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Technische Grundsatzdiskussionen Vor- und Nachteile technischer Konzepte

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Alt 14.08.2018, 14:48   #1
DiMa
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DiMa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Sollte ich Bi-Amping nutzen, wenn alle Voraussetzugen bereits vorhanden?

So, mein erstes Thema ;)

Wie bereits im Bereich "Mitglieder stellen sich vor" zu lesen war, habe ich unter anderem zwei Klipsch RF 82 II und den Anthem MRX 710. Die LS werden als 2.0 für Musik und als 5.1 für Filme betrieben.

Die LS haben ein Terminal mit 4 Anschlüssen, die Brücken können entfernt werden und die LS können per Bi-Amping betrieben werden.
De AVR ist ein 7.1. Laut Handbuch (https://www.anthemav.com/downloads/m...510-310-en.pdf) liefert der Verstärker im 2-Ch-Betrieb 120W/Ch und im 5.1 Betrieb 90W/Ch. Zusätzlich sind zwei Kanäle vorhanden, die konfiguriert werden können als Back, Front-Bi-Amp oder Zone 2.

Somit sind alle Voraussetzungen gegeben, um die RF 82 an verschiedenen Kanälen zu betreiben. Meine einzige zusätzliche Investition, wären die 2m Kabel.

Klanglich erwarte ich keine Veränderung oder gar Verbesserung.

Wie sieht es aber im Grenzbereich (hohe Lautstärke) und der Lastverteilung aus? Ich verstehe dass es noch immer der gleiche Verstärker ist und der liefert die Gesamtleistung, ist aber vielleicht durch die Verteilung die Belastung einzelner Komponenten anders? Werden evtl. und ein Teil der Frequenzen über die Kanäle geschickt? Mein Kollege meinte das bringt auch jeden Fall was, da nicht das gesamte Frequenzband über die Leitung muss. Hab mich da ein wenig eingelesen und festgestellt, dass dies der AVR unterstützen muss, die Frequenz-weiche aber bereits im LS verbaut ist und somit egal ist wie der AVR trennt.
Was spricht dagegen, die beiden extra Kanäle der AVR fürs Bi-Amping zu nutzen?
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Alt 14.08.2018, 15:11   #2
longueval
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longueval befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: Sollte ich Bi-Amping nutzen, wenn alle Voraussetzugen bereits vorhanden?

ich habe den verdacht, das kannst du dir sparen.

eine theoretische verbesserung wäre, gäbe es aktive frequenzweichen VOR den endstufen. mit den passiven weichen in der box ist das ein unnötiges showteil des lautsprecherherstellers.

noch dazu hängen alle endstufen an EINEM netzteil.

aber versuch macht kluch. irgendwelche billige strippen angehängt und los gehts. wenn du nicht erwartungsschwanger bist, dass es besser sein MUSS, bin ich fast sicher, du merkst keinen unterschied.
__________________
ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)

Geändert von longueval (14.08.2018 um 15:16 Uhr).
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Alt 14.08.2018, 15:38   #3
DiMa
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DiMa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: Sollte ich Bi-Amping nutzen, wenn alle Voraussetzugen bereits vorhanden?

Für den Fall dass ich kein Bi-Amping mache, könnt ihr mir einen Tip zum Leiterquerschnitt geben?


Hier die Leitungslängen:
2x Front: 2m
Center: < 1m
SL: ca. 6-7m
SR: ca. 8-9m


Sind 2,5mm² ausreichend? Oder doch lieber 4mm²?
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Alt 14.08.2018, 16:10   #4
David
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Standard AW: Sollte ich Bi-Amping nutzen, wenn alle Voraussetzugen bereits vorhanden?

Hallo @DIMa und

Zitat:
Wie sieht es aber im Grenzbereich (hohe Lautstärke) und der Lastverteilung aus?
Um nichts "besser", weil hohe Leistungsabgabe sich nach wie vor im TT und TM-Bereich abspielt. Ob jetzt auch noch der geringe Anteil für MT und HT dazu kommt, das merkst du gar nicht.

Noch dazu (wurde schon geschrieben) wird die maximale Leistung vom Netzteil bestimmt und das bleibt immer gleich.

Aber bitte, es kostet ja wirklich nur jeweils ein weiteres Zuleitungskabel. Wenn du ein gutes Gefühl dabei hast.....schaden tut's nicht.

