen Herstellern bekommt man dann 400 Watt statt 125 Watt. Bei Yamaha sind es gerade mal 3 (!) Watt mehr. Die Qualität eines solchen Gerätes liegt also woanders und offenbar erfordert sie zu beurteilen auch einen wirklichen Kenner.

                  Zitat von Observer Beitrag anzeigen
                  ​Übertragen auf die Kfz-Branche, die nimmst du ja gerne mal als Vergleich, bauen die genannten Personen halt Porsche, Ferrari, Lamborghini ect. und keinen Golf, i30, C2 ec
                  Die Performance vieler HighEnd-geräte geht nur nach meinem Dafürhalten weit über das hinaus, was für den "normalen" Gebrauch sinnvoll ist.
                  Und auch das meine ich bei den Luxussportwagen erkennen zu können: Performance, die ich niemals im öffentlichen Verkehr ausspielen könnte. Dafür hätte ich mit einem typischen Ferrari oder Lamborgini ein Pkw, in dem ich kaum rein, und noch schwieriger raus komme. Die Übersicht ist aufgrund der tiefen Sitzposition auch "unterirdisch". Mein Opa-Golf (Golf Plus) kommt meinem Alter viel mehr entgegen.
                  Was ist denn der "normale Gebrauch" und wer legt die "Norm" fest, was "normal" ist? So etwas gibt es doch einfach nicht! Man kauft für ein Kind, das Klavier spielen lernen will und man nicht weiß, ob es nach einem halben Jahr keine Lust mehr hat, auch nicht gleich ein Bechstein-Klavier für 30000 Euro. Für mich wäre es aber gerade richtig. Was sinnvoll ist, darüber entscheidet das Bedürfnis des Kunden. Da gibt es keine sozusagen amtlichen Messwerte, die verbindlich festlegen, was Sinn macht und was nicht. Die Wirtschaft funktioniert nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Ein Angebot gibt es nur, wenn es dafür auch eine Nachfrage gibt. Irgendwelche Angebote zu verteufeln, halte ich für ein moralinsaures Missverständnis, denn das läuft darauf hinaus, den Konsumenten zu reglemtieren, ihm vorzuschreiben, was er an Bedrüfnissen haben darf und was nicht. Und das ist nunmal nicht besonders liberal und demokratisch.


                  Zitat von Observer Beitrag anzeigen

                  Was ich im HIFI-Bereich aber immer wieder feststellen konnte, sind Anbieter von für mich nicht nachvollziehbarer Artikelversprechungen wie man sie hier lesen kann:

                  https://www.phonosophie.de/index.htm einfach mal weiter folgen....

                  Und Vergleichbares fand sich bis vor einiger Zeit verstärkt in der Branche und wird aktuell immer weniger auffällig. Warum nur?
                  Phonosophie ist für mich das Beispiel für einen "suggestiven" Händler. Das nervt auch mich, vor allem, wenn da behauptet wird, man müsse alle 5 oder 10 Jahre neue Geräte kaufen. Das ist einfach Unsinn und eine durchschaubare Strategie. Aber das sollte man nicht generalisieren. Phonosophie ist ein Händler unter vielen und durchaus nicht repräsentativ.

                  Schöne Grüße
                  Holger

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                    Zitat von Observer Beitrag anzeigen

                    Irgendwie beschleicht mich der Verdacht, dass du leichte Defizite bezüglich Leseverständnis hast. Vielleich hast aber auch zuviel Adrinalin im blut beim Lesen und Posten, das vernebelt etwas das Hirn. Ich habe doch ganz genau geschrieben, dass ich mitnichten, das heißt also NICHT behaupte, dass es da eine Verschwörung gibt. Lese nochmal und schreibe dann, was du liest.
                    Das hast Du geschrieben und ich habe es gelesen. Diese Versicherung von Dir gibt es aber letztlich doch nur, weil Du es nötig hast, diese Versicherung zu geben, da Du Dich mit Deiner zelebrierten Geheimniskrämerei verdächtig nahe an einer Verschwörungstheorie bewegst. Und ich habe dann geschrieben, warum mir diese Versicherung nicht ausreicht.

