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  • David
    antwortet
    Stimmt alles was hier zuletzt geschrieben wurde - auch aus meiner Sicht.

    Ich glaube (nach "gefühlt "tausenden Stunden damit") einen DSP bedienen zu können und ich kenne mich auch zwischenzeitlich mit Dirac Live gut aus.

    Dirac Live ist super, aber diesem alles zu überlassen, das führt für mich (!) zu keinem befriedigenden Endergebnis. Aber immer noch ist es "tausend Mal besser", als nichts zu machen (also "HiFi mäßig" vorzugehen).

    Meine Erfahrung, wie man zum bestmöglichen Ergebnis kommt: zuerst einmal "das Gröbste" mittels Filter im DSP korrigieren - und dann Dirac Live (oder ein sonstiges gutes, automatisch funktionierendes Korrekturprogramm) "drüberfahren lassen".

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  • Mrwarpi o
    antwortet
    Zitat von David Beitrag anzeigen
    So etwas sehr gut funktionierend passiv umzusetzen, das ist eine nicht ganz einfache Aufgabe. Aktiv, geschlossen und mit DSP-Korrektur ist das viel einfacher. Und wenn man es ordentlich machen will, geht es ja ohne Raumkorrektur sowieso nicht. Somit kann man dabei kaum etwas falsch machen. Allerdings ist der richtige Umgang mit einem DSP auch nicht zu unterschätzen.
    Dank moderner Computertechnik ist es heutzutage kein Problem mehr alles Benutzerinnen freundlich zu gestalten.

    Ende der Achziger habe ich privat noch Frequenzweichen mithilfe eines Commodore C64 und Basic berechnet.

    Hinterher mit Turbo Pascal auf dem PC.

    Liebes POKE 8000, 42 ....

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  • respice finem
    antwortet
    Zitat von David Beitrag anzeigen
    ...Allerdings ist der richtige Umgang mit einem DSP auch nicht zu unterschätzen.
    Ja. Wobei ich sagen muß, ich hatte vielleicht zu großen Respekt davor, bis ich angefangen habe, "herumzuspielen" mit dem DSP des RME ADI-2 DAC.
    Das Konzept ist relativ selbsterklärend, jedenfalls wenn man erst mal in der Lage ist, keinen Mist zu messen, Automatik ist da nämlich keine.
    Man lernt quasi intuitiv - erst mal einen Filter setzen, das Ergebnis beobachten, modifizieren, usw. Im Zweifel hilft RTFM, war aber nicht wirklich nötig https://www.rme-audio.de/downloads/adi2remote_d.pdf
    Bevor ich aber mit einem großen "standalone" DSP mir "einen Wolf messen" müsste, würde ich, als "das geborene Faultier", trotzdem eine gut gemachte Automatik bevorzugen.

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  • David
    antwortet
    So etwas sehr gut funktionierend passiv umzusetzen, das ist eine nicht ganz einfache Aufgabe. Aktiv, geschlossen und mit DSP-Korrektur ist das viel einfacher. Und wenn man es ordentlich machen will, geht es ja ohne Raumkorrektur sowieso nicht. Somit kann man dabei kaum etwas falsch machen. Allerdings ist der richtige Umgang mit einem DSP auch nicht zu unterschätzen.

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  • longueval
    antwortet
    ich hab mich auch zeitweise für lautsprecherbau interessiert, aber hauptsächlich, weil ich verstehen wollte, was in den kisten vorgeht. und kurz hab ich subs gebaut, weil es fertige damals nicht wirklich gab. und akustikelemente und bassfallen (resonatoren), die ja in gewissen maßen wie umgekehrte br boxen funktionierten
    um die berechnen zu können, muss man den umgekehrten weg gehen, dazu war lektüre zur lautsprechertechnik nötig. das zieht ein wenig den schleier von dichtung und wahrheit.
    das hat dann dazu geführt, dass ich manche weiche verschlimmbessert habe, zb mit passiven saugkreisen
    seither ist mir auch klar in grenzen, was ein ersatzschaltbild eines mechanischen schwingsystems ist.
    Zuletzt geändert von longueval; 17.06.2024, 20:03.

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  • David
    antwortet
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich heute nicht mehr dazu in der Lage wäre, "HiFi" zu verkaufen, weil ich es aus moralischen Gründen nicht mehr könnte.

    Damals, als ich mein HiFi-Geschäft eröffnet habe, habe ich ziemlich zeitgleich damit begonnen, für mich privat vollaktive Anlagen zu bauen. Anfangs noch mit analogen Frequenzweichen (Einiges davon ist in meiner HP im Artikel "Private Anlage Historie" zu sehen - https://www.hifiaktiv.at/private-anlage-historie/ ) und da kamen mir bald die ersten Zweifel auf, ob das was ich im Geschäft verkaufe, mit dem vereinbar ist, was ich laufend dazu lerne. Aber da war ich schon mittendrin und die Leute die zu mir kamen, die wollten eben "nur Hifi-Zeugs" kaufen, so wie man es aus den einschlägigen Medien kennt.

