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Macht ein analoger Plattenspieler noch Sinn?

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  • longueval
    antwortet

    als ich mit dem dreher abgefahren bin, hab ich alle meine platten verschenkt, hatte schon eine kleine cd sammlung aufgebaut parallel und einen musikserver im kammerl. jahre vorher hatte ich schon den zweittonbandler verkauft und die studer halbzollmaschine eingemottet. seither geht bei mir alles digital, meist über den rechner. ausnahme ist nur ein cdt, über den abgespielt wird, was überraschend hereinschneit.
    trotzdem bin ich den plattensoielern gegenüber nicht total verständnislos, ich bin halt einfach nicht der typ für das plattenhandling, ist mir zu mühsam.

    dass ich mich einst auf den high end linn, naim, audionote holzweg eingelassen habe, ist mir heute noch mild peinlich.
    Zuletzt geändert von longueval; 05.01.2025, 11:43.

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  • David
    antwortet
    Mark, "hau" doch den (vermutlich) vielen "HiFi-Menschen" die hier mitlesen, nicht so viele Fakten an den Kopf, denn davon wollen sie alle nichts wissen.

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Guten Morgen zusammen
    Bei uns ist alles weiss. Habe ca. 1300 LPs im Schrank. Daher stellt sich die Frage nach einer Daseinsberechtigung bei mir nicht. Würde mein kleiner Dreher den Geist aufgeben, kaufte ich mir sofort wieder einen neuen Rrega 1 mit Audio Technica AT-VM95SH Shibata.
    Das genügt meinen Ansprüchen völlig. Einen Dreher für mehrere 1000 Euro, wohl möglich noch mit einem Verschleissteil im 4 stelligen Bereich ? Nee, auch wenn ich die Kohle hätte.
    l.g. werner


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  • Mrwarpi o
    antwortet
    Zitat von respice finem Beitrag anzeigen
    Die Nachfolger zappeln noch, sie können b.B. auch "scratchen" - nur ohne Platte zum Abtasten

    https://www.thomann.de/de/dj_controller.html
    Das ist nur stilecht mit 2 1210nern ....

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  • Observer
    antwortet
    Als Plattenspieler noch ein Massen-UE-Gerät waren, und Vinylplatten noch in großer Zahl preiswert produziert wurden, wurde beides, die Geräte und die Platten derart durchentwickelt (damals wurde dafür viel Geld bereit gestellt, es wurde ja reichlich damit verdient), dass kaum mehr sinnvolle, bezahlbare Verbesserungen erwartbar waren. Als Ingenieure wurden wir ausgebildet, mit begrenztem Budget Systeme zu bauen, die genau die Grenzen sinnvoll einhalten konnten, die für die Nutzer ideal sind. Das System Vinylplattenmusikspeicherung und -Wiedergabe hat klar erkennbar starke Einschränkungen, die aber im Rahmen dessen liegen, was das menschliche Gehör vermag. Nur max. 25dB Kanaltrennung? Na und? Das System Lautsprecher/Wiedergaberaum lässt im normalen Hörraum auch nicht mehr zu. Nur max. 55dB Dynamikumfang? Na und? Zwischen dauerhaften Grundrauschen und der sinnvoll maximalen Lautstärke ist auch kaum mehr als 60dB. Vertikaler und horizontaler Spurfehlwinkel erhöht den Klirrfaktor und setzt die anderen Grenzen etwas herab? Im Gegensatz zu dem, was der Endschallwandler, meist der Lautsprecher in Interaktion zum Raum da macht, eher vernachlässigbar. Schwenktonarme reichen daher fast immer aus. Tangentialabtastung (so werden die Platten ja auch produziert) muss nicht sein, macht den Plattenspieler nur unnötig kompliziert und teuer. Zur Hochzeit der Plattenspieler war es aber bezahlbar produzierbar, daher noch berechtigt.

    Der Revox B795 ist ein quarzgesteuertes Direktantriebsgerät mit Tangential-Kurztonarm.  Der ultrakurze „Linetrack“-Tonarm ist 4 cm lang und…


    Haben Plattenspieler heute noch eine sinnvolles Daseinsberechtigung? Wenn's nur um die korrekte Wiedergabe von Musik geht, finde ich, eher nicht. Wenn's um Haptik und Optik geht.... wem es gefällt, warum nicht. Es hat ja mal lange gereicht und vielen gefallen. Wer die Nachteile in kauf nimmt (besonders Verschleiß des Vinyl, besondere Reinhaltung des Vinyl ect.) wird auch damit glücklich sein können bei der Musikwiedergabe. Mir wurde es schon vor Jahrzehnten einfach zu unpraktisch.

