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Alt 18.03.2013, 13:35   #1
Cay-Uwe
Sonus Natura
 
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Demnächst werde ich unsere Sonus Natura Stella vorführbereit haben und daher eröffne ich diesen Thread um sie hier vorzustellen.

Wie viele wissen ist die Entscheidung diesen Lautsprecher in unser Programm aufzunehmen durch einen Kundenauftrag entstanden, der sich einen Lautsprecher mit den Manger Schallwandler ( MSW ) gewünscht hat.

Persönlich hatte ich einige Bedenken den Manger MSW für eigene Projekte zu benutzen, da viele der veröffentlichten technischen Daten aus meiner Sicht nicht optimal sind, wie z.B. der nicht sehr lineare Frequenzgang, der Klirr und die Hochtonabstrahlcharakteristik.

Bei der Realisierung vom Kundenprojekt muss ich aber sagen, dass der Manger MSW eins dieser Beispiele ist, die aufzeigen, dass nicht nur die technischen Fakten betrachtet werden sollten um sich ein finales Urteil über eine HiFi Komponente zu bilden.

Hier gilt viel mehr: "Hearing is Believing"

Und so kam es, dass aus dem Prototypen für das Kundenprojekt, die Sonus Natura Stella entstanden ist und aus den Kundenlautsprecher die Sonus Natura Stella Grande.

Von Anfang an wurde das Hauptaugenmerkmal auf eine Aktivbox gerichtet, mit dem Ansatz des "zeitrichtigen" Lautsprechers.

Die Sonus Natura Stella ist eine Standbox, die mit einen 22cm Hochleistungstieftöner und den Manger MSW bestückt ist. Die Sonus Natura Stella Grande ist eine große Standbox ( daher der Name ), die in D' Apolito Anordnung konzipiert ist und zwei Tieftöner um den Manger MSW angeordnet hat.

Nichts desto trotz, weil ich auch den Passivboxmarkt adressieren möchte, wird es die Sonus Natura Stella auch passiv geben, wobei sich gezeigt hat, dass der "zeitrichtige" Ansatz in der Passivversion sich nicht optimal realisieren ließ. Daher entschied ich mich bei die Passivversion für eine minimalphasige Auslegung der Weiche mit flachen Filtern.

Durch den gewählten Tief- Mitteltöner ist es nicht sinnvoll, die Sonus Natuta Stella Grande als Passivbox anzubieten, da das Impedanzminimum sehr niedrig liegen würde.

Das bedeutet zwangsweise, dass die angeschlossenen Endstufen extrem laststabil sein müssten und das schränkt das Angebot an Endstufen reichlich ein ...

Da ich im Moment noch auf die ersten Gehäuse für die Lautsprecher warte, möchte ich an dieser Stelle schon mal eine Skizze der Sonus Natura Stella zeigen.



Die Box ist als Standbox konzipiert und misst ca 116 x 26 x 35 cm ( H x B x T ).

Aus der Seitenansicht ist das "zeitrichtige" Konzept gut zu erkennen, bei den das Modul für den Manger MSW etwas nach hinten zu den Tieftöner versetzt ist. Dies sorgt dafür, dass die Schallentstehungsorte ( SEO ) der einzelnen Chassis übereinander liegen. Dieser Einbau kommt jeder benutzter Weiche zu Gute, da es im Übernahmebereich keine Phasenfehler gibt, die bei Lautsprechern mit plan eingebauten Chassis vorkommen.

Die Passivweiche bzw. das Aktivmodul sind in einen geschlossenen Modul im unteren Bereich der Box eingebaut, wie aus der Rückansicht zu erkennen ist. Da die Rückplatten in beiden Fällen identisch sind, lässt sich eine Umrüstung von der Passivversion in die Aktivversion durchführen. By the way, auch umgekehrt ...

