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15.11.2019 16:18
JoachimA
AW: Lowther, ein außergewöhnlicher Lautsprecher

Ein auch nicht unwichtiger Punkt bei Lowther Lautsprechern ist die Tatsache, das man die Stereobasis je nach verwendeter Hornkonstruktion nicht beliebig weit in der Breite ausdehnen kann. Ganz besonders auffällig bei Horngehäusen mit 2 Treibern und rückwärtigem diffusem Schallfeld (Accademy, Classic 2000, Classic 500 (Delphic)). Übertreibt man es mit dem Abstand der Lautsprecher zueinander, geht die räumliche Abbildung mehr und mehr verloren. Das sonst übliche gleichseitige Stereodreieck ist bei diesen Exoten nicht immer anwendbar. Weit bessere Ergebnisse werden erzielt, wenn man von dieser Regel mehr oder weniger stark abweicht, viel hängt auch hier wie immer von der Beschaffenheit und dem Grundriss des Abhörraumes ab, wollte ich der Vollständigkeit halber noch ergänzen.

Gruß,
Joachim
12.11.2019 18:26
Metallicahasser98
AW: Lowther, ein außergewöhnlicher Lautsprecher

Diese ganze Thematik erinnert mich an mein Problem mit meinen Arcus AS 3 und dem viel zu dominanten Bass bei 130 Hz.
12.11.2019 16:23
JoachimA
AW: Lowther, ein außergewöhnlicher Lautsprecher

Es stimmt schon, das Lowther Chassis über gute Röhrenverstärker etwas weicher klingen, um es jetzt mal ganz salopp auszudrücken. Die Wiedergabe scheint insgesamt etwas schmeichelnder und wärmer gegenüber Transistorverstärkern zu sein. Die meisten Fehler bezüglich dieser Lautsprecher werden aber bei der Aufstellung im Raum und der falschen Bedämpfung der Druckkammer am Hornhals der jeweiligen Horngehäuse gemacht. Man kann die wirklich nicht einfach irgendwo in eine Ecke stellen und hoffen, das es dann automatisch gut klingt. Das tut es eben nicht, dazu sind diese Direktstrahler einfach zu kritisch auch aufgrund der stärkeren Bündelung im Mittelhochtonbereich. Eine ausreichende Bedämpfung des Abhörraumes ist dabei ebenso entscheident wie die optimale Bedämpfung der Druckkammer des jeweiligen Chassis am Hornhals, um eine ausgewogene Wiedergabe zu erzielen. Keine einfache Sache und sicher nichts für Leute die nur mal eben unkompliziert ein bißchen Musik hören möchten, die sind mit weit unkritischeren Mehrwegsystemen sicher besser bedient. - Man muß schon ein bißchen Hifi verrückt sein, um sowas auf sich zu nehmen. Bereut habe ich es allerdings bis heute nicht.

Gruß,
Joachim
04.05.2019 02:30
Markus Berzborn
AW: Lowther, ein außergewöhnlicher Lautsprecher

Die beste Realisierung mit Lowther-Chassis, die ich bisher gehört habe, waren die großen Horning aus Dänemark. Ich weiß die genaue Bezeichnung nicht mehr. Wirklich ganz hervorragend, auch für Klassik unbedingt zu empfehlen.
Ich habe auch schon grauenhafte Lautsprecher mit Lowther-Chassis gehört.
Die Unterschiede können je nach Gehäuse und auch je nach Rest der Kette gewaltig sein.
Daher würde ich mich niemals zu einer allgemeinen Aussage über Lowther hinreißen lassen.

Der beste Breitbänder, den ich gehört habe, war die Helix to Heaven von Black Forest Audio mit Fertin-Treibern. Ganz fantastisch.

Aber sowohl die als auch die Horning sollte man am besten mit guten Eintakt-Triodenverstärkern hören. Mit gängigen Transistorverstärkern klingt es meist ganz scheußlich. Und so kommen dann eben auch die Negativurteile über solche Lautsprecher zustande.