    Wenn ich angefangen habe, von der Wichtigkeit der Raumakustik und den akustischen Auswirkungen zu sprechen, vor allem von den Raummoden im Tieftonbereich, hatte ich den Eindruck, dass meine Kunden glauben ich spinne. Ich habe dann nur noch auf meine HP hingewiesen (HiFi-Homepages gab es damals nur ganz wenige), mit der "Selbstbeschwichtigung", dass ich es zumindest versucht habe, denn "nerven" wollte ich damit nicht.

    Auch etwa in dieser Zeit habe ich begonnen, mich in den ersten deutschsprachigen Foren herumzutreiben. Zuerst im deutschen HiFi-Forum und dann im "Open-End". Vor allem in Letzterem habe ich dann so richtig erkannt, welche irren Auswüchse dieses Thema annehmen kann. Aus diesem Forum flog ich dann (zurecht!) raus, obwohl ich dort zuvor noch Moderator war. Charly und ich, das hat einfach nicht gut gehen können.

    Dieses Forum hier ist bereits die zweite Auflage davon. In der ersten waren auch viele "HiFi-Menschen" dabei (auch Charly und mehrere Händler) und (nona!) da gab es laufend Streit, bis ich mir gesagt habe "so nicht mehr, denn das passt überhaupt nicht zu mir!"

    Somit Schlussstrich und Neuanfang, mit einer eindeutigen Zielrichtung, die schon im Banner steht. Bisher klappt es ganz gut. Aber es ist halt nur ein kleines Forum, denn gegen die durchaus mächtige "HiFi-Lobby" ist man weitgehend machtlos.

    Was mich aber immer wieder freut, das sind die vielen positiven Zuschriften die ich für die Aussagen in meiner HP bekomme, sogar von Tontechnikern, Leuten aus dem Audio-Profibereich und anderen einschlägigen Menschen. Einige von denen schreiben mir anonym, denn sie wollen sich nicht der Gefahr aussetzen (was ich niemals täte!), dass sie sich mit ihren Ansichten "outen".

    Ich bin zufrieden mit dem was ich auf diesem Gebiet erreicht habe.

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  • longueval
    antwortet
    in meinem bekanntenkreis sind einige, die selbst professionell oder als gesteigerte liebhaber ein instrument spielen, die haben oft einen kleinen übungsraum im haus, der einigermaßen gedämmt ist zur schonung der mitbewohner. die sind froh, wenn ich ihnen zu estwas kleinem feinem raten kann. und da fangen wir uns nix mehr mit dem typischen hifi an. dann gibts die, die eine kleine schreibtischanlage wollen, da fangts bei den kleinen nubert xpro an. nach oben offen.
    wohnzimmerbeschallung, da werd ich gar nicht mehr gefragt, jeder in meinem bekanntenkreis weiß, dass ich den kindersärgen abhold bin und über die wohnraumakustik meckere. ist halt nicht mein gebiet.
    im esszimmer, dort also, wo manchmal etwas festliche zusammenkunft stattfindet, gibts bei mir eine kleine beschallung, die aus alten ls 3/5 /harbeth) und altem vollverstärker von musikal fidelity besteht (x serie). die dient aber nur dem hintergrund gedudel jazz und klassik, der hauptzweck ist ja essen und trinken und gebrabbel. quelle ist dort notebook und alter kenwood cdler.
    in der bibliotek hatte ich auch eine anlage rund um epos 14 lautsprecher, die verstaubt inzwischen im tontechnischen massengrab, braucht kein mensch. die elektronik dazu hat mein sohn in seinen frühen jahren abgenudelt. war von yamaha, wenn ich mich recht erinnere.
    im massengrab gibts noch einen luxman plattinger ein luxman tapedeck und einen amc tuner undundund incl altes mischpult und studer maschine (8 kanal halbzoll) undund und tonnenweise kabel und mikros und scheiß. da das auch das raucherkammerl bei aufnahmen war, kann man sich vorstellen, was für beschichtung vorherrscht .
    Zuletzt geändert von longueval; 17.06.2024, 17:01.