Von Anfang an war der Manger MSW als Grund- Mittel- Hochtöner ( Breitbänder ) gesetzt und es galt einen Tieftöner zu finden, der die geeigneten Parameter aufweist um sich nahtlos in das musikalische Geschehen des Manger MSW einzureihen.

Nach zahlreichen Messungen, Test und Probehörsessions unterschiedlicher Kandidaten kristallisierte sich der Wavecor SW223BD01 als idealer Partner heraus. Er besticht durch sehr geringen Klirr, ausgeglichenen Frequenzgang und guter Pegelfestigkeit.

Außerdem, und das ist nicht zu unterschätzen, besitzt er ein Design und eine sehr gute Verarbeitung, die dem Manger MSW gerecht werden.

Natürlich muss der Rest der gesamten Box hinsichtlich Verabeitung und Qualität auch zu den Chassis passen. Aus diesen Grund sind die Gehäuse aus bewährten MDF konstruiert und innen nochmals mit Verstrebungen und Schwerfolie versehen um mitschwingende Gehäuseresonanzen auf ein Minimum zu reduzieren.

Wie gesagt, die Passivweiche oder das Aktivmodul sind in einen getrennten Gehäuse untergebracht was Mikrofonieeffekte auf die Bauteile so gering wie möglich hält, womit Klangeinflüsse vermieden werden. Zudem kommt noch, dass die Passivweiche nur ausgewählte Bauteile von Mundorf enthält, wie Bandspulen und in Öl getränkte Kondesatoren; Maßnahmen, die Mikrofonieeffekte praktisch eliminieren. Da ist es natürlich selbstverständlich, dass zudem noch induktionsfreie Widerstände eingesetzt werden um die Parameter der einzelne Chassis so gut wie nicht zu beeinflussen.

Was für die Passivweiche gilt, wird auch konsequent im Aktivmodul durchgeführt. Für die Aktivweiche werden nur anerkannt gute Operationsverstärker eingesetzt, dessen Anzahl so gering wie möglich gehalten wurden um negative Effekte wie Rauschen, etc. gar nicht erst aufkommen zu lassen. So zum Beispiel besitzt die Manger MSW Weiche nur drei Operationsverstärker im Signalweg.

Auch die Endverstärker wurden nicht dem Zufall überlassen und hier werden Endstufen von ABACUS electronics eingesetzt, die aus meiner Sicht klanglich wie auch konzeptionell einmalig auf dem Markt sind.

Diese Verstärker haben auch in Test bei mir gezeigt, dass sie außergewöhnlich gut der elektromotorischen Kraft ( EMK ) der Chassis entgegen treten können. Das ist Garant für einen sehr präzisen, konturierten und straffen Bass, aber auch der Hochton wird sehr differenziert und klar wiedergegeben, was dem Manger MSW subjektiv gesehen sehr entgegen kommt und dessen "Schnelligkeit" unterstreicht.

Aufgebaut ist das Aktivmodul auf einer 4mm dicken ALU-Platte und extrem großzügig dimensionierten Kühlkörper um auch bei hohen Belastungen ausreichend Reserven bieten zu können.

Technische Daten Sonus Natura Stella passiv

Minimalphasiger 2-Wege Lautsprecher mit Manger Biegewellenschallwandler
Langhubiger Hochleistungstieftöner mit über +- 11mm linearer Auslenkung
Impedanz: > 4 Ohm
Trennfrequenz ca. 400Hz mit 12dB Linkwitz-Riley Weichen
ca. Frequenzgang: ( -6dB ): 35 – 35.000 Hz
Dauerbelastung: 200 Watt
Maximalpegel > 50Hz: > 105dB

Messungen für Frequenzgang, akustische Phase und Gruppenlaufzeit in unseren Hörraum



Aus den Messungen ist insbesondere die sehr geringe Gruppenlaufzeit im Bassbereich hervorzuheben, die mit maximal ca. 6ms sehr gering ausfällt. Auch die akustische Phase zeigt sich gemäß der 12dB Linkwitz-Riley Implementierung als Allpaß ohne Phasensprünge im Übernahmebereich. Klanglich bedeutet das eine sehr präzise Basswiedergabe, gute räumliche Abbildung und Ortbarkeit einzelner Musikinstrumente, Sänger und Darbieter.