Gruß
Markus
21.12.2018 15:47
JoachimA
AW: Lowther, ein außergewöhnlicher Lautsprecher

Habe bei meinen Lowther Frontchassis den Schwirrkonus, also die kleine Membran die den Mittelhochton abstrahlt als Experiment mit einem rückwärtigen etwa 4 mm breiten Papierring an der Membrankante ausgestattet, da alle neueren Chassis damit ausgerüstet sind. Ich wollte mal testen, was es damit auf sich hat.



Ohne es jetzt messtechnisch in Augen- oder Ohrenschein genommen zu haben, war auf Anhieb eine weichere Abstrahlcharakteristik mit verbesserter Hochtonwiedergabe zu vernehmen. Der Mittelton im kritischen Bereich von etwa 3 KHz war deutlich hörbar gedämpft. Bei Abspielen verschiedener Sinustöne von einer Test CD war eine durchweg gleichmässigere Wiedergabe in der Lautstärke auszumachen. Ohne den Aussenring am inneren Konus war gerade der Bereich von 1-3 KHz wesentlich ausgeprägter. Insofern hat das Experiment tatsächlich eine sehr viel ausgewogenere Klangwiedergabe bewirkt obwohl meine Papierringe aus Spezialpapier nur geklebt und nicht etwa wie beim Original am Konus umgefalzt sind. Der aussen angebrachte Ring scheint den Innenkonus durch die damit einhergehende Erhöhung der Festigkeit dahingehend zu stabilisieren, das unerwünschte Partialschwingungen weitestgehend gedämpft oder vermieden werden.

Stimmen und Blechbläser scheinen deutlich nuancierter, besser aufgelöst und sind fast vollkommen befreit von unnatürlicher Schärfe, also durchaus ein Erfolg, den man ohne jede Mühe sofort hören kann, da die Unterschiede wirklich gravierend sind.

Ich kann nur jedem raten, der diese Lautsprecher betreibt, die Chassis entsprechend umzurüsten, es lohnt sich, ein völlig neues Hörerlebnis und wenn man die Augen schließt, könnte man fast meinen ein Mehrwegsystem zu hören? - Kann ja eigentlich kaum sein, da ist ja nur eins. - Ich werde es dabei belassen, da mich die neue Wiedergabecharakteristik voll überzeugt hat. Es gibt dadurch faktisch kein Musikgenre mehr das man bewusst meidet, wie das früher zugegebenermaßen manchmal der Fall war und die bisherigen Vorzüge dieser Lautsprecher, sehr hoher Wirkungsgrad sowie überrragendes Impuls- und Ansprechverhalten sind ja immer noch da.

Gruß,
Joachim
01.11.2018 14:46
waka1913
AW: Lowther, ein außergewöhnlicher Lautsprecher

Die Walsh-LS gehen in diese Richtung, naja einbisschen!

http://audible-emotions.de/historie-...utsprechers-2/

Und MBL:
https://www.mbl.de/produkte/lautsprecher/
01.11.2018 12:03
JoachimA
AW: Lowther, ein außergewöhnlicher Lautsprecher

Noch eine hypothetische Überlegung zur Übertragung mit nur einer abstrahlenden Membran. Aus physikalischer Sicht wäre sicher eine kugelförmige Membran, die sich durch die Amplitude der anliegenden Wechselspannung die vom Verstärker kommt, im Rythmus aufbläht und wieder zusammenzieht die vielleicht beste und akkurateste Lösung.

Leider ist eine derart fortschrittliche Übertragung ohne Tauchspule und Permanentmagnet gegenwärtig reine Science Fiction, ein Material mit solchen Eigenschaften ist mir jedenfalls nicht bekannt. Die akustischen Eigenschaften müßten aber ziemlich überragend sein.

Gruß,
Joachim
31.10.2018 12:10
JoachimA
AW: Lowther, ein außergewöhnlicher Lautsprecher

Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
Ich habe mich mit Breitbändern nie beschäftigt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich irgendeiner davon halbwegs gut misst, denn Membranresonanzen sind da praktisch vorprogrammiert. Selbst Koaxe, die viel bessere Voraussetzungen dazu mitbringen, sind alles Andere als ideal. Ohne Entzerrung wird das kaum was.
Resonanzen müsen nicht zwangsläufig sehr ausgeprägt sein, es kommt immer auf die technische Rafinesse an, mit der so etwas hergestellt wird.

