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Technische Grundsatzdiskussionen Vor- und Nachteile technischer Konzepte

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Alt 01.05.2008, 00:13   #16
Meister_Gü
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Meister_Gü
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@Stockvieh: Genau das habe ich gemeint. Je größer der Hub desto unlinearer werden die Sicke, die Zentrierspinne und das Magnetfeld. Auch das Feld das die Schwingspule erzeugt moduliert das permanente Feld des Magneten, auch das sorgt für Nichtlinearitäten, siehe auch Motorklirr.

Die meisten Bässe mit schweren Membranen haben meist auch kräftigere Antriebe, ist also relativ egal....
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Alt 01.05.2008, 08:49   #17
Brainbox
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Zitat:
Zitat von visir Beitrag anzeigen
Zum Beispiel behauptest Du platt, dass man bei großer Fläche weniger Leistung braucht, was eben glatt falsch ist, wegen ihrer höheren Masse sind sie da eher im Nachteil.
Und dass größere Treiber alleine wegen ihrer Fläche tiefere Frequenzen wiedergeben können, was ebenso glatt falsch ist. Es ist das Zusammenspiel aus Membranmasse und Dämpfung, die Flähe spielt keine Rolle.
Weiters setzt Du Hub ~ Leistung. Es stimmt aber eher Verschiebevolumen ~ Leistung.

Noch mehr Physikgrundlagen?
Guten Morgen,

Selbstverständlich geht die Abstrahlfläche mit in die Betrachtung der abgestrahlten akustischen Leistung (oberhalb der Eigenresonanz) ein:

Pak = v² * A² * omega² * ro /(pi * c) mit

Pak = abgestrahlte Leistung oberhalb der Eigenresonanz und bei Schallwellenlängen, die groß gegenüber dem Membrandurchmesser sind

omega = Kreisfrequenz = 2 * pi *f
f = Frequenz
pi = 3,14...

v = Membranschnelle = Xo * omega
Xo = Membranauslenkung

A = Membranfläche
ro = Luftdichte
c = Schallgeschwindigkeit

Und wo steckt jetzt die Masse?

Die steckt in dem Wert für die Membranschnelle, nämlich

v = F /( omega * M) mit

M = schwingende Masse
und
F = Antriebskraft = B*L*i.

Was zeichnet also einen potenten Tieftöner aus? Große Fläche und starker Antrieb.
Aber das wußten wir alle schon, oder?

Cheers

Lars
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Alt 01.05.2008, 08:56   #18
David
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David hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
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Ich glaube, ihr meint ohnehin alle das Gleiche, es wird nur teilweise falsch zum Ausdruck gebracht.

Und das ist ja sowieso sonnenklar:
Zitat:
Was zeichnet also einen potenten Tieftöner aus? Große Fläche und starker Antrieb.
Gruß
David
__________________
Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
David ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.2008, 10:33   #19
Cay-Uwe
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Cay-Uwe ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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Der erzeugte Schalldruck ist direkt abhängig von dem verdrängten Volumen, als Fläche x Hub. Trotzdem kann man dies nicht so pauschalieren, denn wie schon erwähnt hängt das ganze aber von den weiteren Parametern des Chassis ab.

Ein iteressantes Beispiel ist der VISATON TIW200XS / 8" und der TIW250XS / 10", die beide auch sehr ähnliche Parameter besitzen. Hier könnte man spontan vermuten, daß der 10" mehr Maximalpegel macht. Tatsache ist aber, daß beide, z.B. in einer 30l CB bei 50Hz ein Maximalpegel von ca. 102dB erreichen. Schaut man etwas genauer hin, dann wird man feststellen, daß der TIW200XS 11mm Hub macht, und der TIW250XS nur 7,5mm.

Die Rahmenbedingungen werden letztendlich für die Wahl entscheidend sein. Wenn ich bei meinen beiden Chassis bleibe, dann muss ich sagen, daß der TIW200 schmalere Gehuse erlaubt. Wenn also WAF wichtig beim Design wäre, dann würde ich auf ihn zurückgreifen. Allerdings besitzt dr TIW250 eine höhere Leistung, womit Dauerbetrieb bei höheren Pegeln garantiert sind.
__________________
Gewerblicher Teilnehmer

Happy listening, Cay-Uwe.

www.sonus-natura.com

Geändert von Cay-Uwe (01.05.2008 um 10:43 Uhr).
Cay-Uwe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2008, 23:27   #20
ukw
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Hub lässt sich problemlos durch Fläche ersetzen
aber "Fläche" niemals durch Hub.

ein 18" oder (noch größer) ist kaum noch biegesteif. Er funktioniert deshalb schon bei tiefen Frequenzen nicht mehr als Kolben! Darum ist ein großes Bass-Chassis die billigste Art auf viel Membranfläche zu kommen.
Bei vielen kleinen Chassis (8" oer 10") ist das Verhältnis von Fläche zu Antrieb viel günstiger und die Membranen viel biegesteifer.

Der Unterschied ist deutlich hörbar
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Alt 03.05.2008, 00:12   #21
KSTR
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Ein horntauglicher 18" mit tiefem/steilem Konus ist mir steif genug...

Bei einem Teil wie dem PD 21" oder gar 24" hast du natürlich recht, die brechen z.B. ja schon bei 200Hz auf...

Im Aufwand-spielt-keine-Rolle-Segment würde ich auch zu maximal 12"ern tendieren...