Technische Daten Sonus Natura Stella aktiv

"Zeitrichtiger" 2-Wege Lautsprecher mit Manger Biegewellenschallwandler
Langhubiger Hochleistungstieftöner mit über +- 11mm linearer Auslenkung
ABACUS electronics Endstufen und rauscharme Präzisonsaktivweichen
Trennfrequenz ca. 400Hz mit 6dB Weichen und spezieller Phasenentzerrung
ca. Frequenzgang ( -6dB ): 35 – 35.000 Hz
Maximalpegel > 50Hz: > 105dB

Messungen für Frequenzgang, akustische Phase und Sprungantwort in unseren Hörraum



Die Messung zeigen, dass das gesteckte Ziel des "zeitrichtigen" Lautsprechers erreicht wurde. Das ist zum einen an der Sprungantwort zu sehen. Deutlicher wird das Verhalten an der Phase erkennbar, die Bandpasscharakteristik aufweist, so wie es ein Lautsprecher dieser Art haben muss. Im Prinzip kann man sagen, dass im Bereich von ca. 100 Hz bis 10kHz die Phase annähernd konstant verläuft.

Diese Eigenschaft verleiht den Lautsprecher eine sehr natürliche Musikwiederagabe, gepaart mit einer ausgeprägten räumlichen Darbietung und die Ortbarkeit durch eine sehr präsize Positionierung der einzelnen Instrumente, Sänger und Darbieter charakterisiert.

Zu guter Letzt und das ist auch wichtig, die Preise. Für 2013 haben wir einen speziellen Einführungspreis ermittelt:

Sonus Natura Stella passiv, RAL Lackierung seidenmatt, ohne gezeigte Bodenplatte: EURO 4924,00 / Paar
Sonus Natura Stella aktiv, RAL Lackierung seidenamatt, ohne gezeigte Bodenplatte: EURO 6354,00 / Paar

Die Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Mwst. von 19% und Selbstabholung.
Bitte beachten: Keine Gewähr auf Druck- bzw. Tippfehler.
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Alt 25.03.2013, 14:45   #2
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Ich habe mal eine Skizze zusammengestellt, die beide Modelle gegenüber stellt.



Und dies ist ein Bild der Stella Grande bei der Fertigstellung, die etwas über das Innenleben der Box Preis gibt

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Alt 20.05.2013, 08:44   #3
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Es sind wieder ein paar Wochen vergangen, seitdem ich das letzte Mal hier berichtet habe, aber es ist eine Zeit gewesen, die ich gebraucht habe um in Ruhe einige Entscheidungen zu treffen.

Diese Ruhe wurde einmal mehr durch die Suche eines geeigneten Schreiners getrübt, denn wie ich schon an anderer Stelle berichtet habe, konnte mich mein vorheriger Schreiner, nach 5 jähriger Zusammenarbeit, nicht mehr beliefern. Es war schon damals eine Odyssee bis ich ein Handwerker gefunden hatte, der meine Qualitätsansprüche erfüllen konnte und so graute es mir vor einer erneuten Suche.

Der erste Schreiner bei dem ich war hat so eine miserable Arbeit geleistet, dass ich schon aus ca. 20 Meter Entfernung gesehen habe, dass die Gehäuse die für die Stella hergestellt waren, nicht meinen Erwartungen entsprochen haben. Auch Nachbesserungen haben nichts gebracht

Erst beim dritten Anlauf habe ich endlich wieder einen Schreiner gefunden, der auch versteht worauf es beim Boxenbau ankommt und er ist auch sehr engagiert mit Ideen dabei, wie folgendes Bild zeigt:



Eine weitere Entscheidung über die ich lange nachgedacht habe, war den DSP DAC Vorverstärker mit ins Programm auf zu nehmen ( siehe: http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=37&t=3889 ). Das mag zwar für Viele verwunderlich sein, aber ich habe schon schlechte Erfahrungen mit DSP gemacht und deswegen war ich zögerlich.