Zitat:
Auch mir ist die Sinnhaftigkeit von "ein Chassis für alles" nicht klar, außer dass man vielleicht das Gefühl dabei hat, zu einem "erlauchten Kreis" zu gehören, der ganz bewusst einen puristischen Weg geht (weniger "muss" mehr sein).
Der Sinn ist einfach erklärt, ein Mikrofon arbeitet doch auch nur mit einer Membran, oder gibts da welche die mit Hoch-, Mittel- oder Tiefton Membran aufnehmen? - Sicher nicht und ein Ohr hat auch nur ein Trommelfell. Natürlich ist es aus physikalischer Sicht enorm schwierig den gesamten Frequenzumfang den wir hören können über eine einzige Membran wiederzugeben, aber ist in mancher Hinsicht die Plausibelste aller Vorgehensweisen.

Zitat:
Mehr als übliche Mehrwegesysteme (da hilft der ganze gute Wirkungsgrad nichts) werden Breitbänder mit zunehmender Pegelabgabe auch höheren Klirr produzieren.
Das ist ja der eigentliche Grund, warum die nur in Exponentalhörnern zufriedenstellend arbeiten in denen der Klirrgrad je nach Hornkonstruktion um eine Zehnerpotenz geringer ausfallen kann und in der Hinsicht besser ist als Bassreflex-oder geschlossene Systeme.

Zitat:
Vom technischen Standpunkt her ist das einfach "Murks",....
Nein, ist es nicht, wenn die gut gemacht sind, sind die Vorteile gegenüber konventionellen Mehrwegesystemen unüberhörbar.

Gruß,
Joachim
30.10.2018 16:42
David
AW: Lowther, ein außergewöhnlicher Lautsprecher

Ich habe mich mit Breitbändern nie beschäftigt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich irgendeiner davon halbwegs gut misst, denn Membranresonanzen sind da praktisch vorprogrammiert. Selbst Koaxe, die viel bessere Voraussetzungen dazu mitbringen, sind alles Andere als ideal. Ohne Entzerrung wird das kaum was.

Auch mir ist die Sinnhaftigkeit von "ein Chassis für alles" nicht klar, außer dass man vielleicht das Gefühl dabei hat, zu einem "erlauchten Kreis" zu gehören, der ganz bewusst einen puristischen Weg geht (weniger "muss" mehr sein).

Mehr als übliche Mehrwegesysteme (da hilft der ganze gute Wirkungsgrad nichts) werden Breitbänder mit zunehmender Pegelabgabe auch höheren Klirr produzieren.

Vom technischen Standpunkt her ist das einfach "Murks", aber wie gesagt, wenn es (besser) gefällt, muss man es akzeptieren.
30.10.2018 15:40
JoachimA
AW: Lowther, ein außergewöhnlicher Lautsprecher

Zitat:
Zitat von armin75 Beitrag anzeigen
Bei Resonanzen des Treibers hilft kein Raum! Schon gar nicht wenn diese auch Off Axis auftreten! So etwas werden wir immer hören.
Das ist mir klar, wie gesagt, ich kann nicht sagen, wie sich die neueren Chassis in diesem Punkt verhalten. Meine aus Mitte der 1990er Jahre haben gegen auftretende Taumelbewegungen und Resonanzen eine spezielle Einprägung der Hauptmembran mit ringförmigen konzentrischen Vertiefungen, was faktisch eine nicht oder nur sehr schwer abwickelbare Fläche und enorme Steifigkeit ergibt, ähnlich der Wirkung einer sogenannten Navimembran, die das durch in Form bringen und Wölbung der Membranfläche erzielt. Bei früheren Chassis mit lediglich 4 oder 5 diagonal eingeprägten Längsvertiefungen auf der Hauptmembran war das Verhalten und die Neigung zu unerwünschten Partialschwingungen (Resonanzen) weit weniger gut.