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  • respice finem
    antwortet
    Die Nachfolger zappeln noch, sie können b.B. auch "scratchen" - nur ohne Platte zum Abtasten

    DJ-Controller + Zubehör online kaufen bei Europas größtem Musikhaus ? Schneller Versand ? 30 Tage Money-Back ? 3 Jahre Thomann Garantie

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  • Mrwarpi o
    antwortet
    Zitat von Palisanderwolf Beitrag anzeigen
    Zu # 402

    auf „scratchen“ kann ich verzichten, aber ohne Knacksen mit Fehlerausgleich bei kleinen Fehlstellen wäre ganz gut und DVD sollte er auch noch können.
    Da war doch mal was im letzten Jahrtausend. Ich glaube, das hieß Compact Disc .....
    Zuletzt geändert von Mrwarpi o; 05.01.2025, 08:55.

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  • Palisanderwolf
    antwortet
    Zu # 402

    auf „scratchen“ kann ich verzichten, aber ohne Knacksen mit Fehlerausgleich bei kleinen Fehlstellen wäre ganz gut und DVD sollte er auch noch können.

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  • David
    antwortet
    Dieser Tonarm von Garrard war ein Ansatz, den "tangentialen Spurfehlwinkel" zu minimieren:
    Dafür kamen andere Nachteile, vor allem insgesamt mehr Reibungskräfte, hinzu. Und ein kleiner (so wie bei analogen Plattenspielern üblich) Spurfehlerwinkel ist total "wurscht", den kann kein Mensch hören.

    Hat sich zurecht nicht durchgesetzt.
    Zuletzt geändert von David; 05.01.2025, 11:22.

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  • debonoo
    antwortet
    Kann mich noch gut erinnern an diesen Tonarm,

    das waren noch Zeiten vor 50 Jahren...

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  • dipol-audio
    antwortet
    Dieser Tonarm von Garrard war ein Ansatz, den "tangentialen Spurfehlwinkel" zu minimieren:

    Item: Garrard Zero 100 S Tangential Arm Turntable Location: Langwarrin Price: $250 or $400 with cartridge Item Condition: Excellent Reason for selling: NLR Payment Method: Pickup Only Extra Info: This is a very nice example of this model and a credit to the previous SNA member KWTools, who had it...



    Er wird dort als "Tangential Tonarm" bezeichnet, was m.E. unzutreffend ist.

    Er verwendet eher einen Mechanismus, den ich als "Parallelkurbel" oder ggf.
    auch "Parallelkurbelgetriebe" bezeichnen würde.

    Man findet Vergleichbares u.a. noch bei Scheibenwischern an Bussen und
    beim Antrieb von Rangierloks.

    Damit ein Plattenspieler mich beeindruckte, müsste er im Wesentlichen diese 9 Eigenschaften erfüllen:

    - der Plattenteller muss "schweben" (klar), d.h. kein mechanischer Kontakt zum Chassis oder Antriebskomponenten

    - der Tonarm muss ein Tangentialtonarm sein mit einer "Nachführung", die keine Zweifel aufkommen lässt ...

    - eine Exzentrizität des Lochs in der Schallplatte muss automatisch kompensiert werden

    - eine Verwellung der Schallplatte muss neutralisiert werden

    - die Rille muss vor der Abtastung ohne Verschleiß von Staub befreit werden

    - die Abtastung der Rille muss berührungslos (typischerweise optisch) erfolgen

    - die Abtastung muss erdbebensicher sein, sagen wir bis Richterskala 4,0 (wir wollen nicht übertreiben ...)

    - eine Abweichung der Drehzahl ... (nicht messbar d.h. weder kurzzeitig noch über mehrere Menschengenerationen)

    - man muss damit "scratchen" können (*)


    __________________________

    (*) Der letzte Punkt ist bei vielen Modellen sicher unterhaltsam auch als Frage bei "High End" Messen:

    "Kann man damit auch scratchen (darf ich mal?)"
    Zuletzt geändert von dipol-audio; 05.01.2025, 00:51.

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  • respice finem
    antwortet
    Gefühlt immer schneller insbesondere am Rad...

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  • debonoo
    antwortet
    die Welt hat sich seitdem sehr schnell weitergedreht

    das nennt man FORTSCHRITT....

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  • respice finem
    antwortet
    Er setzte aber eher auf Metall - und Wachs



    Die Aufnahme muß ziemlich anstrengend gewesen sein.
    140 Jahre ist das erst her...

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  • debonoo
    antwortet
    Edison hätte seien Freude...

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