Letztendlich bin ich aber froh, dass ich mich nach sehr erfolgreichen Test des DSP DAC Vorverstärkers bei mir, doch dazu durchgerungen habe, denn er hat bereits schon gezeigt, wie hilfreich so eine Komponente sein kann um schwierige Raummodensituationen zu entzerren

Somit wird es die Stella in drei Varianten geben:

1. Passiv,
2. analog aktiv,
3. DSP aktiv

Auch die Gestaltung der Aktivmodule hat mich einiges an Zeit gekostet und es ist kaum vorstellbar wie viele Bohrungen, Beschriftungen, Durchbrüche usw. notwendig sind, bis das Aktivmodul endlich steht. Auch dass ist nun erledigt und hier ist mal ein Detailbild von einen Vorabmuster:



Ich möchte die Chance nochmal ergreifen und meinen Kunden, als Initialzünder dafür danken, dass ich mich überhaupt mit diesen Konzept beschäftigt habe, aber ganz besonders möchte ich mich bei den Herren Sonder von ABACUS electronics bedanken, die immer geduldig mit an eine Strang gezogen haben. Ohne sie hätte ich dieses Projekt nicht stemmen können
Zitat:
Zitat von Thomas K.
Hallo Cay-Uwe,

da funkeln ja zwei bildhübsche Sterne! Herzlichen Glückwunsch zum schönen Ende einer Entwicklung.
Ich bin schon gespannt auf Deine Erläuterungen im Stella Thread, genauso wie auf die Höreindrücke
der Forenmitglieder, die die fertige Box erstmalig zu hören bekommen

Viele Grüße
Thomas K.
Thomas,

ich danke Dir für die ermutigenden Worte und hoffe natürlich, dass Interessenten den Weg zu mir ins Rheinhessische finden, wobei vorerst ein Probehören nicht möglich ist, da bis ca. Mitte Juni die Zeitschrift "HIFI - STARS" der erste Probehörer ist
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Alt 22.06.2013, 06:30   #4
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Mittlerweise ist die Stella wieder von dem Test zurück und ich bin sehr froh, dass ich mich entschieden habe, den DAC DSP Vorverstärker als zusätzliche Option mit an zu bieten.

Im Raum des Autors des Test hat sich der Vorverstärker bezahlt gemacht, da er eine sehr ausgeprägte Raummode bei ca. 28 Hz besitzt. Diese konnte mit dem DAC DSP Vorverstärker sehr gut unterdrückt werden, wie folgende Messung zeigt.



Da das Gerät sehr vielseitig mit Anschlüssen versehen ist, habe ich mich vor einigen Tagen mit dem Entwickler zusammen gesetzt und wir haben für mich eine Version mit modifizierten Anschlüssen erarbeitet.



Dabei wurden die Eingänge übernommen, die wie folgt vorhanden sind:

3x COAX, 3x OPTISCH, 4x Line ( Cinch ) und 1x XLR.

Der wesentliche Unterschied wird sein, dass alle Ausgänge auf ein 7-poligen XLR Stecker zusammengefasst werden, womit es ein Kabel für die linke Box gibt und eins für die rechte Box.

Im Kabel ist auch ein Triggersignal mit inbegriffen, der für eine Einschaltung der Boxen sorgt. Dabei schalten die Boxen ca. 2 Sekunden verzögert ein, nachdem der DAC DSP Vorverstärker eingeschaltet wurde. Die Boxen werden auch mit ausgeschaltet, wenn der DAC DSP Vorverstärker ausgeschaltet wird.