Warum man nicht gleich eine leicht gewölbte Membran herstellt, liegt wohl im traditionell weitgehend manuellen Herstellungsprozess begründet. Es hätte schon immense Vorteile aber offenbar scheut man den maschinentechnischen Aufwand. Die Chassis könnten jedenfalls aus meiner Sicht nur durch ein paar kleine aber entscheidende Veränderungen erheblich besser arbeiten. - Ich habe auch schon mal überlegt, denen mal ein paar Konstruktionsvorschläge diesbezüglich zu machen, aber gleich wieder verworfen. Gegen traditionelle Ansichten kann man naturgemäß nur schwer was ausrichten. Wahrscheinlich würden die so einen Vorstoss in very britischer Manier nur "funny" finden.

Gruß,
Joachim
29.10.2018 19:59
armin75
AW: Lowther, ein außergewöhnlicher Lautsprecher

Zitat:
Zitat von JoachimA Beitrag anzeigen
Das entscheidenste Element ist wirklich die Beschaffenheit des Abhörraumes und die Aufstellung. Ich habe schon Spitzenklasselautsprecher gehört, die man kaum anhören konnte, weil einfach der Raum wie ne Tiefgarage klang und die Aufstellung auch mehr als lieblos war. War ein Bekannter von mir, der hatte damals mitte der 80er Jahre das nötige Kleingeld für eine Quadral Vulkan, aber auch wenig Ahnung, wie er die händeln muß. Das ohnehin bassstarke Transmissionline Monster hatte er zu allem Überfluss auch noch mit Loudness betrieben, was für ein Frevel.

Gruß,
joachim
Bei Resonanzen des Treibers hilft kein Raum! Schon gar nicht wenn diese auch Off Axis auftreten! So etwas werden wir immer hören.

Gruß

Armin
29.10.2018 18:51
JoachimA
AW: Lowther, ein außergewöhnlicher Lautsprecher

Zitat:
Zitat von debonoo Beitrag anzeigen
und was ist - wenn man einen TT dazu schaltet...

geht das nicht..?!
Du meinst bei den Lowther? - Gehen tut das schon, ab 40 Hz ein Klipschhorn o. ä. ankoppeln, aber das Inferno würde ich meinen Mitbewohnern nicht zumuten wollen. Mir reicht die Basswiedergabe auch ohne zusätzliches Tieftonhorn oder Subwoofer durchaus aus. - Bei mir müssen die Fensterscheiben nicht unbedingt wegen subsonischer Resonanzen rausfallen, die waren teuer.

Gruß,
joachim
29.10.2018 18:43
debonoo
AW: Lowther, ein außergewöhnlicher Lautsprecher

und was ist - wenn man einen TT dazu schaltet...

geht das nicht..?!
29.10.2018 18:33
JoachimA
AW: Lowther, ein außergewöhnlicher Lautsprecher

Das entscheidenste Element ist wirklich die Beschaffenheit des Abhörraumes und die Aufstellung. Ich habe schon Spitzenklasselautsprecher gehört, die man kaum anhören konnte, weil einfach der Raum wie ne Tiefgarage klang und die Aufstellung auch mehr als lieblos war. War ein Bekannter von mir, der hatte damals mitte der 80er Jahre das nötige Kleingeld für eine Quadral Vulkan, aber auch wenig Ahnung, wie er die händeln muß. Das ohnehin bassstarke Transmissionline Monster hatte er zu allem Überfluss auch noch mit Loudness betrieben, was für ein Frevel.

Gruß,
joachim
29.10.2018 17:52
David
AW: Lowther, ein außergewöhnlicher Lautsprecher

Ich habe diese Lautsprecher vielleicht einmal vor Jahrzehnten wo auf einer Messe gehört, somit kann ich gar nichts dazu sagen. Die paar Messdiagramme die im Internet herumschwirren sehen alle nicht gut aus. Ich weiß aber, dass die nur bedingt was aussagen, noch dazu wo auch mir schon Lautsprecher sehr gut gefallen haben, die keine guten Messwerte hatten.
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