2,5qmm sind mehr als ausreichend, für alle Bereiche.
__________________
Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
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Alt 16.08.2018, 13:01   #5
DiMa
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Standard AW: Sollte ich Bi-Amping nutzen, wenn alle Voraussetzugen bereits vorhanden?

Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen

2,5qmm sind mehr als ausreichend, für alle Bereiche.
Danke für den Tip David.


Wie konfektionier ich die Kabel am besten? Ich habe mir schon vor einiger Zeit Winkel Bananenstecker gekauft (https://audio-hifi-shop.de/1-Paar-Winkel-Bananenstecker)
Winkel aus Platzgründen, und damit das Kabel am Stecker weniger belastet wird. Bananenstecker, weil diese sehr bequem sind und viel Kontaktfläche bieten. Und genau dieses Modell, weil es es eine recht stabile Verschraubung hat.

Nun habe ich mir die Stecker angeguckt und festgestellt, dass die Schraube direkt in die Litze gedreht wird. Das kann doch nicht gut gehen. Einzelne Adern werden doch so abbrechen. Hab einiges darüber gelesen und festgestellt, dass immer zu Aderendhülsen geraten wird. Die Enden verlöten und dann verschrauben soll ganz schlecht sein, da das Lötzinn einen viel höheren Widerstand hat als das Kupferkabel selbst. Also ich hab Mechatroniker gelernt und viel mit Elektrotechnik zu tun gehabt, aber so was las ich dann zum ersten mal. Ist da was dran? Wie ist eure Empfehlung für mich zur Befestigung der o.g. Stecker an den Kupferkabeln?

Zum Kabel selbst noch eine Frage. Sollte ich eine möglichst feine Litze nehmen? 0,1mm oder sind 0,2 - 0,25 mm auch gut? Ich denke mir: Je feiner der Aufbau, desto flexibler die Leitung. Aber sicher gibts dann bei der Verarbeitung (Abisolierung) Probleme.
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Alt 16.08.2018, 14:59   #6
David
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@DiMa
Die von dir verlinkten Stecker machen einen guten Eindruck.

Adernhülsen sind das beste, ich würde keine andere Variante ins Auge fassen. Die Adernhülsen im Durchmesser so klein wie möglich wählen.

Vom Kabel verzinnen ist nicht wegen schlechter Leitfähigkeit vom Lötzinn abzuraten, sondern weil das Lötzinn immer wieder nachgibt und es nie zu einer dauerhaft festen Verschraubung/Klemmung kommt. Man kann die Schrauben immer wieder nachziehen und am Ende werden wieder nur wenige Litzen geklemmt, alle Anderen sind dann schon seitlich ausgewichen.

Die Anzahl der Litzen bzw. deren Durchmesser ist egal. Viele Litzen machen ein Kabel nur flexibler (so auch die Isolation dabei mitmacht).

Es gab sogar schon Empfehlungen für massive Kabel, aber ich wüsste nicht wozu die gut sein sollen. Sie funktionieren aber auch nicht schlechter.

Wenn nur alles so gut wäre wie (ganz billige) Kabel!
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Gruß
David


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Alt 16.08.2018, 15:10   #7
DiMa
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Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
@DiMa
Adernhülsen sind das beste, ich würde keine andere Variante ins Auge fassen.
[...]

Wenn nur alles so gut wäre wie (ganz billige) Kabel!
Ist es wichtig dass die Aderendhülsen vergoldet sind (Oxidationsschutz)? Oder kann man die verzinnten aus dem Elektrobereich nehmen? Die oxidieren ja schließlich auch nicht.

Ich hab nicht vor teuer Kabel zu kaufen. Ich schwanke zwischen den beiden, weil ich nicht weiß ob ich die höhere Flexibilität beim Verlegen brauche:

2 x 2,5 mm², Litze: 2 x 322 x 0,1 mm, https://www.amazon.de/dp/B00MGW6OJQ
2 x 2,5 mm², Litze: 2 x 78 x 0,2 mm, https://www.amazon.de/dp/B00IL467CC
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Alt 16.08.2018, 15:19   #8
David
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Die billigen Adernhülsen vom Baumarkt sind tadellos.

Ich würde das billigere Kabel wählen, es sei denn, du hast wirklich Bedenken wegen der Flexibilität. Ich kann aber nicht beurteilen, wie groß da der Unterschied ist und was du wirklich brauchst.
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Gruß
David


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