Des weiteren wird es ein "schöneres" Display geben, da ich die LCD nicht sehr mag, da sie prinzipbedingt zum Teil schwer zu lesen sind, der Hintergrund ist nicht gleichmäßig ausgeleuchtet und sie sind etwas träge bei der Anzeigeumschaltung.

Ansonsten bin ich fleißig dabei die Stella vorzuführen, so wie an diesen Wochenende bei einen Interessenten, der weitere Personen zu sich eingeladen hat. Da bin ich sehr gespannt, weil einer davon auch Tonmeister ist.

Im übrigen, der DAC DSP Vorverstärker werde ich als Sonus Natura Trivium ins Programm nehmen.
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Alt 24.07.2013, 18:30   #5
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Der letzte Schritt in der Fertigstellung der Stella ist nun vollzogen, nämlich die analoge Aktivweiche, von der ich die ersten Platinen bekommen habe.

Die Entwicklung und Herstellung hat sich etwas verzögert, da ich zwischenzeitlich noch meinen DAC DSP Vorverstärker ( Sonus Natura Trivium ) ins Programm genommen habe und ich diesen intensiv evaluieren wollte. Aus heutiger Sicht bin ich froh, dass ich das getan habe, denn bereits bei den Test der Stella für das HiFi - Stars Magazin hat sich dieser bewährt gemacht, wie auch bei anderen Interessenten.

Wie ich bereits sagte, habe ich für die Stella ein Redesign des Aktivmoduls durchführen müssen, da dieses auf die ABACUS 60-120C Verstärkermodule basiert.
Dazu war es notwendig einen Operationsverstärker zu finden, der einen sehr geringen elektrischen Leistungsbedarf besitzt, da die Endstufen zwar dafür die Versorgungsspannung zur Verfügung stellen, aber in begrenzter Leistungsabgabe.

Des weiteren habe ich darauf geachtet, dass der OP-Amp rauscharm ausfällt, die Signalwege so kurz wie möglich sind und nur wenige OPV im Signalweg liegen. Außerdem habe ich die Weiche in ihren Features auf das Notwendigste reduziert, nämlich Bass- und Hochtoneinstellung. Der Bass kann dabei unterhalb von ca. 100Hz im Prinzip zwischen wandnaher ( 0 dB ) und freier ( +3dB ) stufenlos eingestellt werden. Der Hochton wiederum lässt eine lineare ( 0 dB ) und eine leichte stufenlose Anhebung ( +3dB ) oberhalb von 4kHz zu.
Diese zwei Varianten haben sich schon in Unterschiedlichen Räumen mit der DSP Weiche bewährt und ich habe sie 1 zu 1 in die Aktivweiche übernommen.

Das Ganze sieht somit wie in folgenden Bild aus.



Die Platinen werde ich in den nächsten Tagen in Betrieb nehmen; wie immer ein spannender Moment
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Alt 07.09.2013, 11:15   #6
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Der Bericht in der Zeitschrift HiFi - Stars Ausgabe 20 ist mittlerweile erschienen und im Kiosk, typischerweise Bahnhöfe und Flughäfen, verfügbar.

Ich muss sagen, dass ich mit dem Bericht sehr, sehr zufrieden bin, wenngleich sich ein, zwei, kleine Fehler eingeschlichen haben
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Alt 18.09.2013, 13:36   #7
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Ich möchte kurz über einen Besuch bei einen sehr guten Bekannten berichten, der mir letztes Wochenende in der Nähe von München seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellte um die Stella Interessenten aus der Gegend vor zu führen.

Ich bin bereits am Freitag gegen 15:00 Uhr eingetroffen und nachdem ich mit einen tollen Kaffee und selbst gemachten Gebäck empfangen wurde, haben wir uns daran gemacht das Equipment aufzubauen.