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  • E.M.
    antwortet
    Zu Beitrag 760 von Mark und auch Anderen:

    Mark, da sprichst Du wahrlich ein allgemeines Problem an - nämlich die Anerkennung, dass eine Dienstleistung einen Wert hat. Natürlich aber nur meine Leistung - die sollte doch schon gerecht entlohnt werden - den Anderen wird schon kein Zacken aus der Krone fallen, wenn sie mir auch mal kostenlos zur Seite stehen.
    .
    Nun bin ich aber auch ein Dienstleister und nicht nur Warenverschieber und die bestmögliche Musikwiedergabe beim Kunden ist mir ein grosses Anliegen - den Rahmen, in dem ich mich dahin allerdings bewegen darf, gibt der Kunde vor (Musik im Wohnzimmer mit oder ohne Einbindung von TV).
    Also sehe ich zu, dass die Basis (Aufstellung der LS und ein Hörplatz an der Spitze eines Stereodreiecks) vom Grundsatz her stimmig ist. Der Kunde kann dann nach Gutdünken verfeinern oder perfektionieren, wobei es mir egal ist, ob mit Zubehör/Kabel etc. oder digitalelektronisch - in beiden Fällen halte ich mich raus.

    In manchen Vorgesprächen bzw. nach Vorführungen kann es allerdings passieren, dass sich eklatante Fehler (vom Grundsätzlichen in obigem Sinn) beim Kunden aufzeigen und er kauft gar nichts, sondern korrigiert die Fehler, dann gehe ich komplett leer aus (nicht ganz, denn die Freude, jemandem geholfen zu haben ist ja auch was Wert).

    Passiv-LS und Vollverstärker - natürlich nach wie vor eine sinnvolle Anschaffung und wenn nicht gerade vom Billiganbieter/Hersteller, dann ist diese Anschaffung sehr langlebig/nachhaltig (Longueval schreibt so ähnlich) und eine Basis für alle möglichen Erweiterungen, die jeder modischen Strömung nachrennen kann.

    Meine Einstellung ist geprägt vom Umgang mit "Normalkunden" und weicht deshalb oft ab von der hier im Forum vertretenen Meinung, die sich mit Spezialgebieten der High Fidelity befasst. Beides sollte doch nebeneinander (auch sich ergänzend) bestehen können, denn Interessenten an beidem sind genügend vorhanden.

    LG
    E.M.

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  • respice finem
    antwortet
    Richtige Heimkino "Desperados" bauen sich eine "falsche Wand" mit Tragerahmen dafür. Habe ich selbst in PL schon so gesehen. Ich meine (ohne Gewähr), daß man in den USA, wenn man "richtige" Main LS einbauen will, auch kaum darum herumkommt, weil sonst der "Käse" zu wenig Stabilität bietet.

    So etwas läuft noch unter "harmlos": https://www.youtube.com/watch?v=5zoStoHPpiQ

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  • longueval
    antwortet
    im den usa sind 99% aller hauswände hohl. keine große sache also, sowas einzubauen. bei uns hingegen ....

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  • respice finem
    antwortet
    Ja. In Multichannel Szenarien kommt dazu, daß aus den USA langsam die "Mode" überschwappt, LS in Wände einzubauen.
    Es ist ja nicht so, daß die Elektronik in Aktivlautsprechern anfälliger ist, als in Vollverstärkern - nur ist davon mehr vorhanden = stochastisches Risiko.
    Bspw. meine Neumänner haben pro Box 4 Endstufen (für den Bass sind 2 gebrückt). In Multichannel hat man also mindestens 20, plus die Subs, grenzwertig...

    Wobei, wie bei FrankG zu sehen, es muß nichts passieren. Er kann sich aber den Kram selbst reparieren.

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  • David
    antwortet
    Ja, das stimmt. Passive Lautsprecher sind unvergleichlich einfacher und problemloser als aktive.

    Aktive wären in dieser Hinsicht kaum "schlechter", wäre die Elektronik ausgelagert, oder zumindest mit wenigen Handgriffen ausbaubar.

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  • respice finem
    antwortet
    Eine noch sinnvolle "Nische" für Passive sehe ich in Multichannel, wegen der Einfachheit. Endstufen im AVR, "Lautsprecherrudel" passiv, außer Subwoofer. Keine Multiplikation des Eigenrauschens, und, was wichtiger ist, des Ausfallrisikos. Im Zweifel ist es "pflegeleichter", einen AVR durch die Gegend zu schicken für Reparaturen, als Lautsprecher. Oder noch besser - ein aktiver Lautsprecher im Multichannel "Rudel" fällt aus, Reparatur nicht möglich, identischer Ersatz nicht beschaffbar. Ätsch...

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  • David
    antwortet
    passive lautsprecher sind eigentlich nostalgieveranstaltungen​
    Aus technischer Sicht ist so etwas der pure Wahnsinn! Kein halbwegs vernünftiger Audiotechniker käme (nicht einmal im Vollrausch!) auf die Idee, so etwas wie eine "Frequenzweiche" im 4-8 Ohm Bereich zu konstruieren, gäbe es nicht passive Lautsprecher.

    Aber zugegeben, es funktioniert dennoch erstaunlich gut.

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  • David
    antwortet
    Ceterum censeo: Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stereo-Vollverstärker
    Ich habe keinen (den letzten hatte ich vor grob geschätzt 40 Jahren), könnte nur einen meiner Subwoofer anbieten.

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