Grüße, Klaus
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Alt 03.05.2008, 00:32   #22
demon
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der hier ist 18" und da steht der nimmt 2oooW auf, peak 8oooW, und macht 46o mm exkursionen.

quelle und info: http://www.jblpro.com/pressroom/VT4880_06/VT4880_06.htm
sieht gut aus finde ich.

michi
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Alt 03.05.2008, 00:45   #23
Fidel-Carsto
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erinnert mich irgendwie an aurasound

lg C
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Alt 03.05.2008, 02:10   #24
KSTR
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Zitat:
Zitat von demon Beitrag anzeigen
...und macht 46o mm exkursionen...
Nu überteibn se ma nich, junger Mann!
3.5" (90mm) sind aber auch OK... leider bekommt man diese Treiber (wie alle aus den JBL-Install-Serien) nicht als normaler Mensch.
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Alt 03.05.2008, 02:11   #25
Florat
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KSTR , es gibt vergleichbare sachen aus dem CAR -HIFI bereich von JBL heissen dann GTI
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Alt 03.05.2008, 02:31   #26
KSTR
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Ähm, ich hab nicht gesagt dass ich sie bräuchte oder haben will Wozu auch, bin ja nicht Werner.

JBL ist (für mich) eh tot. Haben schließlich jahrelang den Fortschritt anderer behindert (weil sie ein Patent auf den Neodymantrieb hatten). Es gibt allgemein bessere Chassis andere Hersteller, derweil. Klassiker ausgenommen, ein E120 z.B. ist halt Kult (nicht für HiFi).

@Fidel: Ja, Aurasound sehen ähnlich aus... ich kenn aber nur den PA 18er (NRT18), der ist deutlich anders und ein ziemliches Geschoss (und entsprechend teuer).

Grüße, Klaus
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Alt 03.05.2008, 09:15   #27
demon
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Zitat:
Nu überteibn se ma nich, junger Mann!
3.5" (90mm) sind aber auch OK... leider bekommt man diese Treiber (wie alle aus den JBL-Install-Serien) nicht als normaler Mensch.
äh, hust, keuch, ich hab mich vertippt.
hab nihct aufgepasst...
46o ist ja die grösse des treibers! 18"

-bitte um verzeihung-


46o mm hub

michi
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Alt 03.05.2008, 16:58   #28
Fidel-Carsto
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dachte an den NS18-992-4A

soweit ich weiß kostet er um die 1000€ kann mich aber auch täuschen, ziemliches geschoss schon nur sehr schlechten wirkungsgrad was ich so gelesen hab.

lg C
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Alt 03.05.2008, 19:09   #29
Scheller
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Edit.

Geändert von Scheller (03.05.2008 um 19:16 Uhr).
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Alt 04.05.2008, 09:07   #30
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Guten Morgen,

Zitat:
Zitat von ukw Beitrag anzeigen
Hub lässt sich problemlos durch Fläche ersetzen
aber "Fläche" niemals durch Hub.
Völlig korrekt.
Bislang wurden bei der Betrachtung der akustischen Ausgangsleistung (bzw. beim "Verschiebevolumen") nur der _Betrag_ der Leistung berücksichtigt und verglichen.

Die akustische Ausgangsleistung ist aber als komplex zu betrachten, da die Last (der sog. Strahlungswiderstand), an der sie abgegeben wird, ebenfalls komplex ist. Man unterscheidet hier einen Real- und Imaginärteil und spricht von Wirkleistung und Blindleistung.

Für die Wirkleistung (die, die den Schall erzeugt) ist der frequenzabhängige(!) Realteil des Strahlungswiderstandes verantwortlich.
Je größer dieser Wert ist, desto höher der abgegebene Schallleistung.
Die Höhe des Strahlungswiderstandes hängt vom Verhältnis des Membranumfanges zur abgestrahlten Wellenlänge ab. Je größer die Lautsprechermembran, desto höher die abgegebene Schallleistung.

Für die Blindleistung (d.h. das Herumgeschubse der Luft ohne Schallanteil) ist der Imaginärteil des Strahlungswiderstandes verantwortlich.
Dieser ist natürlich auch frequenzabhängig und überwiegt deutlich gegenüber dem Realteil in dem Bereich, wo die Wellenlängen groß gegenüber dem Umfang der abstrahlenden Fläche sind.

Auf deutsch: ein kleines Tiefton-Chassis mit viel Hub stanzt gegenüber einem großen Tieftöner mit wenig Hub hauptsächlich Löcher in die Luft.

Zitat:
Zitat von ukw Beitrag anzeigen
ein 18" oder (noch größer) ist kaum noch biegesteif. Er funktioniert deshalb schon bei tiefen Frequenzen nicht mehr als Kolben! Darum ist ein großes Bass-Chassis die billigste Art auf viel Membranfläche zu kommen.
Bei vielen kleinen Chassis (8" oer 10") ist das Verhältnis von Fläche zu Antrieb viel günstiger und die Membranen viel biegesteifer.
Diese Aussage ist in dieser Form natürlich nicht haltbar.
Ob ein Lautsprecher dieser Größe genügend biegesteif ist oder nicht, läßt sich problemlos am Frequenzgang oder auch am Impedanzgang ablesen.
Die meisten seriösen Konstruktionen (wenn man die ganz üblen billigen Möchtegerne mal außen vor läßt) sind in dieser Hinsicht völlig problemlos.

Eine Zusammenstellung von vielen kleinen Chassis wirft wieder andere Problem auf.

Cheers

Lars
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