[


Anschließend habe ich das Setup wie gewohnt mit meiner Test CD hörtechnisch hinter hört und gegenüber dem was ich in unseren Hörraum gewohnt bin, fiel mir auf, dass am Hörplatz der Oberbass etwas zurückhaltender war als ich es gewohnt bin, die Stimmen etwas vordergründig klangen, und auch hier und da fand ich in manchen Bereichen den Hochton etwas in den Hintergrund geraten, wobei ich persönlich nichts vermisste.


Deshalb machte ich mich daran, das Ganze messtechnisch zu eruieren und siehe da, meine Eindrücke bestätigten sich auch, wie folgende exemplarische Frequenzgangmessungen der linken Seite zeigen, die die Standardeinstellung der Stella in blau anzeigt, die Korrekturen per DSP mit der Trivium, in rot darstellt.




Wie an der korrigierten Einstellung zu sehen ist, wurde der Oberbass im Bereich von ca. 125Hz etwas angehoben, wie auch der abfallende Pegel im Bereich um 8kHz, was übrigens auf der rechten Seite nicht notwendig war.


Die Überhöhung bei ca. 600Hz stelle ich immer wieder in "normalen" Hörräumen fest und war bei der rechte Seite noch ausgeprägter, da dort ein großes Rack nahe an der Box steht. Eine durchgeführte Wasserfallmessung zeigte auch, dass es sich eindeutig um eine Resonanz handelte, die zusammen mit der rechten Seite zur besagten etwas vordergründigen Stimmenwiedergabe führt.


Persönlich hätte ich den 8Khz Bereich gelassen wie er war, aber der Hörgeschmack vom Gastgeber ist eine etwas "crispere" Hochtonwiedergabe, dem ich auch nachgegangen bin.


Nach ca. 2 - 3 Stunden war die Arbeit getan, das Abendbrot wurde angerichtet und anschließend machten wir uns daran Musik zu hören. Ich bin immer wieder überrascht wie schnell die Zeit vergeht und wir auf einmal feststellten, dass es schon Mitternacht war ...


Den nächsten Tag ließen wir ruhig angehen, wir fachsimpelten über Dies und Jenes und nach dem Mittagessen ging es mit der Demo los, die sich wie erwartet über mehrere Stunden zog. Dank der tollen Infrastruktur vom Gastgeber konnten wir Musik vom CD-Player, Harddisk, Internetradio spielen und selbst ein DAT wäre möglich gewesen


Einmal wieder fand ich sehr überraschend und interessant was es alles an Musik gibt, von der ich bis dato noch nichts gehört hatte und wie üblich werde ich mir wieder einige CDs anschaffen oder Musikstücke runter laden müssen.


Am Abend hatten der Gastgeber und seine Frau ein tolles Essen vorbereitet, von dem ich noch an dem Tag danach lange zerrte ...


Nach dem Abendessen wollte der Gastgeber mir noch sein DEQX DSP mit FIR Filtern vorführen und was lag näher als es an der Stella mal aus zu probieren. Persönlich war ich interessiert wie sich nun ein "zeitrichtiges" Konzept per FIR gestalten ließ und wie es sich gegenüber meinen klassischen Ansatz mit der Weiche der Stella verhält.


Das Prozedere der Einmessung und Gestaltung der Weichen fand ich recht einfach und auch logisch. Erst Chassis messen und korrigieren, dann Weiche definieren und zu guter Letzt, eine über Alles Anpassung am Hörplatz.