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                      [QUOTE=David;n690062]
                      Und wer wie Kumazawa eine solche Position bei einem international agierenden und führenden Hersteller wie Yamaha bekleidet, der ist in seinem Fach absolut Top, Weltspitze. Von daher glaube ich kaum, dass Du Herrn Kumazawa irgend etwas "beweisen" kannst.​[/QUOTE
                      ich glaube ihm - so wie jedem Anderen auch - kein Wort, solange er mir nicht bewiesen hat, dass er einen sündteueren Verstärker in verblindetem und pegelausgeglichenen Zustand von einem billigen, der sich ebenso gut misst, unterscheiden kann.
                      Das konnte nämlich noch Niemand. Warum ausgerechnet er?
                      Warum sollte er Dir etwas beweisen müssen? Entscheidend ist doch, dass seine Kunden das honorieren, was er tut: sprich seine Geräte kaufen. Yamaha hat seit Jahrzehnten einen sehr guten Ruf, was das Preis-Leistungsverhältnis angeht. Und dem ist auch er verpflichtet. Wie es real aussieht erfährt man hier - zu LowBeats reist regelmäßig das komplette Yamaha-Entwicklungsteam (Susumu Kumazawa, Shigeru Fujita, Yoshikazu Sugimura, Hidehisa Aramaki) zur Abstimmung der Geräte auf den europäischen Markt (auf dem Foto zu sehen):

                      Alles, was ein Vertreter seiner Art haben muss: Der Yamaha A-S3200 ist ein wunderbar klassisch ausgerichteter Japan-Vollverstärker. Der erste Test


                      Zitat daraus:

                      "Wir haben ja das große Vergnügen, ein- bis zweimal pro Jahr die Yamaha HiFi-Entwickler zu Besuch in der Redaktion zu haben. Die Japaner schätzen die Größe unseres Hörraums und seine klangliche Neutralität. So buchen sie ihn einfach 1-2 Tage und hören hier quasi unter „deutschen Bedingungen“.

                      Dazu muss man wissen, dass Yamaha auch bei Verstärkern für Deutschland eine andere Abstimmung als beispielsweise für Japan macht. Und nicht selten finalisieren die Entwickler bei LowBeats ihre „German-Abstimmung“. So geschehen mit der NS-5000. Die NS-3000 (Test Mitte Juni) haben sie bei uns sehr lange gehört und auch die drei neuen Vollverstärker durchliefen in unserem Hörraum lange Hörtests und etliche Veränderungen. Und wir durften ein paar mal Mäuschen spielen.


                      Das war im Sommer letzten Jahres und natürlich sprach ich das Entwickler-Team um Susumu Kumazawa auf die offensichtlich geringen technischen Unterschiede an. „Die Basis des A-S3000 ist so gut,“ hieß es, „dass wir technisch nur punktuell nachsteuern müssen. Klanglich haben wir einiges verändert.“ Oder wie sagte Projektleiter Kumazawa: „Unser Ziel ist, dem A-S3200 mehr Transparenz und mehr Groove anzuerziehen. Wir wollen den Klang noch emotionaler machen.“

                      Es waren jedenfalls schier endlose Hörtests, immer wieder unterbrochen von kleinen technischen Korrekturen, immer angetrieben von dem Willen, den Klang des A-S3000 noch einmal spürbar besser zu machen."

                      Schöne Grüße
                      Holger

                      Kommentar



                        Dazu muss man wissen, dass Yamaha auch bei Verstärkern für Deutschland eine andere Abstimmung als beispielsweise für Japan macht. Und nicht selten finalisieren die Entwickler bei LowBeats ihre „German-Abstimmung“. So geschehen mit der NS-5000. Die NS-3000 (Test Mitte Juni) haben sie bei uns sehr lange gehört und auch die drei neuen Vollverstärker durchliefen in unserem Hörraum lange Hörtests und etliche Veränderungen.
                        Kann mir mal bitte jemand erklären, was eine „German-Abstimmung“ bei einem Verstärker ist. Gibt es auch eine Australian-, British,- English-, Scottish-, Japanese- ?

                        Was wäre daran noch HiFI?

                        LG
                        Bernd

                        Kommentar


                          "Japanese" Abstimmung ist, wenn man in Vocals "r" und "l" nicht klar unterscheiden kann

                          First, I'd like to mention that I've seen this question, which is related but doesn't quite seem to be a duplicate. I've covered some Hiragana lessons and it seems there is no L in Japanese. The
                          Glauben ist gut, Wissen ist besser. Wer lieber glaubt, soll glauben, volenti non fit iniuria.

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                            lischtisch
                            ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)

                            Kommentar


                              Kann mich erinnern, dass Altec lansing, jbl, E-voice oder Martin Logan früher typisch amerikanisch, sehr basslastig gesoundet waren.
                              Dagegen schnitten Kopfhörer, die für viele Anwender Europa schrill und hart klangen, in Asien z.B. der Hongkong Audio Show besonders wohlwollend ab.

                              Es scheint länderspezifische Klangvorlieben bei HiFi Kunden zu geben

                              Kommentar


                                Zitat von Palisanderwolf Beitrag anzeigen

                                Kann mir mal bitte jemand erklären, was eine „German-Abstimmung“ bei einem Verstärker ist.

                                LG
                                Bernd
                                Manchmal schlägt "Balance" sehr stark nach rechts außen aus:-):-)

                                Kommentar

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