Mit einen gewissen Stolz erfüllten mich die gemachten Messungen der Sprungantwort am Hörplatz, die sehr gut verdeutlichen, dass der klassische Ansatz in nichts hinterher hinkt




Die obere Messung ist die der Stella mit meiner entwickelten Weiche, die Untere die mit dem DEQX. Auch die Frequenzgangmessungen am Hörplatz waren insbesondere oberhalb von ca. 200 - 300 Hz praktisch identisch, was auch an den beiden Sprungantworten im den ersten ca. 6 ms zu sehen ist. Sie sind praktisch deckungsgleich, wobei man sich nicht von der Skalierung irritieren lassen sollte, da leider ARTA diese automatisch einstellt und man hat als Benutzer wenig Einfluss auf die Einstellungen. Erst im Bassbereich machten sich Unterschiede bemerkbar, da die gemachten Hörplatzkorrekturen mit diesem DEQX anders eingestellt werden als man es mit der Trivium machen kann.


Ein kurzer Hörcheck - es war bereits wieder fast Mitternacht geworden - offenbarte ein paar Unterschiede, wie zum Beispiel die etwas präsenter Stimmenwiedergabe und engere Breitenstafflung mit dem DEQX, aber auch den etwas konturierteren Bass.


Dem Ganzen möchte ich aber nicht sehr viel Gewicht geben, denn die Erstellung der Setups mit dem DEQX geschahen wirklich "Quick and Dirty" und gerade im Bass unterschieden sich die Einstellungen stärker.


Alles in Allen war es ein tolles Wochenende, in den man neue Kontakte geknüpft hat, Neues kennenlernen durfte und eine schöne Zeit mit Bekannten verbracht hat.
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Alt 26.10.2015, 07:30   #8
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Standard AW: Sonus Natura Stella

Ich möchte heute etwas über Weiterentwicklungen von mir berichten, die auch die STELLA betreffen und nutze gleichzeitig die Gelegenheit um ein weiteres Paar vorzustellen, das ich am letztes Wochenende zusammen mit meinen DAC DSP Vorverstärker TRIVIUM und einen cocktail Audio X40 Musikserver ausgeliefert habe.

Einmal mehr hat mein Schreiner eine sehr gute Arbeit geleistet und die Entscheidung auf Starkfurnier ( 1 - 1.5mm ) zu gehen hat sich wieder mehr als ausgezahlt. Es ist unglaublich wie eine etwas stärker gerundete Kante, die das Starkfurnier zulässt, das Bild des Lautsprechers besänftigt :wink:







OK, auf den Bildern ist das nicht so zu erkennen, aber hier geht es viel mehr darum, welche Fertigungsqualität mein Schreiner liefert, insbesondere wenn man auf den Verlauf des Furnierbilds achtet, das nicht nur fortlaufend über die Module fortsetzt, sondern dazu noch spiegelbildlich aufgebracht ist :cheers:

Wenn man sich die Rückseite anschaut wird man feststellen, dass sich das Erscheinungsbild des Aktivmoduls etwas geändert hat. Die Gründe dafür sind eine Konsolidierung meiner Aktivweichen- und Verstärkermodule. Das bedeutet, dass ich auch in der STELLA, wie in allen meinen anderen Aktivlautprecher auf Class-D umgestiegen bin.

Das war bei der STELLA kein einfaches unterfangen, denn die Erfahrung die ich mit den Manger MSW gemacht habe zeigen, dass es von Vorteil ist wenn man einen Verstärker einsetzt der über das Audiospektrum einen hohen Dämpfungsfaktor verfügt. Das ist nur bei wenigen Class-D der Fall, denn am Ausgang sind diese mit Filtern bestückt, die dafür sorgen, dass der Dämpfungsfaktor nachlässt. Mit der ANAVIEW AMS-Serie habe ich einen Class-D Amp gefunden, der über das gesamte Audiospektrum einen sehr hohen Dämpfungsfaktor besitzt ( ca. 800 - 1300 ) und somit die Anforderung erfüllt.

Das sind aber nicht nur die einzigen News die es in diesen Zusammenhang gibt, sondern es wird nächstes Jahr noch ein paar Weiterentwicklungen geben, die wenn sie erfolgreich getestet und implementiert worden sind auch für bestehende STELLAs integriert werden können. Dazu gehört:

1. Optimierung der Abstrahlcharakteristik im Hochton

Obwohl ich und Viele die den Manger MSW hören sehr zufrieden mit der Hochtonwiedergabe sind, kommt es immer wieder mal vor, dass es Interessenten gibt, die sich mit der Hochtonwiedergabe nicht anfreunden können. Eins der Gründe dafür kann von der Abstrahlcharakteristik her rühren, an der ich bekanntlich schon gearbeitet habe, mir aber nicht den gewünschten Erfolg einbrachte, den in der vertikalen Abstrahlcharakteristik sah das recht problematisch aus. Kürzlich durchgeführte Simulationen und Modellierungen haben mir gezeigt, dass es unter Umständen ein Weg gibt das viel besser zu konzipieren. Messungen, die ich ab Ende November diesen Jahres durchführen werde, werden zeigen ob ich mit meinen Überlegungen richtig liege. Wenn das alles klappt wie die Modellierungen es vorhersagen, dann wird es so sein, dass ein Besitzer der STELLA zwischen einen "Narrow" und "Wide" Modus umschalten kann, denn eins muss man sich vor Augen halten, eine stärkere Bündelung ist nicht immer ein Nachteil. Gerade bei der Einmessung von den oben gezeigten Paar hat sich die Abstrahlcharakteristik des Manger MSW als Vorteil erwiesen. Der Kunde sitzt ca. 5 Meter weit weg von den Boxen und die gemessenen Frequenzgänge beider STELLAs war ab ca. 200Hz sprichwörtlich ideal.

2. Sensorregelung im Bass

Das ist ein Thema, dass im Prinzip seit der Entwicklung des Lautsprechers auf der "To Do" Liste stand. Da habe ich mittlerweile durch die Revision einer alten Philips MFB586 einiges an Erfahrung mit Beschleunigungsaufnehmer machen können, die mir gezeigt haben, dass diese Methode wesentlich besser ist als ihr Ruf. Das Problem vor dem ich stehe ist, wie bringe ich die Sensoren in den WAVECOR SW223BD01 unter, da sich die Dustap nur sehr schwer abnehmen lässt. Hier denke ich darüber nach unter Umständen einen anderen Tieftöner zu benutzen, den ich mit Patenten von SETA AUDIO, Solid Cone Technology ( SCT ) versehen lassen könnte um die notwendige Stabilität der Membran zu erreichen. Im Zuge dessen könnte man die Sensoren auch gleich mit anbringen.

Geeignete Sensoren habe ich bereits von den ehemaligen Entwicklern der Philips MFB Serie zur Verfügung gestellt bekommen und nun muss noch die Zeit gefunden werden einen Testaufbau auf die Wege zu bringen. Das wird aber erst nach den Test der Abstrahlcharakteristik möglich sein und ich gehe davon aus, dass es Anfang 2016 etwas damit wird. Die notwendige Elektronik habe ich aber bereits schon als Prototyp hier bei mir liegen ...



Auch dieses Feature ist so angedacht, dass es in existierende STELLAs nachgerüstet werden könnte.

Ansonsten gibt es noch ein paar Kleinigkeiten, wie zum Beispiel eine Änderung des Keils auf dem das Manger MSW Modul steht. Hier denek ich mit meinen Schreiner darüber nach es aus schwarzen Corian oder Schiefer herstellen zu lassen, da diese Materialien erwiesenermaßen gute akustische Eigenschaften besitzen. In dem Zuge würde man auch den Fuß aus den gleichen Material fertigen lassen. Wir beide tendieren zu Schiefer und da zeigt sich ein weiterer Vorteil den ich von meinen Schreiner habe, denn er betreibt eine Gemeinschaftswerkstatt an der auch ein Steinmetz mit eingebunden ist.

Das sollte es für den Moment sein und wie heißt es so schön: "Schaun wir mal ... "
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